Beschreibung des Vorschlags
Die Linie RE14 Essen Hbf – Dorsten – Borken/Coesfeld verkehrt zwischen Essen und Dorsten als Doppeltraktion im 30-Minuten-Takt und als Flügelzug von Dorsten nach Borken und Coesfeld im Stundentakt. Von Essen nach Borken verkehrt sie teilweise zu Spitzenzeiten im 30-Minuten-Takt, nach Coesfeld ist aber streckenbedingt nur ein Stundentakt möglich. Welcher der beiden stündlichen Züge der Linie RE14 nach Borken und Coesfeld geflügelt wird, bestimmt der stündliche Bahnknoten Coesfeld, wo die stündlichen Züge der Linien RE14, RB51 und RB63 aufeinandertreffen und zurselben Zeit einen sehr langen Aufenthalt haben.
Fahrplan Linie RE14 auf VRR.de
Infrastruktur der Linie RE14:
Nach Borken ist ein 30-Minuten-Takt ohne Ausbau möglich. Die Zugkreuzung der Linie RE14 findet zur Minute ’07 und zur Minute ’36 im zweigleisigen Bahnhof Marbeck-Heiden statt.
Nach Coesfeld ist ein 30-Minuten-Takt mit der jetzigen Streckeninfrastruktur nicht möglich. Die Strecke Dorsten–Coesfeld ist nämlich – bis auf die Ausweiche im Bahnhof Reken (Ankunft/Abfahrt beide Richtungen zur Minute ’29) – durchgehend eingleisig. Die Linie RE14 FR: Essen Hbf fährt zur Minute ’10 in Coesfeld ab und erreicht den nächsten Halt Maria Veen zur Minute ’21. Züge der Gegenrichtung fahren zur Minute ’34 in Maria Veen ab und erreichen Coesfeld zur Minute ’46. Bei einem 30-Minuten-Takt würde somit eine Zugkreuzung 3 Minuten südlich von Coesfeld zur Minute ’13 und zur Minute ’43 stattfinden (oder zwei bis vier Minuten südlich von Coesfeld zur Minute ’14 und zur Minute ’44, wenn man 15 Minuten Abstand zum ITF-Knoten Reken [Minute ’29] misst); das ist etwa auf Höhe des Bauernhof Gerdes. Auf den 12,6 km zwischen Coesfeld und Maria Veen ist die Strecke jedoch durchgehend eingleisig, sodass der Kreuzungspunkt in der Eingleisigkeit läge. Im Süden Coesfelds verläuft auf 2,11 km parallel die eingleisige Bahnstrecke Dortmund–Gronau (RB51); beide Strecken erwecken so einen pseudozweiglisigen Streckenverlauf.
Die Linie RE14 hat 24 Minuten Wendezeit im Bahnhof Coesfeld.
Infrastruktur der Linie RB51 und weitere Planungen bei Coesfeld:
Fahrplan Linie RB51 im NRW-Fahrplanbuch. Die Linie RB51 Dormund – Coesfeld – Gronau – Enschede bedient die Relation Dortmund – Coesfeld nur stündlich, könnte sie aber nach einem zweigleisgen Ausbau im Bahnhof Dülmen sowie der Verlängerung der Zweigleisigkeit innerhalb der Stadt Lünen nördlich von Lünen Hbf im 30-Minuten-Takt bedienen. Im Bahnhof Coesfeld hat die Linie RB51 einen ITF-Knoten mit langer Aufenthaltszeit:
- FR: Dortmund Hbf: Ankunft Minute ’56, Abfahrt Minute ’03, Aufenthalt 7 Minuten
- Ankunft an der nächsten Station Lette zur Minute ’08
- FR: Enschede: Ankunft Minute ’53, Abfahrt Minute ’05, Aufenthalt 12 Minuten.
- Abfahrt an der vorherigen Station Lette zur Minute ’47
Die Linie RB51 könnte im 30-Minuten-Takt in Coesfeld kurz wenden; ihre Aufenthaltszeit beträgt dann 10 Minuten (Ankunft zur Minute ’53 /’23, Abfahrt zur Minute ’03 /’33, die zweite Zeit gehört zum Taktverstärker Dormund – Coesfeld).
Eine weitere Planung ist zudem ein Ausbau der Linie RB63 Münster – Coesfeld (Baumbergbahn Nord) zum 30-Minuten-Takt sowie die Reaktivierung der Bahnstrecke Coesfeld – Bocholt (Baumbergbahn Süd) durch die Linie RB63.
Eigentlicher Vorschlag:
Ich möchte vorschlagen, die Bahnstrecke Dorsten – Coesfeld südlich von Coesfeld zweigleisig auszubauen, um einen 30-Minuten-Takt Dorsten – Coesfeld zu ermöglichen. Nach dem zweigleisigen Ausbau soll dann jeder Kurs der Linie RE14 – und nicht wie bisher nur jeder zweite Kurs der Linie RE14, sondern jeder Kurs – in Dorsten geflügelt werden; die Linie RE14 verkehrt dann halbstündlich von Essen Hbf über Dorsten nach Borken und Coesfeld. Die Zweigleisigkeit südlich von Coesfeld soll dabei so aussehen, dass im Bereich Bauernhof Gerdes die Strecke im durchgehenden geraden Abschnitt vollständig zweigleisig ausgebaut wird und erst im Gleisbogen bei der Straße „Herteler“ die Strecke wieder eingleisig wird (Bogen-Radius des neuen Gleises: R = 524 m), sowie die 2,11 km Pseudoeingleisigkeit der Bahnstrecken Dorsten – Coesfeld und Dortmund – Gronau durch neue Weichenverbindungen (zwei in der Verzweigung + eine neue Weichenverbindung im Bahnhof Coesfeld) zu einer durchgehenden Zweigleisigkeit ausgebaut werden; letzteres erlaubt auch eine längere Zweigleisigkeit für die Linie RB51.
Die zweigleisige Verzweigung der Bahnstrecken Dorsten – Coesfeld und Coesfeld – Dortmund geschieht höhengleich, sodass Züge der Linien RE14 FR: Coesfeld und RB51 FR: Dortmund das Gegengleis der jeweils anderen Linie kreuzen müssen. Diese Zugkreuzungen sind aber konfliktfrei möglich.
Ebenso soll auch die Baumbergbahn Süd zweigleisig an die Strecke Dorsten – Coesfeld angeschlossen werden. Dazu muss neben dem zu reaktivieren alten Gleis, was bei einer Zweigleisigkeit nur in Richtung Coesfeld einfädeln könnte, ein zweites Verbindungsgleis gebaut werden, was Züge dann von Coesfeld kommend auf die Baumbergbahn Süd führt.
Coesfeld Südbahnhof:
Die lange Zweigleisigkeit und die langen Aufenthaltszeiten der Linien RE14 und RB51 erlauben sogar in der Zweigleisigkeit betrieblich problemlos einen weiteren Halt im Süden Coesfelds. Diesen möchte ich im Bereich der Baurat-Wolters-Straße vorschlagen. So kann er gut das Wohngebiet dort erschließen. Da allerdings die Nachbargrundstücke bis an die Bahnstrecke heranreichen, müsste der Haltepunkt mit einem Mittelbahnsteig errichtet werden, sodass eines der beiden Gleise neu trassiert werden müsste. Der Haltepunkt ist daher nur eine zusätzliche Option, die auch nachträglich zum Restvorschlag gebaut werden kann und sollte, wenn beim ersten Mal nicht ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.
