Dortmund: Automatische S4

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Beschreibung des Vorschlags

Es bietet sich an die Linie S4 zu automatisieren, da es hier gleich mehrere sehr gute Gründe gibt:

1. Die S4 verläuft getrennt vom restlichen Personenverkehr und ist aktuell barrierfrei. Dennoch plant der VRR sie auf 76cm abzusenken nur weil man es irgendwelchen Organisationen versprochen hat. Das kostet Geld und würde jahrelange Zwischenzustände mit fehlender Barrierefreiheit an einzelnen Haltepunkten verursachen. Dieses Geld könnte man in die Automatisierung stecken.

2. Die S4 muss an eingleisigen Enden eine Bahnsteigwende durchführen und zusätzlich nochmal in Unna Königsborn wenden. Ein automatisches System wo kein Fahrer zum anderen Ende des Zugs laufen müsste könnte hier Wendezeit und Fahrzeit einsparen und damit vielleicht sogar höhere Takte ermöglichen.

3. In NRW gibt es aktuell einen massiven Fahrermangel und man befürchtet, dass es sich noch verschlimmern könnte, weil viele Fahrer in Zukunft in Rente gehen. Es gibt nicht viele Linien, die auf dem kompletten Linienverlauf eigene Gleise und Bahnsteige haben und daher so gut geeignet werden um anzufangen.

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9 Kommentare zu “Dortmund: Automatische S4

  1. Diese Linie ist ja wirklich prädestiniert dafür: Nahezu zweigleisig, elektrifiziert und vollkommen unabhängig vom restlichen Verkehr.

    Mit einer Vollautomatisierung wäre möglicherweise auch ein T10 zwischen Lütgendortmund und Königsborn sowie ein T20 innerhalb Unnas möglich. Ein durchgehender T10 bis Unna wäre allerdings nur bei einen Streckenausbau möglich.

    1. Die S4 fährt 5 Minuten von Königsborn nach Unna wenn man da nach 2 Minuten wieder los fahren kann, wäre ein 15 Minuten Takt möglich.

      Mit einer vollautomatischen Bahn wären außerdem noch ganz Dinge möglich z.b. mit halb so kurzen Wagen einen doppelt so dichten Takt fahren und eine Bahn am letzten zweigleisigen Bahnhof warten lassen bis sich eine zweite ankoppelt bevor dann in die eingleisigen Enden gefahren wird.

      Es gäbe sogar Ausbauoptionen, da Abzweige über Spitzkehren kein Problem wären, käme auf der ehemaligen Hösch Hafenbahn statt der gescheiterten U48 auch S48 nach Schüren in Frage.

      1. Es würde sich anbieten den ehemaligen Rangierbahnhof Dortmunderfeld zum Betriebswerk umzufunktionieren. Der Mischverkehr mit anderen Systemen würde sich dann auf einmal die Güterstrecke Dorstfeld-Hörde per Weiche queren beschränken.

        Natürlich könnte dieses Betriebswerk auch mehr machen als sich nur um die S4 zu kümmern, von der Südseite könnten auch herkömmliche Züge mit Fahrer einfahren.

        1. Das klingt doch alles recht gut.

          Die einzige Sorge die ich bei automatisierten Eisenbahnen im Allgemeinen habe, ist die des Wettbewerbs. Wie kriegt man das in Einklang? Heute bekommt Betreiber y nach einer Ausschreibung das Netz/die Linie für x Jahre. Danach kann man die Züge woanders einsetzen oder sie verhökern. Baut man jetzt eine Insellösung, dann bindet man sich an eine Technik. Kauft das Land die Fahrzeuge, so vermietet man sie heute an einen Betreiber, aber würde das noch bei einem automatischen Fahrbetrieb passen?

          1. Kauft das Land die Fahrzeuge, so vermietet man sie heute an einen Betreiber, aber würde das noch bei einem automatischen Fahrbetrieb passen?

            Bei den letzten beiden großen Ausschreibungen (RRX, S-Bahn Rhein-Ruhr) hat jeweils das Land die Züge gekauft, ich vermute mal, dass das hier genauso ablaufen wird.
            Da das Land kreditwürdiger ist und eine längere Lebensdauer der Fahrzeuge verlangt, ist es günstiger als wenn die EVU die Züge kaufen/leasen.

            Der Betreiber wäre vermutlich für die Reinigung, die Kontrolleure und den technischen Support im Störungsfall verantwortlich.
            Ob das Land oder der VRR diese paar Aufgaben auch noch übernimmt, oder an einen Subunternehmer (=EVU) vergibt, ist dem Fahrgast ja erstmal egal.

    1. Die paar Fahrten zum Bw können ja auch weiterhin mit Fahrer passieren, die meisten (alle?) automatischen Bahnen bieten ja Möglichkeiten für Rangier/Betriebsfahrten diese weiterhin manuell zu steuern. Eine große Einsparnis wäre dies ja auch mit den verbleibenden Fahrten zum eventuell weit entfernten Bw.

  2. Ein äußerst sinnvoller Vorschlag, es werden gute Argumente genannt. Eine ausführliche, aber nicht überlange Beschreibung für solch eine „banale“ Umrüstung ist eine Kunst für sich, finde ich

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