7 Kommentare zu “IRE Dresden – Senftenberg – Lübbenau – Berlin

  1. Ich finde diese Linie überflüssig. Wem kommt sie denn zu gute? Am Ende des Tages nur wenigen Menschen, die bisher eben nicht direkt an Dresden angeschlossen sind. Berlin-Senftenberg gibt es bereits stündlich. Daher gibt es hier kein neue Potential in Richtung Berlin. Aus Ruhland kommt man mit dem Regio recht schnell nach Elsterwerda oder Falkenberg/Elster und somit auch nach Berlin. Dann bleiben nur 2 Bahnhöfe außerhalb Dresdens und weitere 2 in Dresden, wobei der eine der Flughafenbahnhof ist (da wird es keine Fahrgäste nach Berlin geben). Also das Potential Berlin ist sehr gering, im Vergleich zur geplanten Stärkung des FV nach Berlin (geplant laut Deutschlandtakt stündlich EC und zweistündlich IC). Wenn das nicht ausreicht, sollte man eher den IC auf stündlich verdichten, sodass alle 30 min eine direkte und schnelle Verbindung entsteht.

    In Richtung Dresden gibt es von Senftenberg aus eine Regionalbahnverbindung. Jetzt bliebe dann nur der Spreewald, der nicht direkt an Dresden angebunden ist, denn der BER ist es. Ob man für diese 4 Bahnhöfe die da sind eine weitere Zugverbindung braucht, ist jedenfalls fraglich. Daher bin ich kein Fan dieser Idee.

    1. Berlin – Senftenberg ist eine Regionalbahn. Diese soll zwar zukünftig als RE bezeichnet werden, an der Haltepolitik ändert sich aber meines Wissens nichts. Die Verbindung ist und bleibt demzufolge elend langsam. Für Dresden – Senftenberg gilt dasselbe. Eine Beschleunigung dieser Relationen wäre also mehr als sinnvoll.

      Auch eine Anbindung von Südostbrandenburg an die Landeshauptstadt Sachsens ist absolut sinnvoll. In Senftenberg gibt es nämlich durchaus eine signifikante Menge an Umsteigern RB24 – RE18.

      Dazu kommt die Verbindung Berlin – Dresden mit einer großen Pendlernachfrage.

      Auch die bestehende Verbindung Berlin – Lübbenau ist stark nachgefragt und könnte eine zusätzliche schnellere Verbindung ganz gut vertragen.

      1. Wie viel Zeitersparnis hast du denn von Senftenberg aus, dass dies wirklich so lohnend ist? Denk dran, dass Lübben und Lübbenau den RE 2 und RE 20 haben werden, die schon eine schnelle Verbindung nach Berlin haben werden. Das sind nur wenige Anwohner die von der Geschwindigkeit wirklich profitieren können. Das Argument zieht für mich nicht wirklich.

        Zwischen Senftenberg und Dresden fährt schon RE. Da müsste man eher da gucken, wie man das beschleunigen kann. Das ist dann aber mit der Relation nach Cottbus zu sehen, sprich eine Verdichtung des Verkehrs. Da könnte man dann eine Regionalbahn über Calau nach Lübben/Lübbenau leiten und den RE dafür seltener halten lassen. Wenn es dir um die Geschwindigkeit geht, solltest du eher den Infrastrukturausbau anstreben. Soweit ich weiß, ist die Strecke über Calau nur mit 100 km/h befahrbar. Dann sollte man da vlt. auf 160 km/h ausbauen. Das bringt mehr als ein paar Halte auslassen.

        Berlin-Dresden ist aber nun wirklich was für den schnellen FV. Wie gesagt, da sollte man eher den IC auch stündlich fahren lassen, sodass man alle 30 min ein Zug hat. Das reicht dann auch erstmal.

        Kriegt sie doch. Da musst du mal in die bestellten Verkehre gucken. Im Deutschlandtakt sind im übrigen 3 Regionalzugverbindungen pro Stunde vom Spreewald aus nach Berlin geplant und ein IC alle 2h. Das ist ausreichend und muss nicht noch mehr verdichtet werden.

  2. Also bei einer beschleunigten Verbindung Berlin – Senftenberg – … gehe ich mit, vor allem wenn südlich noch weitere (wichtige) Ziele angebunden werden. Daher hatte ich auch mal einen RE Berlin – Hoyerswerda vorgeschlagen, wobei in jenem Vorschlag mehr Städte von einer attraktiven Verbindung nach Berlin profitieren als hier.

    Hinzu kommt die sehr unrealistische Neubaustrecke, die nur sehr wenigen Zielen einen nennenswerten Vorteil bringt (z.B. Radeberg nach Norden) , da die meisten Verbindungen schon abgedeckt sind. Denkbar wäre stattdessen eher noch, die Linie über Radeberg – Kamenz – Hosena zu führen, einen halbwegs guten Ausbauzustand vorausgesetzt. Die Neubaustrecke wäre für die Relation jedoch viel zu teuer.

    Eine schnelle Verbindung Berlin – Dresden kann zwar als „Mitnahmeeffekt“ gesehen werden, ist jedoch keine Kernaufgabe des Regionalverkehrs mehr (wenn es dort attraktiven Fernverkehr gibt). Die ICs Dresden – Berlin sind meiner Erfahrung nach nicht so stark nachgefragt, dass es hier einer Entlastung durch den Regionalverkehr bedarf.

    1. Diese Verlängerung könnte man ja auch mit dem RB realisieren. An sich eine gute Idee.

      Naja, der FV zwischen Berlin und Dresden ist schon gut nachgefragt. Es ist zwar noch nicht so, dass die Züge aus allen Nähten platzen, aber voll sind sie trotzdem. Ich bin erst im Mai mit dem EC nach Prag gefahren und bis Dresden war der Zug auf einen Freitagmorgen gut gefüllt. Im Nachmittagsverkehr sähe das sicherlich anders aus.

      1. Ja, die ECs sind tatsächlich recht gut nachgefragt, da sich hier auch die Nachfrage weiter nach Prag bzw. Hamburg überschneidet. Aber das man jetzt erst vor kurzem die IC-Linie eingeführt hat, sie nur vierteilig verkehrt und auch noch teilweise NV-Freigabe hat, zeigt ja schon, dass sie eher am unteren Limit der Nachfrage sind.

  3. Die Kapazität für einen stündlichen Regionalzug sollte dort [auf der Berliner Stadtbahn] noch vorhanden sein. Wenn nicht, nimmt man halt einen ICE dort runter, die sind dort eh fehl am Platz.

     

    Das finde ich nicht. Ich persönlich steige lieber am Hauptbahnhof oben ein statt unten, wenn ich in Richtung Braunschweig oder Hannover fahre.  Zudem halten ICEs via Stadtbahn neben Spandau und Hbf auch am Ostbahnhof.

    Wieso findest du die ICEs dort fehl am Platz und was wäre die Alternative ?

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