HH | U1-Verlängerung nach Osdorfer Born/Blankenese

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Beschreibung des Vorschlags

Moin! Hier mal ein neuer Vorschlag zur Hamburger U-Bahn, dieser ist aus der Forumsdiskussion entstanden.

Voraussetzung hierfür ist der Linientausch der U1 und U4 wie hier von Ulrich Conrad vorgeschlagen (ich habs etwas anders eingezeichnet, geht mir aber nur um die Idee). Die U4 fährt dann den „West“-Ast der U1, und die U1 hat ein Ende frei (die „alte“ U4 wird zu einem U2-Ast).

Zweite Voraussetzung ist, dass die S6-Planung eingestellt wird – stattdessen fährt die U-Bahn.

Zudem habe ich 2 Linienäste eingezeichnet – abhängig davon, ob eine Brücke über das European XFEL möglich ist – siehe weiter unten.

Verlauf:

Ich folge der B4 bis zur Sternbrücke (alternative: via Johannes-Brahms-Platz mit Umstieg zur U2). An der Stadthausbrücke kann zu den S-Bahnen, und bei St. Pauli zur U3 umgestiegen werden. Am Arrivati-Park entsteht ein weiterer Halt. In der genannten Alternative wäre der Übergang zur U3 direkt an der Feldstraße. Das Areal an der Sternbrücke ist nur mäßig erschlossen, der Weg zur Holstenstraße ist unnötig lang, daher hier der Halt. Ein weiterer Halt entsteht am Alsenplatz, wo einst der VET verlaufen sollte. Von da aus zum neuen Bahnhof Altona-Diebsteich, welcher auch die Motivation ist, diesen Vorschlag hier zu gestalten – sämtliche Gebiete westlich hiervon werden somit direkt an den zukünftigen Fernbahnhof und an die Innenstadt angeschlossen – im Gegensatz zu Lösungen via Altona (keine Fernzüge) oder Tangenten (keine Innenstadt).

Ich folge der Planung der S6, und in Variante 1 folgt eine Verzweigung vor der Trabrennbahn (Anmerkung: Ich hatte ursprünglich eine querliegende Station geplant, womit die Trabrennbahn auch aus westlicher Richtung erreichbar wäre, aber das wäre mit dem Zwangsabstand zum DESY zu knapp geworden). Die Strecke nach Norden folgt der ehemaligen S6, wobei ich noch einen optionalen Halt an der Stadionstraße eingezeichnet hab. Die Strecke würde dann auf die U5 einschwenken und gemeinsam den Osdorfer Born erreichen. Ich würde noch einen Halt im Böttcherkamp einlegen, den ich auch generell für die U5 vorschlage – ansonsten würde man direkt zur Endhaltestelle fahren. Die U5 müsste auf diesem Abschnitt den Zusatzverkehr aber zulassen – ich denke, dass man ohnehin z. B. in Stellingen bereits den Takt verdünnen würde.

Der andere Abzweig folgt der Notkestraße südlich des DESY bis zum EEZ, wo in Variante 2 ein Abzweig nach Norden eingerichtet wird. Über den genauen Ort bin ich mir unschlüssig. Dieser Ast führt direkt zum Rugenbarg, und muss anschließend das XFEL queren. Ich denke nicht, dass da ein Tunnel machbar ist, auch nicht mit Masse-Feder-System (ist vielleicht auch schon zu teuer), daher muss eine Brücke folgen: Die Straße Brandstücken wird unterbrochen, um Platz für die Rampe zu schaffen (könnte allerdings auch ohne Straßenunterbrechung klappen, aber ich gehe mal eher vom Worst Case aus – steile Rampen sind ja auch nicht so sinnvoll). Die Brücke überquert dann das XFEL sowie die Straße Bornheide und die Trasse nähert sich wieder dem Boden. Der südliche Teil des Borns wird mit einer oberirdischen Haltestelle erschlossen. Für den nördlichen Teil führt die Strecke wieder in einen Tunnel, welchen man auch gut zum Schenefelder Platz verlängern kann.

Der verbleibende Ast führt bis zum Ring 3 und anschließend nach Blankenese. Dort wäre eine Verlängerung bis zur Elbe auch denkbar (hab ich aber mal nicht eingezeichnet).

Vorteile:

  • Die U1 nimmt das U nicht mehr wörtlich
  • Weiterhin ein starkes Ende
  • Durch die Verzweigung wird ein großes Gebiet abgedeckt
  • Südlichere Routen würden paralleler zur S1 verlaufen
  • Wichtige Ziele: St. Pauli/Feldstraße, Bahnhof Diebsteich, Neubaugebiet Trabrennbahn, DESY, EEZ, Osdorfer Born

Nachteile:

  • Umbau U4 und U1 notwendig – Sperrpausen für 2 Linien gleichzeitig
  • Die U4 wird relativ unausgeglichen, da der neue Nordabschnitt stärker ist. Edit: Es wurde neulich (Oktober ’25) eine Takterhöhung der U4 bekannt gegeben – und langfristig wäre das auch abzusehen.
  • Altona wird nicht erreicht
  • Stationsbau im Bereich der Fleete wird relativ teuer
  • Zudem ist quasi die gesamte Strecke im Tunnel
  • Kein guter Umstieg von Diebsteich ins Zentrum, und diese Linie ist auch keine Tangente
  • Variante 1 verläuft durch ziemlich schwach besiedeltes Gebiet
  • Es gibt keinen guten Umstieg zur U2 – das näheste ist Hauptbahnhof Nord/Süd

Kombi-Optionen:

  • Altona könnte z. B. durch einen U3-Abzweig erreicht werden. Dieser könnte theoretisch auch bis zur Trabrennbahn, und dann weiter zur U5 verlängert werden und somit diesen Abschnitt übernehmen. Nach Altona dürfte es aber tendenziell besser sein, mit dem Bus zur S1 zu fahren, wenn man eh schon umsteigen müsste.
  • Einen U2-Abzweig nach Diebsteich halte ich generell eher für mittelmäßig, eher würde ich an der Ecke versuchen, eine Tangente einzurichten
  • Aus den Kommentaren: Wenn man diesen Vorschlag als U1-Abzweig betreibt, kann im Bereich Von-Sauer-Straße eine weitere „halbe“ Linie hinzukommen, die Trasse teilen und dann den Abschnitt nach Osdorfer Born übernehmen. Nachteilig ist ein geringerer Takt auf dem restlichen Abschnitt zur Innenstadt. Alternativ wäre es dann aber auch möglich, den vielfach angesprochenen U2-Abzweig hier zu integrieren.

Ähnliche Vorschläge:

  • Dieser von mir – Allerdings als separate Linie und etwas anderem Verlauf
  • Der U2-Abzweig – halt ein Abzweig der U2, was prinzipiell auch effizient ist, aber keine Verzweigungen mehr erlaubt
  • Hier als U3-Abzweig – quasi eine Mischung aus den obigen beiden Vorschlägen. Bringt den Nachteil der geringeren Kapazität aufgrund kürzerer Züge mit, wobei langfristig ein Ausbau geplant ist.
  • Hier gibts auch einen Abzweig – allerdings in beide Richtungen – ist ein ziemlich „netziger“ Vorschlag, da sowohl von U4 als auch der U2 ein Abzweig eingezeichnet ist. Erschließt allerdings nicht das DESY und die Trabrennbahn.

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4 Kommentare zu “HH | U1-Verlängerung nach Osdorfer Born/Blankenese

  1. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Vorschlag richtig verstehe. Wenn der Westast der U1 und U4 getauscht wird, heißt das dass die U4 von Norderstedt nach Horner Geest fährt und die U1 von HafenCity nach Großhansdorf/Ohlstedt? Welche Bahn fährt dann nach Osdorf/Blankenese? Deine Zeichnung sieht eher nach einer Verbindung Norderstedt-HafenCity ohne Halt im Hauptbahnhof aus. Vielleicht hilft (mir) die Hinzunahme von den Stationen beim Verständnis.

     

    Aber mal zu dem was ich verstehe: der West-Ast ab St. Pauli. Ich finde da hast du die beste Streckenführung aus all den bestehenden Vorschlägen kreiert. Wenn man die Station „Ruhrstraße“ noch ein bisschen nach Osten und die Station „Von Sauer Straße“ ein bisschen nach Westen verschiebt, dann ist vielleicht noch Platz für eine Station „Bornkampsweg“. Beim Bau der Station „Von Sauer Straße“ sollte man meiner Meinung nach eine Einfädelung einer U-Bahn aus Altona bereits einplanen, die dann später einen Ast (vermutlich den zum Osdorfer Born) übernimmt (Blankenese<>Altona übernimmt schon die S1).

    Den Ast nach Blankenese würde ich (bei Variante 1) etwas später abzweigen, sodass sich beide Äste noch die Station „Science City/Trabrennbahn Bahrenfeld“ teilen. Die Station könnte dann auf Höhe der Busstationen liegen.

    Die Verknüpfung mit der U5 finde ich sehr gut.

    1. Zum Linientausch: U1 Volksdorf – Neubaustrecke laut Vorschlag, U4 Elbbrücken – Norderstedt ohne Hauptbahnhof. Vermutlich muss man irgendwo den Takt dann ausdünnen. Ich berufe mich da aber auch nur auf den verlinkten Vorschlag.

      Ich schau mir das mit der Haltestelle Bornkampsweg nochmal an, hatte mich aber für weniger Stationen entschieden, um da etwas Kosten einzusparen. Das mit der U-Bahn aus Altona sehe ich auch so – Osdorfer Born kann sowohl nach Altona als auch Diebsteich angebunden werden, der Blankeneder Ast muss aber nur nach Diebsteich.

      Ich kann mir die Verzweigung bei der Trabrennbahn auch nochmal ansehen, ob man das sinnvoll umgestalten kann.

      1. McManu sagt:

        Zum Linientausch: U1 Volksdorf – Neubaustrecke laut Vorschlag, U4 Elbbrücken – Norderstedt ohne Hauptbahnhof.

        Jetzt verstehe ich es. Dein Pfeil von NBS zur U1-Strecke (nach Volksdorf) zeigt übrigens zur U2/U3/U4, die U1 biegt vorher schon zur Lohmühlenstraße ab.

        Sowohl die HafenCity als auch Norderstedt vom Hauptbahnhof abzutrennen halte ich nicht für sinnvoll (sofern kein alternativer Bahnhof angeschlossen wird). Viele Regional- und Fernverkehrszüge erreichen (ohne VET) gar nicht Dammtor. Und das Hamburger Zentrum verschiebt sich schon etwas in Richtung HafenCity (Westfield, Elphi, neue Staatsoper etc.).

        Auch dass viel Strecke (z.B. Meßberg-Dammtor) danach nicht genutzt wird, finde ich negativ. Auch die nötige Sperrung der beiden Strecken ist ein großer Nachteil.

         

        Besser fände ich, wenn eine zweite Linie auf dem U1-Ost-Ast fährt und dann über deine NBS nach Blankenese fährt. Nennen wir sie mal U16. Und eine neue Linie von Altona (oder Innenstadt, wie die nach Altona kommt ist jetzt erstmal egal) über Trabrennbahn Bahrenfeld (Science City) und Lurup zum Osdorfer Born (nennen wir sie mal U7). Parallel würden die beiden neuen Linien dann zwischen Von-Sauer-Straße und Science City verkehren und ab Lurup würde die U7 auf der U5-Strecke fahren

        1. Jetzt verstehe ich es. Dein Pfeil von NBS zur U1-Strecke (nach Volksdorf) zeigt übrigens zur U2/U3/U4, die U1 biegt vorher schon zur Lohmühlenstraße ab.

          Ah, wird gefixt.

          Sowohl die HafenCity als auch Norderstedt vom Hauptbahnhof abzutrennen halte ich nicht für sinnvoll (sofern kein alternativer Bahnhof angeschlossen wird). Viele Regional- und Fernverkehrszüge erreichen (ohne VET) gar nicht Dammtor. Und das Hamburger Zentrum verschiebt sich schon etwas in Richtung HafenCity (Westfield, Elphi, neue Staatsoper etc.).

          Ja, einzige Alternative ist da Dammtor. Zur S-Bahn gehts ja zumindest noch an den Elbbrücken. Die Hafencity würde ich vom Hauptbahnhof aus eher über eine Straßenbahn erschließen, da gibts genügend Vorschläge dazu glaube ich. Auch am Dammtor sollten mehr Züge halten, besonders die Regionalzüge aus Ost und Süd, dafür müssen Kapazitäten geschaffen werden.

          Dass der Jungfernstieg nicht erreicht wird ist aber auch etwas ungünstig.

          Die Idee mit den 2 Linien hatte ich auch schonmal, also dass quasi ein Abzweig z. B. am Meßberg eingerichtet wird – dann gibt es eine U1 (normal), eine U16 (Volksdorf – NBS), sowie eine U14 (Norderstedt – Elbbrücken). Das lässt zwar weniger Reserven zu, hätte aber den Vorteil, dass die „alte“ U1-Strecke weiterhin bedient wird. Dafür klappt das Teilungskonzept nicht mehr so gut – ab Diebsteich könnte dann z. B. ein U2-Abzweig hinzukommen, der sich dann wieder trennt, oder halt wie von dir vorgeschlagen.

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