8 Kommentare zu “HB/OHZ/ROW: RT Bremen – Zeven

  1. Die Idee ist gar nicht so schlecht. Ein paar Aspekte sollte man m.E. noch beachten/prüfen:

    1. Braucht es dafür wirklich (teurere) Zweisystemfahrzeuge? Auf der Bahnstrecke Zeven – Wilstedt findet soweit ich weiß kein Güterverkehr mehr statt sodass man diese auch als reine Straßenbahnstrecke betreiben könnte. Wenn man sich den Güterverkehr offen halten möchte wäre zumindest eine Elektrifizierung mit dem Straßenbahnstromsystem ausreichend, analog zu dem Modell Kassel – H.-Lichtenau, sodass die Fahrzeuge nahezu unverändert bleiben können. Auch 80 km/h wären so noch fahrbar.
    2. Warum trassierst du zwischen Lilienthal und Grasberg so eng an der Straße und östlich davon quer durch die Landschaft? Westlich könntest du zumindest den Knick, wo es nach Worpswede geht, begradigen und östlich durchaus an der ein oder anderen Straße orientieren um nicht zu viele Felder zu durchschneiden.
    3. Die ein oder andere Zwischenhaltestelle (als Bedarfshalt) könnte man durchaus noch einrichten, Straßenbahnen können ja schnell beschleunigen und abbremsen, z.B. in Oldendorf bei Zeven oder an der Eickedorfer Str. zwischen Grasberg und Wilstedt
    4. Wie stellst du dir das denn mit der Express-Straßenbahn in Bremen vor? Aktuell gibt es ja schon auf dem Ast nach Lilienthal die 4S, welche beschleunigt verkehrt. Soll es diese noch seltener haltende Linie noch zusätzlich geben? Und passt diese dann noch in die Taktlücken? Weil Überholmöglichkeiten gibt es ja nicht. Und zu knapp auf Kante sollte das ja auch nicht sein, damit sich die Verspätung nicht bei jeder kleinsten Abweichung überträgt.
    5. Auf welcher Grundlage hast du deine Fahrzeitannahmen getroffen? Und wie siehst du das Ganze im Vergleich einer Anschlussverbindung über Rothenburg? Beides wird es ja wahrscheinlich nicht geben.
  2. Hallo Intertrain,

    1. Langfristig gesehen fände ich dass schon sinnvoll. Die Straßenbahnen fahren 80 km/h, ich würde allerdings Fahrzeuge, die mindestens 100km/h fahren besser finden, da die Fahrt sonst zu lange dauert. Außerdem ist es ein Nachteil, dass Straßenbahnen geringeren Komfort aufweisen, wie schon im Straßenbahnvorschlag von Tramfreund94 kommentiert wurde.

    2. Damit die Felder größtenteils so bleiben können. Mit dem Knick hast du aber natürlich recht.

    3. Bei dem Halt in Oldendorf stimme ich dir zu, dass habe ich ja auch schon in die Beschreibung geschrieben, die Station an der Eickedorfer Straße würde allerdings höchstens nur wenige Hundert Einwohner anbinden, da lohnt sich meiner Meinung nach auch kein Bedarfshalt.

    4. Die 4S sollte es nicht mehr geben. Dann passt das auch mit den Taktlücken. Aus diesem Grund habe ich die Linie auch schon über die H.-H.-Meier-Allee geführt.

    5. Ich habe es grob überschlagen, auf Grund der Fahrzeiten der Regio-S-Bahn, Straßenbahn etc.

    Ich würde es auch für möglich halten, dass es eine RE/RB-Linie nach Rotenburg gibt. Mit Umstieg dort dauert die Fahrt dann circa 50 Minuten, ist allerdings deutlich unattraktiver aufgrund der hohen Verspätungen der RE/RB Hamburg-Bremen. Für die Zevener ist es dann, wenn es keine Verspätungen gibt, etwas schneller, für alle 30.000 Einwohner auf der restlichen Strecke nicht mehr.

    Viele Grüße

  3. Drittens, da man so auch in Zeven öfters halten kann, da eine RB logischerweise in einer 15.000-Einwohner-Stadt nicht dreimal hält. 

    Das ist doch nicht verboten. RB25 z.B. hält in der 14000-EW-Gemeinde Ahrensfelde sogar viermal.

    1. Klar, ist das nicht verboten, aber ungewöhnlich. Ich wollte damit eher sagen, dass noch öfters gehalten werden kann, oder die Bahn noch auf die Straße verlängert wird. Ich finde, kann man Ahrensfelde und Zeven nicht wirklich vergleichen. Zudem hält meine RegioTram in der gesamten Gemeinde 5 mal. Mit den 3 meinte ich nur die dichte Besiedlung rund um die Innenstadt. Würde man dies so auf Ahrensfelde übertragen, würde das heißen, dass sich zwischen Friedhof und Nord noch eine Station befindet.

      Viele Grüße

  4. S0 sehr ich mir eine Verbindung von HB/Lilienthal nach Zeven oder Worpswede auch wünschen würde (bin in HB-Horn/Borgfeld groß geworden), so unrealistisch sehe ich solche Ideen unter Wirtschaftlichkeits-/Kostenaspekten.

    Wäre die Jan-Reiners-Bahntrasse noch vollständig erhalten und eine Reaktivierung durch Gleisverlegung auf dieser Trasse von Helmer bis Lilienthal sowie ab Falkenberg bis Tarmstedt möglich, dann würde ich einem solchen Projekt eine minimal realistische Chance geben. Letztlich braucht es ab Falkenberg einen komplett neuen Trassenbau (durch losen Moorgrund) und ab Wilstedt einen neuen Streckenaufbau. Das wird im satt dreistelligen Millionenbereich liegen und sich niemals wirtschaftlich gestalten lassen.

    Die einzige Chance, dass Zeven wieder Bahnanschluss nach HB bekommt, sehe ich in meinem Vorschlag für den Fall, dass die laufende Kosten/Nutenuntersuchung Zeven-Tostedt positiv ausfällt – zumal die Strecken vorhanden und in sanierten (und demnächst noch besserem) Zustand sind und eine Reaktivierung relativ kostengünstig machbar wäre.

    Die Fahrzeiten nach HB wären ungefähr gleich.

    1. Ich würde sagen, dass die Hälfte der Vorschläge auf Linie Plus schwieriger umsetzbar sind als dieser. Natürlich kostet so ein Projekt einiges, aber das darf kein Kritikpunkt hier sein. Das ist bei all deinen Vorschlägen nicht anders. Zudem ist dies verhältnismäßig günstig. Das sind 10 Kilometer, die neu gebaut werden müssten und das nicht nur auf moorigen Untergrund, sondern meistens entlang der Straße auf den Schutzdeichen für die Straßen., oder auf den Feldern, die meistens ja sowieso etwas trockengelegt wurden. Außerdem spart man einiges an Geld, dass rund drei Viertel der Trasse schon vorhanden ist. Und auch wenn die Jan-Reiners-Bahntrasse vorhanden wäre, wäre es insgesamt teurer, als die Führung über eine neue Trasse und die Straßenbahn. Bei dir klingt das in etwa so, als wären alle Vorschläge auf Linie Plus realistisch umsetzbar außer dieser. Natürlich ist dein Vorschlag erstmal einfacher umsetzbar und ich finde ihn auch wirklich gut, aber wenn ich ein Zevener wäre, würde ich lieber mit dem Auto fahren, als in den Zug und dann darauf hoffen, dass der RE/RB halbwegs pünktlich ist. In nächster Zeit wird sich dass zwischen Hamburg und Bremen auch nicht verbessern. Zudem bindet man dann nur 12.000 Einwohner von Zeven an, die restlichen fast 20.000, die meine Strecke zusätzlich anbindet.

      Und ehrlich gesagt wundert es mich auch, dass du eigentlich alle Vorschläge von mir unwirtschaftlich findest. Gerade in diesem Fall, wo der mit Abstand größte Teil der Strecke auf bestehender Trasse verläuft, sehe ich das auf gar keinen Fall so.

      Viele Grüße

  5. „Etwas trockengelegte“ Felder sind letztlich loser Moorgrund, wenn es darum geht, darauf „Schwerlastverkehr“ fahren zu lassen, was ein Zug nun einmal ist. Der dafür erforderliche Dammbau und dessen Stabilisierung ist teuer, weshalb ich die Meinung vertrete, dass das ganze nur eine  halbwegs reale Chance hätte, wenn die alte Jan-Reiners-Trasse noch nutzbar wäre.

    1. Nein, das glaube ich nicht. Auf lediglich 5 Kilometern der Strecke müsste ein Damm gebaut werden. Auf den restlichen neuen Abschnitten führt die Strecke neben der Straße, wo der Boden nicht loser Moorgrund ist oder sie führt über Felder, wo man definitiv keinen Damm bauen muss. Und ich sage es nochmal, dieser Abschnitt ist ein so geringer Bestandteil der Strecke, dass dieses Projekt umsetzbar und wirtschaftlich ist.

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