Beschreibung des Vorschlags
Eine S-Bahn anstelle des RB61 welche in den City-Tunnel durchgebunden wird, wäre aus meiner Sicht sehr wünschenswert. Eine S-Bahn würde in den Citytunnel durchgebunden, welches Umstiege ins gesamte Stadtgebiet außer nach Westen erleichtere. Ja, zum Hauptbahnhof würde es länger dauern, was aus meiner Sicht jedoch verkraftbar wäre, wenn eine stündliche Verbindung zum Hauptbahnhof bliebe.
Die Bedingung wäre aber ein zweiter City-Tunnel, welcher aber für Frankfurt komplett gerechtfertigt wäre. Ansonsten wäre aber eine Elektrifizierung trotzdem sinnvoll, da somit S-Bahn-Betrieb möglich wäre, sowie Oberleitungen sich auf lange Sicht mehr rechnen als bspw. Batteriebetrieb.
Ein weiteres Problem der Dreieichbahn ist, dass sie zu kurvig ist, sowie an vielen Stellen der Platz für einen doppelgleisigen Ausbau fehlt. Da sollte man auf lange Sicht ran, indem man den Streckenverlauf an einigen Stellen optimiert, sodass
– A: doppelgleisiger Ausbau, sowie
– B: höhere Geschwindigkeiten möglich sind.
Infrastruktur
In Dreieich-Buchschlag fädeln die Gleise höhengleich aus, und überqueren die restlichen zwei Gleise. Bis Offenthal verläuft die neue Strecke südlich der Siedlungen, die Halte bleiben unverändert. Ein Nachteil stellt nur die Lage in Sprendlingen da, da die neue Station viel weiter weg liegt, als die jetzige Station. Auffangen könnte dies die Straßenbahnlinie 17, sofern sie ab Neu-Isenburg via Sprendlingen bis Langen verlängert wird.
Ab Offenthal liegen die Gleise, jetzt durchgängig zwei, in unveränderter Lage. Weil es so einfach war, habe ich zusätzlich auch die Gleise einer möglichen Verlängerung der Linie S2 nach Rödermark Ober-Roden und Dieburg eingezeichnet. In Ober-Roden soll ein zusätzliches Wendegleis entstehen.
Betrieb
Ich finde es nach D-Takt komplett unsinnig die Linie S1 nach Verlängerung der S2 weiterhin viertelstündlich bis Ober-Roden verkehren zu lassen. Da die Linie S2 viel schneller wäre sollte sie bis Ober-Roden aller 15 Minuten verkehren. Die Zwischentakte der Linie S1 sollen in nieder-Roden enden.
Zum Betrieb schlage ich einen Vorlaufbetrieb vor bis (hoffentlich!) ein zweiter S-Bahn-Tunnel durch Frankfurt gebaut wird.
Linie S4
Kronberg (Taunus) – Eschborn – Frankfurt West – Frankfurt Hbf tief – Hauptwache – Frankfurt Süd – Neu-Isenburg – Dreieich – Rödermark Ober-Roden
– täglich T30, Sonntag ab Südbahnhof nur T60, sowie HVZ zwischen Südbahnhof und Dreieichhain Zusatzfahrten
Linie RB61
Rödermark Ober-Roden – Dreieich – Neu-Isenburg – Frankfurt Hbf oben
– täglich T60

Man könnte erwähnen, dass die heutige RB61 zwar halbstündlich fährt, aber wechselnd im Hauptbahnhof und in Frankfurt Süd endet. Von daher ist der verbleibende Stundentakt exakt das, was heute angeboten wird. Die S-Bahn hingegen würde 3 zusätzliche Halte anbinden, was zu einer Fahrzeitverlängerung von 2 Minuten nach Fahrplan führt.
Wäre ganz schön, wenn diese Aussage durch einen hiesigen Vorschlag auch begründet würde. Allein für diese Strecke lohnt sich der zweite City-Tunnel nicht.
Geschwindigkeit ok, aber Zweigleisigkeit sollte nach grober Schätzung anhand der Karte möglich sein. An welchen Stellen siehst du besondere Herausforderungen?
Inwieweit eine Versetzung der Halte aus relativ zentraler Lage an den Stadtrand oder gar ins leere Feld eine bessere Anbindung darstellt, wäre schon ein Punkt, den man weiter ausführen könnte. Daran wird die Straßenbahn, so sie denn kommt, auch nur begrenzt was ändern.
Schön, dass es so einfach für dich war. Falls du selbst darauf gekommen bist: Gute Idee! Ich hab mal einige Lektüren [1][2] rausgesucht, wo du dir ein Bild von den offiziellen Vorstellungen machen kannst.
Da wäre ich gespannt, wie das betrieblich aussehen soll und wieviel Puffer eingeplant sind. Die letzte Weiche läge nördlich von Dudenhofen, von/bis dahin müsste im Gegengleis gefahren werden.
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Viele gute Ideen, aber die bisherige Trassierung ist einfach zentraler gelegen, daher sollte sie der Ausgangspunkt sein. Die Überwerfung in Buchschlag finde ich gut, das alte Gleis könnte dann der RTW zugesprochen werden. Da müsste die Brücke noch etwas verlängert werden, damit die RTW noch drunter passt, das dürfte jedoch kein Problem sein.
Ich finde das eigentlich schmerzhaft dass Dreieich-Sprendlingen schlechter angebunden wird. Alles andere wäre verkraftbar.
Die Planungen sind mir natürlich komplett bekannt. Ich habe die Gleise nicht für irgendetwas besonderes eingezeichnet.
Es braucht doch sowieso eine Wendeanlage in Dudenhofen, denn laut D-Takt soll bis Dudenhofen zumindest in der HVZ ein T7,5 gelten, wobei ich mich auch Frage ob dieser gerechtfertigt ist. Schon jetzt sind nicht alle S1-Verstärker mit Langzügen bestückt, und 6 Fahrten/Stunde mit 200 Meter Zügen fände ich für den Anfang ausreichend. Jedenfalls müsste mit dem T7,5 eine kleine Wendeanlage her, und ich denke nicht dass es ein Problem wäre diese Wendeanlage nach Nieder-Roden zu verlagern.
Jaja eine hoffentlich genug ausführliche Begründung kommt noch.
Schreib sowas bitte in die Beschreibung. Das ist aus der Karte nicht ersichtlich, zumal es größere Unterschiede zu der Planung gibt. Ich graue solche Streckenteile gerne aus, um zu verdeutlichen, dass die Planung dazu woanders stattfindet.
Hier gilt dasselbe wie oben. Bisher regt sich bei mir zusätzlich der Eindruck, dass man den Absatz auch einfach streichen könnte, ohne dass sich am Vorschlag irgendwas ändert.
Es ist halt durch die Bank eine Verschlechterung in Dreieich, für eine potenzielle Fahrzeitverkürzung, die durch die schlechtere Lage bei allen Halten westlich von Offenthal aufgefressen wird. Da wäre es gut zu wissen, wofür man diesen Kompromiss eingeht und welche Vorteile genau man dadurch hat. Das ist in der Beschreibung leider sehr mager ausgeführt.
Vielleicht wäre ein Bestandsausbau doch eine bessere Option.
Ich werde aus der Beschreibung nicht schlau. Im Rahmen des Deutschlandtakts wird ein 30min-Takt Oberroden – Frankfurt Hbf vorgesehen mit Begegnungen in Sprendlingen und Urberach. Durch die zusätzliche Begegnungsmöglichkeit in Götzenhain wird auch schon heute tlw. morgens alle 15min gefahren. Mir erschließt sich nicht, warum man jetzt für ein Angebot, was nicht deutlich über das schon heute gefahrene hinaus geht, eine durchgehende Zweigleisigkeit braucht und sämtliche Zugangsstationen an den Ortsrand bzw. auf das Feld legen muss (Fahrzeit wird kürzer, Reisezeit deutlich länger!). Zumal ja die „längeren“ Fahrbeziehungen nach Dieburg ja auch künftig mit der S2-Durchbindung abgedeckt werden.
Meiner Meinung nach ist das eine deutliche Verschlechterung des Angebots, welche durch die neuen Trassenführungen ohnehin keine Chance auf Umsetzungsfähigkeit hat, wenn man Alternativen ernsthaft prüfen würde.
Dreiech-Buchschlag – Sprendlingen ist nur an der Nordseite bebaut. Hier könnte man gut auch eine abschnittsweise zweigleisige Strecke schaffen, sodass pünktliche Züge Ri. Frankfurt nicht auf verspätete Züge aus Ri. Frankfurt warten müssen. Dasselbe wäre sicher auch westlich von Urberach möglich (ist ja auch Teil deines Vorschlags), sodass man sehr gut einen 30min-Takt fahren kann mit minimalen Infrastrukturausbau ggü. einer Neubaustrecke.
Würde ich auch nicht unterschreiben. Bei der geplanten Durchbindung nach Frankfurt würden die Züge die Hälfte der Fahrzeit (Oberroden-Urberach und Buchschlag-Frankfurt) unter Oberleitung fahren, sodass problemlos an beiden Linienenden geladen werden kann. Die Wirtschaftlichkeit ist sicherlich eher davon abhängig, ob man die Dreieichbahn in ein übergeordnetes Akku-Netz integrieren kann. Ein Inselbetrieb mit wenigen Fahrzeugen wäre vsl. schwieriger, dann ist eine Elektrifizierung mit Oberleitung sicher sinnvoller – aber nicht zwangsläufig ein S-Bahn-Betrieb.
Als täglicher Pendler auf der Strecke darf ich versichern, da ist kein 15 Minuten Takt. Nur ein unsauberer Takt, nur in einer Richtung und niemals nicht pünktlich.
Dafür sind die Züge heute schon überfüllt zur HVZ. Ein funktionierender Viertel-Stunden Takt über einen größeren Zeitraum ist also bitter nötig. Ob die von dir vorgeschlagenen kleinen Verbesserungen hier viel Abhilfe schaffen kann ich nicht beurteilen.
Die Aussage stimmt pauschal nicht. Für Reisende aus Dieburg/Münster/Eppertshausen/Ober-Roden/Urberach ggf. sogar Umsteigern aus der RB75 verkürzt sich die gesamte Reisezeit (die S2 Verlängerung mal außen vor gelassen). Durchreisenden ist nicht vermittelbar warum die Dreieichbahn mit 40kmh knirschend Slalom fährt während die Autos parallel daneben mit 60kmh die schnurgerade Hainer Chaussee entlangrauschen.
Wie bewertest du eigentlich die ganze Sache, als jemand der pendelt und sich bestens auskennt?