Keine Ahnung wie vieltes Bedienkonzept für die VDE 8

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Beschreibung des Vorschlags

Ich weiß nicht genau, wie viele Bedienkonzepte für die VDE 8 bereits vorgeschlagen wurden. Auf jeden Fall waren es einige. Da mir gerade langweilig ist, habe ich mir gedacht, ich könnte auch einmal meinen Senf dazugeben.

 

Grundsätzliches

Prinzipiell würde ich den Sprinter München-Berlin stündlich über Halle/Saale führen. Dabei soll jede zweite Verbindung in Erfurt geflügelt werden. Der hintere Zugteil würde dann nach Dresden weiterfahren und dadurch auch Leipzig ans Sprinternetz anbinden. Außerdem könnte die Fahrzeit von München in die sächsische Landeshauptstadt dadurch ohne milliardenteure Ausbauten auf ca. vier und von Nürnberg auf ca. drei Stunden verkürzt werden.

Zur Anbindung kleinerer Städte soll wie im Deutschlandtakt vorgesehen eine Linie im Stundentakt über Leipzig geführt werden. Diese soll dann allerdings ab Nürnberg alternierend über Augsburg oder Ingolstadt fahren. Bei der Verbindung über Augsburg würde sich die Ankunft in München um eine halbe Stunde nach hinten bzw. die Abfahrt eine halbe Stunde nach vorne verschieben.

 

Unterschiede zum Deutschlandtakt

Der wahrscheinlich offensichtlichste Unterschied ist die Sprinterverbindung nach Dresden. Abgesehen davon soll der reguläre ICE alternierend über Augsburg bzw. Ingolstadt fahren. Außerdem würde das Haltemuster mehrerer Linien leicht verändert. Ganz konkret würden dabei teilweise die Halte in Wittenberg sowie Bitterfeld wegfallen und die Linie FV 12 würde in Erfurt geteilt.

Der vordere Zugteil würde dann in Wittenberg und Bitterfeld halten und gemeinsam mit einer ICE-Linie Berlin – Chemnitz einen Stundentakt zwischen Bitterfeld und Berlin herstellen. Der im D-Takt vorgesehene IC über Dessau würde stündlich versetzt dazu fahren, so dass Anschluss nach Wittenberg bestünde.

Um weiterhin einen Stundentakt zwischen Sachsen und Westdeutschland zu gewährleisten,  würde der hintere Zugteil der FV 12 nach Dresden geführt. Dieser würde dann ab Erfurt stündlich versetzt zum Sprinter fahren. Riesa und Dresden-Neustadt würden allerdings weiterhin von den Linien FV 13 und FV 14 angebunden. Außerdem würde noch ein Halt in Coswig dazukommen.

 

Neue bzw. veränderte Linien

  • ICE Sprinter München – Nürnberg  – Erfurt (Zugteilung) – Halle – Berlin Südkreuz – Berlin Hbf – Berlin Gesundbrunnen, optional als Langläufer mit Verlängerung Richtung Italien
  • Zugteil nach Dresden Hbf: mit Zwischenhalt in Leipzig Hbf
  • ICE München Hbf – München Pasing – Augsburg – Donauwörth – Treuchtlingen – Nürnberg – Erlangen – Bamberg – Erfurt – Leipzig – Berlin Südkreuz – Berlin Hbf, ab hier weiter wie die Linie FV 4 im Deutschlandtakt
  • ICE München Hbf –  Ingolstadt – Nürnberg – Erlangen – Bamberg – Erfurt – Leipzig – Berlin Südkreuz – Berlin Hbf, ab hier weiter wie die Linie FV 4 im Deutschlandtakt
  • ICE Wiesbaden – Mainz – Frankfurt Flughafen – Frankfurt Hbf – Fulda – Bad Hersfeld – Eisenach – Erfurt (Flügelung) – Halle – Bitterfeld – Wittenberg – Berlin Südkreuz – Berlin Hbf – Berlin Gesundbrunnen / Leipzig Hbf – Dresden Hbf
  • ICE Chemnitz – Leipzig- Bitterfeld – Wittenberg – Berlin Südkreuz – Berlin Hbf – Berlin Gesundbrunnen
  • IC Chemnitz – Leipzig – Bitterfeld – Dessau – Bad Belzig – Potsdam – Berlin Wannsee – Berlin Zoo – Berlin Hbf – Berlin Ostbahnhof

Metadaten zu diesem Vorschlag

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15 Kommentare zu “Keine Ahnung wie vieltes Bedienkonzept für die VDE 8

  1. Interessantes Konzept! An und für sich finde ich es auch sehr gut. Würde jedoch die Sprinter Langläufer nicht nach Italien im Süden verlängern, sondern ab Berlin nach Hamburg. Und dafür die anderen Züge in Berlin enden zu lassen. Dadurch ist die Verbindung über Berlin fast so schnell, wie die über Hannover. Auch finde ich es auch nicht der Nachfrage angepasst, stündliche Verbidnungen Leipzig-Chemnitz verkehren zu lassen. Da reicht e ein zweistündlicher IC vollkommen aus. Ansonsten aber sehr gutes Konzept.

  2. Danke für das grundsätzliche Lob 🙂

    Ich finde allerdings, einen Sprinter von München über Berlin nach Hamburg zu führen würde dem Sinn des Sprinters widersprechen. Denn der sollte eine möglichst schnelle Verbindung zwischen zwei wichtigen Großstädten sein. Außerdem wäre der zwischen Berlin und Hamburg nicht viel schneller als der reguläre ICE. Denn außer Berlin Spandau könnte man keine Halte auslassen. Deshalb würde ich den Sprinter eher nach Süden verlängern.

    Bei der Verbindung Chemnitz- Leipzig würde ich es so machen, dass man eine S-Bahn und einen Fernzug pro Stunde über Bad Lausick hat. Allerdings müsste dafür auch der Tarif vereinheitlicht werden.

  3. Eine Idee, die dich hier auch schon mal habe anklingen lassen. Allerdings hat Richard auch ein wenig Recht, wenn er sagt, dass ein Flügelkonzept für Sprinter eher ungünstig ist. Also auch, wenn der Zeitverlust für den Zugteil nach Berlin für das Flügeln nur marginal ist, steigt entweder der Fahrzeitpuffer und damit die Fahrzeit oder sonst die Verspätungsanfälligkeit. Beides wäre für Sprinter eher suboptimal.

    Was ich noch nicht ganz verstehe sind die weiteren Änderungen u.a. an der FV-Linie 12. Diese ist doch durch das vorgeschlagene Konzept eigentlich unberührt, oder? Warum soll die dann neu in Erfurt geflügelt werden?

    „Um weiterhin einen Stundentakt zwischen Sachsen und Westdeutschland zu gewährleisten, würde der hintere Zugteil der FV 12 nach Dresden geführt. Dieser würde dann ab Erfurt stündlich versetzt zum Sprinter fahren. Riesa und Dresden-Neustadt würden allerdings weiterhin von den Linien FV 13 und FV 14 angebunden.“
    Wieso weiterhin? Was soll denn entfallen? Und verstehe ich das richtig, dass nach Dresden dann insgesamt vier Linien (Sprinter, FV 12, FV 13 und FV 14) fahren sollen, statt im D-Takt zwei Linien?

    Den ICE nach Chemnitz würde ich auch in diesem Vorschlag erstmal nicht behandeln, da er eigentlich unabhängig von dem Rest ist.

    1. Beim Sprinter wäre die Fahrzeit trotz Flügelung kürzer als heute. Denn im D-Takt soll Halle-Berlin 4 und Erfurt-Nürnberg 8 Minuten schneller gehen als im aktuellen Fahrplan. Also im Endeffekt läge die Fahrzeit dann bei ca. 3:50.

      Die Linie 12 würde ich Flügeln, weil sie einerseits Wittenberg sowie Bitterfeld an Halle und andererseits Leipzig an Frankfurt anbinden soll. Da würde es sich anbieten, dass man die Linie gleich bis Dresden verlängert und stündlich versetzt zum Sprinter führt. Dann würde allerdings noch die Anbindung für Riesa und die Neustadt fehlen. Dafür wären die Linien FV 13 und FV 14 vorgesehen. Die würden dann auch in Coswig halten, um Meißen besser anzubinden.

      Die Linien nach Chemnitz habe ich in diesen Vorschlag integriert, weil jene nach München nicht in Wittenberg und Bitterfeld halten lassen will. Um diese zwei Städte nicht abzuhängen, würde ich sie an die Linien nach Chemnitz anbinden.

      1. Okay, zwar ist er dann schneller als heute, aber langsamer als möglich und im D-Takt vorgesehen.

        Damit hast du meine Frage noch nicht ganz beantwortet. Willst du wirklich eine Verdoppelung des FV-Angebots (vier statt zwei Linien) auf der Strecke Leipzig – Dresden? Und auf was bezieht sich das „weiterhin“?

        Bei der FV 12 bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich das richtig verstehe (warum ist die eigentlich nicht oben aufgeführt?). Es soll in Erfurt dann nach Halle – Berlin und Leipzig – Dresden geflügelt werden? Und die entfallende Verbindung Leipzig – Berlin dann durch den ICE Chemnitz – Berlin abgedeckt werden?

        Und was ändert sich am IC Chemnitz – Dessau – Berlin? Der ist doch genauso wie im D-Takt, oder?

        1. Beim Sprinter geht’s mir eigentlich nur darum, dass der München-Berlin in unter vier Stunden schafft. Jede weitere Minuten ist nice to have, aber nicht unbedingt nötig.

          Zwischen Leipzig und Dresden würde ich das FV-Angebot tatsächlich verdoppeln. Denn der D-Takt sieht dort im Vergleich zu heute fast keine Änderung vor. Nur das Rollmaterial soll besser werden und die Fahrzeit soll sich minimal verkürzen.

          Da würde ich schon sehr viel eher etwas machen. Denn beide Städte haben mehr als eine halbe Million Einwohner. Deshalb könnte sich da etwas mehr als nur ein Stundentakt rentieren.

          Die FV 12 hätte ich eigentlich wirklich oben hin schreiben sollen. Denn da verändert sich doch einiges. Die Flügel fahren da nach Halle-Berlin und Leipzig-Dresden.

          Der ICE Chemnitz-Berlin ersetzt dann die entfallenden Verbindungen von Wittenberg und Bitterfeld nach Leipzig. Also auch jene Verbindungen, die durch die Linie nach München nicht mehr angeboten werden, weil die zwischen Leipzig und Südkreuz nicht halten soll.

          Der IC Chemnitz-Dessau-Berlin soll zwischen Chemnitz und Leipzig zwei Halte verlieren und über Potsdam statt Südkreuz fahren.

          1. Solange es zwischen Berlin – München ein Flugangebot gibt, bringt jede Fahrzeitverkürzung weitere Fahrgäste aus der Luft auf die Schiene.

            Das sehe ich als zu viel an. Dresden braucht keine vier Linien, von denen zwei als Sprinter/beschleunigte ICEs verkehren. Dafür ist die Stadt auch zu sehr nach Berlin orientiert. Zusätzlich zu dem stündlichen IC(E) nach Leipzig wäre ein zweistündlicher Sprinter das höchste der Gefühle, ich würde sogar sagen einzelne Sprinter zu Berufspendlerzeiten reichen.

            Die FV 12 kannst du ja noch oben eintragen.

            Damit würdest du aber Bitterfeld und Wittenberg die Anbindung nach Süddeutschland wegnehmen. Nach Leipzig und Chemnitz zu kommen, geht fast genauso gut mit dem Regionalverkehr.

            Was hältst du übrigens in Halle statt in Erfurt zu flügeln? Für den Sprinter kommt das weniger in Frage aber für die Linie 12 wäre das eine gute Option, da diese dann nicht auf der VDE8 hintereinander herdackeln müssen und außerdem gäbe es eine zusätzliche Verbindung von Halle nach Dresden. Der Fahrzeitverlust sollte nicht so unendlich groß sein, die Einsparungen an Energie und Personal jedoch schon merkbar.

            1. „Solange es zwischen Berlin – München ein Flugangebot gibt, bringt jede Fahrzeitverkürzung weitere Fahrgäste aus der Luft auf die Schiene.“

              Ich glaube kaum, dass alle jetzigen Flugzeugnutzer dies nur aus Fahrzeitgründen machen. Viel wichtiger scheint da der Preiskampf (durch die Konkurrenz der Airlines) zu sein, der die Flüge vergleichsweise günstig macht, und die Bedeutung von MUC als Umstiegshub. Einzelne extra-schnelle Verbindungen am Morgen und Abend machen auf jeden Fall Sinn, aber die ICE-Taktverkehre sind mit 4:00h (zukünftig) ziemlich gute Konkurrenz zum Flugverkehr für die reinen Quell-Ziel-Verkehre außerhalb der Berufspendlerzeit. Außerhalb Spitzenstunden wäre es sinnvoller, ICE4 mit größerer Kapazität anstatt ICE3 auf den Sprintern einzusetzen, um so die Sitzplatzkosten zu senken und somit im Preiskampf mit den Airlines einen Vorsprung zu gewinnen.

              „Zusätzlich zu dem stündlichen IC(E) nach Leipzig wäre ein zweistündlicher Sprinter das höchste der Gefühle, ich würde sogar sagen einzelne Sprinter zu Berufspendlerzeiten reichen.“

              Einen Pendlersprinter fände ich auch sinnvoll, ggf. mit Flügel nach Cottbus (gab da hier auch mal einen Vorschlag dazu)

               

              1. Ja, da hast du sicher auch Recht. Ich kenne auch einige Leute, die Frankfurt – Berlin fliegen, einfach weil es günstiger ist. Andererseits gibt es auch viele Geschäftsleute, die vom Arbeitgeber Business-Class bezahlt kriegen und für die der Preis weniger eine Rolle spielt. Wenn die Fahrzeit mit dem Zug hier netto kürzer wäre als mit dem Flieger, spielt das schon eine große Rolle. Ziel im Sinne einer Verkehrswende sollte es ja schon sein, den Flugverkehr auf Kurzstrecken unrentabel zu machen und das tut man erst, etwa ab einer Zugfahrzeit von 3:30 h, da die Flieger dann zu wenig ausgelastet sind. Was ich damit sagen wollte: 4:00 h sind auch schon gut und vielleicht sogar ausreichend, nur sind weitere Fahrzeitverkürzungen mehr als nur ein „Nice-to-have“, da die Konkurrenz zum Flugverkehr immer noch stark vorhanden ist.

    1. Da stellt sich halt die Frage, ob zwischen man München und Dresden zwangsläufig eine schnelle Direktverbindung will. Meiner Meinung nach wäre das schon sinnvoll. Aber bevor man Unsummen in die Sachsen-Franken-Magistrale investiert, würde ich das eher über die VDE 8 machen.

      1. Wenn man mit Neigetechnik fährt, erreicht man fast die gleiche Fahrzeit über die Franken-Sachsen-Magistrale wie über die VDE8 (siehe hier). Da brauch man keine „Unsummen“, nein noch nicht mal einen Cent in die Infrastruktur investieren.

        1. Der Sprinter über die VDE 8 würde Nürnberg-Dresden in unter drei Stunden schaffen. Wenn Leipzig-Dresden so ausgebaut wird wie hier beschrieben, könnte sich sogar eine Fahrzeit von unter zweieinhalb Stunden ausgehen. Selbige Fahrzeit über die Sachsen-Franken-Magistrale erreichen zu wollen, wäre wahrscheinlich etwas teurer.

          1. Dresden als Endpunkt eines Taktverkehr-Sprinters sehe ich auch kritisch, das ist einfach zu wenig Nachfrage. Ein Sprinter morgens nach München und abends zurück wäre ausreichend, dieser kann dann auch über Leipzig verkehren. Den restlichen Tag macht es eher Sinn über Chemnitz – Hof zu fahren und dort ein Grundangebot im FV zu schaffen.

            1. Der Sprinter aus Dresden macht nur Sinn, wenn er stündlich versetzt zum ICE nach Frankfurt geführt wird. Dann hätte man zwischen Dresden und Erfurt eine schnelle Verbindung pro Stunde, die abwechselnd nach München bzw. Frankfurt weiterfährt.

              Die Sachsen-Franken-Magistrale würde ich unabhängig davon bis Marktredwitz im Stundentakt bedienen und die ICs von dort alternierend nach München bzw. Nürnberg weiterführen.

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