Beschreibung des Vorschlags
Inspiriert durch die Schnellbusförderung des NVR (jetzt go Rheinland) schlage ich einen Expressbus zwischen Monheim Busbahnhof und Leverkusen Mitte vor. Ich möchte folgendes Problem beseitigen:
- Die Stadtmitten von Monheim und Leverkusen sind zwar bereits gut durch den Schnellbus SB23 (T20) erreichbar, allerdings hält dieser an jeder Milchkanne und braucht so etwa 30 (!) Minuten.
- Wenn man bedenkt, dass Monheim gar keinen Bahnanschluss hat und somit immens auf (möglichst schnelle) Zubringerbusse angewiesen ist – der nächstgelegene S-Bahnhof liegt in Langenfeld, die RE-Halte hingegen erst in Düsseldorf-Benrath und Leverkusen Mitte -, dann kann man sich denken, dass man von Monheim aus nur sehr langsam nach Köln kommt.
- Außerdem liegen die Pendlerzahlen zwischen Monheim und Leverkusen bzw. Köln jeweils im vierstelligen Bereich, sodass die derzeitige Haltepolitik des SB23 eher suboptimal ist.
- Dennoch ist der SB23 zu wichtig, um ihn entfallen zu lassen, weil er zumindest im Leverkusener Innenstadtbereich schnell fährt und in den äußeren Stadtteilen die Feinerschließung sicherstellt. Deswegen möchte ich einen Expressbus zusätzlich zum SB23 vorschlagen.
Diese Linie soll zwischen Monheim Busbahnhof und Leverkusen Mitte lediglich vier Zwischenhalte haben: Sandberg, Baumberger Chaussee, Waldschlößchen und Rathaus-Galerie (Die wichtigsten Umsteigepunkte sind fett markiert).
Auf der förderfähigen Relation Monheim – Leverkusen (Nr. 50) kann die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit vom 32,5km/h klar eingehalten werden, wofür mehrere Faktoren eine Rolle spielen:
- Es gibt nur wenige Zwischenstopps.
- Teilweise wird die A59 befahren.
- Mit dem Auto braucht man zwischen Monheim Busbahnhof und Leverkusen Mitte nur 18 Minuten, was auf einer Entfernung von ca. 14km eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 42km/h bedeutet.
Die Zeitersparnis müsste sogar ausreichen, um einen Umweg über Langenfeld S zu machen und so auch Berufspendler von/nach Düsseldorf anzusprechen.
Als Mindesttakt wird ein T60 an Werktagen (T120 an Sonntagen) gefordert, maximal wird jedoch ein T30 (werktags) bzw. T60 (sonntags) gefördert. Daher strebe ich einen T30 an Werktagen sowie einen T60 an Sonntagen an.

Du beziehst dich auf den Pendlerstrom von Monheim nach Köln, nur leider ist dein Vorschlag dafür völlig nutzlos.
Die S-Bahn braucht im NRW-Takt 28 Minuten von Langenfeld nach Köln Hbf, die Busse von Langenfeld nach Monheim Busbahnhof brauchen 11 Minuten, in die Gegenrichtung nur 9-10.
Die Busse verdichten sich heute schon zu einem ganztägigen T10, im NRW-Takt ist der T10 auch für die S-Bahn vorgesehen.
Macht also 37-39 Minuten Fahrtzeit + Umsteigezeit. Da diese Verbindung ja alle 10 Minuten besteht, reicht ja auch eine sehr geringe Umsteigezeit (z.B. 3-5 Minuten).
Du möchtest den Umstieg nun von Langenfeld nach Leverkusen verlegen, da dort die RE halten. Von Leverkusen braucht der RRX nach Köln Hauptbahnhof 13 Minuten.
Der Bus wird die 18 Minuten vom Auto nicht schaffen, da du ja noch 4 Zwischenhalte einlegst und auf der Autobahn bei stehenden Fahrgästen nur 60km/h fahren darfst.
Rechnen wir trotzdem mit den 18 Minuten, kommt man auf 31 Minuten + Umsteigezeit, also 6-8 Minuten weniger als über Langenfeld.
Von diesen 6-8 Minuten musst du allerdings noch die längere Fahrtzeit im Vergleich zum Auto abziehen und auch die höhere Verspätungsanfälligkeit der Autobahn.
Auf dem Papier wäre diese Verbindung wohl höchstens 3-5 Minuten schneller als die über Langenfeld. Aufgrund der unkalkulierbaren Fahrtzeit (Anschlüsse verpassen!) und des deutlich geringeren Taktes wird nahezu niemand mit Ziel Köln diesen Schnellbus nutzen.
Für Fahrgäste mit dem Ziel Leverkusen wäre dieser Schnellbus interessant, diese müssen aber nicht zum Bahnhof, sondern brauchen eine bessere Erschließung der Innenstadt.
Die S-Bahn braucht im NRW-Takt 28 Minuten von Langenfeld nach Köln Hbf, die Busse von Langenfeld nach Monheim Busbahnhof brauchen 11 Minuten, in die Gegenrichtung nur 9-10.
Die Busse verdichten sich heute schon zu einem ganztägigen T10, im NRW-Takt ist der T10 auch für die S-Bahn vorgesehen.Macht also 37-39 Minuten Fahrtzeit + Umsteigezeit. Da diese Verbindung ja alle 10 Minuten besteht, reicht ja auch eine sehr geringe Umsteigezeit (z.B. 3-5 Minuten).
Ich befürchte jedoch, dass bei einem durchgehenden T10 überproportional viele Pendler in die S-Bahn wollen, weil Düsseldorf/Duisburg und Leverkusen/Köln deutlich besser zu erreichen sein werden (laut Zielnetz 2040 soll die S16 weiter nach Düsseldorf/Duisburg durchgebunden werden) als heute (S68 nur HVZ + nur T20 nach Köln). Die Langenfelder Kommunalpolitik wollte ursprünglich auch einen RRX-Halt haben, hat aber 2019 die Klage zurückgezogen.
Du möchtest den Umstieg nun von Langenfeld nach Leverkusen verlegen, da dort die RE halten. Von Leverkusen braucht der RRX nach Köln Hauptbahnhof 13 Minuten.
Der Bus wird die 18 Minuten vom Auto nicht schaffen, da du ja noch 4 Zwischenhalte einlegst und auf der Autobahn bei stehenden Fahrgästen nur 60km/h fahren darfst.Rechnen wir trotzdem mit den 18 Minuten, kommt man auf 31 Minuten + Umsteigezeit, also 6-8 Minuten weniger als über Langenfeld.Von diesen 6-8 Minuten musst du allerdings noch die längere Fahrtzeit im Vergleich zum Auto abziehen und auch die höhere Verspätungsanfälligkeit der Autobahn.
Auf dem Papier wäre diese Verbindung wohl höchstens 3-5 Minuten schneller als die über Langenfeld. Aufgrund der unkalkulierbaren Fahrtzeit (Anschlüsse verpassen!) und des deutlich geringeren Taktes wird nahezu niemand mit Ziel Köln diesen Schnellbus nutzen.
Man könnte zur Zeiteinsparung auch einfach nur Monheim Busbahnhof und Leverkusen Mitte bedienen, was jedoch die Erschließung stark beeinträchtigen würde – dies wäre jedoch nicht besser, weil zwei Haltestellen viel zu wenig wären.
Oder man beschränkt den Ein-/Ausstieg, wie bei den Schnellbussen in Münster/Osnabrück praktiziert wird:
– In FR Leverkusen wird in Monheim nur zugestiegen, in Leverkusen nur ausgestiegen.
– In FR Monheim wird in Leverkusen zugestiegen und in Monheim nur ausgestiegen.
Zur Linienführung: Die A59 ist zwar nicht so staureich wie die A3, kann aber – wie du richtig erwähnst – auch Probleme verursachen. Leider verlockt die Autobahn da gerne mit ihren höheren Höchstgeschwindigkeiten, welche auf den kommunalen Straßen stark eingeschränkt sind.
Dass Busse bei Stehplätzen auf der Autobahn nur 60km/h fahren dürfen, ist ein kritischer Faktor, lässt sich aber auch beheben: Laut NVR „dürfen […] Standard-Solobusse, bei Bedarf mit Anhänger, und Standard-Gelenkbusse sowie Doppeldeckerbusse eingesetzt werden.“ Da es schon SB-Linien mit Doppeldeckerbusse gibt (vgl. S75 Bocholt – Münster), könnte man auf diese zugreifen, zumal dann gar keine Stehplätze angeboten werden müssen und der Bus die 100km/h somit ausnutzen kann.
Für Fahrgäste mit dem Ziel Leverkusen wäre dieser Schnellbus interessant, diese müssen aber nicht zum Bahnhof, sondern brauchen eine bessere Erschließung der Innenstadt.
Prinzipiell kann man hier sowohl Haltepolitik als auch Linienführung überarbeiten: Wir lassen den Bus in Wiesdorf öfter oder überall halten (mind. in Die Luminaden und am Erholungshaus).
Hinsichtlich der Linienführung muss man schauen, ob eine Führung über die A59 oder über Hitdorf sinnvoller wäre. Ich bin für Verbesserungsvorschläge offen, zumal der NVR kein Wort über den genauen Streckenverlauf verloren hat. Meine Ideen wären:
– Streckenverlauf parallel zum SB23, allerdings mit weniger Halten + Verlängerung bis zum Chempark (S-Bahn oder Tor 10)
– Einschränkung im Ein-/Ausstieg: In FR Leverkusen wird in Monheim nur zugestiegen, in Leverkusen nur ausgestiegen. In FR Monheim wird in Leverkusen zugestiegen, in Monheim nur ausgestiegen.
– Verlängerung des SB33 nach Monheim Busbahnhof (ist sogar offiziell umgesetzt worden) + Ausweitung auf das Wochenende
Ich befürchte jedoch, dass bei einem durchgehenden T10 überproportional viele Pendler in die S-Bahn wollen, weil Düsseldorf/Duisburg und Leverkusen/Köln deutlich besser zu erreichen sein werden
Nun lass doch die Kirche im Dorf: Der Takt nach Köln wird verdoppelt und die Fahrzeuge werden ebenfalls von 140m auf 170m verlängert. Laut VRS werden die neuen Züge 25% mehr Kapazität als die heutigen haben.
Es handelt sich um durchgehende Züge, es fallen also die beiden Führerstände und die Kupplung in der Mitte weg.
Irgendwo müssen die Fahrgäste ja herkommen, damit eine solche massive Angebotsverdichtung gerechtfertigt ist.
Verlängerung des SB33 nach Monheim Busbahnhof (ist sogar offiziell umgesetzt worden) + Ausweitung auf das Wochenende
Am interessantesten dabei finde ich den Schluss deines Links: „Außerdem wird für den Zeitraum der Sperrung der S6 der überlagerte 5-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit auf den Linien 790 und 791 auf dem Abschnitt zwischen „mona mare“ und „Langenfeld S“ reduziert.“
Ich finde es bemerkenswert, dass eine Stadt mit 42.000 Einwohnern sich einen T5 auf einer über 6km langen Strecke leistet.
Wie willst du denn v. a. Gelegenheitsfahrern erklären, dass es zwei Schnellbusse gibt, der eine aber schneller als der andere ist? Kann man den SB23 denn nicht degradieren? Der ist eh nicht schnell, er fährt an genau einem Halt vorbei (Bendenweg), seine einzige Schnelligkeit kennzeichnet sich durch die Nutzung des Westrings, was Regiobusse aber genauso können.
Wie willst du denn v. a. Gelegenheitsfahrern erklären, dass es zwei Schnellbusse gibt, der eine aber schneller als der andere ist?
Man könnte es mit einer Liniennummer erklären: X = Xpressbus, SB = Schnellbus.
Geht doch auch so im Münsterland: Es gibt zwischen parallel zu einem S91 (welcher z.T. an jeder Milchkanne hält) einen X90 (welcher deutlich seltener hält und noch direktere Wege nimmt).
Außerdem wird ein derartiger Bus auch bald in Wermelskirchen angeboten: Der SB24 (hält außerhalb von Wermelskirchen und Leverkusen an jeder Milchkanne) wird durch einen „SBX“ ergänzt. Im Gegensatz zum SB24 wird er aber deutlich seltener halten (nur 7-mal).
Kann man den SB23 denn nicht degradieren? Der ist eh nicht schnell, er fährt an genau einem Halt vorbei (Bendenweg), seine einzige Schnelligkeit kennzeichnet sich durch die Nutzung des Westrings, was Regiobusse aber genauso können.
Spricht das nicht so gegen viele Schnellbusse in NRW? Gerade im VRR halten sie an jeder Milchkanne, z.T. sogar in der Innenstadt. Negativbeispiele sind u.a. die Schnellbusse im Ruhrgebiet (v.a. Gelsenkirchen, Bottrop/Gladbeck, Oberhausen usw.), wo SB sogar als Grundangebot dienen müssen.
Zum Fall SB23: Er fährt größtenteils direkte Linienwege und macht kaum Schlenker, fährt aber wie gesagt jede Haltestelle an. Das Problem ist, dass der Parallelverkehr einerseits kein ausreichendes Angebot anbietet (die Busse in Hitdorf fahren nach Opladen statt Leverkusen Mitte), außerdem ist er zwischen Alfred-Nobel-Straße und Concordiastraße bzw. Antoniushof das einzige Angebot.
Prinzipiell könnte man einen Expressbus anbieten, welcher parallel zum SB23 verkehrt und weniger Haltestellen anfährt. Unterwegshalte könnten sein: Markt, Kulturzentrum, Alfred-Nobel-Straße, Blee, Parkstraße, Oststraße, Fährstraße, Oststraße, Pützdelle und Feldtorstraße.
Ob der Weg über Rheindorf Sinn macht, sei dahin gestellt, da man dort auf die A59 trifft: Laut Google Maps braucht man 25 Minuten (ohne Autobahn), d.h. man spart sich nur eine Minute, wenn man sie erst ab Rheindorf befährt. Befährt man sie bereits ab Monheim und nimmt die Ausfahrt in Rheindorf, werden zwei Minuten gespart. Natürlich beziehen sich alle Werte auf das Auto (120km/h Auto vs. 60-100km/h Bus).
Der SB24 (hält außerhalb von Wermelskirchen und Leverkusen an jeder Milchkanne) wird durch einen „SBX“ ergänzt.
„Schnellbusexpress“? Das wird ja immer schlimmer!
Ich habe mir mal den Schnellbus 24 angeschaut: Die Bezeichnung „Schnell“ ist hier ja wohl eine Frechheit, kann doch nicht sein, dass ein Schnellbus ein Kaff nach dem anderen abklappert, anstatt die parallele A1 zu nehmen. Fast eine Stunde, für Wermelskirchen Busbf – Leverkusen Mitte, ernsthaft?
Spricht das nicht so gegen viele Schnellbusse in NRW? Gerade im VRR halten sie an jeder Milchkanne, z.T. sogar in der Innenstadt.
Ja, sind halt alles keine Schnellbusse. Es ist durchaus normal, dass langlaufende Regionalbusse in den Städten Haltestellen auslassen, das macht sie aber nicht zu einem Schnellbus. Anstatt diesen Fehler auszubessern, führt man eine weitere Kategorie ein, die noch schneller als Schnellbusse sind? Was kommt danach, NonstopBus?
Das Problem ist, dass der Parallelverkehr einerseits kein ausreichendes Angebot anbietet (die Busse in Hitdorf fahren nach Opladen statt Leverkusen Mitte), außerdem ist er zwischen Alfred-Nobel-Straße und Concordiastraße bzw. Antoniushof das einzige Angebot.
Dann ist der doch prädestiniert für einen Regionalbus.
Prinzipiell könnte man einen Expressbus anbieten, welcher parallel zum SB23 verkehrt und weniger Haltestellen anfährt.
Ein Regionalbus und ein Schnellbus reichen. Nicht jeder Stadtteil braucht einen Schnellbus. Bevorzugen würde ich einen Schnellbus Monheim – Hitdorf – A59 – Leverkusen. Rheindorf hat mit dem SB21 bereits ein gutes Angebot, außerdem bleibt dann die Verbindung Monheim – Hitdorf. Ich glaube auch, die Zeitersparnis über die Autobahn ist höher, in Rheindorf würde man ja noch mehrere Male halten.
Anstatt diesen Fehler auszubessern, führt man eine weitere Kategorie ein, die noch schneller als Schnellbusse sind? Was kommt danach, NonstopBus?
Zwischen Aachen und Jülich hat man einen so ähnlichen Mist fabriziert, allerdings ohne zusätzliche Bezeichnungen:
Die 11 hält zwischen Aachen und Alsdorf überall, die 220 hält zwischen Jülich und Alsdorf überall und fährt dann als Schnellbus nach Aachen und die SB20 fährt zwischen Aachen und Jülich durchgehend über die Autobahn.
Als wäre das nicht unübersichtlich genug, ist die 220 in Richtung Aachen „schnellbussiger“ als in Richtung Jülich, da von Alsdorf bis Aachen die Autobahn genutzt wird, von Aachen nach Alsdorf jedoch in Würselen noch eine Haltestelle bedient wird und somit die Autobahn nicht genutzt wird.
Und es kommt noch besser: In der HVZ hat die SB20 in Lastrichtung noch morgens (nach Jülich) und nachmittags (nach Aachen) je eine Fahrt, die zwischen Jülich Fordchungszentrum und Aachen noch den Umweg über die Jülicher Innenstadt auslässt und somit auf den 29 Kilometern (31 Minuten) nur einen Zwischenhalt hat.