Hamburg Hbf: Gleis 9

Neuen Namen setzen

 

Vorschlag in die Karte einpassen

Vollbildansicht Vollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Der Hamburger Hauptbahnhof leidet bekanntlich unter akutem Bahnsteigmangel. Nach offiziellen Planungen, sollten die Rangiergleise 9 und 10 entfallen und an der Stelle soll ein Gleis 9 mit Bahnsteig entstehen. 

Wenn man die wenigen Planungen und Visualisierungen interpretiert, dann kommt man zu dem Schluss, dass das neue Gleis 9 westlich des Signalgartens liegen wird. Dies hätte zur Folge, dass auf Flexibilität bei der Gleisnutzung verzichtet wird. Wenn der Bahnsteig des Gleis 9 auf Höhe des Steintordamms enden würde, könnte man das Gleis 11 flexibler nutzen.

 

Sinn und Zweck des Vorschlags

Mein Vorschlag lautet daher wie folgt: Es soll ein 400m langes Gleis 9 errichtet werden, allerdings weiter nördlicher. So könnte zukünftig das Gleis 9 in voller Länge sowohl aus Berlin/Lübeck als auch aus Bremen/Hannover angesteuert werden, statt nach aktuellen Planungen nur aus Bremen und Hannover. Außerdem könnten 250m lange Züge von Gleis 11 dann neuerdings nach Berlin/Lübeck fahren und 400m lange Züge von Gleis 8 neuerdings nach Hannover/Bremen.

Somit wären die Gleise 8, 9 und 11 aus allen Richtungen anfahrbar. Diese sind besonders relevant für Züge, die im Hauptbahnhof wenden (z.B. der ICE Lübeck-München). Mit der Fehmarnbeltquerung wird es vermutlich noch mehr Potential für Züge über Lübeck hinaus (nach Kopenhagen) geben. Dementsprechend halte ich es für sinnvoll die Gleisnutzung für so flexibel wie möglich zu gestalten.

Nach der offiziellen Planung wäre zukünftig nur das Gleis 8 als ein solches Wendegleis nutzbar und je nach Planung ggf. auch ein Teil des Gleis 9.

 

Baumaßnahmen

Um genügend Platz im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs zu schaffen, muss ein wenig umgeräumt werden. Allerdings erachte ich dies als verhältnismäßig im Vergleich zu dem daraus resultierenden Nutzen.

Aus den zwei Wendegleisen im Vorfeld wird eins geopfert, eins bleibt erhalten.

Der 440m lange Bahnsteig 5+6 bleibt erhalten, wird allerdings um ein paar Meter nach Osten verlegt. 

Der Bahnsteig 7+8 wird etwas gekürzt und um ein paar Meter verlegt. 400m lange Züge von Gleis 8 nach Harburg (Bremen/Hannover) können weiterhin hier halten.

Im Gleisvorfeld müssen ein paar Gleise und Signale verlegt werden. Dies sollte während einer anstehenden Verbindungsbahnsperrung möglich sein. Alternativ könnten punktuelle Baumaßnahmen nachts durchgeführt werden.

 

Natürlich ist dieser Vorschlag teurer umzusetzen, als nur einen neuen Bahnsteig zu bauen. Allerdings sind durch meine Variante die Gleise deutlich flexibler nutzbar, was gerade bei Verspätungen und blockierten Gleisen sehr hilfreich sein kann. Außerdem kann das Abstellwerk deutlich besser erreicht werden und es müsste vielleicht kein neues gebaut werden.

Zusammengefasst, was nun möglich wäre:

  • von Gleis 8 können 400m Züge in alle Richtungen fahren (wahrscheinlich auch mit offizieller Planung möglich)
  • von Gleis 9 können 400m Züge in alle Richtungen fahren (ggf. mit kürzeren Zügen bei der offiziellen Planung möglich)
  • von Gleis 11 können 250m Züge in alle Richtungen fahren (z.B. ICE L von Kopenhagen nach Frankfurt)
  • 250m lange Züge können von Gleis 11 (in alle Richtungen) ein- und ausfahren während im südlichen Teil ein 220m langer Zug steht (z.B. RE nach Uelzen/Bremen)

 

Wem die Idee bekannt vorkommt, der hat wahrscheinlich schon meinen Vorschlag „Hamburg Hbf: Ausbau inkl. 6 neuer Gleise“ gesehen. Dort ist die Änderung der Gleis 9 Planung meines Empfindens nach etwas untergegangen.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Haben Sie Fragen zu diesem Vorschlag? Oder möchten Sie aus anderen Gründen gerne direkt mit dem Autor des Vorschlags in Kontakt treten?

Ganz gleich, ob Sie aus den Reihen von Politik und Verwaltung, Vereinen und Verbänden, Unternehmen oder auch als Privatperson Interesse an diesem Vorschlag auf Linie Plus haben: Nutzen Sie gerne das Kontaktformular, um eine E-Mail an den Autor des Vorschlags zu verfassen!

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen

10 Kommentare zu “Hamburg Hbf: Gleis 9

  1. Wenn man die wenigen Planungen und Visualisierungen interpretiert, dann kommt man zu dem Schluss, dass das neue Gleis 9 westlich des Signalgartens liegen wird. Dies hätte zur Folge, dass Züge von Gleis 8 nicht mehr zur Abstellanlage fahren könnten und generell die Gleisnutzung weniger flexibel ist.

    Ohne die Planungen und Visualisierungen im Detail zu kennen, teile ich diese Interpretation nicht. Auch wenn Gleis 9 westlich des Signalgartens liegt, kann nach wie vor die Abstellanlage von Gleis 8 aus erreicht werden. Gleis 9 sollte in das heutige Gleis 28 münden, sodass der Verkehr von Gleis 8 in die Abstellanlage östlich daran vorbeifahren kann.

    Ansonsten halte ich die von dir vorgesehenen Bahnsteigverlängerungen nach Norden für nicht realisierbar, dafür müsste der Betrieb am Hamburger Hauptbahnhof über Monate weitestgehend eingestellt werden.

    1. Auch wenn Gleis 9 westlich des Signalgartens liegt, kann nach wie vor die Abstellanlage von Gleis 8 aus erreicht werden.

      Ja, du hast Recht. Ggf. müsste man dann aber über das Gleis 9 ausfahren. Allerdings könnte dann wahrscheinlich das Gleis 9 nicht in voller Länge nach Berlin/Lübeck führen und Gleis 11 erst recht nicht. Also hätte man nur 1-2 Wendegleise, sofern man die anderen nicht um hunderte Meter kürzt.

      Ansonsten halte ich die von dir vorgesehenen Bahnsteigverlängerungen nach Norden für nicht realisierbar, dafür müsste der Betrieb am Hamburger Hauptbahnhof über Monate weitestgehend eingestellt werden.

      Aber die Verbindungsbahn muss ja noch ein paar Mal wegen Brückenarbeiten gesperrt werden (z.B. Bau der neuen Sternbrücke). Und die Umbauten der Bahnhofsvorfelder in Frankfurt (Main), Heidelberg etc. sind ja auch im (Teil)Betrieb möglich. Warum sollte es hier nicht gehen?

      Und selbst wenn, hätte die Sperrung der Verbindungsbahn verhältnismäßig geringe Auswirkungen, wenn die Züge aus Süden und Osten am Hauptbahnhof enden. Und die Züge aus Norden und Westen müssten dann halt in Altona oder Diebsteich enden. Hier wäre die Einschränkung etwas höher, jedoch halten an beiden Bahnhöfen zusammen alle S-Bahn Linien.

      1. Ggf. müsste man dann aber über das Gleis 9 ausfahren.

        Nein. Gleis 9 (neu) mündet wahrscheinlich in Gleis 28 (alt), der Verkehr von Gleis 8 in die Abstellung fährt östlich davon.

        Allerdings könnte dann wahrscheinlich das Gleis 9 nicht in voller Länge nach Berlin/Lübeck führen und Gleis 11 erst recht nicht.

        Das ist richtig. Aber warum sollte Gleis 9 häufig für den Verkehr nach Lübeck benötigt werden? Mit dem VET gibt es bereits zwei neue Bahnsteiggleise nach Lübeck. Zumal Verkehr nach Lübeck von Gleis 9 aus das gesamte Gleisvorfeld kreuzen müsste. Falls es irgendwann durchgehende Züge aus Hannover/Bremen nach Kopenhagen geben sollte, reichen Halbzüge auf den Gleisen 8 und 9 dafür alle mal aus, auf Gleis 8 wären ja sogar Ganzzüge möglich. Und häufiger als alle 2 Stunden wird es solche Durchbindungen auch definitiv nicht geben. Wenn du dir die Trassenlage im D-Takt anschaust, reicht ein Gleis für diese Wende definitiv aus, da nie zwei Züge in die gegensätzlichen Richtungen gleichzeitig wenden müssen.

        Fahrten nach Berlin können bei Engpässen auf den östlichen Gleisen auch über den Ericus geführt werden. Die Notwendigkeit der Erreichbarkeit von Gleis 9 und 11 von Osten aus auf voller Länge erschließt sich mir daher nicht.

        Aber die Verbindungsbahn muss ja noch ein paar Mal wegen Brückenarbeiten gesperrt werden (z.B. Bau der neuen Sternbrücke). Und die Umbauten der Bahnhofsvorfelder in Frankfurt (Main), Heidelberg etc. sind ja auch im (Teil)Betrieb möglich. Warum sollte es hier nicht gehen?

        Ich glaube, dir ist nicht klar, wie disruptiv diese Arbeiten sind. Von Gleis 5 bis 11 müssen alle Gleise bewegt werden, dazu dann die Bahnsteigarbeiten. Das ist nicht innerhalb weniger Wochen gemacht, das dauert Monate.

        Und selbst wenn, hätte die Sperrung der Verbindungsbahn verhältnismäßig geringe Auswirkungen, wenn die Züge aus Süden und Osten am Hauptbahnhof enden.

        Nein viele Züge werden in Harburg oder Bergedorf enden müssen, da sie am Hbf nicht über den Nordkopf rangieren können oder weil ihr Bahnsteig aus Sicherheitsgründen im hinteren Bereich oder sogar in Gänze gesperrt werden muss, weil dort gearbeitet wird.

  2. Wenn man die wenigen Planungen und Visualisierungen interpretiert, dann kommt man zu dem Schluss, dass das neue Gleis 9 westlich des Signalgartens liegen wird. […] Nach der offiziellen Planung wäre zukünftig nur das Gleis 8 als ein solches Wendegleis nutzbar und je nach Planung ggf. auch ein Teil des Gleis 9.

    Ich habe nur das hier gefunden: Link zum PEK. Auch wenn es auf Seite 28 unten auch nur eine vereinfachte Skizze ist, wird deutlich, dass z.B. Gleis 8 weiterhin an den Abstellbahnhof uneingeschränkt angebunden wird.

    Bezüglich der Wendegleise ist eher naheliegend, dass man z.B. den Bahnsteig an Gleis 8 einkürzt und auch Gleis 7 (oder gar 6) aus Richtung Harburg anbindet. Gleis 3-5 (mit VET) reichen für die wendenden Züge aus Richtung Lübeck bzw. Rostock, wenn die RB 81 als S4 verkehren wird. Hatte das von einiger Zeit in einem separaten Vorschlag dargestellt.

    1. Ich habe nur das hier gefunden: Link zum PEK. Auch wenn es auf Seite 28 unten auch nur eine vereinfachte Skizze ist, wird deutlich, dass z.B. Gleis 8 weiterhin an den Abstellbahnhof uneingeschränkt angebunden wird.

      Aber das zitierte widerspricht dem ja nicht. (Eine vorige Version meines Vorschlags dagegen schon.). Der Link funktioniert übrigens bei mir nicht.

       

      Dein Vorschlag hinsichtlich der Gleisplanung im Hauptbahnhof gefällt mir. Allerdings fehlen mir folgende Punkte, die sich recht leicht ergänzen/ändern ließen. So könnte quasi ein Kompromiss entstehen.

      • dein Gleis 10 würde ich um ~30m nach Norden verlängern/verschieben, sodass 13-teilige ICE 4 (374m Länge) und ICE 5 (ausgeschrieben für 400m Länge) das Gleis von Lübeck nach Hannover nutzen können
      • für das Gleis 10 (bzw. „Gleis 9“ wäre passender) würde ich eine Weiche um Gleis 31 einzeichnen, sodass man eben dort von Lübeck nach Hannover fahren kann.
      • wenn man den Bahnsteig 7+8 kürzt, würde ich den Bahnsteig 5+6 (und 3+4) verbreitern. Gerade im Sommer sind die REs nach Lübeck immer randvoll. Da lohnt sich ein breiterer Bahnsteig. Statt „Gleis 61“ würde ich das aber „Gleis 6 A-B“ nennen
      • südlich des Gleis 10 würde ich ein kurzes Rangiergleis einrichten über das die Lokomotiven wenden können (von/zu Gleis 11 und 10). Wenn man den Bahnsteig 10 ausreichend nach Norden verschiebt, könnten auch über das Rangiergleis Züge von Gleis 11 ein- und ausfahren, wenn ein 150m langer Zug im südlichen Teil steht.
      1. Aber das zitierte widerspricht dem ja nicht. (Eine vorige Version meines Vorschlags dagegen schon.). Der Link funktioniert übrigens bei mir nicht.

        der link müsste gehen: https://www.dbinfrago.com/resource/blob/12220690/9290766e269c0b83e026a2519eb23302/pek_hamburg-data.pdf

        wenn man den Bahnsteig 7+8 kürzt, würde ich den Bahnsteig 5+6 (und 3+4) verbreitern. Gerade im Sommer sind die REs nach Lübeck immer randvoll. Da lohnt sich ein breiterer Bahnsteig. Statt „Gleis 61“ würde ich das aber „Gleis 6 A-B“ nennen

        Breitere Bahnsteige gehen aber wirklich nur mit einer Veränderung der Gleisachsen. Das wird auf Grund der bestehenden Gebäude, Brücken und Tunnel vsl. nur schwer umsetzbar sein. An sich hat ja z.B. Gleis 3-4 schon heute mit der S-Bahn eine extrem hohen Fahrgastumschlag, sodass man hier mit den bestehenden Bahnsteigen auskommen muss. Mit einer leichten Verschiebung der Fahrzeiten könnte man auch die Standzeit in Hamburg Hbf verändern, also früher aus Richtung Lübeck ankommen, und später abfahren – wenn die RB 81 wegfällt, ist man ja in der Trassenwahl sehr frei. Dann entzerrt sich auch der Umstieg.

  3. Ich glaube, du hast einige Dinge übersehen, mehrere vermeintliche Verbesserungen durch deinen Vorschlag gibt es bereits:

    • von Gleis 8 können 400m Züge in alle Richtungen fahren (wahrscheinlich auch mit offizieller Planung möglich)

    Das können sie bereits heute, der Bahnsteig an Gleis 8 ist fast 600 Meter lang, die Weiche für den Abzweig in Richtung Harburg kommt erst nach 400 Metern.

    • von Gleis 9 können 400m Züge in alle Richtungen fahren (ggf. mit kürzeren Zügen bei der offiziellen Planung möglich)
    • von Gleis 11 können 250m Züge in alle Richtungen fahren (z.B. ICE L von Kopenhagen nach Frankfurt)

    Bis auf die 400 Meter bei Gleis 9 ist auch alles andere möglich: Du hast die Güterumgehungsbahn vergessen. Der Vorteil ist hier lediglich, dass die Fahrtzeit von Gleis 9 und 11 nach Lübeck mit deinem Vorschlag 5 Minuten kürzer wäre. (Man kann heute und auch mit den offiziellen Planungen von Gleis 8 – 14 in alle Richtungen ein- und ausfahren; nur das Berliner Tor erreicht man nicht immer.)

    Letztlich bleiben als Vorteile also nur:

    • 400 Meter Bahnsteig an Gleis 9
    • 5 Minuten kürzere Fahrtzeit von Gleis 9 und 11 nach Lübeck
    • Weiterfahrt nach Osten/Süden vom nördlichen Teil des Gleises 11 bei Doppelbelegung.

    Das ist zwar nicht nichts, allerdings dürfte dein Vorschlag im Vergleich zum Nutzen nicht gerade billig sein: Quasi das gesamte nördliche Gleisvorfeld müsste neu gebaut werden, die Ernst-Meck-Brücke unter Umständen auch – da reden wir schon von einem hohen zweistelligen Millionenbetrag.

      • von Gleis 8 können 400m Züge in alle Richtungen fahren (wahrscheinlich auch mit offizieller Planung möglich)

      Das können sie bereits heute, der Bahnsteig an Gleis 8 ist fast 600 Meter lang, die Weiche für den Abzweig in Richtung Harburg kommt erst nach 400 Metern.

      Aktuell geht es, das ist mir klar, aber ob es zukünftig noch geht, ist nicht 100%ig sicher. Deswegen das „wahrscheinlich“.

      • von Gleis 11 können 250m Züge in alle Richtungen fahren (z.B. ICE L von Kopenhagen nach Frankfurt)

      Bis auf die 400 Meter bei Gleis 9 ist auch alles andere möglich:

      Die Weiche zu Gleis 11 aus Richtung Lübeck sehe ich in OpenRailwayMap nicht eingezeichnet und auch auf Bildern von vor Ort sehe ich die nicht. Gleis 11 ist also nicht aus allen Richtungen nutzbar.

      Du hast die Güterumgehungsbahn vergessen

      Ich habe sie nicht explizit erwähnt, aber es entstehen dort große Kreuzungskonflikte. Die Ausfädelung aus der Vogelfluglinie zur GUB ist (noch?) nicht höhenfrei und auch im Oberhafen müssen einmal alle Gleise gekreuzt werden. Wenn man die extra 5 Minuten noch mit einberechnet, halte ich das für keine sinnvolle Alternative.

      1. Aktuell geht es, das ist mir klar, aber ob es zukünftig noch geht, ist nicht 100%ig sicher. Deswegen das „wahrscheinlich“.

        Wieso sollte das zur Debatte stehen? Gleis 8 ist in Richtung extrem lang und selbst mit einer Kürzung im Süden, wodurch man auch Gleis 6 und 7 in Richtung Harburg anbindet, können problemlos 400 m – Züge dort halten.

        Ich habe sie nicht explizit erwähnt, aber es entstehen dort große Kreuzungskonflikte. Die Ausfädelung aus der Vogelfluglinie zur GUB ist (noch?) nicht höhenfrei und auch im Oberhafen müssen einmal alle Gleise gekreuzt werden.

        Die Verbindung gibt es und wird z.B. mit der zweigleisigen Ausfädelung bei Wandsbek auch aufgewertet. Andererseits gibt es aber auch keinerlei Pläne für Durchbindungen über HH – Kopenhagen hinaus, sodass es im Zweifel Einzelleistungen sind, die über die GUB geführt werden müssen und für die eine 5min längerer Fahrzeit akzeptabel ist (gab es z.B. in der Vergangenheit auch mit den Fehmarn-IC, welche genau diese Route auch genutzt haben). Aber große Kreuzungskonflikte gibt es dadurch nicht, das ist beherrschbar.

      2. Die Weiche zu Gleis 11 aus Richtung Lübeck sehe ich in OpenRailwayMap nicht eingezeichnet und auch auf Bildern von vor Ort sehe ich die nicht. Gleis 11 ist also nicht aus allen Richtungen nutzbar.

        Zum Berliner Tor gibt es tatsächlich keine Verbindung von Gleis 11, aber über die Güterumgehungsbahn kommt man halt auch nach Lübeck. Von großen Kreuzungskonflikten würde ich hier auch nicht reden: Von der Vogelfluglinie zu Gleis 11 muss man so oder so über das Gegengleis – entweder in Marienthal beim Wechsel auf die Güterumgehungsbahn oder direkt vorm Hauptbahnhof. Am Oberhafen muss man nicht kreuzen, der Gegenverkehr kann hier über das Gegengleis geleitet werden (Gleis 11 ist ja eh blockiert, da dort unser fraglicher Zug ausfährt). Lediglich in Rothenburgsort gibt es tatsächlich eine zusätzliche Kreuzung.

        Wie schon erwähnt, dein Vorschlag verbessert die Anbindung von Gleis 11 nach Lübeck ein bisschen und bietet mit einem 400 Meter langen Gleis 9 ein paar zusätzliche Optionen. Aber wie von amadeo erwähnt dürfte der Bedarf für Verkehr von Gleis 11 oder 400 Metern Zügen von Gleis 9 nach Lübeck gering sein, gleichzeitig ist der Aufwand für deinen Vorschlag aber relativ groß.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.