Beschreibung des Vorschlags
Die Buslinie 259 bedient die Achse Bottrop ZOB – Bottrop-Eigen – Gladbeck – Gelsenkirchen-Horst, welche auf der Karte einen Dreieckszipfel gibt, sodass sie verbindungstechnisch nur für die Relationen Bottrop-Gladbeck und Glabeck-GE-Horst, aber keinesfalls für die Relation Bottrop-GE-Horst interessant ist, weil diese Relation schneller und direkter mit der Linie 260 gefahren wird. Die Buslinie 259 verkehrt zudem auf ganzer Länge alle 20 Minuten, wobei sie zwischen Bottrop ZOB und Gladbeck-Zentrum durch den SB91 (Oberhausen – Bottrop – Gladbeck – GE-Buer) auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet wird. Der SB91 ist jedoch die wichtigere Linie, weil er Gladbeck, Bottrop-Eigen und Bottrop-Mitte umsteigefrei mit dem Centro und dem Oberhausener Hauptbahnhof und damit den Zügen nach Duisburg, Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Wesel und Köln verbindet. Zwischen Oberhausen und Bottrop ZOB verkehrt der SB91 alle 10 Minuten. Er ist einer der am meisten genutzten Linien im nördlichen Ruhrgebiet.
Die eigenartige zipfelförmige Streckenführung der Linie 259 und die Tatsache, dass der 10-Minuten-Takt der Erfolgslinie SB91 in Bottrop gebrochen werden muss, um dann die Taktlücke mit einer Buslinie zu füllen, die nur bis Gladbeck interessant ist, aber von da aus nach GE-Horst fährt, wo man vom Bottroper ZOB eh mit einer anderen Linie hin deutlich schneller ist, spricht eindeutig dafür die Linie 259 auf den Abschnitt Gladbeck – GE-Horst zu kürzen und zwischen Gladbeck und Bottrop zugunsten eines 10-Minuten-Taktes auf dem SB91 einzustellen. Dies wäre bei einer Vertrammung des SB91 sogar noch sinnvoller.
Soweit so gut. Allerdings ist ein direktes Brechen in Glabeck nicht ohne, weil die 259 nur in Gladbeck Oberhof enden könnte, der SB91 jedoch nicht Gladbeck-Oberhof bedient, jedoch die beiden zentraleren Haltestellen Willy-Brand-Platz und Goetheplatz. Letztere wird in der ÖPNV-Statistik des Kreises Recklinghausen als wichtigste Station Gladbecks gezählt. Vom Busbahnhof Gladbeck Oberhof sind die Fußwege ins eigentliche Stadtzentrum sehr lang.
Um kürzere Wege ins Stadtzentrum und einen Netzschluss mit dem SB91 zu erhalten, schlage ich vor, dass die Linie ab Marktplatz über die Friedrich-Ebert-Straße und Goetheplatz statt über die Grabenstraße nach Gladbeck-Oberhof verkehrt. Die in Gladbeck endenden Fahrten des SB91 würde ich übrigens auch vom Goetheplatz nach Oberhof weiterführen. Allerdings kann auch überlegt werden, ob man den SB91 dann nicht auch zwischen Gladbeck und Gelsenkirchen-Buer im 10-Minuten-Takt fährt, sodass er seine Gesamtstrecke Oberhausen – Bottrop – Gladbeck – GE-Buer im 10-Minuten-Takt fährt.
Eine Verlängerung der Linie 259 im 20-Minuten-Takt von Bottrop nach Oberhausen und gleichzeitiges Herunterschrauben des SB91 auf einen 20-Minuten-Takt, der zusammen mit dem 259er wieder zu einem 10-Minuten-Takt harmonisiert, kommt in als Lösung nicht infrage, weil die Buslinie 259 aufgrund ihrer Führung durch die Wohngebiete auf dem Gladbecker Rosenhügel nur mit Solobussen verkehren kann, jedoch der SB91 aufgrund seiner sehr hohen Nachfrage zwischen Oberhausen und Bottrop nur mit Gelenkbussen verkehren kann.
