Fernverkehr: München-Tallinn auf der Rail Baltica

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Beschreibung des Vorschlags

Um die im Bau befindliche Rail Baltica auch an die zentraleren Nord-Süd-Achsen anzuschließen, schlage ich eine Linie von München nach Tallinn vor. Zwei Zugpaare in Tagesrandlage dürften auf Grund der Streckenlänge und damit verbundenen Fahrzeit wohl ausreichend sein. Der Weg über Sachsen und Breslau ist zwar wegen des mehrmaligen Kopfmachens etwas komplizierter, aber gerade die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Firmen in den drei Freistaaten und dem Baltikum dürften diese Route gegenüber der Führung über Berlin rechtfertigen.

Da die Rail Baltica in Normalspur gebaut wird, ist ein Spurwechsel nicht notwendig, Mehrsystemloks werden allerdings benötigt. In Deutschland werden bis Dresden die bestehenden Neu-/Ausbaustrecken genutzt, es muss aber noch die Elektrifizierungslücke bis Görlitz dafür geschlossen werden. Je nachdem, ob der Tunnel durch den Bottnischen Meerbusen gebaut wird oder nicht, ist auch eine Verlängerung nach Helsinki möglich.

 

Nachtrag: Streckenführung zwischen München und  Bialystok genauer gezeichnet, um den Verlauf auf den Bestandsstrecken sowie den Neu-/Ausbaubedarf besser darzustellen und optionale Halte in Ingolstadt, Erlangen, Bamberg, Flughafen Halle-Leipzig, Riesa, DD-Neustadt und Legnica eingefügt.

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8 Kommentare zu “Fernverkehr: München-Tallinn auf der Rail Baltica

  1. Muss die Strecke schon wieder über Leipzig und Dresden durch Sachsen verlaufen? Die Stadt Chemnitz hat bis heute keinen Fernbahnanschluss, die Anbindung wäre mit der Elektrifizierung bei Hof (ehem. Sachsen-Franken-Magistrale) möglich.

     

     

    1. Wäre wohl möglich würde aber auch ohne weiteren Ausbau mindestens eine Stunde länger dauern.

      Chemnitz bekommt (wie viele Städte in Ostbayern und Sachsen) einen Fernbahnanschluss mit dem geplanten „IC“ München-Dresden, der etwa 1 Stunde länger dauern soll als die Umsteigevariante über Leipzig, sowie dem „IC“ Aachen-Dresden. Beide sind mit vmax 160km/h nicht das was ich als Fernverkehr bezeichnen würde, aber solange die Bahn und die Regierung nichts in die östlichen und südöstlichen Regionen investieren möchte, bleibt auch nix anderes übrig als den IR neu einzuführen und zu sagen: hier habt ihr ganz tollen Fernverkehr, für Strecken die ihr mit Umsteigen schneller zurücklegen könnt.

    2. Das wäre in der Tat möglich, allerdings ist dieser Zug mit Material gedacht, welches die Strecken soweit als möglich mit Vmax ausnutzt, um die Schnellfahrabschnitte nicht zu blockieren. Eine Führung über Chemnitz würde dann hinter Bamberg in Richtung Hof abbiegen und über Zwickau und Chemnitz nach Dresden fahren.

  2. Ich finde den Vorschlag hier ziemlich interessant und solche Linien wären durchaus wünschenswert, wobei man bei solchen Langläufern immer bedenken muss, dass die Wahrscheinlichkeit für Verspätungen ab einer gewissen Kilometerzahl (ich glaube 200 km aber legt mich nicht darauf fest) plötzlich rasant ansteigt und sich für jeden gefahrenen Kilometer nur weiter erhöht. Sollte man sowas also machen wollen, braucht man theoretisch viele freie nicht ausgelastete Strecken, was größtenteils aber leider nicht der Fall ist.

    1. Die Wahrscheinlichkeit von Verspätungen sehe ich ebenso kritisch, aber ich glaube, das ist bei einzelnen Zugpaaren in Tagesrandlage nicht ganz so problematisch wie beispielsweise bei Fahrten im Stundentakt. Durch die großen Halteabstände lässt sich ja, je nach Wagenmaterial und streckenbedingter Vmax, auch so einiges wieder rausfahren. Kritisch dürfte die Streckenauslastung aktuell wohl nur bis Dresden sein, da sich hier in der Tat einiges bündelt.

    2. Ich will das nicht bestreiten, aber kannst Du mir das mal erklären, warum sich die Verspätungswahrscheinlichkeit dann erhöht? Leuchtet mir jetz attok nicht ein, aber stimmt sicherlich.
      Auch Deinem Kommentar zum FV für Chemnitz/Ostdeutschland stimme ich zu. Ich komme aus Freiberg, nähe Chemnitz, aber fürchte auch, dass da mit den aktuellen SFS der Grundstein eigentlich gelegt ist, irgendwelche sinnvollen FV-Linien über Chemnitz zu führen. Ohne riesige Ausbauten bekommt man da keine zeitlich konkurrenzfähige Linie hin. Lediglich die „superschnellen“ IC2, worüber sich dann alljene freuen, die auf die Verbindung schauen und sich denken: nach Aachen ohne Umstieg! Juhu! (aber dafür Fahrzeit 9h…) 😉
      Gruß, Tobi

  3. Warum nicht über Berlin, wenn es dort lang schneller geht? Somit zwingst du alle dazu entweder länger zu fahren als sie müssen oder sie fahren trotzdem über Berlin und steigen dann um. Damit wird das Ziel einer Direktverbindung konterkariert. Auch einen Ausbau wird man (für diese Linie) nicht vornehmen, wenn es schon eine andere schnellere Verbindung gibt. Grundsätzlich kann man natürlich über durchgehende Züge München – Krakau nachdenken, aber die durchgehenden Züge München – Baltikum sollten den schnellsten Weg nehmen, sonst bringt das Ganze nichts.

    Und warum eigentlich München und nicht z.B. Frankfurt?

    1. Warum nicht über Berlin, wenn es dort lang schneller geht?
      Wer sagt denn, das in diesem Fall der Weg über Berlin der schnellere sein muss? Der schnellste Weg München-Warschau läuft im übrigen aktuell über Wien und Kattowitz.

      Auch einen Ausbau wird man (für diese Linie) nicht vornehmen, wenn es schon eine andere schnellere Verbindung gibt.
      Ausschließlich für diese Linie vielleicht nicht, aber zwischen Leipzig und Warschau sind Ausbauvorhaben im Bau bzw. in Planung (ABS Leipzig-Dresden Vmax 200, ABS Dresden-Görlitz Vmax 160, ABS/NBS Breslau-Lodz-Warschau Vmax 300, aktuell Vmax 160), welche genau diese Führung über VDE 8 und 9 (i.e. Leipzig-Dresden) den schnellsten Weg werden lassen. Der Haken über Berlin ist auch nur unter Auslassung von Dresden, Breslau und Lodz möglich – was gut 2 Mio weniger Fahrgäste bedeutet, vom Umland ganz zu schweigen. Gerade bei so einem Zug sind das zu viele Fahrgäste, die dann buchstäblich stehen gelassen werden.

      Grundsätzlich kann man natürlich über durchgehende Züge München – Krakau nachdenken, aber die durchgehenden Züge München – Baltikum sollten den schnellsten Weg nehmen, sonst bringt das Ganze nichts.
      Krakau wird hier überhaupt nicht angesteuert. Berlin-Warschau über FF/O, ohne Umstiege und durchgehend Vmax 160, benötigt aktuell 6h 01 min – mit 2 Umstiegen sind es glatt 2h mehr. Dresden-Warschau über Görlitz, Oppeln und Radom liegt mit 3 Umstiegen und 1h 05 min Umsteigezeit bei 9h 21 min. Zieht man den längeren Fahrtweg wegen dem Haken über Oppeln und Radom sowie die wegen Dieselstrecken niedrigere Geschwindigkeit dem direkten Verlauf Berlin-Warschau entgegen, ist es offensichtlich, dass hier der noch fehlende Ausbau der einzige Hinderungsgrund ist. Leipzig-Dresden ist per ICE übrigens bis zu 1h schneller als Leipzig-Berlin, diese muss man somit ebenfalls abziehen.

      Und warum eigentlich München und nicht z.B. Frankfurt?
      Ich zitiere hierfür aus der Beschreibung:
      Der Weg über Sachsen und Breslau ist zwar wegen des mehrmaligen Kopfmachens etwas komplizierter, aber gerade die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Firmen in den drei Freistaaten und dem Baltikum dürften diese Route gegenüber der Führung über Berlin rechtfertigen.
      Frankfurt-Warschau kann man sehr gerne separat machen, aber weder Frankfurt noch Berlin sind das Zentrum der Welt, als das wirklich jede Bahnlinie über eine (oder gar beide) führen muss.

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