Beschreibung des Vorschlags
Die Rheinische Eisenbahntrasse ist auf Essener Stadtgebiet größtenteils schon stillgelegt und abgebaut und wird nach und nach mit dem Revierradschnellweg RS1 überbaut. Eigentlich ist das schade, denn die Rheinische Bahn hätte im Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr durchaus in Bezug auf die Essener City eine gute Rolle einnehmen können, denn einerseits bildet sie die genaue Nahtstelle zwischen dem Thyssen-Krupp-Quartier und der Entwicklungsfläche Quartier 51 und andererseits verläuft sie direkt an der Universität Essen vorbei. Für die beiden erstgenannten Wirtschaftsflächen würde sie also eine optimale Erreichbarkeit aus dem gesamten Revier schaffen und für die danach genannte Universität ebenfalls.
Auch wenn der Überbau der Eisenbahnstrecke mit dem Radschnellweg 1 diesen Vorschlag hier ein wenig utopisch machen, so wäre er dennoch eine Überlegung wert, da er immerhin die S-Bahn Rhein-Ruhr zu einer richtigen S-Bahn machen könnte, die auch zentrale Punkte gut und direkt erreicht.
Neben der Rheinischen Bahn in Essen habe ich auch mögliche Anschlussstrecke eingezeichnet, sowie meinen vorgeschlagenen S-Bahnhof Essen-Frillendorf-Nord.

Wie wäre es, wenn man diesen Vorschlag teilweise als Hochbahn führt? Das hätte zeitgleich den Vorteil den Radweg vor Witterung zu schützen. Wodurch nich nur leute auf die Bahn sondern auch mehr aufs Rad umsteigen würden.
Ohne mich jetzt en detail vor Ort auszukennen (u.a. für städtebauliche Aspekte, die man bei Hochtrassen beachten muss): das wäre eine großartige Kombination. Wenn sich das ausgeht – ja, warum nicht?
Ich würde auf jeden Fall auch den Rest der Trasse reaktivieren/wiederaufbauen (Mülheim Hbf – Duisburg Hochfeld Süd). Betrieblich zwei Linien jeweils im Halbstundentakt, eine evtl. von Moers (Neukirchen? Kamp-Lintfort?), eine von Krefeld (St. Tönis?)
Mit der Hochbahn halte ich das für eine gute Idee. Ansonsten bin ich gegen dieses Projekt, weil der RS1 derzeit das Vorzeige Radprojekt ist und ich finde, dass ein angemessener Ausbau der Radinfrastruktur genauso wichtig ist, wie der Ausbau des ÖPNV.
Städtebaulich, sollte das auch in Ordnung sein. Nur am Niederfeldsee sehe Probleme, dass eine doppelstöckige Brücke dort das Ambiente etwas zu stark stören könnte.
Finde diesen Vorschlag extremst sinnvoll. Eine S-Bahn, die innerhalb Essen die Hauptstrecke entlastet und zusätzlich sehr wichtige Punkte anbindet, scheint mir ne super Idee.
Bzw. falls es eher an Interesse durch Die Bahn oder so mangelt, könnte ich mir eine Stadtbahn-Strecke durch die Ruhrbahn vorstellen, die besonderes Interesse an innerstädtischen Verbindungen besitzt. So sind kleinere Stationen möglich, also spart man Platz, was eine Hochbahn ja nicht ausschließt ☺️
In die Richtung habe ich tatsächlich mal einen Vorschlag einer U17 von Essen nach Bottrop gemacht, die teilweise auch als Hochbahn über die Rheinische Bahn fährt
Natürlich wäre das eine Top-S-Bahntrasse. Weiter sogar auf der ursprünglichen Trasse mit Halt in Gelsenkirchen-Wattenscheid (Stadtgrenze Watermannsweg) und dann Richtung Jahrhunderthalle und Bochum-Nord.
Allerdings fehlt die Anbindung der Hauptbahnhöfe in Essen, Duisburg, Bochum und Gelsenkirchen. Genau das ist die große Schwäche der Trasse.
Ja, und als Radschnellweg ist die Trasse sehr gut geeignet. Es gibt keine andere Möglichkeit einen Radschnellweg durchs Ruhrgebiet zu bauen. Und der ist nicht nur ein Prestige-Objekt.
Die angesprochene Doppellösung ist nicht finanzierbar. Kosten und Nutzen stehen hier in keinerlei Verhältnis.
Rad und SPNV lassen sich im teils eingleisigen Betrieb zumindest zwischen Essen Hbf und Bochum Hbf auf der rheinischen Bahn realisieren. Die Bahn wäre von höherem Nutzen als der Radweg, da man wesentlich schneller und bequemer von A nach B kommt. Durch die direkte Befahrung der Hauptbahnhöfe dient diese Strecke auch als Zubringer zum Nah- und Fernverkehr. Eine Bahn nach EBO ist nach der Entwidmung komplett unrealistisch, als Zweisystembahn bestehen gute Chancen. Nachdem die grüne Mitte in Essen bebaut wurde sehe ich allerdings schwarz für eine reguläre Bahn im Essener Norden. Eine Campusbahn als H-Bahn wäre möglich, aber aufwendig. Es ist mittlerweile alles sehr eng dort. Mittlerweile habe ich mit einigen Mitstreitern die Bürgerinitiative Schienenverkehr Rhein-Ruhr gegründet. In dieser möchten wir primär die Bebauung der rheinischen Bahn mit Wohnen und Gewerbe verhindern (damit wäre die komplette Strecke komplett tot), außerdem möchten wir eine Zweisystembahn parallel zum RS1 realisieren. Über jede Unterstützung aus BO, GE, E und weiteren Städten würden wir uns freuen. Für den Abschnitt E-WAT/GE-BO haben wir ein detailliertes Konzept ausgearbeitet.