Beschreibung des Vorschlags
Der Vorschlag
Ich schlage einen zweigleisigen S-Bahn-Ring innerhalb des Hamburger Stadtgebietes vor, der keiner bestehenden S-Bahnstrecke folgt und somit für einige Neuerschließungen sorgt. Er soll keine bestehenden U- und S-Bahnhöfe ohne Umsteigebahnhof kreuzen. Hierfür wäre eine Berücksichtigung bei der weiteren Planung der U4 in Horn und der S6 in Bahrenfeld notwendig. Zudem müsste ein neuer Haltepunkt auf der Linie U2 zwischen Hagendeel und Niendorf Markt eingefügt werden. Den Halt Waltershof habe ich eingezeichnet, falls es doch einmal zu einer S33 (Link) kommen sollte.
Eigene Ansprüche an den Vorschlag
- Einbindung der nördlichen Güterumgehungsbahn
- Einbindung des Hamburger Stadtgebietes südlich der Elbe
- Weitestgehender Abstand zur Innenstadt.
- Weitestgehende Vermeidung von Hausunterfahrten / Abrissen
- Weitestgehend oberirdischer Verlauf
- Übergang zu so vielen U- und S-Bahnlinien wie möglich.
- Bei unterirdischer Führung wurden breit ausgebaute Straßen präferiert, um den Bau in Cut-and-Cover-Bauweise zu ermöglichen.
Verlauf
- Der Ring nutzt den nördlichen Teil der Verbindungsbahn. Für den Güterverkehr müsste somit eine nördlichere Umgehung geschaffen werden, oder es müssten die durch den Verbindungsbahnentlastungstunnel freiwerdenden Kapazitäten in der Innenstadt genutzt werden, sofern diese mit dem Deutschlandtakt ausreichen werden.
- Durch den Bezirk Wandsbek folgt der Ring weitestgehend breit ausgebaute Straßen, die untertunnelt werden müssten. (ggf. Cut-and-Cover-Bauweise, um Kosten einzusparen)
- In Billbrook gibt es ein Gütergleis, das ggf. umfunktioniert werden könnte, Platz für ein zweites Gleis scheint laut Google Maps ebenfalls vorhanden zu sein. Hier ließe sich zudem die bestehende Strecke nach Glinde anschließen.
- Die Norderelbe sollte mittels einer Elbbrücke gequert werden können.
- In Veddel folgen erst Gütergleise, denen man folgen könnte. Anschließend müsste ein Tunnel zu einer neu zubauenden Köhlbrandquerung geführt werden. (Hier könnte man beim Neubau der Straßenquerung eine Bahnquerung mitdenken)
- In Finkenwerder wird weitestgehend der alten Bahntrasse gefolgt, die heutzutage ein Radweg ist.
- Anschließend folgt ein westlicher S-Bahnelbtunnel.
- Zwischen Blankenese und dem Bahnhof Othmarschen verläuft die Strecke unterirdisch unter einer Straße mit zwei Fahrbahnen.
- Ab Othmarschen folgt die Strecke unterirdisch wieder einer breiter ausgebauten Straße.
- Die Strecke verläuft unterirdisch durch den Volkspark, um den Park nicht weiter zu zerschneiden. In Eidelstedt müssen leider Büro- und Industriegebäude direkt unterfahren werden, das habe ich ansonsten weitestgehend vermieden. Nach einem Halt in Eidelstedt zweigt die Neubaustrecke wieder in die nördliche Güterumgehungsbahn ein.
Weiterentwicklung des Vorschlags
- Der Vorschlag dient nur als erste Idee, da ich persönlich kein Freund von der Einbeziehung der bestehenden S1-Strecke ab Rübenkamp, sowie einer der beiden Innenstadt-Strecken in einen Hamburger S-Bahn-Ring bin. Da der Ring kein Ende hätte, würde er den ganzen Tag lang Verspätungen in das restliche S-Bahn-Netz tragen, weshalb er meiner Ansicht nach weitestgehend unabhängig sein sollte.
- Ich kann den Streckenverlauf gerne als GeoJSON, Google My Maps CSV oder KML/KMZ zur Verfügung stellen.
- Zudem könnte man überlegen weitere Stichstrecken, wie nach Glinde, Kirchwerder, Richtung Airbus usw. einzuplanen.

Da bislang niemand anderes geantwortet hat, werde ich das einmal das tun – und was bestimmt viele andere im Forum hier wohl auch denken.
Die Streckenführung ist speziell im Süden ond Westen sinnlos – praktisch der gesamte Abschnitt von Billstedt bis Eidelstedt. Dort gibt es nur wenige vorhandenen (Güter-)Bahnstrecken – und vor allem rechtfertigt der irrwitzige Bauaufwand mit Elbtunnel und der anschließenden Untertunnelung von Othmarschen, Groß-Flottbek und Bahrenfeld nicht die immensen Kosten, weil dort auf weiten Abschnitten entweder niemand wohnt oder die Verbindung benutzen möchte.
Sehe ich ähnlich.
Eine Ringbahn ist zwar ein bewährtes Verkehrskonzept, was aber elbübergreifend in Hamburg absolut fehl am Platz wäre. Dafür ist Hamburgs Siedlungsstruktur zu ungleichmäßig.
Der Berliner S-Bahn – Ring umschließt das dichtbesiedelte Kerngebiet der Stadt, es gibt keinen Abschnitt des Rings der durch schwachbesiedeltes Gebiet führt, was beim obigem HH-Vorschlag auf fast dem gesamten südlichen und westlichen Abschnitt der Fall wäre.
Statt einfach Schema-F – Konzepte wie einen S-Bahn – Ring auf die Hamburger Landkarte zu legen, sollte man lieber Konzepte entwerfen, die an die spezifischen Bedingungen Hamburgs angepasst sind. Fährverbindungen zur Anbindung der süderelbischen Bereiche etwa, eine Verlängerung der U4 zur besseren Erschließung Wilhelmsburgs oder die Einrichtung tangentialer Verbindungen durch Verknüpfung von U-Bahn – Strecken.