Beschreibung des Vorschlags
Mit dieser Linie würden die Gemeinden Götzens, Birgitz und Axams, mit zusammen etwa 11.500 Einwohner und viele Touristen erschlossen werden. Man könnte eine durchgehende Verbindung nach Innsbruck herstellen und gleichzeitig würde die Stubaitalbahn bis Mutters mindestens doppelt so oft bedient werden. Telfes und Fulpmes kommen sogar nur auf etwa 6000 Einwohner, sodass der hier vorgeschlagenen Strecke eine größere Bedeutung zukommen müsste, als der Bestandsstrecke.
Sogar Natters wird durch eine Station besser als bisher erschlossen.
In Neu Götzens müsste jedoch mit der Seestraße eine sehr schmale Straße genutzt werden, genau wie in Götzens mit der Steinangerl genannten Straße. Hier wäre jeweils nur Platz für ein Gleis, wobei auf Grund des geringen Autoverkehrs (in Neu-Götzens wäre der Durchgangsverkehr auf den Heuweg zu verlegen) auch eine Ampelschaltung denkbar wäre, die den Verkehr nur in gleicher Richtung, wie eine gerade fahrende Bahn zulassen würde. Da ein 30-min-Takt auf dieser Linie wohl ausreichen dürfte, sollte sich der Fahrplan so gestalten lassen, dass nicht gerade hier Begegnungen erfolgen müssen. Von Götzens, Kirchplatz bis Birgitz, Billa wäre eine zweigleisige Trassierung nötig, um im Straßenverkehr mitschwimmen zu können, ebenso von Axams, Freizeitzentrum bis hinter Axams Apotheke. Der letzte Abschnitt ist wieder unabhängig von der Straße trassiert, um am Endpunkt das Abstellen von Zügen ermöglichen zu können.
Als Alternative habe ich auch eine Seilbahn nach Axams angedacht.

Ganz neu ist das nicht – schon vor dem ersten Weltkrieg gab es ein Projekt für einen Abzweig der Stubaitalbahn ins Sellrain
Auch in jüngerer Zeit gab es dazu wieder Ideen.
An sich ist das ein richtiger Gedanke, muss man sich halt sehr in Detail wegen den Höhen anschauen. Nur mit der Taktverdichtung wird das nichts, denn die Stubaitalbahn ist ab Stubaitalbahnhof eingleisig und eine Doppelspurigkeit (da geht es schon in die Mittelgebirgsorte rauf) nicht zu bezahlen.
Die Höhen habe ich mir selbstverständlich angeschaut, den Fahrplan leider nicht, sonst hätte ich einiges merkwürdiges entdeckt. Es erscheint mir z. B. unverständlich, warum man bis Mutters, Kreith alle 30 min fährt, dort jeden zweiten Zug enden lässt, die in Fulpmes endenden Züge dort aber 42 min auf ihre Rückfahrt warten müssen. Würden sie schon nach zwölf Minuten zurück fahren, könnten sie in Luimes die Züge kreuzen, die bisher in Kreith enden, sodass ohne zusätzliche Umläufe oder Kreuzungsbahnhöfe ein 30-min-Takt auf der ganzen Strecke möglich wäre. Genau das würde ich anstreben!
Mit der Linie aus Axams ließe sich zwischen Innsbruck und Mutters bequem ein 15-min-Takt einrichten, bei Begegnungen mit Zügen der gleichen Linie in Natters, Hölltal, sowie bei begegnungen mit Zügen der anderen Linie (Fulpmes) in Mutters Bahnhof und Innsbruck, Sonnburger Hof/Tirol Panorama.
Durch die zusätzlichen Wartezeiten auf Gegenzüge würde sich die Fahrzeit auf der Stubaitalbahn zwar um wenige Minuten verlängern, durch die häufigeren Takte aber dafür die Wartezeiten auf die Züge deutlich verkürzen, was unter dem Strich ein deutlicher Fortschritt sein dürfte.
Ein zweigleisiger Ausbau wäre für einen solchen 15-min-Takt nirgends erforderlich, die nötigen Ausweichstellen sind bereits vorhanden! Auf der Strecke nach Axams wäre für einen30-min-Takt eine weitere Ausweiche in Götzens oder Birgitz erforderlich. Die neue Linie würde dann drei Umläufe benötigen.
Also erstmal zum Vorschlag selbst: Ist echt ne gute Idee (auch die Alternative mit der Seilbahn).
Zum Fahrplan kann ich nichts genaueres sagen aber momentan ist das Innsbrucker Strassenbahnnetz ziemlich ne Baustelle. Der ganze Bahnhofsvorplatz ist aufgerissen und die STB verkehrt verkürzt nur zwischen Stubaitalbahnhof und Fulpmes anstatt bis in die Innenstadt. Zusätzlich gibts natürlich bei Bombardier Lieferschwierigkeiten (okay eigentlich sinds Zulassungsprobleme) und ich meine dass auch an der Bürgerstrasse noch ne Baustelle ist. Der aktuelle Fahrplan ist also nicht als Referenz für irgendetwas herzunehmen, da sind einfach zu viele ausserplanmässige Sachen drinnen. Meine Vermutung ist, dass dies alles der Sperre der Innenstadtstrecke geschuldet ist.
Okay, auch wenn der aktuelle Fahrplan nicht in Stein gemeißelt ist, zeigt er aber doch die möglichen Fahrzeiten und wo Begegnungen möglich sind. Ich hatte ja ohnehin vorgeschlagen ihn insofern zu ändern, dass man alle 30 min auch nach Fulpmes fahren sollte. Oder ist das sogar der Normalfall, wenn gerade keine Baustellen sind?
Wie gesagt, ich weiss nicht inwieweit sich die Wendezeit in Fulpmes bei Wiederinibetriebnahme der Innenstadtstrecke ändern wird, denke jedoch dass sie sich ändern wird.
Nein, für die STB ist geplant (und wird auch so gemacht) weiterhin einen 30-Minuten-Takt bis Kreith zu fahren und den Abschnitt nach Fulpmes im Stundentakt zu befahren. Gegebenenfalls könnte man bei Umsetzung dieser Strecke ja die Kreither Linien umlegen nach Axams.
An ein Verlegen der Kreither Züge nach Axams hatte ich auch gedacht, aber das würde natürlich eine deutliche Verschlechterung nach Kreith bedeuten. Außerdem finde ich einen Stundentakt zu dünn.
Ich verstehe auch nicht, warum man in Kreith jeden zweiten Zug enden lässt. Diese auch bis Fulpmes fahren zu lassen, wäre mit dem gleichen Aufwand an Fahrzeugen und Personal möglich. Man würde nur etwas mehr Strom brauchen und mehr Fahrzeugkilometer ansammeln. Ist das so entscheidend?
Das wurde halt so bestellt. Ansich sollte das aber ausreichen, hier in Tirol ist man andere Taktdichten gewöhnt als in der Grossstadt. Ausserdem ist (meines Wissens) das Potential auch einfach nicht da, da ist man über B183 und A13 trotz Parkplatzsuche schneller in Ibk.
Ich denke schon, dass das Potential da wäre. Selbst im Kirnitzschtal, wo so gut wie niemand wohnt, ist das Potential für einen 30-min-Takt vorhanden. Wenn aber nur stündlich gefahren wird, ist das Angebot dermaßen unattraktiv, dass sicher viele das Autp bevorzugen. Bei Wartezeiten von bis zu einer Stunde, mit denen man rechnen muss, kann natürlich kein zeitlicher Vorteil entstehen.
Abgesehen davon, sind Götzens, Birgitz und Axams mit zusammen etwa 11.500 Einwohnern noch deutlich größer, als Fulpmes und Telfes, sodass mir dort erst recht ein 30-min-Takt sinnvoll erscheint.
Gut, im Kirschnitztal fahren aber auch historische Zweiachser im Ausflugsverkehr, das ist hier nicht der Fall. Der einzige touristische Nutzen wäre hier vorhanden wenn man die Strecke mal zum Stubaier Gletscher verlängern würde.
Aber gut wir müssen uns da ja auch nicht einigen.
Abgesehen davon, dass auch Innsbruck eine Großstadt ist, denke ich, dass nicht nur durch den Anschluss der Nockspitzbahn durchaus auch ein touristischer Bedarf erfüllt werden würde. Außerdem gibt es allein in Axams 37 Adressen, an denen man eine touristische Unterkunft mieten kann. Fremdenverkehr dürfte ja auch im Umfeld von Innsbruck nicht unbekannt sein. 😉
Ich denke Du weisst wie ich diese Aussage gemeint habe. Natürlich ist Ibk eine Grossstadt, aber halt deutlich kleiner als Berlin zum Beispiel. Das darf man unter keinen Umständen auch nur andenken zu vergleichen, erst recht da Dein Vorschlag Innsbruck gar nicht berühren würde.
Zur Nockspitzbahn: Ick möchte Dir ja keine Illusionen nehmen aber Seilbahnen gibt’s in der Gegend zur Genüge und der Grossteil der Touris ist faul und nimmt die Nordkette, welche nicht nur näher sondern auch höher und imposanter ist. Zusätzlich wird Innsbruck absolut kein Interesse haben, seinen Hausberg zu schwächen.
Nur zum Vergleich: In Innsbruck selbst fährt die Strassenbahn im Schnitt in einem 10-Minuten Grundtakt. Ich denke nicht dass deswegen so eine Regionalbahn dann gleich alle Viertelstunde fahren muss, nur damit die paar Leute in Kreith da ne halbstündige Verbindung haben. Es klingt vielleicht hart aber es lohnt sich nicht mehr. Die wahrscheinlich schnelleren Busse zwischen Axams und Innsbruck fahren einen Viertelstundengrundtakt unter der Woche und sind (so wie ich die Regiobusse kenn) bei weitem nicht voll ausgelastet. Mehr als alle 60 Minuten bringt es sich da mit der Strassenbahn wirklich nicht, raufzufahren, auch weil das ja alles finanziert werden muss. Die Hauptpendelrichtung ist das Inntal (Schwaz-Hall-Rum einerseits, Telfs-Völs andererseits mit deutlich höherer Belastung aus Hall als aus Völs). Und nur für die Hotelanreise sowas anzubieten ist halt auch nicht gerade sinnvoll, da einerseits in den Gästekarten dann eine kostenfreie Benutzung inkludiert wäre (was wieder nichts bringt) und bei der Anreise wohl weiterhin ein sehr grosser Teil der Nutzer das Auto verwenden würden.