Beschreibung des Vorschlags
Die stark frequentierte Nebenbahn Alzey – Mainz sollte elektrifiziert werden, denn Oberleitungen bieten folgende Vorteile:
– langfristige Erhöhung der Wirtschaftlichkeit
– Verringerung der CO₂-Emissionen
– Verbesserung des Fahrkomforts
Zusätzlich dazu schlage ich folgende Verbesserungsmaßnahmen vor:
– zusätzliche Halte in Ober-Saulheim und Mainz-Münchfeld zur besseren Erschließung, sowie
eine Neubaustrecke zur Erschließung des Gewerbegebietes Hechtsheim. Diese ist allerdings vollständig optional, wäre aber sehr sinnvoll um die Straßenbahn zu entlasten, und eine schnellere Verbindung in die Innenstadt für die rund 15.000 Arbeiter zu gewährleisten.
Die Strecke kommt gänzlich ohne Tunnel aus, und wird größenteils auf innerstädtische Grünflächen führen.

Es gab mal die Konvention hier auf LiniePlus, die Vorschläge projektspezifisch zu begründen. Aber OK, immerhin gibt es hier auch eine Neubaustrecke, anders als im parallelen Vorschlag.
Zwischen Oberstadt und Mainz Hbf bezweifele ich stark, dass du dort ohne Tunnel auskommst. Der Eisgrubdurchbruch ist eine Senke, wo es auf beiden Seiten mehrere Meter hochgeht. Mit 40 Promille könnte man es schaffen, zumindest Anmerken könnte man das. Ebenso die Windmühlenstraße, ist das eine unbedeutende Nebenstraße, dass man sie einfach so ersatzlos streichen kann?
Der Hauptpunkt für diesen Kommentar ist die Führung durch das Zitadellengelände. Dieses ist denkmalgeschützt und da wirst du schlicht nicht bauen können. Unterirdisch wird natürlich auch schwierig, weil zum einen die Zitadelle unterkellert ist, aber auch der südliche Tunnel unterfahren werden müsste.
Insofern ist die Neubaustrecke bestimmt sinnvoll (glaube ich dir jetzt einfach mal, in der Beschreibung steht ja nix dazu), aber einen Tunnel wird’s brauchen und eine entsprechende Evaluierung des zu erwartenden Nutzens.
Ist sie, da das Gewerbegebiet in Hechtsheim über 15.000 Arbeitsplätze bietet, und es bisher keine schnelle (und häufige) Verbindung in die Innenstadt gibt, geschweige denn ins Umland.
Ok, der Tunnel sollte dann unter unbebauten Häusergrundstücken verlaufen, eingleisig bleiben, und höhengleich in den unteren Tunnel einfädeln.
Aus mehreren Gründen halte ich die Neubaustrecke für nicht sinnvoll bzw. machbar:
Erstens ist eine neue Eisenbahntrasse zur Erschließung des Gewerbegebiets in Hechtsheim sowasvon überdimensioniert. Zumal dort ja bereits die StraBa verkehrt.
Zweitens ist die Trassierung vollkommen unrealistisch:
Eine Trasse durch den Wildgraben und quer durch Kleingartensiedlungen wird politisch niemals durchsetzbar sein. Die Stadt hat bereits viel zu wenige innerstädtische Grünflächen und der Wildgraben ist eine wichtige Kaltluftschneise.
Dann ist eine Trassierung kreuz und quer durch die Zitadelle schon allein deshalb nicht möglich, weil der Graben dort mindestens 5 Meter tief ist und die Windmühlenstraße in einem ebensotiefen Einschnitt verläuft. Zum Eisgrubdurchbruch wurde oben ja bereits alles gesagt. Die einzige Möglichkeit wäre ein Tunnel mindestens ab „an der Goldgrube“ im bergmännischen Vortrieb unter der Zitadelle und dem neuen Tunnel durch.
Also alles in allem praktisch unmöglich bzw. wenn doch dann wahnsinnig teuer. Und das alles obwohl es ja bereits eine vollkommen adäquate Trasse gibt, die die Strecke in den Hbf führt.
Elektrifizierung und Ausbau im Bestand ist aber sinnvoll und wird auch derzeit durch den ZÖPNV Süd geprüft.