Köln: Barbarossaplatz Ausbau mit Bauvorleistungen

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Beschreibung des Vorschlags

Mein Vorschlag sieht einen vollständigen Umbau des Barbarossaplatzes zu einem kreuzungsfreien Stadtbahnknoten vor. Es gab bereits viele Vorschläge, jedoch kaum einen der die Bauvorleistungen in die Planung mit einbezogen hat. Daher werde ich die unzähligen Vorschläge auch nicht einzeln verlinken.

Sowohl die Ringlinien 12/15 als auch die Linie 18 sollen in diesem Bereich in Tunnel geführt werden. Ziel ist es, die heute langsame und konfliktträchtige oberirdische Führung durch einen leistungsfähigeren Knoten mit klaren Umsteigebeziehungen zu ersetzen.

Kern des Umbaus ist eine dreigeschossige Tunnelstation am Barbarossaplatz. Die Strecke der Linie 18 verläuft dabei auf der Ebene -2, die Ringlinien 12/15 auf der Ebene -3 darunter. In Ebene -1 befindet sich die durchgehende Verteilerebene, die sich vom Barbarossaplatz bis zum Bahnhof Süd erstreckt, vergleichbar mit der Verteilerebene am Bahnhof Deutz. Dadurch entsteht ein übersichtlicher Turmbahnhof mit kurzen Umsteigewegen. Beide Strecken können an die bereits vorhandenen Bauvorleistungen anschließen, die jeweils ungefähr 200 Meter lang sind. Das reduziert den Neubauaufwand und macht einen Ausbau an dieser Stelle technisch deutlich plausibler.

Ziel des Vorschlags ist daher, die Linie 18 im Bereich Barbarossaplatz in den 750 Meter langen Tunnel zu legen und die beiden heutigen Haltestellen Eifelwall und Barbarossaplatz zu einer gemeinsamen unterirdischen Station zusammenzufassen. Diese neue Station könnte unter der Luxemburger Straße zwischen Hochstadenstraße und Kyffhäuserstraße liegen. Von dort aus wären sowohl der Bahnhof Köln Süd als auch die Ringlinien 12/15 mit Fußwegen von ungefähr 150 Metern erreichbar. Die Station läge unter der Luxemburger Straße und würde den Knoten Barbarossaplatz sowie den Bahnhof Köln Süd gemeinsam erschließen. Für die Linien 12/15 würde der vorhandene Tunnel über die Bauvorleistungen um 400 Metern verlängert und in die neue untere Ringhaltestelle eingebunden.

Die Haltestellenanlage soll in offener Bauweise mit Deckel entstehen. Diese Bauweise ist für die geringe Tiefenlage und die innerstädtische Situation sinnvoll, weil sie den Bau eines kompakten Kreuzungsbahnhofs erlaubt und gleichzeitig die Oberfläche nach Abschluss wieder geschlossen werden kann. Der Vorteil wäre ein klar strukturierter Knoten mit zentraler Verteilerebene, kurzen Wegen zwischen 12/15 und 18 sowie besseren Zugängen in alle Richtungen.

Eine eingleisige Verbindung als Betriebsstrecke wird ebenfalls eingeplant, jedoch nur als Abzweig zwischen Weißhaustraße <-> Rudolfplatz, diese Verbindung kann auch als Umleitung genommen werden, wenn der Innenstadttunnel gesperrt ist. 

Verkehrlich bringt der Vorschlag mehrere Vorteile: Die Linie 18 würde beschleunigt, weil die sehr kurze Haltestellenfolge Weißhausstraße und dann Barbarossaplatz (Eifelwall entfällt) und die langsame oberirdische Querung des Platzes wegfällt. Auch die Linien 12/15 würden von einer kreuzungsfreien Führung profitieren. Insgesamt würden Fahrzeit, Betriebsstabilität und Umsteigequalität verbessert, während der Barbarossaplatz oberirdisch deutlich entlastet und städtebaulich neu geordnet werden könnte. Ich würde fast sagen, dass die Fahrzeit der Linie 18 durch den Ausbau von 6 Min laut Plan auf 2 Min von der Weißhausstraße bis zum Barbarossaplatz ändern würde.

UPDATE 13.03.2026
Ich habe den Vorschlag angepasst, Barbarossaplatz und Bahnhof Süd haben nun auf der Linie 18 eigene Haltestellen. Die beiden Haltestellen sind so angeordnet, dass diese direkt unter den anderen Haltestellen liegen, sodass ein direkter Aufzug zwischen den verschiedene Ebene möglich ist. Die Ebenen sind auch am Barbarossaplatz neu sortiert: -1 Verteilerebene, -2 Ringlinien 12/15, -3 Linie 18. Die Haltestelle Bahnhof Süd wäre in Ebene -2,5, damit die Steigung/Gefälle zum Barbarossaplatz nicht zu groß ist. 

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5 Kommentare zu “Köln: Barbarossaplatz Ausbau mit Bauvorleistungen

  1. Sehr interessant, wo die Bauvorleistungen verlaufen, die gehen deutlich weiter als ich dachte. So könnte man auch die Einschränkungen während der Bauphase relativ halten: Könnte mir gut vorstellen, dass für die den Großteil der Arbeiten die bestehenden oberirdischen Haltestellen am Zülpicher Platz (Ringestrecke) und Barbarossaplatz (Linie 18) zumindest noch als Endstation nutzbar bleiben könnten. Schade, dass die Bauvorleistung nicht auch noch die Kreuzung an der Jahnstraße unterquert, so hätte es keine Einschränkung für die Linie 9 gegeben.

    Die Strecke der Linie 18 verläuft dabei auf der Ebene -2, die Ringlinien 12/15 auf der Ebene -3 darunter. 

    Das wird leider nicht funktionieren, wenn die Haltestelle Eifelstraße an ihrem bisherigen oberirdischen Standort bleiben soll. Du hast nur 25o Meter, um von Ebene -3 wieder an die Oberfläche zu kommen und die maximale Steigung bei Stadtbahnenstrecken ist ca. 40 Promille. Das bedeutet, du kannst maximal 10 Meter Höhenunterschied überwinden und das reicht nicht für Ebene -3.

    Da bin ich auch in meinem Vorschlag vor ein paar Monaten drüber gestolpert und habe daher die Ebenen getauscht, also Linie 18 in Ebene -3 und Ringestrecke in Ebene -2.

    Etwas schade finde ich auch, dass der Umstieg zwischen der Ringestrecke und der Linie 9 relativ lang wird. Könntest du die Bahnsteige der Ringestrecke nicht etwas mehr Richtung Zülpicher Platz verschieben?

    Ziel des Vorschlags ist daher, die Linie 18 im Bereich Barbarossaplatz in den 750 Meter langen Tunnel zu legen und die beiden heutigen Haltestellen Eifelwall und Barbarossaplatz zu einer gemeinsamen unterirdischen Station zusammenzufassen. Diese neue Station könnte unter der Luxemburger Straße zwischen Hochstadenstraße und Kyffhäuserstraße liegen. 

    Was mir daran gefällt ist, dass du die Baukosten für eine weitere unterirdische Station sparst. Nur leider entsteht dadurch ein sehr langer haltestellenloser Abschnitt zwischen deiner neuen Station und der Haltestelle Weißhausstraße von ca. 800 Metern, was deutlich länger ist als auf der restlichen Linie 18 zwischen Klettenberg und Hauptbahnhof, wo die Haltestellen typischerweise 400-500m auseinander liegen. Da frage ich mich, ob das wirklich der beste Ort ist um Haltestellen zu sparen, wenn dafür die umsteigenden Fahrgäste sowohl zum Barbarossaplatz als auch zum Bahnhof Süd länger laufen müssen. Daher würde ich mich wahrscheinlich eher für zwei getrennte Stationen Bahnhof Süd und Barbarossaplatz entscheiden mit kurzen Umsteigewegen entscheiden, auch wenn der Abstand relativ kurz wäre. Der Wegfall der Haltestelle Eifelwall würde so auch besser kompensiert.

    Außerdem ist ein Abstellgleis am Barbarossaplatz ebenfalls mit eingeplant.

    Schön, dass du daran gedacht hast, davon gibt es im Innenstadtbereich eindeutig zu wenig!

  2. Inwiefern berücksichtigen denn alle anderen die Vorleistungen nicht? Nach meinem Verständnis ist nur der Tunnelweiterbau aus Richtung Zülpicher Platz bzw. Severinstraße baulich vorbereitet. Da ist man unter dem Barbarossaplatz ja recht frei.

    Deine Haltestellenlegung verstehe ich nicht ganz. Du schreibst von einem „übersichtlichem Turmbahnhof mit kurzen Umsteigewegen“ Das heißt für mich, dass die Bahnsteige übereinanderliegen, sodass man nur eine Treppe rauf/runter gehen muss, nicht 150 Meter durch einen dunklen Tunnel, wobei man noch zweimal Treppen steigen muss. Das bewegt doch niemandem zum Umstieg auf die Öffis. Gleichzeitig ist der Umstieg zum Bahnhof Süd nicht besser, da sind es von Bahnsteig zu Bahnsteig fast 200 Meter. Dabei soll der Bahnhof Süd mit Ausbau der S-Bahn ordentlich an Bedeutung gewinnnen.
    Warum nicht eine Haltestelle Barbarossaplatz, die direkt nördlich der Ringe liegt, sodass man von der sürlichen Bahnseigkante leicht zur Stadtbahn umsteigen kann und dann eine Haltestelle Köln Süd, die gleich südlich der Gabelsberger Straße liegt. Von dort käme man dann bequem direkt zu den Gleisen von Köln Süd. Das sind mit fast 400m Abstand von Bahnsteigkante zu Bahnsteigkante nicht riesig viel, aber auch nicht unüblich wenig. Eifelwall kann dann auch entfallen.

  3. Von dort aus wären sowohl der Bahnhof Köln Süd als auch die Ringlinien 12/15 mit Fußwegen von ungefähr 150 Metern erreichbar

    150m Fußweg halte ich für diese wichtigen Umstiege nicht für vertretbar, eine 300m lange unterirdische Verteilerebene ist da auch Recht unrealistisch. Wenn man eine solche Verteilerebene baut müsste man außerdem Geschäfte in dieser ansiedeln damit sich hier nicht eine Drogen-/Obdachlosenszene vergleichbar zum Appellhofplatz in der Haltestelle bildet.

    Stattdessen halte ich hier zwei Halte mit jeweils direktem Umstieg (insbesondere direkten Aufzügen zwischen den Bahnsteigen) für sehr viel sinnvoller. Zwei großzügig auf je 100m ausgelegte Haltestellen sollten immer noch günstiger zu errichten sein als eine 300m lange Verteilerebene.

  4. Hier muss ich meinen Vorrednern zustimmen:

    Grundsätzlich stellt der Vorschlag, insbesondere wegen seiner Einbeziehung der unterirdischen Vorleistungen, eine sehr sinnvolle Variante zur Untertunnelung und darauffolgenden Neugestaltung des momentan überlasteten und recht unansehnlichen Barbarossaplatzes dar.

    Wie die anderen Kommentare aber bereits klargestellt haben, gibt es vor allem zwei Schwächen des Vorschlags:

    1. Die Ringstrecke KANN nicht in Ebene -3 platziert werden, da man es ansonsten bis zur Eifelstraße (Abzweig der Linie 12) nicht wieder an die Oberfläche schafft. An der Eifelstraße müsste in diesem Fall eine unterirdische Haltestelle, ein unterirdisches Gleisdreieck sowie im weiteren Verlauf auch ein zusätzlicher Tunnelmund entstehen, letzterer vielleicht mitten auf dem Eifelplatz ?  Das wäre geradezu skurril !

    2. Es ist einfach nicht sinnvoll, zu versuchen, die beiden großen Umsteigeknoten der südwestlichen Kölner Innenstadt, nämlich Barbarossaplatz und Bahnhof Köln-Süd, auf der Linie 18 nur durch eine einzige Haltestelle abdecken zu wollen. Das führt zu unverhältnismäßig langen Wegen für BEIDE Umsteigebeziehungen !

    Und vor einer 300 Meter langen Verteilerebene gruselt es mir geradezu, da eine solche in kürzester Zeit zur Spielwiese für Drogendealer und sonstige Kleinkriminelle degenerieren würde.

    Der Appellhofplatz hat bereits einen ähnlich langen Verbindungs- und Verteilertunnel zwischen der Station der Linie 5 und derjenigen der anderen Linien – nicht wenige spätabendliche KVB-Nutzer wünschen sich, dieser wäre niemals gebaut worden. Er verleiht dem gesamten unterirdischen Bauwerk eine irgendwie unangenehme und bedrohliche Atmosphäre.

  5. Vielen Dank für euere Rückmeldungen. Ihr habt Recht, zwei getrennte Haltestellen für die Linie 18 sind hier an der Stelle besser geeignet als nur eine gemeinsame.

    Ich habe den Vorschlag angepasst, Barbarossaplatz und Bahnhof Süd haben nun auf der Linie 18 eigene Haltestellen.
    Die beiden Haltestellen sind so angeordnet, dass diese direkt unter den anderen Haltestellen liegen, sodass ein direkter Aufzug zwischen den verschiedene Ebenen möglich ist. Die Ebenen sind auch am Barbarossaplatz neu sortiert: -1 Verteilerebene, -2 Ringlinien 12/15, -3 Linie 18. Die Haltestelle Bahnhof Süd wäre in Ebene -2,5, damit die Steigung/Gefälle zum Barbarossaplatz nicht zu groß ist.

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