Beschreibung des Vorschlags
Anlass:
Durch die Verlegung des Fernverkehrbahnhofs Altona nach Diebsteich kann der neue Bahnhof nicht mehr umsteigefrei durch die S-Bahn Linien S1 und S11 erreicht werden. Entlang der S-Bahnstrecke zwischen Bahrenfeld (bald Ottensen) und Blankenese (bzw. Wedel) befindet sich jedoch ein großes Einzugsgebiet. Wenn diese Menschen künftig mit der S-Bahn einen Fernverkehrsbahnhof erreichen wollen, haben sie die Wahl entweder mit der S1 über Altona umsteigefrei zum Hamburg Hbf. zu fahren oder aber in Altona umzusteigen und mit der S3 zum neuen Bahnhof nach Diebsteich zu fahren. Aktuell braucht die S1 von Othmarschen zum Hbf. etwa 19 Minuten, während die Verbindung Othmarschen-Diebsteich mit Umstieg in Altona etwa 18 Minuten dauert. Da das Umsteigen in Altona eher ein Hindernis darstellt als die kaum längere Fahrzeit, würden die Mehrzahl wohl dann zum Hbf. statt zum neuen Fernbahnhof Diebsteich fahren. Hinzu kommt, dass der Umstieg in Altona nicht bahnsteigsgleich erfolgt (von Gleis 1 zum Gleis 4), was besonders mit viel Gepäck erschwerend und zeitintensiv ist. Viele Menschen entlang der Linie S1 würden also den neuen Fernbahnhof in Diebsteich gar nicht nutzen, obwohl dieser im Westen liegt und so näher dran ist als der ohnehin überlastete Hamburg Hbf.
Strecken- und Linienführung:
Kurz hinter der neuen S-Bahnhaltestelle Ottensen zweigt bereits ein Gleis Richtung Diebsteich ab. Dieses müsste also nur S-Bahn fähig ausgebaut werden und die Fernverkehrsgleise parallel zur Linie S3 kurz vor dem neuen Fernbahnhof kreuzen, sowie evtl. um ein zweites Gleis ergänzt werden. Diese Änderungen müssten dann auch im neuen Bahnhof Diebsteich berücksichtigt werden, evtl. mit einem weiteren Bahnsteig zur S-Bahn Nutzung.
Entlang dieser Strecke soll von Blankenese (oder Wedel) alle 10 min. eine Linie über die vorhandenen Bahnhöfe Hochkamp, Klein Flottbek, Othmarschen, Bahrenfeld und bald Ottensen nach Diebsteich führen. Diese Linie kann in der Hauptverkehrszeit in dem Bereich die bisherige Linie S11 ersetzen. Ab Diebsteich muss man sich dann überlegen, ob ein Richtungswechsel stattfinden soll und die Linie so wie die jetzige S11 über Holstenstraße, Sternschanze und Dammtor zum Hamburg Hbf. fährt. So würde dann nur Altona durch Diebsteich ersetzt werden, inklusive Richtungswechsel. Das wäre angesichts des neuen Fernverkehrsbahnhofes auch angebracht. Alternativ könnte die neue Linie auch Richtung Langenfelde/Stellingen weiterführen, was eine neue Nord/Süd-Verbindung im Westen ermöglichen würde und weiteren Raum für neue Strecken (zB zum Flughafen) lassen würde.
Vorteile:
- Entlastung des Hbf. und Nutzung des neuen Fernverkehrsbahnhofs in Diebsteich
- Sehr einfache und günstige Umsetzung
- Evtl. ein weiterer Bahnsteig für die S-Bahn in Diebsteich
- Möglichkeit einer schnelleren Flughafenverbindung aus Altona/Westen
(etwa wie hier über die Güterumgehungsbahn)
Die Idee ist noch nicht ganz ausgereift. Daher bin ich offen für Vorschläge und Verbesserungen. Ich habe die Idee aber bereits vor zwei Jahren in einem ausführlichen Brief an den HVV, die S-Bahn Hamburg und die DB Netz AG geschrieben. Alle meinten aber, dass es sich nicht lohnen würde. Hier eine Analyse inwiefern sich die Verlegung des Bahnhofs für den Hamburger Westen auswirkt.

Wie wäre es die Linie S1 in mehrere Zugteile aufzuteilen?
Von Wedel kommend Zugteil A und B
A fährt zum Flughafen
B fährt nach Diebsteich
Zugteilung in Bahrenfeld (zuk. in Ottensen)
In Diebtseich startet Zugteil C nach Poppenbüttel und wird in Altona an Zugteil A gekoppelt
An sich eine gute Idee … aber die Strecke ist zum einen viel zu kurz, als dass es wirklichen Nutzen bringt, und zum anderen ist es fraglich bzgl. einer positiven und nachhaltigen Netzwirkung und Auslastung.
Sie müsste weiter geführt werden; z.B. zur Elbgaustraße oder noch weiter nach Pinneberg? oder als weitere Streckenmöglichkeit abwechselnd zur späteren S21 nach Kaltenkirchen.
LG