Beschreibung des Vorschlags
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Fokus auf einen einzelnen Abschnitt
ursprünglich:
Eine Fährschifffahrt auf der Fulda im Raum Kassel kann Einwohner und Touristen sehr nah ans Stadtzentrum heranbringen und mit dem Tramnetz verbinden.
Dabei tangiert die Fulda einige Stadtteile, die bislang eher schlecht ans ÖPNV-Netz angebunden sind. Sicherlich stellt eine Fähre nicht unbedingt einen optimalen (und kosteneffizienten) Nahverkehr dar, allerdings ist die Topologie zu verlockend um wenigstens darüber nachzudenken.
Die wichtigsten Haltestellen wären sicherlich Altmarkt, Orangerie und Siebenbergen.
Ein Taktfahrplan wäre anzustreben, möglicherweise aber nur saisonal.
Ich bin gespannt auf Kommentare, wie gesagt: Es handelt sich um eine Idee, die aus der ansprechenden Lage der Fulda in Kassel erwachsen sind. Ist diese Fähre eine Überlegung wert?
(Es gab schon einmal Schifffahrt in Kassel, allerdings eher touristisch motiviert.)

Das Problem an Fähren entlang von Flüssen oder anderen Gewässern ist im Allgemeinen, dass sie sehr viel langsamer sind als alle weiteren Verkehrsträger des ÖPNV. Das heißt, dass in fast allen Fällen ein Bus (oder Bahn) die Bedürfnisse schneller und günstiger bedienen kann und Fähren nur dort zum Einsatz kommen, wo sie Wasserläufe queren (z.B. Elbfähre oder Bodenseefähre), Inseln anbinden oder wo sie touristischen Zwecken dienen. Denkbar sind Fähren für den ÖPNV höchstens noch dort, wo sie in hochbelasteten Innenstädten relativ nahe Ziele verbinden und dort am besten im Zickzack verkehren (z.B. Seine-Fähren in Paris). Dort können sie bei insgesamt sehr hohen Nachfragepotentialen auch einen gewissen Teil davon bedienen.
Es wäre also schön, wenn du noch ein wenig genauer erläutern könntest, wieso hier genau eine Fähre Sinn macht und ob ein Bus die Nachfrage in vielen Fällen nicht besser bedienen kann.
Flussschiffe sind nicht unbedingt langsam. Die Hafenfähren in Hamburg oder die River Boats in London haben Durchschnittsgeschwindigkeiten von 18-20 km/h. Das ist zwar langsamer als ähnlich oft haltende Expressbusse. In einer staugeplagten Innenstadt kann die Fähre dann allerdings auch mit diesem mithalten.
Um allerdings solche Geschwindigkeiten fahren zu können, braucht man einen breiten Fluss mit nicht zu engen Kurven. Das ist bei der Elbe in Hamburg oder der Themse in London gegeben – aber nicht bei der Fulda in Kassel.
Was den Vorschlag allerdings gänzlich irre macht: Auf der vorgeschlagenen Route liegen zwei Schleusen! Und eine davon ist gerade einmal 4 Meter breit.
Zu jeder Wasserstraße gibt es genaue Vorschriften, wie groß ein Schiff sein darf und wie schnell es fahren darf. Bei höheren Geschwindigkeiten würden z. B. die Wellen die Uferbefestigung zerstören. Bei einem solchen Vorschlag wäre daher zunächst zu recherchieren, was für Schiffe dort fahren können und wie viele Personen darauf mitfahren können und wie schnell sie fahren dürfen. Erst dann kann man sich überlegen, ob eine solche Linie sinnvoll sein kann. Es wäre dager gut, wenn hier noch ein bisschen mehr erläutert werden würde.
Ja, genau so meinte ich das auch. Gibt Ausnahmen, gerade innerhalb großer Stadtzentren mit breiten Flüssen und insbesondere bei Zickzackkursen, aber bei kleineren Städten und im Überlandbereich sind Busse nahezu immer im Vorteil, wenn es mehr als nur eine einfache Querung ist.
Du hättest auf dem Weg in Niederzwehren und Unterneustadt zwei Schleusen zu durchfahren, die bekanntlich viel wertvolle Zeit kosten und dir damit deine Durchschnittsgeschwindigkeit empfindlich runtertreiben. Hast du das bedacht bzw. ist dir das überhaupt aufgefallen?
Ich finde die Idee gar nicht mal so schlecht würde mich aber auf einzelne Relationen beschränken. Besonders viel Potenzial sehe ich in der Strecke Sandershausen-Wolfsanger, da in Kassel direkt in die Tram umgestiegen werden kann. Auch Bergshausen und Rengershausen verfügen über keine Straßenverbindung, hier sehe ich auch große Potenziale. Die weiteren Wege sind oft zu lang (Simmershausen, Spiekershausen) oder führen über Schleusen.