51 Kommentare zu “ICE-Sprinter Hamburg – München

  1. Die Variante gefällt mir, würde allerdings in Erfurt und Magdeburg noch halten. Dann hat die Region Erfurt einen schnelleren Anschluss nach Hamburg und Magdeburg wieder einen ICE Halt.

    Einen weiteren Streckenausbau auf bis zu 160 km/h sehe ich als realistisch. Alles darüber wird nicht mehr wirtschaftlich sein.

    1. Den Halt in Erfurt kann man auslassen – aus eigenen Erfahrungen und Aussagen anderer liegt der Fahrgastwechsel dort weit hinter Halle(Saale) Hbf und der ist gefühlt die Hälfte von Leipzig Hbf. Hat da jemand Zahlen?

      1. Jo, Zahlen hätt ich da auch gerne mal. Interessiert ich nämlich brennend, ob vrobix‘ permanentes Erfurtbashing Hand und Fuß hat.

        Zur Anregung: Ja, Magdeburg und Erfurt könnten mit rein, dann aber auch Wittenberge für Anschluss an die angedachten Züge Kopenhagen-Lübeck-Berlin. Nur würd ich dann nicht mehr „Sprinter“ dranschreiben wollen  und es wäre ein anderer Vorschlag.

  2. Naja, wenn man schon den Trassenfinder heranzieht: Der gibt für Hamburg – Berlin – Halle – Nürnberg – München schon jetzt eine schnellere Fahrzeit aus. Bzw. mit einem ICE4 die identische Fahrzeit wie als wenn man mit einem ICE3 über Magdeburg wie vorgeschlagen fährt.

    Insofern: Lieber über Berlin fahren und die Fahrt rentabler machen 😉

    1. ICEs, die von München – Berlin noch nach Hamburg weitergeschickt werden gibts schon zu genüge, und widerspricht etwas der Idee des Vorschlages. Oder, um es mit dem Ludwigslust-Vorschlag neben an zu sagen: die Hamburger wollen auch mal woanders hinfahren, als immer nur Berlin. Klingt komisch, is aber so.

      1. Nein, ich meine doch ganz klar durchgebundene Sprinter, die eben schneller sind als über die vorgeschlagene Strecke. Und auch so können Hamburger nach Halle, nur in einem besser ausgelasteten Zug als über Magdeburg.

        1. Die Frage ist aber, ob ein zusätzlicher, zu den im D-Takt vorgesehenen halbstündlichen Züge Hamburg – Berlin und Berlin – Halle vorgesehener ICE eine höhere Nachfrage aufweist als ein ICE, der als einziger die schnellste und umsteigefreie Verbindung von Magdeburg nach Norden und Süden anbietet.

          1. Wenn diese Verbindung genau auf die Bedürfnisse der 260 Pendler Magdeburg – Hamburg ausgerichtet ist, dann könnte so eine Verbindung auch Sinn machen, denn dann ist Hamburg-Berlin schon so ausgelastet. Aber dann bekommt man im restlichen Verlauf keine attraktive Fahrlage. Und besser ausgelastet als eine schnelle Verbindung über Berlin für die Relation Halle – Hamburg ist er mit Sicherheit auch nicht.

            Magdeburg wäre besser mit einem RE nach Wittenberge und dortigen Anschluss nach Hamburg mit dem IC/EC im Zweistundentakt deutlich besser bedient als Einzelfahrten eines ICEs.

    2. Sehe ich ähnlich, spätestens wenn Würzburg – Nürnberg ausgebaut ist und man Hamburg – Uelzen mit „Alpha – E“ immerhin so tut als ob, ist der „Vorteil“ komplett dahin und die Probleme behoben (Ok Hannover – Hamburg ist natürlich trotzdem weiterhin Käse).

          1. Da würd ich nich drauf wetten… das Gezerre um die Y-Trasse (oder was davon übrig ist) und nen Ausbau Nürnberg-Würzburg ist schließlich schon fast so alt wie die Eisenbahn selbst.

            160km/h Magdeburg-Wittenberge wären vergleichsweise spottbillig: Andere Geschwindigkeitssignale hingestellt, Bü-Schaltungen angepasst und die Buchfahrpläne entsprechend geändert, fertig ist die Laube und ginge im Prinzip auch ruckzuck. Was natürlich nicht heißt, dass man sich nicht auch damit sehr sehr viel Zeit lassen kann.

        1. Naja lass es mal 10 Jahre sein, was ja zugegebener Maßen noch optimistisch ist.

          Selbst dann bräuchtest du mit deiner Maßnahme nicht viel kürzer und müsstest diese Linie erstmal etablieren. Bleiben uns sagen wir mal geschätzte 5 Jahre wo deine Linie vielleicht effektiv wäre, und müsstest sie dann später (Erfurt, Magdeburg und) Halle wieder wegnehmen weil sie unwirtschaftlich gegenüber der Linie über Hannover ist. Solche kurzfristigen Planungen halte ich für kontraproduktiv.

          1. Dem muss man aber zwei Sachen gegenüberstellen: Zum einen, dass ein Ausbau Magdeburg – Stendal (ggf. ohne Kurve) auf jeden Fall sinnvoll ist, davon würde sogar der Nahverkehr profitieren. Also hätte man dies keinesfalls umsonst gebaut. Und zum anderen, dass bei freiwerdender Kapazität auf Hannover – Hamburg durchaus auch eine Beschleunigung durch Führung über Uelzen – Stendal möglich ist.

            Also ich will damit nicht sagen, dass man die Sprinter zwingend über Magdeburg führen sollte, halte diese Relation Hamburg – Magdeburg – Halle -… aber dennoch interessant – und zwar auch langfristig.

            1. Deine definitiv festlegende Aussage, dass dein Vorschlag „auf jeden Fall sinnvoll ist„, würde ich stark in Zweifel stellen. Dazu habe ich gerade einen Kommentar unter deinem Vorschlag geschrieben.

              1. Auch andere Strecken mit regelmäßigem RE-Verkehr rund um Berlin wurden auf 160 km/h ausgebaut, sei es nach Dessau, Rostock, Cottbus oder Stralsund. Und auf denen fährt auch kein oder kaum FV.

                Ob’s den Ausbau bis Wittenberge braucht oder nur bis Stendal müsste man mal gucken, wäre aber sofern man keine Kurven aufweitet vom Aufwand kaum mehr als eine größere Instandhaltung.

                 

    3. > wenn man schon den Trassenfinder heranzieht

      Muss ich dir recht geben. Ich hab für die Berliner Fahrzeit einen der regulären ICEs hergenommen, der mit knapp 3 1/4-Stunden deutlich langsamer ist. Dann war das wohl Äpfeln mit Birnen.

  3. Durchaus mal eine Alternative, die man ins Auge fassen könnte. Einen ähnlichen Vorschlag hatte ich mal hier vorgesehen, nur mit einem anderen Ziel südlich von Nürnberg. Hinzufügen möchte ich dabei auch die Diskussion, dass die Fahrzeit über Magdeburg aktuell nur 7 min kürzer ist, als über Berlin, was sich – wie du richtigerweise anmerkst – natürlich optimieren ließe. Nur ob ein Ausbau der genannten Streckenabschnitte früher kommt, als Alpha-E und Würzburg – Nürnberg ist ja noch recht offen.

    Insgesamt wichtig finde ich aber vor allem auch die Verbindung Magdeburg – Hamburg, welche durchaus das Zeug für eine ICE-Verbindung hat. Und wenn man das dann auch noch in eine Sprinter-Verbindung mit vernünftigem südlichen Endpunkt integrieren kann, gibt es eigentlich nur Gewinner. Von daher Zustimmung zu dem Vorschlag, nur die gewünschten Ausbauten müsste man halt mit einem kleinen Fragezeichen versehen.

    Edit: Kein Halt in Magdeburg? Wenn man schon die einmalige Gelegenheit für so etwas bekommt, sollte man auch halten…

  4. Hallo Richard Vogler,

    mit der Angabe von 5:41 Stunden, bezogen auf die Fahrzeit Hamburg Hauptbahnhof nach München über Hannover, Fulda, Nürnberg, Ingolstadt, hast du aber eine sehr langsame Verbindung zu Grunde gelegt. Es gibt mehrere Verbindungen, die mit einer Fahrzeit von 5:32 Stunden etwa 10 Minuten schneller sind, etwa der ICE 788 oder der ICE 1086.

    Du sprichst an, das Online-Portal „Trasssenfinder“ habe für deinen Vorschlag eine Fahrzeit von 5:10 Stunden angegeben, mit starken Ausbauten gehst du von 4:45 Stunden aus.

    Ich muss dich glaube ich enttäuschen. Denn auch ich habe mal den Trassenfinder bemüht, und folgende Parameter eingegeben: BR 403, Hamburg Hbf nach München Hbf, Halt Hannover Hbf und Nürnberg Hbf jeweils 2 Minuten, Abfahrt 10.00 Uhr. Die Fahrzeit, die angegeben wird, beträgt sage und schreibe 4:29 Stunden!

    Daher kann ich, so leid es mir tut, deinem Vorschlag nur wenig abgewinnen.

    Gruß EGL

    1. Das Problem sind aber die nicht verfügbaren Trassen. Wenn da kein Sprinter passt, ohne Verdrängung anderer Verkehre, kommt man da mittelfristig einfach nicht durch. Daher durchaus eine Alternative, die man ins Auge fassen sollte, auch wenn nur die demnächst kommenden Ausbauten bei Köthen und zwischen Bamberg und Nürnberg mit eingerechnet werden.

      1. Wo genau sind denn die Trassen nicht Verfügbar? Zwischen Hannover und Hamburg fahren auch die Sprinter Hamburg-Frankfurt außerhalb jedes Taktgefüges, es geht also, dass man dort zumindest einige wenige Einzelzüge zusätzlich unterbringt. Also geht es nur um die Strecke Nürnberg Würzburg? Also erstens glaube ich nicht, dass man dort keine 2 extra Zugpaare am Tag (von mehr reden wir hier eh nicht) unterbringt, und zweitens gäbe es da eine einfache Lösung: Man hält zusätzlich noch in Würzburg, und fährt zwischen Würzburg und München vereinigt mit der Linie 41, die dort schon stündlich mit BR 403 und Halt nur in Nürnberg fährt. Es wäre immer noch deutlich schneller als dieser Vorschlag. Aber wie gesagt, dass man keine 2 einzelnen Zugpaare dort unterbringt, glaube ich nicht. Man denke an 2016 zurück, da ist ein ganzes Jahr lang ein stündlicher Extrazug (München-Berlin) über diese Strecke gefahren, und das ging auch.

        1. > da ist ein ganzes Jahr lang ein stündlicher Extrazug (München-Berlin) über diese Strecke gefahren, und das ging auch

          Mit solchen Aussagen empfehle ich vorsichtig umzugehen, das ging mit Sicherheit zu lasten anderer Verkehre. Der gemeine Fahrgast kriegt das nicht mit, der Güterkutscher, der deswegen aberwitzige Umleiter fahren darf, aber schon.

          Die 4:29 über Nord-Süd hatte ich auch raus. Nur aufgrund genannter Engpässe davon Abstand gehalten.

          1. Wie gesagt, von mehr als 2 Zugpaaren reden wir hier eh nicht, dass man die nicht unterbringt, glaube ich nicht. Für Nürnberg-Würzburg habe ich bereits eine Lösung angesprochen, Hamburg-Uelzen-Hannover kann man mit 14 Minuten Fahrzeitverlust via Verden umfahren, immer noch deutlich schneller als dein Vorschlag (ohne angesprochene Ausbauten). Aber für Hamburg-Hannover sind ja kapazitätssteigernde und Fahrzeitverkürzende Ausbauten geplant, dann ist man dort noch schneller.

            1. 2 Zugpaare sind schon mal locker 4 Gütertrassen. Tag für Tag. Nene, nich gut.

              Rotenburg-Verden ist eingleisig und ebenfalls anständig vom Güterverkehr beansprucht. Bremen-Verden-Hannover auch stark ausgelastet.
              Da kannste zur Not mal was umleiten, Regelverkehr aber, auch wenn’s nur 2 Zugpaare sind, bitte nicht.

              1. Rotenburg – Verden: Der 2-gleisige Ausbau ist in Planung. Und da dieser Sprinter sicher nicht im Dezember 2020 eingeführt wird, bei tatsächlicher Einführung wahrscheinlich längst fertig. Ebenso wie „Alpha-E“ oder was auch immer da kommt, und dann kann man auch die Hauptroute Hamburg-Hannover nehmen, mit noch kürzerer Fahrzeit. Schließe mich da Siggis Malz an.

  5. Was übrigens auch ginge, wäre folgendes:

    Ein ICE der Linie 25, der nicht aus Hamburg+Bremen kommt, kommt als Vollzug aus Hamburg (Abfahrt Hamburg xx:01). In Hannover (Ankunft xx:20) wird der Zug geteilt. Der hintere Zugteil fährt nach kurzem Aufenthalt die gewohnte Strecke weiter nach München, mit 6 Zwischenhalten. Der vordere Zugteil fährt ohne Zwischenhalt nach Würzburg (Abfahrt Hannover xx:22, Ankunft Würzburg xx:58) mit Fahrzeit laut Trassenfinder 1:36. Dort wird er mit einem ICE der Linie 41 vereinigt (Ankunft aus Essen xx:02, also 4 Minuten nach Ankunft des Sprinters aus Hamburg, Weiterfahrt nach München um xx:04). Ankunft in München um xx:06, Gesamtfahrzeit 5:05 Stunden. Klappt in die Gegenrichtung genauso. Ist natürlich etwas ungewöhnlich mit zweifacher Flügelung, und setzt vorraus, dass Linie 41 und 25 mit der selben Baureihe gefahren werden, aber ich denke, für 2 tägliche Zugpaare kann mans machen.

    Was ich damit sagen will: Wenn man will, geht es über die Schnellfahrstrecke Würzburg-Hannover, und zwar in jedem Fall am schnellsten. Wenn man nicht will, dann sucht man halt eine völlig neue Trasse mit längerer Fahrzeit, einen wirklichen Sinn sehe ich darin aber ehrlich gesagt nicht. Die Strecke Halle-Wittenberge ist auf Grund ihrer Geschwindigkeit und ihrem Abstand an Knotenpunkten (Wittenberge -> Stendal -> Magdeburg) gut als IC-Strecke geeignet, entsprechend mein Vorschlag. Einen ICE, oder gar einen ICE Sprinter, sehe ich da nicht.

    1. Interessantes Trassensparkonzept. Damit das klappt, darfs natürlich nirgends klemmen – gerade der Sprinter, der sich ja fahrzeitmäßig vom Rest der Welt absetzen soll, wäre mal wieder Anlass für Hohn und Spott, wenn er im Großteil aller Fälle auf irgendwelche anderen Zugteile warten müsste und damit eben doch nicht schneller wäre.

      Noch ein Vorteil meiner Führung wäre, dass streckenmäßig halt weitgehend Ruhe wär, was der Pünktlichkeit zugute kommt.

      1. Deinen letzten Satz verstehe ich nicht. Hamburg-Wittenberge ist auch gut ausgelastet, da fährt dein Sprinter mit Tempo 230 auf den selben Gleisen wie Güter- und Regionalzüge. Südlich von Wittenberge ist auchGüterverkehr, zudem S-Bahn und Regionalverkehr, gerade mit den von dir angesprochenen Ausbauten fängt es da dann auch an zu knirschen. Und ein gravierender Nachteil gegenüber meinem IC-Vorschlag ist, dass nicht unwichtige Knotenpunkte, die mit Fernverkehr auf dieser Strecke erstmals gehobenen Verkehr in Nord-Süd Richtung bekämen (Magdeburg und Stendal), ohne Halt durchfahren werden.

        Wie gesagt: Die Strecke ist auf Grund ihrer Geschwindigkeit und ihrem Abstand an Knotenpunkten gut als IC-Strecke geeignet, einen ICE, oder gar einen ICE Sprinter, sehe ich da nicht.

        1. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich seh das hier zusätzlich zu einem IC-Angebot, nicht anstelle dessen.

          Zwischen Hamburg und Wittenberge ist zwar Güterverkehr unterwegs, aber bei weitem nicht so viel wie in Nord-Süd-Richtung.
          Weiter Richtung Magdeburg ist es sehr entspannt, kenn ich aus eigener Anschauung.
          Und noch weiter Richtung Halle teilt sich der Verkehr auf die Strecke über Dessau und die (hier befahrene) über Köthen auf. Großräumig betrachtet sind wir hier viergleisig unterwegs.

          Aus Sicht des Güterkutschers: Auf der Berlin-Hamburger gehts pro Tour im Schnitt ein- bis max. zweimal auf die Seite, auf Nord-Süd stehst du spätestens hinter Lüneburg ständig. Zwischen Wittenberge und Magdeburg kanns durchaus vorkommen, dass dir kein einziger Güterzug entgegenkommt und du nur RE oder S-Bahn zu Gesicht bekommst.

          1. Ahh, ein Güterzug-Tf. Na ok.

            Ich finde es halt einfach etwas unnötig, und es kommt mir fast schon irgendwie zwanghaft vor, den Verkehr München-Hamburg von der SFS Hannover-Würzburg weg zu verlagern. Dabei hat man zwischen dem Bbf Rohrbach und Fulda eine SFS inklusive dem längsten Tunnel Deutschlands, die keine einzige andere Aufgabe hat. Daher sehe ich es sehr kritisch, diesen Verkehr auch nur teilweise auf eine Parallelstrecke  zu verlagern, und diese auch noch extra auszubauen. Ein Ausbau, der außer ein paar läppischen IC-Zugpaaren (s. mein Vorschlag) auch wieder keinen Nutzen hätte, außer München-Hamburg. Das muss nicht sein. Das Geld sollte man in Hamburg-Hannover investieren, und dann die Linie 41 in Würzburg flügeln, mit Zugteil als Sprinter nach Hamburg. Ist schneller als hier rum, und der Ausbau hat auch einen höheren Nutzen.

            1. Soll ja kein Anti-Hannover-Würzburg-Vorschlag sein – sobald die Kapazität da ist, kann der Sprinter gerne dort entlang fahren. Solange die Engpässe Hamburg-Uelzen(-Celle) und Würzburg-Nürnberg bestehen, geht das aber nicht, und genau das ist der Hintergedanke dieses Vorschlags.

              1. Genau so wirkt dein Vorschlag aber nicht, da du einen „höherwertigen Ausbau“ ins Spiel bringst. Jeder Euro, der dort ausgegeben wird, fehlt wo anders, im Zweifel zwischen Hannover und Hamburg. Also dort eine Menge Geld verbraten um die Strecke zu beschleunigen, damit den Ausbau der bevorzugten Variante im Zweifel ausbremsen, weil jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann, und dann irgendwann den Verkehr auf der Route über Magdeburg wieder abziehen, so dass der „höherwertige Ausbau“ ohne nennenswerten Nutzen brach liegt? Bitte nicht … Dein Vorschlag wirkt dadurch durchaus wie ein „Anti-Hannover-Würzburg-Vorschlag

                1. Den höherwertigen Ausbau hab ich ja recht deutlich an einen durchschlagenden Erfolg geknüpft, also wenn jetzt Halle-Hamburg damit der überragende Renner wird.
                  Ein Ausbau auf 160 (Wittenberge-Magdeburg, nach Halle ist schon) kommt auch anderen zugute und ist daher ohnehin wünschenswert.

                  1. Wem kommt das zu Gute? Güterverkehr und S-Bahn fahren nur 120 km/h. Dazu gibt es zwischen Magdeburg und Stendal einen gerade mal 2-stündlichen RE, der auch Zwischenhalte bedient, daher auch eher nicht so viel von einer Geschwindigkeitsanhebung hat. Und dass die von mir vorgschlagenen ICs wirklich kommen, würde ich auf keinen Fall als gegeben hinnehmen. Daher sehe ich kaum etwas, das davon einen Nutzen hätte.

                  2. Also ich hatte deinen IC mit drin in der Überlegung. Wenn du ihn jetzt freiwillig rausnimmst, naja, fäänd ich schade.

                    Der RE hält nur in Wolmirstedt und Tangerhütte, da ist der Abstand schon groß genug, dass die 160 sich positiv bemerkbar machen würden.
                    Die S-Bahn ist eher ne umgelabelte RB und wird mit 425ern gefahren. Vmax 160, was auf dem nördlichen Abschnitt mit Haltabständen > 10km auch nicht ganz wirkungslos ist.

                  3. Ich korrigiere den Quietschie auf 140 nach unten. 160 führe der nur mit LZB, was hier nicht zum Einsatz kommt.

                  4. Der IC ist ja momentan nur ein Vorschlag. Und würde mit diesem ICE hier das Fahrgastpotenzial Halle+Anschlüsee -> Hamburg verlieren. Dass es auf der Strecke IC und ICE geben kann, daran glaube ich nicht. Man bedenke, was da heute fährt, quasi nichts. Und ob es irgendwem irgendwas bringt, wenn der RE20 4 Minuten schneller ist, wage ich auch zu bezweifeln, die ganzen Anschlüsse sind eh schon recht großzügig gestaltet. Bei der S-Bahn das gleiche.

                  5. > Der IC ist ja momentan nur ein Vorschlag.
                    Mein Sprinter ist doch auch nur ein Vorschlag 😉

                    > Dass es auf der Strecke IC und ICE geben kann, daran glaube ich nicht.
                    Wir reden ja hier nicht von nem Stundentakt. Mal mit ner knappen Handvoll Zugpaaren anfangen, steht oben drinne. Bei entsprechendem Erfolg spricht natürlich nichts gegen mehr, aber das muss ja nicht zwingend mehr Sprinter heißen.

  6. Wenn auch nicht als Sprinter, so ist doch im Vorgriff der langjährigen Sanierung von Kassel – Würzburg eine Modernisierung der Strecke Hamburg – Berlin geplant (Quelle).

    Durchaus interessant (zumindest einen Teil) der Züge so großräumig (Hamburg – Nürnberg) umzuleiten. Aber bei genauerem Hinschauen ist dies gar nicht mal so unlogisch, da keine großen Ballungszentren umgangen werden. Kassel und Hannover bleiben durch die Frankfurter Linien weiterhin gut nach Norden angebunden, über Halle bzw. Frankfurt geht es noch halbwegs gut gen München.

    Also wird diese Idee zumindest vorübergehend Wirklichkeit.

    1. Oh Gott, davor graust’s mir ja jetzt schon. Ich sehe mich schon jedes mal 4 Stunden und länger zu brauchen allein zwischen Nürnberg und Kassel. Da ist das Umsteigen aufs Auto wohl für ein halbes Jahr (war das jeweils so lange pro Abschnitt?) fest eingeplant.
      2023 werd ich wohl keine Bahncard kaufen 😀 Aber der Umleitungsverkehr könnte dann spannend sein. Wenn ich erst von Nürnberg über die Altstrecke nach Frankfurt und dann weiter über die Altstrecke (MWB oder Bebra) nach Kassel müsste… Ja Prost Mahlzeit. Erfurt und Halle sind mangels Anbindung an Kassel (Die RBs zählen ja nicht und 3 ICs am Tag abpassen, nein danke)
      Aber sowas muss man eben auch durchstehen, nicht im Zug aber im Stau auf der Autobahn 😀
      Freue mich dann wieder wenn’s annähernd reibungslos läuft….

    2. Joah, liest sich jetzt aber nicht so, als wollten die was über Magdeburg führen. Oder hab ich’s übersehen?
      Ich mein, Gelegenheit für nen Testballon wärs ja: Alle 2 Stunden einen der Umleiter hier lang statt über die Hauptstadt, und man wird sehen, ob’s taugt.

      1. Ja, wahrscheinlich geht’s über Berlin, wobei dies fahrzeittechnisch ja keine große Rolle spielt. Aber wir werden sehen. Zeigt halt nur, dass sich über die VDE8 grundsätzlich auch die Verbindung Hamburg – München legen lässt.

        1. Ist ja auch überhaupt nichts neues, Schon heute fährt ja allerhand von Leipzig/Halle weiter über Berlin nach Hamburg, wo die aus dem Süden herkommen ist ja bumsegal.
          Hamburg – München über Berlin ist übrigens spätestens mit dem sicheren (naja schneller wird’s auf jeden Fall nur, wie viel schneller nicht) Ausbau Nürnberg – Würzburg und der vielleicht,eventuellen, unter Umständen doch noch gebauten A7 Trasse zwischen Hannover und Hamburg dahin, jedenfalls für den Direktverkehr.

    3. Auch wenn das manch einer vielleicht nicht hören will, weil er sich gerade so schön in seinen Theorien „bestätigt sieht„:

      Ich gehe relativ stark davon aus, dass das mit den „Umleitern“ eher ziemlich unglücklich formuliert ist, und dass damit eher gemeint ist, dass man die bis dahin stündlichen Sprinter München-Berlin nach Hamburg verlängert, um zumindest die Fahrzeiten München/Nürnberg – Hamburg zu erhalten, und dass die 25 wie gewohnt stündlich fährt, nur halt in den gesperrten Abschnitten auf der Altstrecke.

      Wie ich dazu komme?

      1. Würzburg-Fulda und Fulda-Kassel werden nicht gleichzeitig, sondern nacheinander saniert. Die jeweilige Fahrzeitverlängerung durch eine nahe Umleitung unterscheiden sich nicht wirklich von der Fahrzeitverlängerung durch die Sperrung Göttingen-Hannover, die bereits dieses Jahr erfolgt. Und da leitet man über die Altstrecke um, einen „Umleiter“ über Berlin gibt es nicht. Warum? Weil es den Sprinter München-Berlin noch nicht stündlich gibt.

      2. Man würde jahrelang Nordhessen, ganz Niedersachsen (inkl. Hannover) und Bremen von Verkehr nach Bayern abhängen. Kann ich mir unmöglich vorstellen.

      3. Ein „echter“ Umleiter wäre auch zwischen Nürnberg und Berlin ein zusätzlicher Zug. Wie dieser auf der Strecke Fürth – Bamberg, deren Ausbau bis dahin nicht fertig sein wird, Platz haben soll, kann ich mir nur schwer vorstellen.

        1. Ich habe nur aufgezeigt, was ich gelesen habe.

          Das mag deine Methode sein, ich bevorzuge es hingegen, Gelesenes mit eigenem Sachverstand kritisch zu hinterfragen und dann ggf. richtig einzuordnen. Da muss wohl jeder selbst wissen wie er vorgehen will.

          Und: Rätsel gelöst (Meiner Meinung nach war es nie eines, aber naja, egal … )

          1. Ich habe es ja auch nie anders eingeordnet. Ich fand die Tatsache, einfach nur interessant, denn die Züge so weiträumig umzuleiten ist schon bemerkenswert.

            Und schließlich werden ja sogar Ausbauten extra dafür durchgeführt, was schon eine gewisse Bedeutung des Umleitungsverkehrs zeigt.

            Danke auf jeden Fall für die Info.

    4. Übrigens will ich mal anmerken, dass die hier vorgeschlagene Route, die auch du selbst schon an nicht nur einer, sondern an zwei Stellen in den Ring geworfen hast, auch nicht weniger, sondern eher noch mehr an Ballungszentren vorbei führt als die 25, denn da hat man ja nicht mal mehr Hannover oder eine Stadt von vergleichbarer Größe drin (nein, keiner fährt mit dem ICE nach Halle und dann von da mit der S-Bahn o.ä. nach Leipzig).

      Angesichts dessen kannst du die 101. Auflage deines Kassel-Würzburg-Bashings gerne lassen, dass du den Bau der Strecke für den größten Fehler seit der Vertreibung aus dem Paradies hälst ist ohnehin schon allen hier bekannt.

      1. Naja, ich habe keine Linie Hamburg – München unter Auslassung von Hannover vorgeschlagen. Das dies die schnellste Route zwischen den beiden Millionenstädten ist, habe ich auch nie infrage gestellt.

        Auch finde ich die Strecke Kassel – Würzburg auch lange nicht so schlecht, wie du vielleicht denkst. Ich denke halt, man hätte sie heute nicht oder anders gebaut, aber da es immer wieder Nutzer (und zwar weitaus mehr als reale Menschen dahinter) gab, die diese Strecke für optimal und unverbesserlich hielten, gab es recht ausführliche Diskussionen darüber. Dies stellt jedoch nicht etwa die Intensität meines Missfallens dar.

        Unter diesem Vorschlag ist das Thema aber jetzt ausreichend behandelt denke ich.

        1. Naja, ich habe keine Linie Hamburg – München unter Auslassung von Hannover vorgeschlagen.

          Okay, vielleicht hätte ich extra dazu schreiben sollen, dass ich den Laufweg zwischen Nürnberg und Hamburg meine, da ja sowohl deine Vorschläge, als auch dieser Vorschlag, als auch die L25 Nürnberg als gemeinsamen Knoten haben. Und wo es südlich davon dann hingeht ist dann erstmal zweitrangig, gibt ja auch einen täglichen 25er, der nach Wien fährt statt nach München.

          Das dies die schnellste Route zwischen den beiden Millionenstädten ist, habe ich auch nie infrage gestellt.

          Aber fast:
          Falls es von Hamburg über Berlin tatsächlich dann schneller ginge – was wäre daran bitteschön so schlimm? Man könnte durch die Bündelung vermutlich sogar einen Halbstundentakt einführen, wovon viele profitieren. Ansonsten wäre meiner Meinung nach eine NBS/ABS Göttingen – Erfurt sinnvoll, damit hätte man die „50 Bonus-Kilometer“, durch meine vorgeschlagene Streckenführung zwar etwa aufgebraucht, hätte aber eine genauso schnelle Verbindung wie heute von Hamburg nach München und wäre schneller von Hamburg nach Frankfurt einschließlich Lösung der Kapazitätsengpässe.

          Gleich auf der allerersten Seite deines Threads steht das.

          Egal … Lass mers

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