Beschreibung des Vorschlags
Köln: Linie 7 über Gremberg
Hier gab es schon viele verschiedene Vorschläge für die Linie 7 in Köln um die Straßenbündigkeit auf der Siegburger Str. zu beseitigen, bzw. über die HGK Gleise ab dem Deutzer Hafen oder im Tunnel unter der Siegburger Str. Dabei wurde auch immer wieder die Anbindung an den Deutzer Bahnhof in Betracht gezogen. Ab der Haltestelle Poll Salmstr. ist die Linie 7 vom MIV getrennt unterwegs und hier setzte ich an.
Ich möchte diese Strecke ähnlich wie sie in den 80er mal geplant war umsetzten. Durch die Verlegung erhält Gremberg und TÜV Rheinland (Einer der großen Arbeitgeber in Köln) erstmalig eine Stadtbahnanbindung. Gleichzeitig werden alle Stadtteile südlich von Poll direkt an die TH Köln und noch viel wichtiger an den Bahnhof Deutz angeschlossen. Auf der anderen Seite würde Rolshoven und der Deutzer Hafen davon nicht profitieren. Durch die geplante S-Bahn Station am Deutzer Hafen in der Zukunft wäre die Erschließung immer noch gegeben. Ich würde aber die Verlängerung der Linie 15 ins rechtsrheinische in Betracht zeihen und mit dieser Verlegung der Linie 7 verbinden, sodass es einen Umsteigepunkt gibt, anbieten würde sich die geplante S-Bahn Haltestelle TH Köln, an der auch hier die geplante Linie 7 hält. Außerdem soll Poll durch den Ausbau der Ringlinie 13 auch besser erschlossen werden, sodass an der Haltestelle Poll Salmstr. ein wichtige Umsteigekontenpunkt der Linie 7 und 13 gebaut wird.
Durch den Ausbau würde ich die Haltestelle Deutz Technische Hochschule ausbauen. An dieser Haltestelle gibt es bereits eine Bauvorleistung als Tunnelstutzen für die Anbindung in Richtung Gremberg. Die Strecke Stadteinwärts wird zu einem Mittelbahnsteig, sodass aus dem Kalker Tunnel auch gleichzeitig Linien einfahren können. Der Tunnel hätte eine Länge von 1,4 km. Einen Vorschlag, der genau diesen Streckenverlauf vorgeschlagen hat, habe ich ich nicht gefunden.
Mit dieser Variante wird (selbst mit Verlängerung der Linie 15) leider ein großer Teil von Poll einfach vom SPNV komplett abgehängt. Ich halte es außerdem für sinnvoller Humboldt und Gremberg in etwa so wie hier (gibt dazu noch deutlich mehr Vorschläge als nur meinen) anzubinden, da so kein sehr teurer Tunnel gebaut werden muss. Auch sonst muss ich fragen wie dieser Tunnel ein NKV > 1 erreichen soll, wenn so viele Leute nicht mehr mit der 7 fahren können? Tunnelbau ist und bleibt sehr teuer.
In meiner Beschreibung habe ich auch den Ausbau der Ringlinie 13 durch Poll berücksichtigt, sodass Poll im Westen und Gremberg im Osten erschlossen wird.
Neue Strecken würde ich immer getrennt von MIV planen, die Trasse verläuft dann nicht optimal durch den Ort, jedoch ist die Betriebsstabilität wesentlich besser. Es wäre sicher möglich, dass die Bahn straßenunabhängig fährt.
Auf der anderen Seite wäre in Porz nur ein 2km langer Tunnel unter der Humboldtstraße für die unabhängige Trasse im Bezirk Porz. Wenn Interesse besteht würde ich dazu eine Vorschlag erstellen.
Die Direktverbindung in die Innenstadt die viel wichtiger ist bringt das aber auch nicht.
Der einzige straßenabhängige Teil der bei meinem Vorschlag in diesem Bereich existiert ist ja zwischen den Haltestellen An der Lenzwiese und Gremberg, ein vielleicht 400m Tunnel würde dort schon als Alternative ausreichen. Besonderen Bahnkörper auf großen Teilen der Route halte ich für ein Stadtbahnsystem komplett für ausreichend, wobei ich dir zustimme dass neue Strecken wann immer möglich nicht straßenabhängig gebaut werden sollten. Das ist auch mein Kritikpunkt an der derzeit geplanten Variante für Meschenich.
Mit der neun Strecke dürfte die Fahrzeit genau so lange sein. Evlt 2 Min länger als der heutigen Linienführung, wenn kein Stau auf der Siegburger Straße vorhanden ist.
Ich dachte eher an die Frankfurter Straße in deinem Vorschlag.
Dazu ist ja auch noch keine Entscheidung getroffen worden.
Ich finde den Vorschlag sehr gut! Es hat schon seinen Grund, warum man anno dazumal für ziemlich genau diese Vorleistung den Abzweig im Tunnel berücksichtigt hat.
Der Anschluss des TÜV und die Verbindung zum Deutzer Bahnhof finde ich sehr wichtig.
Um der Kritik der Abbindung des Deutzer Hafens zu begegnen, ist als Baustein die viergleisige Ost-West-Strecke von Bedeutung. Für die Stadtbahn-artigen 90m Züge wird ein durchgängige Tunnel Deutz-Melaten gebaut. Gleichzeitig verbleiben oben 2 Gleise auf den dann die Tram Poll – Sülz verkehrt.
Wenn du den Tunnel finanzierst, gerne. Die Machbarkeitsstudie die für Heumarkt-Melaten erstellt wurde kam vor der Inflation auf knapp unter 1 (bis Universitätsstraße über 1, mit Begründung kann man die kurze Verlängerung dann auch fördern lassen), nur ob das mit höheren Baukosten haltbar ist steht bisher nicht fest.
Und wenn man dann durch die OWA die Stadtkasse leergefegt hat soll man noch einen Tunnel in Deutz bauen der verkehrlich nicht dringend gebraucht wird? Statt sich richtigen Problemen wie der langfristigen Überlastung des Innenstadttunnels anzunehmen? Halte ich ehrlich gesagt überhaupt nicht für den richtigen Schritt.
Ich hätte hierzu noch Anmerkungen:
Das stimmt so nicht. Sobald die neuen Niederflurbahnen von Alstom im Einsatz sind, ist geplant durch die Erhöhung des Fahrzeugbestands einen 5-Minuten-Takt Richtung Porz einzuführen. Die Linie 7 ist jetzt bereits überlastet. Die Zusatzbahnen der Linie 9 von der Universität sollen nicht wie bisher zum Bahnhof Deutz geführt werden, sondern hinter der Deutzer Brücke auf die Siegburger Straße abbiegen.
Ich hätte einen anderen Vorschlag: Alternativ könnte die Linie 7 wie bisher über die Siegburger Straße, die zusätzlichen Bahnen als Linie 8 hingegen über Bahnhof Deutz – Gremberg – Rolshover Straße – Rolshover Holzweg und unter der Güterzugstrecke Richtung (H) Baumschulenweg geführt werden. Und ein Tunnel auf nahezu der kompletten Strecke wäre wirklich überflüssig, 100 m Tunnel würden reichen. Ab dem Gelände der Technischen Hochschule (Betzdorfer Straße) ist sehr gut eine oberirdische Führung weitgehend auf eigenem Gleiskörper möglich. Denn diese Streckenführung würde oberirdisch wie eingezeichnet ohnehin nicht funktionieren: Im Bereich des TÜV würde der Mitarbeiterparkplatz zerschnitten, direkt dahinter Richtung Süden die bestehenden Kleingärten.
Du sagst gar nicht warum das so nicht stimmt? Takterhöhungen sind toll, aber wenn alex8055 hier die ganze Strecke verlegt gibt es gar keine Bahnen mehr deren Takt man erhöhen könnte.
Ich nehme an du meinst eine Strecke über Bf Deutz, TH, Betzdorfer Straße, wie in diesem Vorschlag durch Humboldt, Rolshover Straße, Poller Holzweg und dann zum Baumschulenweg? Das würde mir besser gefallen als der ewig lange Tunnel in diesem Vorschlag. Alternativ wie bei mir mit Linienführung nach Gremberghoven, wobei das von der Zielsetzung abhängen würde.
Dass jetzt der Mitarbeiterparkplatz zerschnitten wird muss kein Problem sein wenn dafür eine direkte Stadtbahnanbindung auf diesen Parkplatz gesetzt wird, wobei ich natürlich nicht weiß wie der TÜV das sehen würde. Das Thema der Kleingärten ließe sich über Bebauungspläne o.ä. denke ich relativ einfach klären wenn nicht gerade sehr starke dort aktive Gruppen das in der Politik zunichte machen.
Ich denke nur nicht, dass man für nur einen T10 einen Tunnel baut. So viel Geld hat man definitiv nicht rumliegen.
Eben, über diese neue Strecke soll Linie 7 und die geplante Linie 8 fahren.
mir fällt gerade auf, dass wenn die Linie 15 über Ostheim und Neubrück verlängert wird, könnte der dichte Takt der Linie 9 reduziert werden. Damit wäre auf der OWA zwischen Neumarkt und TH Deutz weiterhin T2 mit allen Linien gegeben.
Dass über die neue Strecke beide Linien fahren sollen, ist so nicht machbar. Im Deutzer Hafen alleine sollen in den nächsten Jahren hunderte neue Wohnungen entstehen. Es ist zwar geplant, die jetzige Buslinie 150 dann am den Deutzer Hafen enden zu lassen, allerdings kann der Bus keine gut ausgelastete Stadtbahn ersetzen. Eine Linie muss nach wie vor auf der Siegburger Straße verbleiben.
Wodurch der Tunnel aber vermutlich unmöglich zu finanzieren wird, was genau das Problem des Vorschlages ist.
Vor allem: Der Tunnel ist komplett überflüssig, wenn bei einer Alternativtrasse 200 Meter weiter überhaupt keiner benötigt würde.
Gibt ja auch genug Alternativen um eine Trennung der 7 vom MIV zu erreichen die auch am Anfang der Beschreibung genannt werden. Zusammen mit einer Verbindung an der Deutzer Freiheit würde das auch eine Führung zum Bf. Deutz ermöglichen.