Magdeburg – Loburg – Wiesenburg

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Beschreibung des Vorschlags

Die von Lokalpolitikern geforderte Wiederinbetriebnahme der Eisenbahn Magdeburg – Loburg wurde bereits von stadtfeldMD vorgeschlagen. Der folgende Abschnitt nordwärts ist dünn besiedelt, Ziesar orientiert sich eher nach Brandenburg, daher ist eine Reaktivierung von Loburg – Ziesar unwahrscheinlich. Eine Stichstrecke ist aber betrieblich nie so interessant wie eine durchgehende Verbindung. Meine Idee ist, die Trasse ab Loburg ostwärts zu verlängern, und in die Strecke Dessau – Berlin einzufädeln.

Nötig dafür sind drei Infrastrukturmaßnahmen: Die Elektrifizierung und Ertüchtigung der Bahnstrecke Biederitz – Altengrabow bis hinter Loburg. Der Wiederaufbau eines Teils der Berlin-Blankenheimer Bahn von Wiesenburg bis ungefähr zur Landesgrenze. Und eine Neubaustrecke dazwischen. Die Trasse wird entweder eingleisig mit Begegnungsbahnhof konstruiert nur für den Personenverkehr, oder zweigleisig bei zusätzlichem Güter- und Militärverkehr. Der Bau ist relativ kostengünstig machbar, weil keine höhenfreie Kreuzung benötigt wird.

Zur Zeit enden RE7-Verstärker aus Berlin in Bad Belzig. Im Deutschland-Konzept starten diese als eigenständige Linie in Berlin-Lichtenberg. Diese Linie soll man über Loburg nach Magdeburg verlängern, täglich 5-22 Uhr im Stundentakt. Das benötigt einen zusätzlichen Zug.

 

Fahrplan:

…aus Berlin

Bad Belzig 47

Wiesenburg 54

Schweinitz an00 ab02

Loburg 08

Möckern 13

Biederitz 20

Magdeburg Hbf an26 ab36

Biederitz 42

Möckern 49

Loburg 54

Schweinitz an00 ab02

Wiesenburg 08

Bad Belzig 15 (statt 13 nach Deutschland-Takt)

…nach Berlin

 

Um den engen Fahrplan einzuhalten, werden MD-Neustadt und MD-Herrenkrug ausgelassen, sowie Woltersdorf, Büden, Ziepel und Zeppernick nicht wiederaufgebaut. Mit einem zweiten zusätzlichen Zug könnte man aber auch alle Halte bedienen.

 

 

Edit: Alternativ (grau) könnte man auch westlich von Nedlitz von der Berlin-Blankenheimer Bahn ausscheren.

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9 Kommentare zu “Magdeburg – Loburg – Wiesenburg

  1. Ein Führung auf der historischen Trasse auf der Berlin – Blankenheimer Eisenbahn bis westlich von Needlitz würde weniger Waldgebiet (Naturpark) zerschneiden, das Sperrgebiet nicht tangieren und weniger Neutrassierung erfordern.

  2. Ohne übergeordneten Verkehr, etwa zwischen Magdeburg und Berlin scheitert das Vorhaben schlicht mangels Masse. Die dünn besiedelte Gegend ist mit einem Busangebot gut bedient, wenn dieses überhaupt angenommen wird. So war die Rede von ganzen 6 Reisenden pro Tag, die vor der Stillegung 1999 gezählt wurden.

  3. Ein Führung auf der historischen Trasse auf der Berlin – Blankenheimer Eisenbahn bis westlich von Needlitz würde weniger Waldgebiet (Naturpark) zerschneiden, das Sperrgebiet nicht tangieren und weniger Neutrassierung erfordern.

    Wobei die Strecke dann länger wird (um Rosianerbruch und Bürgerholz auszuweichen), und Überführungen benötigt. Falls die Berlin-Blankenheimer Bahn auch wiederaufgebaut wird, macht eine längere gemeinsame Trasse natürlich Sinn. Ich habe in grau eine Alternativtrasse eingezeichnet.

    Dass der Truppenübungsplatz geschnitten wird, sollte kein Problem darstellen, Bahnstrecken durch Militärgelände gibt es in Lehnin oder der Annaburger Heide auch, und in den Randzonen wird aus Sicherheitsgründen nicht geballert. 

    Ohne übergeordneten Verkehr, etwa zwischen Magdeburg und Berlin scheitert das Vorhaben schlicht mangels Masse. 

    Eine militärische Nutzung könnte (bei zweigleisiger Ausführung) hier den Ausschlag geben. West-Ost-Verbindungen liegen aktuell im Trend, zwei Truppenübungsplätze liegen nahe. Auch der Güterverkehr kann profitieren, vom Rangierbahnhof Seddin käme man schneller nach Westen, ohne Umweg über Roßlau.

  4. Interessanter Vorschlag!

    Hier bei LiniePlus werden ja sehr viele völlig utopische Vorschläge gebracht, aber dieser wertet die geplante Reaktivierung nach Loburg mit einer zusätzlichen Anbindung nach Berlin auf. Das ist vermutlich sowohl für das Fahrgastpotenzial an den Zwischenhalten als auch durch allgemein vollere Züge durch durchreisende Fahrgäste (zusätzliche Verbindung Magdeburg-Berlin) gut!

    Eine realistische Chance auf Umsetzung wäre wahrscheinlich nur bei militärischer Nutzung durch Anbindung an das Truppen Übungsgelände gegeben. Und ich würde mal stark davon ausgehen, dass in jedem Fall eine eingleisige Strecke reicht.

  5. Ich sehe irgendwie nicht, warum eine Strecke über Ziesar schlechter sein sollte? Der Neubauabschnitt wäre nicht länger, dafür wäre das Potential in Ziesar größer als in dem Dorf entlang deiner Strecke, je nach Variante. Selbst wenn Ziesar eher nach Brandenburg orientiert ist, ist das immer noch besser als gar nichts, zumal die Fahrgäste von Ziesar nach Brandenburg ja eben auch profitieren würden.

    1. Wie bereits erwähnt braucht diese Streckenerweiterung überregionalen Verkehr. Dafür ist die gerade Strecke wie im Vorschlag geeignet. Umwege wie in der Anwort über Ziesar machen diesen Aspekt zunichte.

      1. Wie bereits erwähnt braucht diese Streckenerweiterung überregionalen Verkehr. Dafür ist die gerade Strecke wie im Vorschlag geeignet.

        Gucken wir uns zunächst die Streckenlängen an:

        Wannsee – Potsdam Hbf: ca. 9 km, Potsdam Hbf – Wusterwitz: 50 km, Wusterwitz – Ziesar: 16km, Ziesar – Altengrabow: max. 14 km, Altengrabow – Loburg: 12 km -> Potsdam – Loburg: max. 101 km

        Wannsee – Nedlitz: 80 km, Nedlitz – Loburg: ca. 12 km -> Wannsee – Loburg: ca. 92 km

        Der Unterschied von 9 km ist marginal und kann bei neuer Trassierung Ziesar – Altengrabow auch noch geringer ausfallen.

        Die Höchstgeschwindigkeit ist auf beiden Strecken auf den Bestandsabschnitten jeweils durchgängig 160 km/h. Wusterwitz – Ziesar – Altengrabow kann mit geringen Änderungen gegenüber den historischen Trassen auch so gebaut werden, dass 160 km/h möglich sind, dann gibt es auch dadurch keinen Fahrzeitvorteil nach Berlin bei deiner Trasse gegenüber meiner Anregung. Die Nachteile sind hingegen klar, die fehlende Anbindung von Ziesar und die fehlenden Fahrtmöglichkeiten nach Brandenburg und Potsdam Hbf als wichtige überregionale Ziele.

  6. Zwischen Ziesar und Wusterwitz würden mehrere höhenfreie Kreuzungen benötigt. Ziesar hat nicht einmal 2500 Einwohner (Tendenz fallend), von denen die meisten weiterhin die nahe und schnellere Autobahn bevorzugen würden.

    Dabei gingen einige Effekte verloren: Die Redundanz, weil die NBS in die Berlin-Magdeburger Bahn mündet. Die Verbindung Magdeburg – Fläming, ebenso der Übereckanschluss Richtung Dessau. Die Vorteile im Güter- und Militärverkehr. Und die niedrigen Baukosten. In meinem Vorschlag fällt die Häfte der NBS auf den Wiederaufbau der Berlin-Blankenheimer Bahn, welcher wahrscheinlich prioritär bewertet würde, und deshalb nicht zählen sollte.

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