46 Kommentare zu “ICE 25 & ? nach Bremerhaven

  1. Wenn du den ICE aus München nach Bremerhaven verlängerst, ist aufgrund der Wendepause von 30 Minuten in Bremen ein zusätzlicher Umlauf erforderlich. Das wird sich wohl kaum lohnen, nur, um Bremerhaven anzubinden. Der ICE fährt aus diesem Grund bisher täglich auf der letzten Fahrt weiter nach Oldenburg und mit der ersten Fahrt in Gegenrichtung ab Oldenburg, ansonsten nicht. Welchen in Bremen endenden IC(E) aus Berlin du nach Bremerhaven verlängern willst, ist mir beim besten Willen nicht klar. Ein ICE fährt nach Oldenburg, der andere über das Ruhrgebiet weiter nach München. Die ICs fahren nach Emden/Norddeich bzw. kommen von dort. Insofern ist die Aussage

    Eine ICE-Anbindung Bremerhavens ist nicht wirklich anspruchsvoll, durch Verlängerungen bestehender Linien“

    definitiv nicht zutreffend.

    1. Moin Georg,

      Wenn du den ICE aus München nach Bremerhaven verlängerst, ist aufgrund der Wendepause von 30 Minuten in Bremen ein zusätzlicher Umlauf erforderlich.

      Ja, stimmt, das hatte ich nicht mehr so auf dem Schirm, aber ich denke das größte Problem ist das nun auch nicht. Theoretisch könnte man das dann so machen, das der ankommende Zug aus München als Zug nach Berlin weiterfährt und der nächste Zug nach München in Bremen oder Oldenburg startet. Und als „nur“ Bremerhaven würde ich das auch nicht bezeichnen, vor allem nicht zwischen April und Oktober, aber auch im Winter bleiben immer noch 200.000-30.000 Einwohner.

      Welchen in Bremen endenden IC(E) aus Berlin du nach Bremerhaven verlängern willst, ist mir beim besten Willen nicht klar.

      Das hast du dann wohl in der Beschreibung übersehen. „eine mögliche Verlängerung des neuen ICEs Bremen-Berlin, der dieses Jahr eingeführt wird.“

      Und dieser ICE soll, soweit ich weiß, nur zwischen Bremen und Berlin fahren.

      Und so ist dieser Vorschlag insgesamt relativ einfach umsetzbar, jedenfalls für eine neue Fernverkehrsverbindung.

      Viele Grüße

      1. Danke für die Rückmeldung!

        Theoretisch könnte man das dann so machen, das der ankommende Zug aus München als Zug nach Berlin weiterfährt und der nächste Zug nach München in Bremen oder Oldenburg startet.

        Den Satz versteh ich leider nicht. Was ändert das Ziel an der Fahrplanlage, die nunmal lediglich 30 Minuten Wendezeit vorsieht?

        Und als „nur“ Bremerhaven würde ich das auch nicht bezeichnen, vor allem nicht zwischen April und Oktober, aber auch im Winter bleiben immer noch 200.000-30.000 Einwohner.

        Na ja, eher 115.000, das ist doch ne ganze Ecke drunter. Das mehr als doppelt so große Kiel, das zudem auch Landeshauptstadt ist, touristisch eine höhere Relevanz hat und als Unterwegshalt immerhin noch Neumünster mit 80.000 EW mit anbindet, hat trotzdem nur 8 tägliche ICE-Verbindungen. Runtergerechnet bleibt da für Bremerhaven halt nicht viel übrig.

        Das hast du dann wohl in der Beschreibung übersehen.

        Stimmt, das hatte ich nicht gesehen! Ändert aber nichts am Problem, da der ICE ja die Fahrplanlage eines Münchener ICEs übernimmt, Ankunft in Bremen um 12:45, Abfahrt nach Berlin um 13:15. Das ist nicht nur eine vollkommen unattraktive Tageszeit für eine Fahrt nach Berlin, mit der halben Stunde Wendezeit in Bremen ist eine Verlängerung nach Bremerhaven vollkommen ausgeschlossen, wie auch für die Münchener ICEs.

        Und so ist dieser Vorschlag insgesamt relativ einfach umsetzbar, jedenfalls für eine neue Fernverkehrsverbindung.

        Nein. Da, wie gesagt, ein neuer Umlauf benötigt wird, ist diese Verbindung extrem teuer, was in keiner Relation zum daraus entstehenden Nutzen steht. Ein zusätzlicher Umlauf erfordert einen zusätzlichen Triebzug, der pro Jahr eine Abschreibung von mindestens 1 Mio. € ausmacht. Dann komen noch mal Personalkosten (Zugpersonal, Disposition, Reserve) drauf – pro Fahrt Bremen – Bremerhaven – Bremen sind das 2 Stunden x ca. 5 Personen x ca. 100€/(Person x Stunde), also im Jahr etwa weitere 350.000€. Die 130 Trassenkilometer (hin und zurück) schlagen pro Fahrt mit ca. 800€ zu Buche, das sind im Jahr also noch mal ca. 300.000€. Wartung, Energiekosten und Stationsentgelder kommen dann noch hinzu, das macht insgesamt schnell mal 2 Mio. € im Jahr für einen täglich nach Bremerhaven verlängerten ICE.

        Wenn die Züge dann nur zu 20% ausgelastet sind (und das halte ich schon eher für eine sehr optimistische Schätzung) macht das pro Fahrt ca. 80 Gäste, die im Flexpreis pro Runde in der 2. Klasse ca. 50€ bezahlen. Mehr wird es nicht, auch wenn einige 1. Klasse fahren, da der Großteil Sparpreise bucht und die Strecke Bremerhaven – Bremen dann nicht selten fahren wird, ohne dafür auch nur einen Cent mehr zu bezahlen, als für die sich in Bremen anschließende FV-Fahrt eh gezahlt worden wäre. Selbst mit dieser sehr optimistischen Rechnung kämen wir lediglich auf jährliche Einnahmen von unter 1,5 Mio. €.

        Heißt im Endeffekt, wenn die Strecke Bremen – Bremerhaven ohne zusätzlichen Fahrzeugaufwand (also ohne zusätzliche Abschreibungen) gefahren werden kann, wäre DB Fernverkehr damit gerade so im Bereich einer profitablen Verbindung, genau so wird es ja aktuell auch mit den ICE nach Oldenburg gehandhabt. Aber so lange zusätzlicher Fahrzeugbedarf entsteht, wird das erstmal nichts. Beim IC 2 ist das anders, der erfordert weniger Personal und ist in der Abschreibung deutlich günstiger. Außerdem kann er mit Landeszuschüssen in der NV-Trasse fahren (mit Zusatzhalt in Osterholz-Scharmbeck). Das ist bei einem ICE ausgesprochen unwahrscheinlich.

        1. Wenn man Sätze aus Kommentaren kopiert, erscheinen die zwar im Textfeld in einer anderen Hintergrundfarbe, nach Abschicken des Kommentars, bleibt dies jedoch nicht erhalten.

          Für Zitate daher am besten die Zitatbox verwenden, das entsprechende ”-Ikon ist im Menü zwischen unterstrichen und durchgestrichen.

          Ansonsten ist es im Kommentar nicht zu sehen, was ein Zitat ist und was die Antwort darauf.

          Eine Alternative Darstellung eines Zitats wäre durchs Setzen in Kursiv möglich.

           

          Baum

        2. Ein erneutes Moin!

          Vielen Dank für die ausführliche Antwort und die ganzen Zahlen.

          Insgesamt habe ich das mit dem zusätzlichen Umlauf wirklich etwas unterschätzt.

          Theoretisch könnte man das dann so machen, das der ankommende Zug aus München als Zug nach Berlin weiterfährt und der nächste Zug nach München in Bremen oder Oldenburg startet.

          Den Satz versteh ich leider nicht. Was ändert das Ziel an der Fahrplanlage, die nunmal lediglich 30 Minuten Wendezeit vorsieht?

          Das habe ich so gemeint, dass im Grunde genommen nur einen statt zwei neuen Umlauf benötigt, indem man den Fahrplan des ICE Bremen bzw. Bremerhaven so umstellt, dass der ICE aus Berlin in Bremerhaven ankommt und als ICE nach München weiterfährt. Ich habe mir das sowieso so vorgestellt, dass der Fahrplan des ICE nach Berlin nochmal überarbeitet wird. Das dürfte auch nicht das riesigste Problem werden, da er jetzt ja nochmal existiert. So umgeht man einen neuen benötigten Umlauf von und nach Berlin.

          Na ja, eher 115.000, das ist doch ne ganze Ecke drunter. Das mehr als doppelt so große Kiel, das zudem auch Landeshauptstadt ist, touristisch eine höhere Relevanz hat und als Unterwegshalt immerhin noch Neumünster mit 80.000 EW mit anbindet, hat trotzdem nur 8 tägliche ICE-Verbindungen. Runtergerechnet bleibt da für Bremerhaven halt nicht viel übrig.

          Also alleine mit den direkten Nachbargemeinden hat man deutlich über 150.000 Einwohner zusammen. Auch die 30.000 Cuxhavener kann man auch noch dazuzählen. An Urlaubern hat Bremerhaven auch nur die Hälfte weniger, Cuxhaven hingegen sogar mehr. So kann man ein bis zwei Fahrten von und nach Bremerhaven noch rechtfertigen.

          Ich weiß nicht, ob es so gemeint ist, aber in deinen Kommentaren wirkt es für mich auch so, als wenn du an dem Sinn eines ICEs nach Bremerhaven im Allgemeinen zweifelst. Dazu habe ich im Artikel der DB folgenden interessanten Satz gefunden: DB Fernverkehr befindet sich zudem im Austausch mit den betroffenen Städten, um alternative, dauerhaft tragfähige Fernverkehrsanbindungen von Bremerhaven zu prüfen.

          Also ist eine FV-Verbindung nach Bremerhaven durchaus nicht ausgeschlossen. Zudem kommt noch der starke politische Wille danach, was das Projekt auch nicht unwahrscheinlicher macht.

          Mit dem Ganzen zu dem neuen Umlauf hast du natürlich recht. Alternativ könnte man es auch so machen, dass der neue ICE mit abgeänderten Fahrplan nach Bremerhaven fährt.

          Und wäre es nicht auch möglich, dass der vorletzte Zug abends nach Bremerhaven und der zweite Zug morgens über Bremen hinaus nach Bremerhaven fährt? Dann geht man doch, wie in Oldenburg, dem Ganzen auch aus dem Weg.

          Viele Grüße

          1. Das habe ich so gemeint, dass im Grunde genommen nur einen statt zwei neuen Umlauf benötigt, indem man den Fahrplan des ICE Bremen bzw. Bremerhaven so umstellt, dass der ICE aus Berlin in Bremerhaven ankommt und als ICE nach München weiterfährt.

            Ja genau, ein neuer Umlauf reicht. So hatte ich meine vorherigen Kommentare auch gemeint.

            Also alleine mit den direkten Nachbargemeinden hat man deutlich über 150.000 Einwohner zusammen. Auch die 30.000 Cuxhavener kann man auch noch dazuzählen. An Urlaubern hat Bremerhaven auch nur die Hälfte weniger, Cuxhaven hingegen sogar mehr. So kann man ein bis zwei Fahrten von und nach Bremerhaven noch rechtfertigen.

            Na ja, von Cuxhaven aus würde ich eher nach Hamburg fahren als nach Bremerhaven, um in den Fernverkehr umzusteigen.

            Ich weiß nicht, ob es so gemeint ist, aber in deinen Kommentaren wirkt es für mich auch so, als wenn du an dem Sinn eines ICEs nach Bremerhaven im Allgemeinen zweifelst.

            Fernverkehr grundsätzlich kann ich mir schon vorstellen. Aber halt keinen ICE, sondern eher ein einigermaßen regelmäßiges IC-Angebot, ggf. mit Nahverkehrsfreigabe, da die IC 2-Züge im Bezug auf die Abschreibung nur halb so teuer sind und sich über die NV-Freigabe eine höhere Auslastung erzielen lässt. Das ist halt der Nachteil von Küstenstädten, Züge müssen dort meistens enden und so muss eine einzelne Stadt dann einen gesamten Zug profitabel machen.

            Und wäre es nicht auch möglich, dass der vorletzte Zug abends nach Bremerhaven und der zweite Zug morgens über Bremen hinaus nach Bremerhaven fährt? Dann geht man doch, wie in Oldenburg, dem Ganzen auch aus dem Weg.

            Hab gerade noch mal nachgeschaut, tatsächlich fährt der vorletzte ICE (allerdings abweichend aus Frankfurt statt aus München) abends schon bis Oldenburg und der zweite ICE morgens kommt auch dort her. Außerdem gibt es noch einen ICE, der gegen Mitternacht aus Berlin in Oldenburg ankommt. Morgens fährt ein ICE um 4:30 nach Berlin (dürfte nahezu leer sein), um 6:40 nach München und zusätzlich freitags um 12:30 nach Dresden über Magdeburg, was an den anderen Tagen mit dem Zug passiert ist mir nicht ganz klar. Theoretisch wäre es natürlich denkbar, einen der ICEs statt nach Oldenburg nach Bremerhaven zu führen. Nachteil ist aber natürlich, dass man damit die Flexibilität in Oldenburg reduziert. Außerdem ist Oldenburg auch einfach ne Nummer größer (ca. 170.000 EW) und in der Nähe liegen weitere Städte wie z.B. Wilhelmshaven (ca. 75.000 EW). Und trotzdem gehe ich davon aus, dass diese ICE ziemlich leer durch die Landschaft fahren.

            Wichtiger als ein direkter Fernverkehrsanschluss ist für Städte der Größenordnung von Bremerhaven aus meiner Sicht eine regelmäßige und zügige NV-Anbindung an den nächsten FV-Bahnhof. Und die könnte in Bremerhaven tatsächlich besser sein, da die RS2 einfach sehr langsam ist und der RE8/RE9 nur einmal pro Stunde verkehrt.

            1. Na ja, von Cuxhaven aus würde ich eher nach Hamburg fahren als nach Bremerhaven, um in den Fernverkehr umzusteigen.

              Das glaube ich nicht. Zeitmäßig ist es eigentlich egal, aber vielleicht wollen sich auch nicht alle durch den Hamburger Hauptbahnhof quetschen und wenn die Verbindung ab Bremerhaven passt, würden dass sicherlich auch genügend machen.

              Aber halt keinen ICE, sondern eher ein einigermaßen regelmäßiges IC-Angebot, ggf. mit Nahverkehrsfreigabe, da die IC 2-Züge im Bezug auf die Abschreibung nur halb so teuer sind und sich über die NV-Freigabe eine höhere Auslastung erzielen lässt.

              Da ist natürlich die Frage, wie man den IC so attraktiv machen kann, dass er nicht so erfolglos ist wie der aktuelle. MmN sollte dann schon mindestens zwei Mal am Tag ein IC nach Bremerhaven fahren, damit das Angebot attraktiv genug ist. Und ich finde, er sollte nicht an den gleichen Bahnhöfen, wie die REs halten, sonst bleiben ja nicht mehr viele Vorteile außer an einer Direktverbindung ins Ruhrgebiet etc. Viel schneller ist das dann auch nicht, im Gegenteil.

              Wichtiger als ein direkter Fernverkehrsanschluss ist für Städte der Größenordnung von Bremerhaven aus meiner Sicht eine regelmäßige und zügige NV-Anbindung an den nächsten FV-Bahnhof. Und die könnte in Bremerhaven tatsächlich besser sein, da die RS2 einfach sehr langsam ist und der RE8/RE9 nur einmal pro Stunde verkehrt.

              Sehe ich genauso, aber ich glaube nicht, dass das in nächster Zeit kommt. Dann ist eine FV-Verbindung fast schon realistischer, weil es dazu ja schon Gespräche gibt.

              Viele Grüße

              1. Zeitmäßig ist es eigentlich egal, aber vielleicht wollen sich auch nicht alle durch den Hamburger Hauptbahnhof quetschen

                Wieso sollte man am Hamburger Hbf umsteigen, wenn man dies doch auch in Harburg kann?

              2. Das glaube ich nicht. Zeitmäßig ist es eigentlich egal, aber vielleicht wollen sich auch nicht alle durch den Hamburger Hauptbahnhof quetschen und wenn die Verbindung ab Bremerhaven passt, würden dass sicherlich auch genügend machen.

                Entscheidender Vorteil in Harburg (und auch am Hbf) ist, dass bei Ausfall/Verspätung eines Zuges sehr bald der nächste fährt.

                Und ich finde, er sollte nicht an den gleichen Bahnhöfen, wie die REs halten, sonst bleiben ja nicht mehr viele Vorteile außer an einer Direktverbindung ins Ruhrgebiet etc. Viel schneller ist das dann auch nicht, im Gegenteil.

                Es sind nicht die Bahnhöfe, es ist der Bahnhof, Osterholz-Scharmbeck. Der ist für die Fahrzeit auch ziemlich irrelevant. Ab Bremen ist das Halteschema vollkommen normal.

                Sehe ich genauso, aber ich glaube nicht, dass das in nächster Zeit kommt. Dann ist eine FV-Verbindung fast schon realistischer, weil es dazu ja schon Gespräche gibt.

                Möglich. Denn für mehr RV bräuchte es auch mehr Infrastruktur, und die Ausgaben amortisieren sich zu langsam, als dass sie getätigt werden, leider.

                1. Entscheidender Vorteil in Harburg (und auch am Hbf) ist, dass bei Ausfall/Verspätung eines Zuges sehr bald der nächste fährt.

                  Nur dass nicht der Großteil der Züge ausfällt oder verpasst wird. In Bremen etc. muss man ja auch teils 2-3 Stunden warten, wenn man den Zug verpasst hat.

                  Es sind nicht die Bahnhöfe, es ist der Bahnhof, Osterholz-Scharmbeck. Der ist für die Fahrzeit auch ziemlich irrelevant. Ab Bremen ist das Halteschema vollkommen normal.

                  Und Bremerhaven-Lehe. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass der IC dadurch nicht als Fernverkehrszug angesehen wird. Im Grunde genommen ist es dann egal, wie es wirklich ist, sondern wie es von den Einwohnern angesehen wird.

                   

                  1. Nur dass nicht der Großteil der Züge ausfällt oder verpasst wird. In Bremen etc. muss man ja auch teils 2-3 Stunden warten, wenn man den Zug verpasst hat.

                    Eben, und deshalb fahren die Menschen aus Cuxhaven über Hamburg und nicht über Bremen.

                    Und Bremerhaven-Lehe. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass der IC dadurch nicht als Fernverkehrszug angesehen wird. Im Grunde genommen ist es dann egal, wie es wirklich ist, sondern wie es von den Einwohnern angesehen wird.

                    Bremerhaven-Lehe liegt jenseits von Bremerhaven Hbf, der Halt ist für die Fahrzeit völlig egal! Abgestellt werden kann der Zug eh erst hinter Lehe, warum sollte er dann da nicht halten dürfen?

                  2. Ich kann gerade nicht direkt unter dem Kommentar von Georg antworten, deshalb eben so.

                    Eben, und deshalb fahren die Menschen aus Cuxhaven über Hamburg und nicht über Bremen.

                    Damit widersprichst du dir ja selber. Es ist ja egal, wo man hinfährt, wenn der Zug nicht ausfällt. Also ist dann Bremerhaven näher dran und die Cuxhavener fahren dorthin. Denen ist es doch egal, ob nach ihrem Zug direkt der nächste nach München etc. fährt oder nicht. Und Bremen ist ja sowieso egal. Dass Cuxhavener nicht nach Bremen fahren, ok, aber Bremerhaven ist da nochmal was anderes. Ich würde schon davon ausgehen, dass circa die Hälfte der Cuxhavener, die nach München oder Berlin wollen, über Bremerhaven fahren.

                    Bremerhaven-Lehe liegt jenseits von Bremerhaven Hbf, der Halt ist für die Fahrzeit völlig egal! Abgestellt werden kann der Zug eh erst hinter Lehe, warum sollte er dann da nicht halten dürfen?

                    Klar darf er da halten. Mir ging es eher darum dass er so „gesellschaftlich nicht attraktiver wird“. Langfristig finde ich, sollte der ICE dann sowieso nach Cuxhaven fahren, dann muss man in Lehe nun wirklich nicht halten.

                  3. Damit widersprichst du dir ja selber. Es ist ja egal, wo man hinfährt, wenn der Zug nicht ausfällt. Also ist dann Bremerhaven näher dran und die Cuxhavener fahren dorthin. Denen ist es doch egal, ob nach ihrem Zug direkt der nächste nach München etc. fährt oder nicht. Und Bremen ist ja sowieso egal. Dass Cuxhavener nicht nach Bremen fahren, ok, aber Bremerhaven ist da nochmal was anderes. Ich würde schon davon ausgehen, dass circa die Hälfte der Cuxhavener, die nach München oder Berlin wollen, über Bremerhaven fahren.

                    Nein ich widerspreche mir nicht selbst. Nach Berlin fahren die Menschen aus Cuxhaven definitiv nicht über Bremerhaven, das geht nämlich über Hamburg deutlich schneller. Und auch nach München bleibt es wie gesagt dabei, dass die Verbindung über Harburg aufgrund der Redundanz im Falle von Verspätungen/Ausfällen deutlich zuverlässiger als die über Bremerhaven es jemals sein wird.

                    Klar darf er da halten. Mir ging es eher darum dass er so „gesellschaftlich nicht attraktiver wird“.

                    Ganz merkwürdiges Argument, das ich so nicht teile. Es geht den Menschen doch nicht drum, was der Zug für einen gesellschaftlichen Status hat, es geht darum, wie weit er von der Haustür entfernt abfährt.

                    Langfristig finde ich, sollte der ICE dann sowieso nach Cuxhaven fahren, dann muss man in Lehe nun wirklich nicht halten.

                    An einen ICE nach Cuxhaven glaube ich auch in ferner Zukunft nicht. Da ist auch maximal Potential für ein, zwei günstig zu betreibende touristische ICs in den Sommermonaten.

                  4. Und auch nach München bleibt es wie gesagt dabei, dass die Verbindung über Harburg aufgrund der Redundanz im Falle von Verspätungen/Ausfällen deutlich zuverlässiger als die über Bremerhaven es jemals sein wird.

                    Das heißt dann ja dass andere ICE-Bahnhöfe, an denen nicht so viele ICEs wie in Hamburg halten, im Endeffekt nicht genutz werden. Ist das so? Nein. Dass würde ja bedeuten, dass Bremer, die nach München wollen, lieber über Hamburg fahren, weil man da nicht so lange warten muss, falls ein Zug ausfällt, oder dass Braunschweiger eher nach Hannover fahren. 1/30 aller ICEs fallen in Deutschland aus. Das bedeutet, dass an einem möglichen ICE-Bahnhof Bremerhaven allerhöchstens zwei Mal im Monat ein Zug ausfällt. Warum sollten dann Cuxhavener bzw. Einwohner des LK Cuxhaven nicht mal eben nach Bremerhaven?

                    Ganz merkwürdiges Argument, das ich so nicht teile. Es geht den Menschen doch nicht drum, was der Zug für einen gesellschaftlichen Status hat, es geht darum, wie weit er von der Haustür entfernt abfährt.

                    Weil die Leher und Spadener und Eckernfelder ja auch ein riesiges Problem damit haben, 15 Minuten zum Hbf zu fahren. Ne, dann fahren die doch viel lieber mit dem RE nach Bremen und dann mit dem ICE.

                    P.S. Ich weiß, nicht warum, aber ich kann nicht direkt unter dem Kommentar antworten, deshalb mache ich es jetzt so.

                  5. Das heißt dann ja dass andere ICE-Bahnhöfe, an denen nicht so viele ICEs wie in Hamburg halten, im Endeffekt nicht genutz werden. Ist das so? Nein.

                    Ich würde da widersprechen: Ach wenn ich als Aachener einen ICE-Bahnhof direkt vor der Haustür habe, fahre ich meistens doch erst mit dem Regio nach Köln und ab dort mit dem ICE, da es ab Köln ein deutlich besseres Angebot gibt und oftmals auch günstigere Tickets buchbar sind.

                    Dass würde ja bedeuten, dass Bremer, die nach München wollen, lieber über Hamburg fahren, weil man da nicht so lange warten muss, falls ein Zug ausfällt, oder dass Braunschweiger eher nach Hannover fahren. 

                    Wieso sollten Bremer über Hamburg fahren um nach München zu kommen? Da würde man eher in Hannover umsteigen.

                    Warum sollten dann Cuxhavener bzw. Einwohner des LK Cuxhaven nicht mal eben nach Bremerhaven?

                    Weil ab Bremerhaven ja wohl nur in den frühen Morgenstunden ein Zug abfahren würde. Wann müsste man denn in Cuxhaven los, um diesen Zug in Tagesrandlage ab Bremerhaven zu erwischen?
                    Und wann käme man dann Abends wieder in Cuxhaven an?

                    Wem das zeitlich zu ungünstig ist, der nimmt nicht den Tagesrand-ICE über Bremerhaven, sondern den normalen ab Hamburg.

                    P.S. Ich weiß, nicht warum, aber ich kann nicht direkt unter dem Kommentar antworten, deshalb mache ich es jetzt so.

                    Da jede Antwort immer weiter eingerückt wird, ist irgendwann gerade auf Handys kaum noch Breite übrig.
                    Am PC fällt das nicht auf, aber am Handy muss ich z.B. schon das Querformat nutzen, da im Hochformat kaum noch Platz ist.

                  6. Wieso sollten Bremer über Hamburg fahren um nach München zu kommen? Da würde man eher in Hannover umsteigen.

                    Aber auch nach Hannover fahren keine Bremer. In Bremen steigen meistens viele in den ICE ein, auch wenn sie wissen, dass sie 120 Minuten warten müssen, falls dieser ausfällt. Wäre das wirklich so, kann man ja alle „kleineren“ ICE-Bahnhöfe gleich streichen.

                    Weil ab Bremerhaven ja wohl nur in den frühen Morgenstunden ein Zug abfahren würde. Wann müsste man denn in Cuxhaven los, um diesen Zug in Tagesrandlage ab Bremerhaven zu erwischen?
                    Und wann käme man dann Abends wieder in Cuxhaven an?

                    Wem das zeitlich zu ungünstig ist, der nimmt nicht den Tagesrand-ICE über Bremerhaven, sondern den normalen ab Hamburg.

                    So wie ich mir das vorgestellt habe, würden 2 ICEs am Tag in Bremerhaven starten. Somit einer am Morgen und einer am Mittag. Also, warum sollten Cuxhavener nicht nach Bremerhaven, wenn es erstens nicht weit entfernt ist, zweitens man direkt zu seinem Zielort kommt und drittens zur gewünschten Zeit fährt?

                  7. Aber auch nach Hannover fahren keine Bremer. In Bremen steigen meistens viele in den ICE ein, auch wenn sie wissen, dass sie 120 Minuten warten müssen, falls dieser ausfällt.

                    Ich bestreite gar nicht, dass niemand in Bremen einsteigt, nur weil ab Hannover mehr Züge fahren.
                    Es wird jedoch mit Sicherheit auch Fahrgäste geben, die ab Bremen zuerst mit dem Regio nach Hannover, bzw. von Hannover mit dem Regio nach Bremen fahren.
                    Warum? Weil es nunmal Zeiten gibt, in denen der Regio von/nach Hannover einfach die beste Wahl ist. Wenn du z.B. aus Berlin in Hannover ankommst, nimmst du dann den nächsten Zug nach Bremen, oder wartest du extra so lange, bis endlich ein Fernverkehrszug nach Bremen fährt?

                    So wie ich mir das vorgestellt habe, würden 2 ICEs am Tag in Bremerhaven starten. Somit einer am Morgen und einer am Mittag. Also, warum sollten Cuxhavener nicht nach Bremerhaven, wenn es erstens nicht weit entfernt ist, zweitens man direkt zu seinem Zielort kommt und drittens zur gewünschten Zeit fährt?

                    Der Zug am Morgen würde so früh fahren, dass ein Cuxhavener diesen gar nicht nehmen möchte, oder sogar gar nicht nehmen kann, da es so früh noch gar keine Möglichkeit gibt, von der jeweiligen Wohnung wegzukommen.

                    Bleibt also nur noch eine einzige Verbindung pro Tag übrig.
                    Ab Hamburg gibt es ein Vielfaches an Zügen, sodass es jede Stunde (T60 des RE5 nach Hamburg) eine Verbindung gibt.

                    Wieso sollte man, wenn man z.B. am Abend in Berlin sein möchte, bereits am Vormittag losfahren, nur um über Bremerhaven statt über Hamburg zu fahren?

                     

                    Zudem würde es mich interessieren, wie der Zug am Mittag überhaupt möglich sein soll, da die Standzeit in Bremen nicht für eine Verlängerung bis Bremerhaven ausreicht.

                  8. Ich bestreite gar nicht, dass niemand in Bremen einsteigt, nur weil ab Hannover mehr Züge fahren.
                    Es wird jedoch mit Sicherheit auch Fahrgäste geben, die ab Bremen zuerst mit dem Regio nach Hannover, bzw. von Hannover mit dem Regio nach Bremen fahren.
                    Warum? Weil es nunmal Zeiten gibt, in denen der Regio von/nach Hannover einfach die beste Wahl ist. Wenn du z.B. aus Berlin in Hannover ankommst, nimmst du dann den nächsten Zug nach Bremen, oder wartest du extra so lange, bis endlich ein Fernverkehrszug nach Bremen fährt?

                    Klar, wenn man aus Berlin in Hannover ankommt, fährt man logischerweise mit dem RE, alles andere wäre auch ziemlich unlogisch. Ich meine damit eher, dass man versucht mit dem ICE direkt nach Bremen zu kommen, wenn das passt. Wenn zu meiner gewünschten Zeit ab Bremen ein ICE nach Berlin fährt, nehme ich doch den, auch wenn der nächste erst ein paar Stunden später fährt. Ich gehe stark davon aus, dass die Bremer, die mit dem RE erst nach Hannover fahren entweder direkt von Hannover an ihr Ziel kommen, was von Bremen nicht möglich ist oder einen sehr speziellen Abfahrtzeitwunsch haben.

                    Wieso sollte man, wenn man z.B. am Abend in Berlin sein möchte, bereits am Vormittag losfahren, nur um über Bremerhaven statt über Hamburg zu fahren?

                    Nein, soll man nicht. Mir geht es auch nicht darum, alle Cuxhavener ICE-Fahrgäste nach Bremerhaven zu holen. Erst recht nicht, die, die nach Berlin wollen oder zu einer ganz bestimmten Uhrzeit am Ziel sein wollen. Aber vor allem den meisten Urlaubern, die für Cuxhaven und Bremerhaven nunmal wichtig sind, ist es doch egal, ob die um 12, 14 oder 16 Uhr da sind. Ich denke, wenn man sich bei der Fahrplangestaltung halbwegs Mühe gibt, werden es sich schon genügend finden, für die das zeitlich etc. passt, bis/ab Bremerhaven zu fahren.

                    Zudem würde es mich interessieren, wie der Zug am Mittag überhaupt möglich sein soll, da die Standzeit in Bremen nicht für eine Verlängerung bis Bremerhaven ausreicht.

                    Das hatte ich ja schon in den anderen Antworten gemeint, dass man die Fahrpläne natürlich etwas bzw. etwas mehr umbauen müsste oder doch einen neuen Umlauf benötigt.

                  9. Zur Thematik, dass die Menschen aus Cuxhaven auch weiterhin nach Hamburg und nicht nach Bremerhaven fahren werden:

                    Die Fahrzeiten über Bremen und Hamburg nach München sind derzeit ziemlich ähnlich, mit einer SFS Hannover – Hamburg wird sich das zugunsten von Hamburg verschieben. Die reinen Fahrzeiten von Cuxhaven nach Harburg und Bremen sind von Cuxhaven aus auch ziemlich identisch. Von daher macht es, auch mit einem nach Bremerhaven verlängerten ICE zeitlich keinen Unterschied, welche der Verbindungen gewählt wird. Und es bleibt dann eben doch ein Vorteil, dass man bei einer Fahrt über Hamburg im Falle eines Ausfalls weniger Verzögerung zu erwarten hat. Im Übrigen dürfte der ICE Bremen – Bremerhaven auch recht anfällig für Ausfälle sein, da der ICE im Falle einer zu hohen Verspätung in Bremen wenden wird, um dort wieder pünktlich abzufahren.

                    Der Vergleich mit Braunschweig ist da völlig unpassend, da eine Fahrt von Braunschweig über Hannover ja die Fahrzeit erheblich erhöhen und einen weiteren Umstieg erforderlich machen würde. Du vergleichst hier eine Direktverbindung im Falle von Braunschweig mit einer Umsteigeverbindung im Falle von Cuxhaven.

                    Weil die Leher und Spadener und Eckernfelder ja auch ein riesiges Problem damit haben, 15 Minuten zum Hbf zu fahren. Ne, dann fahren die doch viel lieber mit dem RE nach Bremen und dann mit dem ICE.

                    Der Halt in Lehe bringt mehr Potential, weil die Leute dann eben nicht 15 Minuten zum Hbf fahren müssen, und kostet nichts, weder Zeit noch Geld.

                  10. Die Fahrzeiten über Bremen und Hamburg nach München sind derzeit ziemlich ähnlich, mit einer SFS Hannover – Hamburg wird sich das zugunsten von Hamburg verschieben. Die reinen Fahrzeiten von Cuxhaven nach Harburg und Bremen sind von Cuxhaven aus auch ziemlich identisch. Von daher macht es, auch mit einem nach Bremerhaven verlängerten ICE zeitlich keinen Unterschied, welche der Verbindungen gewählt wird. Und es bleibt dann eben doch ein Vorteil, dass man bei einer Fahrt über Hamburg im Falle eines Ausfalls weniger Verzögerung zu erwarten hat. Im Übrigen dürfte der ICE Bremen – Bremerhaven auch recht anfällig für Ausfälle sein, da der ICE im Falle einer zu hohen Verspätung in Bremen wenden wird, um dort wieder pünktlich abzufahren.

                    Aktuell wäre es ab Bremerhaven mit dem ICE etwas schneller nach München etc.

                    Ja, mit der SFS ist es etwas schneller über Hamburg, aber nicht extrem unattraktiv über Bremerhaven zu fahren. Und ich habe schon betont, dass es mir nicht nur um die Stadt Cuxhaven geht. Es reicht ja schon, wenn man eher in der Nähe von Nordholz oder Dorum wohnt und schon ist es schneller über Bremerhaven. Man kann dann schon sagen, dass es für 200.000 Einwohner definitiv schneller über Bremerhaven ist. Auch ohne Cuxhaven. Das lohnt sich dann trotzdem noch, vor allem weil immer noch Millionen an Touristen bleiben, für die es auch schneller über Bremerhaven ist. Und es ist ja nunmal auch nicht so, dass jeder zweiter ICE dann ausfallen würde. Ich persönlich bin noch nie mit hoher Verspätung des ICE in Bremen angekommen.

                    Der Halt in Lehe bringt mehr Potential, weil die Leute dann eben nicht 15 Minuten zum Hbf fahren müssen, und kostet nichts, weder Zeit noch Geld.

                    Doch, das kostet Geld. Denn im Falle meiner Idee müssten die Bahnsteige wahrscheinlich verlängert werden. Ich weiß, dass müsste man am Hauptbahnhof auch machen, aber da lohnt sich dass ganze ja wohl tausend Mal mehr als in Lehe.

          2. Das habe ich so gemeint, dass im Grunde genommen nur einen statt zwei neuen Umlauf benötigt, indem man den Fahrplan des ICE Bremen bzw. Bremerhaven so umstellt, dass der ICE aus Berlin in Bremerhaven ankommt und als ICE nach München weiterfährt.

            Das wäre gar nicht nötig:
            Wenn man auf dem zweistündlichen ICE Bremen-München einen weiteren Umlauf einsetzt, werden aus den 30 Minuten Wendezeit 150 Minuten. Diese Zeit sollte ausreichen, um nach Bremerhaven und wieder zurück zu kommen.

            Auch die 30.000 Cuxhavener kann man auch noch dazuzählen.

            Würden diese nicht eher über Hamburg statt über Bremerhaven fahren?

            Dazu habe ich im Artikel der DB folgenden interessanten Satz gefunden: DB Fernverkehr befindet sich zudem im Austausch mit den betroffenen Städten, um alternative, dauerhaft tragfähige Fernverkehrsanbindungen von Bremerhaven zu prüfen.

            Also ist eine FV-Verbindung nach Bremerhaven durchaus nicht ausgeschlossen. Zudem kommt noch der starke politische Wille danach, was das Projekt auch nicht unwahrscheinlicher macht.

            Das heißt im Klartext, dass die DB Fernverkehr festgestellt hat, dass sich die Anbindung Bremerhavens nicht rechnet und hofft daher, dass die beteiligten Städte diese Verbindung subventionieren möchten.

            Und wäre es nicht auch möglich, dass der vorletzte Zug abends nach Bremerhaven und der zweite Zug morgens über Bremen hinaus nach Bremerhaven fährt? Dann geht man doch, wie in Oldenburg, dem Ganzen auch aus dem Weg.

            Parkt der vorletzte Zug wirklich die gesamte Nacht über in Bremen, oder fährt er in der Zwischenzeit nochmal irgendwo anders hin? Oftmals fahren die Züge auch in irgendeine Werkstatt/ Depot um kleinere Störungen zu beheben und gereinigt zu werden.

            1. Moin,

              Das wäre gar nicht nötig:
              Wenn man auf dem zweistündlichen ICE Bremen-München einen weiteren Umlauf einsetzt, werden aus den 30 Minuten Wendezeit 150 Minuten. Diese Zeit sollte ausreichen, um nach Bremerhaven und wieder zurück zu kommen.

              So dachte ich das eigentlich auch, aber da hat mich Georg mit seinen Argumenten überzeugt, dass ein zusätzlicher Umlauf nicht wirklich profitabel ist.

              Würden diese nicht eher über Hamburg statt über Bremerhaven fahren?

              Das glaube ich nicht. Zeitmäßig ist es eigentlich egal, aber vielleicht wollen sich auch nicht alle durch den Hamburger Hauptbahnhof quetschen und wenn die Verbindung ab Bremerhaven passt, würden dass sicherlich auch genügend machen.

              Das heißt im Klartext, dass die DB Fernverkehr festgestellt hat, dass sich die Anbindung Bremerhavens nicht rechnet und hofft daher, dass die beteiligten Städte diese Verbindung subventionieren möchten.

              Ja, das stimmt. Und weil sich die Anbindung Bremerhavens nicht rechnet, habe ich die Befürchtung, dass sich auch andere IC-Verbindungen nach Bremerhaven, so wie es Georg vorgeschlagen hat, nicht rechnen und habe mich deshalb auch für den ICE entschieden.

              Parkt der vorletzte Zug wirklich die gesamte Nacht über in Bremen, oder fährt er in der Zwischenzeit nochmal irgendwo anders hin? Oftmals fahren die Züge auch in irgendeine Werkstatt/ Depot um kleinere Störungen zu beheben und gereinigt zu werden.

              Das kann ich nicht sagen. Könnte ich aber vorstellen, dass der irgendwo in Bremen steht. Evtl. dauert dass auch zu lange noch wo anders hinzufahren.

              Viele Grüße

  2. Das Problem ist, dass dein Vorschlag  vor allem für Fahrgäste interessant ist, die zu einer bestimmten Uhrzeit fahren wollen. Wer einfach nur irgendwann im Laufe des Tages von Bremerhaven nach Süden will, der wird auch sonst kaum Ansprüche haben und daher mit dem Umstieg in Bremen zufrieden sein.

    Wirtschaftlich am wichtigsten sind hier die Tagesrandverbindungen und da könnte es für deinen Vorschlag kompliziert werden.

    Der erste ICE Bremen-München fährt gegen 7:15 in Bremen ab und ist bereits nach Oldenburg verlängert. Die Verlängerung nach Bremerhaven ginge also erst mit dem Zug gegen 9:00. Mit dem würde man aber erst am Nachmittag in Frankfurt oder Berlin ankommen und damit ist der wenig attraktiv für Geschäftsreisende.

    Alternativ gibt es noch einen morgendlichen ICE um 5:00 von Bremen nach Berlin. Allerdings ist auch der nach Oldenburg verlängert.

    Mit anderen Worten: Derzeit kannst du nur Oldenburg gegen Bremerhaven ausspielen. Oder Bremerhaven bekommt einen ICE zu einer Uhrzeit, zu der wenig Bedarf besteht.

    1. Moin,

      Der erste ICE Bremen-München fährt gegen 7:15 in Bremen ab und ist bereits nach Oldenburg verlängert. Die Verlängerung nach Bremerhaven ginge also erst mit dem Zug gegen 9:00. Mit dem würde man aber erst am Nachmittag in Frankfurt oder Berlin ankommen und damit ist der wenig attraktiv für Geschäftsreisende.

      Ich finde nicht, dass Oldenburg beide morgendlichen ICEs braucht. Dann kann man eher einen davon nach Bremerhaven schicken. Für viele wird das sicherlich egal sein, welchen ICE sie nehmen und die anderen Oldenburger und Bremerhavener können auch nach Bremen fahren.

      Viele Grüße

      1. Ich finde nicht, dass Oldenburg beide morgendlichen ICEs braucht. Dann kann man eher einen davon nach Bremerhaven schicken. Für viele wird das sicherlich egal sein, welchen ICE sie nehmen und die anderen Oldenburger und Bremerhavener können auch nach Bremen fahren.

        Der erste ICE ab Oldenburg fährt mitten in der Nacht um 4:30 los. In Bremerhaven müsste er noch mal etwas früher starten. Glaube kaum, dass das die Lösung ist, die du dir wünschst.

      2. So völlig egal ist es den Leuten auch nicht, welchen ICE sie nehmen, da die ja nur bis Hannover den selben Weg nehmen.

        Allerdings gibt es noch einen weiteren Grund, warum man allgemein lieber den Verkehr entlang vorhandener Fernverkehrsachsen ausbauen sollte, bevor man neue Orte anbindet: Es ist deutlich effizienter. Soll Fernverkehr sowohl nach Oldenburg als auch nach Bremerhaven verkehren, müsste man für beide Streckenäste Ressourcen vorhalten, statt nur für einen:

        • ausreichend lange Bahnsteige
        • freie Trassen
        • Abstell- und Reinigungsmöglichkeiten
        • Infrastruktur für Fernreisende (Hotels, Verpflegung, Wartemöglichkeiten)
        • Pausenräume für das Zugpersonal

        Ja, auch in Oldenburg gibt es nicht alles davon und die Züge müssen wahrscheinlich nachts nach Bremen zurück. Aber wenn man zuerst den Fernverkehr nach Oldenburg weiter ausbaut, bevor man Verkehr nach Bremerhaven abgibt, lohnt es sich eher, die fehlenden Dinge in Oldenburg zu bauen und so die Rückfahrten nach Bremen zu vermeiden.

        Auch ist die Situation in Bremerhaven deutlich schlechter:

        • Die Bahnsteige sind nur 200 Meter lang. Dadurch hat man weniger Optionen, welchen ICE man dort halten lassen kann. Unter normalen Umständen würde man zwar eine Einfachtraktion dorthin fahren lassen und das passt. Aber wenn die Auslastung sich besser als erwartet entwickelt oder der vorgesehene Zug in der Werkstatt festhängt, hat man weniger Optionen als beim 360 Meter langen Bahnsteig in Oldenburg.
        • Es gibt derzeit keine gute Trasse nach Bremerhaven; sowohl nach Oldenburg als auch nach Bremerhaven müsste der ICE sich vor bzw. hinter den RE einreihen. Nach Oldenburg passt das aber zur Fernverkehrstrasse nach Hannover, nach Bremerhaven hingegen müsste der ICE 15 Minuten in Bremen stehen.

        Also ja, man kann die Tagesrand-ICEs aufteilen und einen nach Bremerhaven und einen nach Oldenburg schicken. Allerdings ist das ineffizienter und daher sollte man gute Gründe dafür haben.

        Zugegebenermaßen: Um das wirklich beurteilen zu können, müsste man genauer wissen, welche volkswirtschaftlichen Effekte ein Tagesrand-ICE in Bremerhaven gegenüber einem zweiten Tagesrand-ICE in Oldenburg hat, und das gegen den höheren Aufwand für die Fahrt nach Bremerhaven gegenrechnen.

        1. Moin,

          Allerdings gibt es noch einen weiteren Grund, warum man allgemein lieber den Verkehr entlang vorhandener Fernverkehrsachsen ausbauen sollte, bevor man neue Orte anbindet

          Natürlich ist es schwieriger und teurer, neue Orte anzubinden, aber dass kann ja auch kein Kriterium sein. Sonst kann sich der FV in Deutschland ja gar nicht mehr verbessern, durch neue Anbindungen.

          ausreichend lange Bahnsteige

          Deswegen habe ich das auch in die Beschreibung geschrieben, dass man die Bahnsteige verlängern sollte. Und das man die Bahnsteige in Bremerhaven ausbaut, bringt ja auch nicht nur dem ICE was. Modernisierte Bahnsteige bräuchte man dort sowieso.

          freie Trassen

          Gibt es.

          Abstell- und Reinigungsmöglichkeiten

          Wird es dort sicherlich auch geben, da es bereits jetzt FV in Bremerhaven gibt und gab.

          Pausenräume für das Zugpersonal

          Könnte es aufgrund der früheren IC/ICE auch noch geben.

          Also die allergrößten Probleme sind das nun auch nicht.

          Es gibt derzeit keine gute Trasse nach Bremerhaven; sowohl nach Oldenburg als auch nach Bremerhaven müsste der ICE sich vor bzw. hinter den RE einreihen. Nach Oldenburg passt das aber zur Fernverkehrstrasse nach Hannover, nach Bremerhaven hingegen müsste der ICE 15 Minuten in Bremen stehen.

          Entweder ist das dann so oder man verändert einfach so den Fahrplan des RVs, dass die REs vielleicht nicht gefühlte 30 Minuten am Bremer Hauptbahnhof sondern schon ein paar Minuten früher da weg sind.

           

          1. Der RE steht nicht ohne Grund 15 Minuten in Bremen rum – der wartet einerseits auf den Fernverkehr aus NRW, andererseits soll er möglichst genau um :30 in Bremerhaven ankommen, um optimale Anschlüsse an die RB33 sowohl nach Bremervörde als auch nach Cuxhaven zu haben.

            Schiebt man die Abfahrt in Bremen vier Minuten nach vorne, verpasst man die Anschlüsse nach NRW und die Fahrtzeit Bremen – Cuxhaven/Bremervörde verlängert sich um vier Minuten. Schiebt man die Abfahrt um vier Minuten nach hinten, hat man zwar immer noch akzeptable Anschlüsse an den Fernverkehr in Bremen, dafür aber verpassen RE und RB33 sich – Pendler müssen die RS2 nehmen und brauchen 20 Minuten länger.

            Will man das lösen, reicht es nicht, einfach nur eine Linie um ein paar Minuten zu verschieben. Man müsste sehr viele Linien verschieben. Das ist nicht unmöglich, aber wie gesagt, ziemlicher Aufwand. Für den im Zweifelsfall sogar noch zusätzliche Infrastruktur benötigt wird (kommt der RE zum Beispiel früher in Lehe an, bräuchte man dort weitere Weichen, damit sich die Züge bei der Abstellung und der Bereitstellung nicht in die Quere kommen).

            Konzentriert man sich auf wenige Orte, dann reichen die Ressourcen eher, um die Infrastruktur so auszubauen, dass der Fernverkehr den Regionalverkehr nicht durcheinander bringt. Soll hingegen jede Stadt ein bisschen ICE bekommen, dann bekommt man am Ende in Kuddelmuddel, bei dem zwar morgens ein ICE direkt nach Berlin fährt, dafür die Pendler aber jeden Morgen in die Röhre schauen. Etwas anderes ist das nur, wenn es zufälligerweise eh freie Ressourcen gibt (Trassen, Bahnsteige, Züge die über Nacht eh nur rumstehen) – dann wäre ein Vorschlag, diese freien Ressourcen zu nutzen, nicht schlecht. Im konkreten Fall gibt es diese Ressourcen in Richtung Oldenburg, aber nicht in Richtung Bremerhaven.

            1. Der RE steht nicht ohne Grund 15 Minuten in Bremen rum – der wartet einerseits auf den Fernverkehr aus NRW, andererseits soll er möglichst genau um :30 in Bremerhaven ankommen, um optimale Anschlüsse an die RB33 sowohl nach Bremervörde als auch nach Cuxhaven zu haben.

              Die ICEs aus dem Ruhrgebiet kommen so weit ich weiß circa zur Minute 17/18. Die REs nach Bremerhaven fahren um :57. Auf welchen „Fernverkehr aus NRW“ warten die denn?

              1. Was ich noch vergaß zu erwähnen: Selbst wenn der 30-Minuten-Takt Hamburg-NRW zunächst doch nicht kommt und man zumindest bis dann den ICE nach Bremerhaven verlängern will, kann man die Abfahrt des RE nicht einfach so nach vorne verschieben. In Bremerhaven läuft der RE auf die RS2 auf, man müsste also auch deren Abfahrt nach vorne verschieben. Dann müsste man aber auch die RS1 nach vorne verschieben (der Engpass ist die Brücke über die Lesum) und dann verpasst diese den Regionalverkehrsknoten :30 in Bremen…

                Lässt man den Regionalverkehr hingegen so, wie er ist, und lässt den ICE erst nach dem RE in Bremen abfahren, dann verpasst der in Bremerhaven den Anschluss an die RB33 und sein Nutzen wäre damit auf Bremerhaven selbst beschränkt. Und diese Variante hat die Bahn ja gerade erst eingestellt, weil quasi niemand damit fährt.

                Nicht ohne Grund sehen die Deutschlandtaktplanungen vor, dass eventueller Fernverkehr nach Bremerhaven die Trasse des RE nutzen soll. Mit Nahverkehrsfreigabe wäre das eine Option, über die man diskutieren kann.

                1. Ich habe das jetzt nochmal durchgerechnet und sehe da die Möglichkeit, dass man keine Fahrpläne umbauen muss und alle Taktknoten und Umsteigemöglichkeiten erhalten bleiben. Der ICE aus München kommt zur Minute 45. Die RS2 Richtung Bremerhaven fährt um :40. Diese kann dann in Burg oder Osterholz-Scharmbeck, wohl eher letzteres, überholt werden. Die letzte RE vor dem RE ist bereits zur Minute 57 abgefahren. Der RE, der zur selben Stunde und Minute 57 in Bremen abfährt, kommt dem ICE nicht in die Quere. Der zur vorherigen Stunde 57 wird von dem ICE lange nicht überholt. Ankunft vom ICE ist dann circa um :10. Gegen 10 nach fährt in Bremerhaven aktuell gar kein Zug, also passt das dort auch.

                  1. Leider steckt in deiner Berechnung ein Fehler.

                    Ohne Verkehr könnte der ICE tatsächlich gegen :20 in Bremerhaven ankommen (Fahrtzeit ist 31 Minuten), wenn da nichts steht.

                    Das Problem ist aber: Wie soll die RS2 überholt werden? Annahme dazu ist, dass die Züge etwa 3 Minuten Abstand laut Fahrplan haben sollen (kürzere Abstände habe ich bisher nur bei reinen S-Bahn-Systemen gesehen).

                    Lässt man die RS2 am Bahnhof stehen, während sie überholt wird, würde sie 6 Minuten verlieren – und damit dem RE in Bremerhaven im Weg stehen.

                    Alternative: Fliegende Überholung. Die RS2 begegnet sich zwischen Oldenbüttel und Lübberstedt, also kann die Überholung erst in Lübberstedt starten. Die RS kommt um :05 dort an, der ICE kann also erst um :08 dort sein. Bis Wulsdorf würde der ICE dann 10 Minuten brauchen, die RS braucht 16 Minuten, passt also gerade. Naja, fast, dort ist jetzt die RB33 nach Bremerhaven, also muss der ICE im Gegengleis bis Bremerhaven bleiben. Wo er allerdings nicht lange stehen darf, denn die RS2 kommt ja von hinten wieder an.

                    Ja, geht knapp auf. Leider habe ich bis jetzt eine Sache weggelassen habe: Die Güterzugtrassen. Und die liegen dummerweise im Weg… also geht die fliegende Überholung auch nicht.

                  2. Lässt man die RS2 am Bahnhof stehen, während sie überholt wird, würde sie 6 Minuten verlieren – und damit dem RE in Bremerhaven im Weg stehen.

                    Dann lässt sie in BHV-Wulsdorf den RE überholen. Im besten Falle könnte man auch an jedem Zwischenhalt, wo es denn möglich ist, eine Überholmöglichkeit schaffen.

                    Alternative: Fliegende Überholung. Die RS2 begegnet sich zwischen Oldenbüttel und Lübberstedt, also kann die Überholung erst in Lübberstedt starten. Die RS kommt um :05 dort an, der ICE kann also erst um :08 dort sein. Bis Wulsdorf würde der ICE dann 10 Minuten brauchen, die RS braucht 16 Minuten, passt also gerade. Naja, fast, dort ist jetzt die RB33 nach Bremerhaven, also muss der ICE im Gegengleis bis Bremerhaven bleiben. Wo er allerdings nicht lange stehen darf, denn die RS2 kommt ja von hinten wieder an.

                    Auch hier: durch Überholmöglichkeiten an Zwischenhalten wäre dass möglich. Das ist jetzt auch nicht das größte Problem, an 2, 3 Halten zwischen OHZ und Wulsdorf ein 500m langes, drittes Gleis zu bauen.

                    Ja, geht knapp auf. Leider habe ich bis jetzt eine Sache weggelassen habe: Die Güterzugtrassen. Und die liegen dummerweise im Weg… also geht die fliegende Überholung auch nicht.

                    Ja, die Güterzüge sind allgemein auch eigentlich das größte Problem. Sehe ich ja jeden Tag vor meiner Haustür, wie viele Güterzüge hier fahren. Das könnte man größtenteils hiermit lösen, in dem einfach der bzw. die zwei, drei Güterzüge, die dem ICE im Weg sind, über Brake geführt werden.

  3. Ich habe den Eindruck, dass es sich lohnt, einmal durchzugehen, wie eine Überholung vor sich geht.

    Stell dir vor, die RS2 erreicht um 12:05:00 den Bahnsteig in Lübberstedt – von mir aus Gleis 3, um sich überholen zu lassen. Etwa gegen 12:04:20 hätte die RS2 dann die Achszähler an der Einfahrt in Gleis 3 passiert, so dass das Gleis 1 freigegeben werden kann. Das ganze Verstellen der Weichen dauert ein bisschen, sagen wir mal 20 Sekunden. Das heißt, um 12:04:40 kann das Einfahrtsignal für Gleis 1 für den ICE auf grün gestellt werden. Damit er nicht bremsen muss, sollte er sich zu diesem Zeitpunkt noch vor dem Vorsignal befinden (das steht bei Kilometer 155,2). Sagen wir mal, der Lokführer soll vier Sekunden haben, das Vorsignal zu erkennen, also muss der ICE um 12:04:40 etwa 200 Meter vor dem Vorsignal sein (also km 155,0)

    Das Signal für die RS2 kann erst wieder grün werden, wenn der ICE den Block hinter dem Bahnhof verlassen hat. Das nächste Hauptsignal ist bei Kilometer 159,8. Damit dann auch noch das Ende des ICE den Block verlassen hat, muss die Spitze bei Kilometer 160,0 sein, damit der Block leer ist. Für die 5 Kilometer braucht der ICE bei 160 km/h 2 Minuten (etwas weniger, aber da ist ja noch der Durchrutschweg etc.). Wenn es dann noch 20 Sekunden dauert, bis die Fahrstraße gestellt ist, kann das Signal für den RS2 um 12:07:00 auf grün gestellt werden. Also statt 40 Sekunden steht die RS2 120 Sekunden dort rum.

    Etwas über eine Minute Zeitverlust klingt erst einmal gar nicht so schlimm. Allerdings ist das nur das technisches Minimum, wenn alles perfekt läuft. In der Realität braucht man jetzt noch Puffer, damit kleine Verspätungen von vielleicht nur 10 Sekunden sich nicht aufschaukeln. Die Infrago schreibt hier inzwischen eine Minute vor. Das heißt, der ICE darf laut Fahrplan erst um 12:05:40 am Vorsignal sein. Die RS2 bekommt damit erst um 12:08:00 grün, muss jetzt aber auch noch eine Minute Puffer einbauen, darf laut Fahrplan also erst um 12:09:00 abfahren. Und damit sind wir jetzt schon bei mindestens 3,5 Minuten Zeitverlust durch die Überholung.

    Und das wird durch weitere Überholgleise nicht besser, da ich in meinem Beispiel ja schon angenommen habe, dass der ICE zum optimalen Zeitpunkt in Lübberstedt durchfährt.

    1. Naja, eigentlich ist dass ja ein Beweis dafür, dass das Ganze so möglich ist. Dem Puffer könnte man aus dem Weg gehen, in dem man eine längere Strecke dreigleisig ausbaut. Ist langfristig gesehen sowieso gut, eine größere Überholmöglichkeit zwischen OHZ und Bremerhaven. So hätte die RS2 letztendlich 2,5 Minuten Verlust. Das ist mMn noch verkraftbar und noch passend mit dem RE.

  4. Naja, eigentlich ist dass ja ein Beweis dafür, dass das Ganze so möglich ist. Dem Puffer könnte man aus dem Weg gehen, in dem man eine längere Strecke dreigleisig ausbaut. Ist langfristig gesehen sowieso gut, eine größere Überholmöglichkeit zwischen OHZ und Bremerhaven. So hätte die RS2 letztendlich 2,5 Minuten Verlust. Das ist mMn noch verkraftbar und noch passend mit dem RE.

    Naja, die 3,5 Minuten Verlust waren für den Fall, dass der Fahrplan optimal passt und man nur minimale Puffer verwendet. Für realistisch halte ich eher sechs Minuten, auch aus dem Vergleich mit existierenden Überholungen, aber gehen wir erst einmal weiter von optimalen Bedingungen aus.

    In Bremerhaven braucht die RS2 etwa 3 Minuten vom Vorsignal bei km 182,4 bis zum Ausfahrtsignal (km 184,4 ) (inklusive einer Minute Standzeit am Bahnsteig – diese Führerstandsvideos sind recht praktisch, da muss man das gar nicht selber ausrechnen 😉 ). Plus nochmal 30 Sekunden zum vollständigen Räumen oder Freischalten der Fahrstraße für den RE und einer Minute Puffer müssen RS2 und RE also mindestens 4,5 Minuten Abstand haben in Bremerhaven. Derzeit sind es sechs, also darf die RS2 maximal 1,5 Minuten bei der Überholung verlieren.

    Von den 3,5 Minuten müssen wir also 2 Minuten wieder gewinnen. Wie viel Strecke brauchen wir dafür? Nun, auf freier Strecke sind RS2 und ICE quasi gleich schnell, die RS wird nur durch die Halte ausgebremst, und zwar um etwa 2 Minuten pro Halt. Das heißt, im optimalen Fall würde es reichen, zwischen Lübberstedt und Stubben ein drittes Gleis zu bauen: 2 Minuten zusätzlichen Vorsprung gewinnt der ICE durch den Halt der RS2 in Stubben, 1,5 Minuten zusätzliche Standzeit erlauben wir, und damit haben wir die 3,5 Minuten erreicht. Das ist dann allerdings alles verdammt knapp. Um einen stabilen Fahrplan zu bekommen, sollten wir besser noch eine weitere Station hinzufügen. Am besten Oldenbüttel, da die Begegnung eigentlich kurz vor Lübberstedt statfinden sollte.Das wären dann 14 Kilometer drittes Gleis, die man bräuchte. Das wird ziemlich sicher achtstellig.

    Und damit wären wir wieder bei dem, was ich am Anfang geschrieben hatte: Mit entsprechendem Aufwand kann man ICEs nach Bremerhaven verlängern. Die Frage ist aber, ob einzelne ICEs nach Bremerhaven diesen Aufwand wert sind, wenn uns an allen Ecken und Enden die Fachkräfte für den Bahnausbau fehlen.

    Eine einfache und mit zumutbarem Aufwand umsetzbare Lösung ist es lediglich, die REs in Bremen enden zu lassen und dafür die Fernzüge nach Bremerhaven zu verlängern, mit entsprechender Nahverkehrsfreigabe als Ersatz. Und ich bin mir ziemlich sicher, das darüber bereits zwischen Bremen und der Bahn verhandelt wird (die Idee ist ja nicht neu und hat es auch in den Deutschlandtakt geschafft).

    1. Und damit wären wir wieder bei dem, was ich am Anfang geschrieben hatte: Mit entsprechendem Aufwand kann man ICEs nach Bremerhaven verlängern. Die Frage ist aber, ob einzelne ICEs nach Bremerhaven diesen Aufwand wert sind, wenn uns an allen Ecken und Enden die Fachkräfte für den Bahnausbau fehlen.

      Das ist ja nicht nur für einzelne ICEs. Dieser Ausbau bringt ja dem ganzen Bahnverkehr zwischen Bremen und Bremerhaven etwas. Es ist ja nicht so, dass die Strecke aktuell kaum befahren wird.

      Eine einfache und mit zumutbarem Aufwand umsetzbare Lösung ist es lediglich, die REs in Bremen enden zu lassen und dafür die Fernzüge nach Bremerhaven zu verlängern, mit entsprechender Nahverkehrsfreigabe als Ersatz. Und ich bin mir ziemlich sicher, das darüber bereits zwischen Bremen und der Bahn verhandelt wird (die Idee ist ja nicht neu und hat es auch in den Deutschlandtakt geschafft).

      Eigentlich müsste es eher mehr REs geben und nicht gleich viele. Mit diesem Ausbau zwischen Oldenbüttel und Lübberstedt könnte man eben auch darüber nachdenken, einzelne neue REs zu ergänzen.

  5. Das ist ja nicht nur für einzelne ICEs. Dieser Ausbau bringt ja dem ganzen Bahnverkehr zwischen Bremen und Bremerhaven etwas. Es ist ja nicht so, dass die Strecke aktuell kaum befahren wird.

    Das ist dann aber ein ganz anderer Vorschlag als der hier. Deinen Vorschlag „ICE 25 nach Bremerhaven“ hast du als eine relativ schnell umzusetzende Maßnahme vorgestellt, um Fernverkehr nach Bremerhaven zu bekommen. Ein dreigleisiger Ausbau, wenn auch nur auf 15 km, ist nicht in ein, zwei Jahren umzusetzen.

  6. Ich bin Touristiker.

    Der IC35 als Einzelzug nach BHV ist ein klassischer Urlauber-IC für Cuxhaven gedacht mit U in BHV. Die meisten CUX-Urlauber kommen aus NRW. Man kann ihn vergleichen mit den IC-Nebelhorn, IC-Allgäu oder IC-Berchtesgaden, IC-Sylt. CUX liegt im Ranking (2019) der übernachtungstärksten Urlaubsorte in D auf Platz 9. (1=Rügen, 2=Sylt, 3=Usedom, 4=Fehmarn, 5=Oberstdorf, 6=Kühlungsborn, 7=Norderney, 8=St.Peter-O, 9=CUX, 10=Borkum)

    Der IC nach Norddeich deckt Borkum, Norderney und (mit U in Bus) die anderen Ostfriesischen Inseln und Küstenorte ab. Der IC nach Sylt alle Urlaubsorte an der nordfriesischen Urlaubsküste. Die IC nach Oberstdorf das gesamte Allgäu, der IC-Berchtesgaden auch die Regionen Chiemsee und Ruhpolding.

    Cuxhaven ist als Urlaubsort geografisch ziemlich allein, da links und rechts wegen Weser und Elbe keine weiteren stärkeren Urlaubsorte sind. Auch gibt es nördlich von HB keine weiteren größeren Orte außer BHV und CUX – anders nördlich von MS, wo der IC35 eine ganze Kette an Mittelzentren bis hoch nach Emden bedient.

    Fazit: Das Fv-Fahrgastpotenzial nördlich von HB ist nicht sonderlich groß und da der IC35 nicht einmal durchgehend bis CUX fahren kann ist er für Urlauber nicht so attraktiv. Außerdem ist Urlaub in CUX nur in der Sommerzeit gefragt. Das Umland von BHV ist einwohnerschwach.

    Wie soll sich da Start/Ende einer ganzjährigen Fv-Linie rechnen?

    1. Der IC35 als Einzelzug nach BHV ist ein klassischer Urlauber-IC für Cuxhaven gedacht mit U in BHV.

      Nein, ist er nicht, der IC35 kommt um 15:46 in Bremerhaven an, der RB33 nach Cuxhaven fährt um :36. Wäre der IC als Urlaubs-IC gedacht, wäre der Umstieg nicht so katastrophal. Auch abgesehen davon habe ich die Erfahrung gemacht, dass der IC hauptsächlich von Bremerhavenern genutzt wird.

      Cuxhaven ist als Urlaubsort geografisch ziemlich allein, da links und rechts wegen Weser und Elbe keine weiteren stärkeren Urlaubsorte sind. Auch gibt es nördlich von HB keine weiteren größeren Orte außer BHV und CUX – anders nördlich von MS, wo der IC35 eine ganze Kette an Mittelzentren bis hoch nach Emden bedient.

      Bremerhaven kann man mit den 500.000 Übernachtungen auch noch als größeren Urlaubsort zählen.

      Zwischen Münster und Norddeich bindet man zwar zahlreiche Mittelzentren an (~300.000 Einwohner), aber zwischen Bremen und Bremerhaven bindet man eben mit Bremerhaven und Cuxhaven auch 200.000 Einwohner an, dazu noch auf einer kürzeren Strecke.

      as Fv-Fahrgastpotenzial nördlich von HB ist nicht sonderlich groß und da der IC35 nicht einmal durchgehend bis CUX fahren kann ist er für Urlauber nicht so attraktiv.

      Die Unattraktivität des IC35 war einer der Gründe für diesen Vorschlag.

      Du meinst, dass der IC nach Norddeich attraktiv für die Urlauber der anderen Ostfriesischen Inseln (Wangerooge, Langeoog, Spiekeroog, Baltrum) ist, aber ein ICE nach Bremerhaven ist nicht attraktiv für Cuxhavens Urlauber? Das ist völliger Schwachsinn.

      Das Umland von BHV ist einwohnerschwach.

      Nicht wirklich. Im direkten Umland leben 65.000, das ist deutlich mehr als in Norden/Norddeich.

      Wie soll sich da Start/Ende einer ganzjährigen Fv-Linie rechnen?

      Das habe ich des öfteren erläutert.

       

      1. Die Fahrzeiten des einzelnen IC35 sind die eines klassischen Urlauberzuges und nicht die, um Geschäftsverkehr in den Stoßzeiten zu bedienen. Wenn in BHV nicht einmal ein guter U von/nach CUX besteht, dann ist das ein Armutszeugnis. Logisch, dass der IC dann nur von BHVer genutzt wird. Die Bahn hat seit den 80ern mehrfach versucht, BHV an den Fv anzubinden und immer wieder eingestellt.

        Sogar 1965-1975 haben die meisten einen D-Zug nach BHV in HB verlassen und dann war der Zug leer. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern, weil meine Oma immer von HX/Kreisensen mit dem D nach BHV in Bremen ankam, nachdem wir 1965 nach HB gezogen sind.  Sie sagte immer, dass man in HB ewig beim Aussteigen brauche, weil „alle“ raus wollten. Bis Anfang der 70er mussten wir sogar noch eine Bahnsteigkarte lösen, um meine Oma oben vom Zug abzuholen. Die Ticketkontrolle war unten an den beiden Unterführungsdurchgängen Nord und Süd. Da standen zwei Häuschen mit den Kontrolleuren drin. Zwischen den beiden Unterführungen war die Gepäckaufgabe. Das waren noch Zeiten im Bremer Hbf.

        Über die RE8/RE9 und die Buxtehuder Bahn wird BHV heute über Bremen hinaus in die nächsten Großstädte H/HH/OS bedient. Das ist m.E. für BHV ausreichend. Wie Du in einem anderen Topic selbst schreibst, sind sogar die RE Züge HBV-HB oft nur halbleer. Scheint sich gegenüber damals nicht sonderlich geändert zu haben. Zwischen HB und BHV gibt es nach sogar mit OHZ nur einen RE-Halt. Wo sollen da die Fahrgäste herkommen?

        Es ist überhaupt kein Schwachsinn, dass der IC nach Norddeich die Ostfriesland-Urlauber abdeckt. Der Bäderbus ab Norden klappert alle Siele und Küstenorte ab und wird von allen Nordseeinseln bis hin nach Wangerooge als ideale Anreise per Bahn aus Richtung NRW beworben (und aus NRW kommen die meisten Nordseeurlauber).

        1. Die Fahrzeiten des einzelnen IC35 sind die eines klassischen Urlauberzuges und nicht die, um Geschäftsverkehr in den Stoßzeiten zu bedienen. Wenn in BHV nicht einmal ein guter U von/nach CUX besteht, dann ist das ein Armutszeugnis. Logisch, dass der IC dann nur von BHVer genutzt wird. Die Bahn hat seit den 80ern mehrfach versucht, BHV an den Fv anzubinden und immer wieder eingestellt.

          Die Fahrzeiten ja, aber hätte sich die DB bei dem IC nach Bremerhaven gedacht „Ach, wir führen jetzt einen Urlauber-IC für Cuxhaven ein“, hätten sie den Fahrplan so gebaut, dass ein guter Umstieg zum RB33 besteht. Also ist er nicht als reiner Urlauber-IC gedacht.

          Wie Du in einem anderen Topic selbst schreibst, sind sogar die RE Züge HBV-HB oft nur halbleer.

          Nein, sind sie nicht. Im Berufsverkehr sind sie zwischen Bremen und Bremerhaven überfüllt, in der Sommersaison sowieso und außerhalb des Berufsverkehrs sind sie voll.

          Es ist überhaupt kein Schwachsinn, dass der IC nach Norddeich die Ostfriesland-Urlauber abdeckt. Der Bäderbus ab Norden klappert alle Siele und Küstenorte ab und wird von allen Nordseeinseln bis hin nach Wangerooge als ideale Anreise per Bahn aus Richtung NRW beworben (und aus NRW kommen die meisten Nordseeurlauber).

          Ich habe nicht behauptet, dass die Inselurlauber der 4 östlichen Inseln über Norddeich nicht gut angebunden sind, ich habe es nur als Schwachsinn bezeichnet, dass du behauptest, dass dieses eben genannte so ist, Cuxhaven hingegen nicht gut über Bremerhaven angebunden sei, obwohl die Distanzen ähnlich sind.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.