13 Kommentare zu “F: Zweiter City-Tunnel Frankfurt

  1. Da es hier ja vor allem um die Darstellung der neuen Infrastruktur geht, muss diese auch genauer dargestellt werden. Dazu gehören insbesondere Tunneleingänge und die Ausfädelungen aus den bestehenden Gleisen. Da diese durch den dichten Betrieb ja überwiegend höhenfrei sein müssen, ist das alles andere als trivial. Und auch wenn du sagst, dass der Betrieb noch in einem separaten Vorschlag kommt, muss schon erkennbar werden, inwiefern an die S-Bahn oder an die Ferngleise (Regionalverkehr) angeschlossen werden soll.

    Außerdem sollten diverse Teilaspekte besser begründet sein, z.B. ist der Tunnel in Offenbach ja deutlich weniger ausgelastet als in Frankfurt. Da braucht es also keine Entlastung. Und in Frankfurt sind es ja eigentlich eher zwei zusätzliche Tunnel als einer. Das ist ein gigantischer Aufwand – mehr als der erste Tunnel es war.

    1. Höhenfreie Einfädelung beim Kleyer-Bund ist schwierig. Hier müssen ggf. auch Zühe aufeinander warten, was fahrplantechnisch dann mit eingebunden werden muss, wie Zusätzliche Pufferzeit am Hauptbahnhof. So könnten auch ähnlich wie in München ein pünktlicher Zug den Zeitslot mit einem verspätetem Zug tauschen.

      1. Ich verstehe deine Zeichnung nicht ganz. Sollen die grauen Striche Rampenbeginn und -ende kennzeichnen? Und warum muss die Galluswarte untertunnelt werden? Und der Südbahnhof? Insgesamt wäre es schön, wenn du etwas sauberer zeichnen könntest, dann versteht man das Ganze vielleicht auch besser.

          1. Insgesamt wäre es schön, wenn du etwas sauberer zeichnen könntest, dann versteht man das Ganze vielleicht auch besser.

            Das ist leider das Ding, das ich nen kaputten Apple Pencil liegen habe und es mit den Fingern tatsächlich ziemlich schwierig ist klar zu zeichnen.

            Sollen die grauen Striche Rampenbeginn

             

            Ja die „gecknickten“ Linien die wie einen grafischen Tunneleingang aussehen.

            Und warum muss die Galluswarte untertunnelt werden?

            Durch das Überwerfungsbauwerk der Main-Weser/Homburger Bahn am Hauptbahnhof und die vielen stark genutzten Gleise ist es eher aufwändig dort höhenfrei eine Tunnelrampe zu bauen

  2. bei zukünftigen Kapazitätserhöhungen könnte das System im Abschnitt bis Mühlberg zu einem moving-block-system optimiert werden welches perspektivisch bis zu 60 Züge die Stunde zulässt

    Bitte vergiss nicht, dass der Hauptfaktor welcher die Kapazität einschränkt der Fahrgastwechsel ist. Welche theoretischen Kapazitäten man über die Strecke kriegt ist bei sowas praktisch recht egal.

      1. Wenn du am Bahnsteig nur 30 bis maximal 40 Züge pro Stunde abfertigen kannst ist es egal ob die Strecke zwischen den Haltestellen 60 Züge die Stunde schaffen würde. Selbst die neuste LST kann den Fahrgastwechsel nicht beschleunigen…

  3. Dieser Vorschlag wurde bereits in anderen Vorschlägen groß angekündigt. Letztlich ist eine derartige Strecke notwendig, um mehr Züge nach Frankfurt reinfahren lassen zu können (d.h. über den Hbf hinaus). Doch muss ein solch außerordentliches Projekt auch außerordentlich gut begründet sein – und daran scheitert aus meiner Sicht dieser Vorschlag.

    So besteht dieser Vorschlag primär aus dem Verlauf, einem FAQ ohne relevante Informationen und einem beispielhaften Liniennetz. Bei letzterem ist positiv zu vermerken, dass die S-Bahnerweiterungen dort erwähnt werden, da sich dieser Vorschlag auch selbst für das Jahr 2050 ankündigt.

    Verlauf

    Der Verlauf ist grob das, was schon aus den anderen Vorschlägen ersichtlich wurde. Recht gut beschrieben wird das was da ist bzw. sein soll, unterschlagen wird das, was sein könnte. Die Streckenführung wird gelegentlich hinterfragt (Kein Halt an Schweizer Straße), aber nicht grundsätzlich in Frage gestellt bzw. gegen andere Möglichkeiten abgewogen.
    Auch die technische Machbarkeit abseits der Tunnelstrecke (die wohl noch am einfachsten umzusetzen ist) wird kaum betrachtet.

    FAQ

    Ich würde sagen, der Wille zählt. Dass ein zweiter Tunnel gebraucht wird, um 50 Züge die Stunde durch Frankfurt zu bringen, ist eigentlich selbstredend; interessanter wäre zu wissen, wo die Menschen hinwollen, um daran orientiert die Streckenführung zu gestalten. Ein wenig klingt das an (Stichwort Verknüpfungspunkte), die Vision dahinter sehe ich aber nicht so wirklich.

    Liniennetz

    Ich habe auf 20 Linien 50 Züge pro Stunde gezählt. Dazu kommen etliche Varianten mit Wochenend-/Sonntagsverkehr und Verknüpfungen mit anderen Linien. Das werde ich mir nicht im Detail anschauen, weil ich an dieser Stelle nichtmal abschätzen kann, ob die Menge daraus entsteht, dass sich da jemand sehr viele Gedanken gemacht hat, oder daraus, dass einfach alles wild zusammengewürfelt wurde. Einiges würde auch nur funktionieren, nachdem sämtliche angedachten und noch ein paar nicht angedachte Projekte verwirklicht würden.
    Tatsächlich meine erste (und auch einzige) Frage an der Stelle ist, woher der 10/20 Grundtakt kommt. Warum gibt es nur auf der S12 einen normalen Viertelstundentakt, wo doch heute in Vielfachen von 15 Minuten gefahren wird?

    Fazit

    Man könnte noch viel mehr anmerken, z.B. den Fernbahntunnel, der ähnliches Gelände zu unterqueren hat und dort baut man lieber unter dem Main als in der tiefgegründeten Innenstadt. Oder, dass 2 Tunnel unter Sachsenhausen utopisch sind. Dass die Rechnung, man bekäme 3 Euro für jeden investierten Euro wieder, ohne Kostenabschätzung und vor allem ohne konkreten Nutzen (außer mehr Bahnen können fahren) schlicht sinnfrei ist. Mein Versuch in einem anderen Vorschlag dieses Autors hat jedoch offenbar nicht gefruchtet. Daher möchte ich mit dem schließen, worin ich mich in der Beschreibung wiederfinde:

    Fazit

    Für einen langfristigen Ausbau der Region Rhein-Main sehe ich einen zweiten City-Tunnel für notwendig, um Kapazitäten langfristig erhöhen zu können. Damit gehen Infrastrukturprojekte wie eigene Gleise für die S-Bahn, mögliche neue Gleise oder Umgehungsstrecken für den Güterverkehr mitein, um vor allem die Pünktlichkeit zu erhöhen.

    Das ist eine schöne Vision.

  4. Bitte prüfen, ob der Tunnel bzgl. der Hochhausfundamente in Frankfurt überhaupt baubar ist (Dokumentationen findet man u.a in den Planungsunterlagen zum Fernbahntunnel), das wird am Willy-Brandt-Platz knapp. Gleiches gilt für den Silberturm, wo ironischerweise die DB in FFM ihr Quartier aufgeschlagen hat (Jürgen-Ponto-Platz.) Der zentrale Grund, warum man den Fernbahntunnel unter den Main plant – sonst kommt man eigentlich kaum mehr unter der Stadt durch, außer man baut in sowjetischen Tiefen.

    Wieso möchtest du u.a. auf der Main-Neckar-Bahn zusätzlich zwischen S-Bahnen, RTW und den Regios auch noch Express-SBahnen einrichten? RB67/68 halten in Langen.

    Was ist mit Bahnsteighöhen? Die S7 auf der Riedbahn nutzt 76cm, darauf sind auch die meisten auf FFM zulaufenden Regios ausgelegt. Die restliche S-Bahn im Citytunnel fährt mit 96cm. Auch eine Anpassung von Bahnsteighöhen auf der Main-Weser-Bahn ist ausgeschlossen.

    Generell halte ich dein weiteres Expressnetz bis Eltville, Gießen oder Laufach für völlig übertrieben. Auf den meisten Regionalrelationen ist in FFM Hbf ein stabiler Betrieb möglich, die Kapazitätsschmerzen sind primär der Fernverkehr auf den Gleisen 6-9. Kapazitätsengpässe auf den Zuläufen (Aschaffenburg – Hanau, Rechter Rhein, Friedberg – Gießen-Bergwald, Mainbahn, Riedbahn) hast du so und so, da hilft eine S-Bahnifizierung nicht viel, hier sind andere Ausbauten notwendig.

    Unabhängig ist hier der enorme bauliche Aufwand, insbesondere der Südbahnhof bereitet mir hier enorme Bauschmerzen, du möchtest hier bergmännisch unterhalb der A-Strecke der U-Bahn vier Gleise höhenfrei zusammenführen, samt Bahnhof. Puh, sage ich da nur. Auch am Willy-Brandt-Platz wirst du, wie angedeutet, viel Spaß haben. Dazu kommen hier A- und B-Strecke.

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