Beschreibung des Vorschlags
Züge aus Sagehorn, die zum Bremer Hauptbahnhof wollen fahren zuerst Richtung Hauptbahnhof (Westen), machen in Oberneuland jedoch einen Knick nach Norden und stoßen nach einer fast 180 Grad Drehung von Nordwesten auf den Hauptbahnhof, obwohl sie eigentlich aus dem Osten kommen. Diese „ungeschickte“ Trassenführung geht auf die Zeit zurück, als Bremen noch nicht Teil des deutschen Zollvereins war:
Um Waren aus dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet ohne Verlassen des deutschen Zollgebietes bis nach Harburg befördern zu können, wurde daher eine vertragsgemäß nur dem Güterverkehr dienende Strecke geradlinig östlich an Bremen vorbeigeführt, während westlich des Hamburger Bahnhofs die Strecke in einen Bogen von annähernd 180° um den Bürgerpark herum weitergebaut wurde, von wo sie noch heute geradewegs nach Ottersberg führt.
Man wollte also den Transitverkehr aus der Stadt raus halten, da sonst Zoll anfiel. Dies ist offensichtlich heutzutage nicht mehr der Fall. Doch der nicht in Bremen endende Verkehr benutzt heutzutage eine Strecke, die eigentlich anders gedacht war. Dies führt zu einer Fahrzeiverlängerung.
Würde man nun eine Spange bauen, kann man einerseits den innerstädtischen SPNV deutlich verbessern (Bremens Großwohnsiedlungen bekommen Bahnanbindung), als auch Fahrzeiten minimieren.
1.Fahrzeitverkürzung
Aktuell beträgt die Fahrzeit vom Bremer Hauptbahnhof nach Oberneuland ohne Zwischenhalt 10 Minuten. Mit diesem Vorschlag wir sie um -3,5 Minuten auf 6,5 Minuten sinken.
Von der Straßenbahnhaltestelle Mühlheimer Straße ist man von dort anstatt 24 Minuten nun in 10 Minuten am Hauptbahnhof. Da dort ein bahnsteiggleicher Umstieg mit direktem Anschluss an die Tram gewährleistet wird, gilt die Fahrzeitverkürzung von -14 Minuten auch für alle östlich davon gelegenen Straßenbahnhaltestellen in Osterholz.
Die Fahrzeit von Hamburg in Richtung Oldenburg (ohne FV) soll von 128 Minuten auf 99 Minuten um -29 Minuten (aktuelle Umstiegezeit) sinken.
2. SPNV-Anbindung
Der Stadtbezirk Bremen Ost (Es gibt 5) hat aufgrund der dichten Besiedlung mit 231.000 Einwohnern, etwa 40% der Gesamtbevölkerung Bremens. Bremen Vahr ist eine dicht besiedelte Großwohnsiedlung (siehe Bild).
Zudem werden hier nun die etwa 25.000 Einwohner des Stadtteils Vahr an die S-Bahn angeschlossen. Auch die östliche vorstadt mit etwa 29.000 Einwohnern bekommt einen S-Bahnhof. Über eine Stichstrecke wird Osterholz angebunden.
Diese Strecke ist für den innerstädtischen ÖPNV sehr wichtig, da die Straßenbahnstrecke derzeit vom Zentrum (Domsheide) zur Endstation (Mahndorf) 44 Minuten braucht. Wenn Pendler nun ihr Ziel nicht direkt an derselben Tram Linie haben, kann man schnell über eine Stunde unterwegs sein. Daher braucht Bremen eine vernünftige S-Bahn, die auch innerstädtisch von Bedeutung ist. Dieser Vorschlag ist ein Schritt zur Schaffung einer innerstädtischen S-Bahn für Bremen. Aktuell kann man wohl nur die RS 1 als solche bezeichnen.
3. überlastete Einfädelung umgehen
Zur Zeit steht man von Hamburg kommend mit dem Zug im Schnitt 5 Minuten (Tendenz mehr) vor der Einfädelung in die Bremerhavener Strecke. Dieses Nadelöhr könnte durch diese Spange deutlich entlastet werden, sodass vor allem der Nahverkehr nach Bremerhaven, Bremen-Nord und Hamburg zuverlässiger wird. — Werder 2010 am 02.November 2025
3. Fahrplan
Nach D-Takt:
E2:
24 Bremen Hbf Ankunft (von HH) /32 Bremen Hbf Ankunft (von OL)
27 Bremen Hbf Abfahrt (nach OL) / 35 Bremen Hbf Abfahrt (nach HH)
weiter als E 98
N22 a:
Hält in Bremen – Neue Vahr
Ankunft bereits 5 Minuten früher, Abfahrt 5 Minuten später
RS 3
27 – 29 Bremen Hbf.
32-33 Östliche Vorstadt
34-35 Gartenstadt Vahr
37-38 Neue Vahr
41-47 Osterholz
50-51 Neue Vahr
53-54 Gartenstadt Vahr
55-56 Östliche Vorstadt
59-01 Bremen Hbf
… weiter als RS 4
RS4
57-59 Bremen Hbf.
02-03 Östliche Vorstadt
04-05 Gartenstadt Vahr
07-08 Neue Vahr
11-17 Osterholz
20-21 Neue Vahr
23-24 Gartenstadt Vahr
25-26 Östliche Vorstadt
29-31 Bremen Hbf
… weiter als RS 3
Zusätzlich soll zwischen Bremen-Kirchenhuchting (Anschluss an Straßenbahn) und Osterholz eine neue S-Bahn Linie im T30 verkehren. Mit der RS 3 und der RS 4 ergänzt sie sich zum T15. Damit ensteht ein vernünftiges innerstädtisches Angebot.

Eine östliche Einführung der Hamburger Züge in den Bremer Hbf ist auch wesentlich günstiger zu haben.
Es geht hier nicht nur darum, die Hamburger Züge von Osten aus einfahren zu lassen. Die meisten fahrgäste werden diese Strecke mit der S-Bahn nutzen. Sie erschließt nämlich den mit Abstand einwohnerreichsten Stadtbezirk Bremens. Es ist daher in erster Hinsicht ein S-Bahn Vorschlag.
Zum Bedarf: Zwischen dem Zentrum und der Gartenstadt Vahr fahren laut dem Nahverkehrsplan aktuell 23.800 Personen täglich mit dem ÖPNV. Etwa 4.000 Fahrgäste fahren heutzutage täglich von der Großwohnsiedlung Neue Vahr mit dem Bus weg. Vom Bf. Osterholz fahren aktuell 9.800 Fahrgäste mit der Tram und 5.900 mit dem Bus nach Westen/zum Zentrum. Insgesamt also 15.700 Fahrgäste. Die S-Bahn wird dort wohl etwa 3.000 – 5.000 neue Fahrgäste anlocken und etwa 5.000 umsteigen lassen. Somit werden in Zukunft etwa 8.000 – 10.000 Fahrgäste zwischen Osterholz und neue Vahr fahren. …
Vg Geomaus007
Ich finde die Idee gut, wenn auch spekulativ. Würde mit einem RE von Hamburg Richtung Oldenburg gut passen.
Ich weiß aber nicht wie viel Sinn die Zweigstrecke nach Osterholz macht. Abgesehen davon würde ich den Bahnhof umbenennen, da unweit im Norden bereits der Bahnhof Osterholz-Scharmbek liegt und das bei Reisenden zu Verwirrung führen könnte.
Die Zweigstrecke nach Osterholz ist kostengünstig realisierbar. Sie ermöglicht es erst, dass man mit der S-Bahn auch von Stadtteilen östlich der Neubaustrecke mittels eines Umstiegs am Kombibahnsteig schneller am Hbf ist als mit der Tram.
Ich habe die Station umbenannt. Wie soll sie heißen?
VG Geomaus007
Als Bremer kann ich sagen, dass „wir“ sie höchstwahrscheinlich Blockdiek nennen würden.
Ok. Das klingt vernünftig. Ich habe die Haltestelle umbenannt.
Ich finde die Idee gar nicht so schlecht, allerdings aus einem anderem Grund, als von dir genannt. Zur Zeit steht man von Hamburg kommend mit dem Zug im Schnitt 5 Minuten (Tendenz mehr) vor der Einfädelung in die Bremerhavener Strecke. Dieses Nadelöhr könnte durch diese Spange deutlich entlastet werden, sodass vor allem der Nahverkehr nach Bremerhaven, Bremen-Nord und Hamburg zuverlässiger wird.
Zur Anbindung Bremen-Osts: Da meiner Einschätzung nach der Bf Gartenstadt Vahr vor allem als Umstiegspunkt in die SL1 & BL25 zur Anbindung der Vahr und Schwachhausen dienen würde, würde ich den Halt weiter südlich zur Haltestelle Julius-Brecht-Allee verlegen. So hätte man auch einen besseren Umstieg zu einem möglichen HP Steubenstraße auf der Strecke nach Osnabrück.
Außerdem könnte man auch noch über einen HP an der Anschlussstelle Vahr nachdenken, auch da ja nicht die Geschwindigkeit, sondern die Erschließung neuer Gebiete im Vordergrund steht. Die Lage an der Autobahn wäre ideal für eine P+R Anlage, sowie für das Wohn-/Gewerbegebiet Achterdiek.
Auch wenn es natürlich nicht ausschlaggebend ist, den Namen „Östliche Vorstadt“ finde ich auch nicht ganz passend. Erstens, da es, finde ich, ein zu großes Gebiet beschreibt und da der Begriff in Bremen selbst kaum verwendet wird.
VG
Interessant. Den füge ich gleich in die Beschreibung hinzu.
An der Haltestelle Julius-Brecht-Allee erschließt man im näheren Umkreis fast gar nichts. Da sind nur Kleingärten. Ich würde daher die Tram Hst. verlegen. Aber der Umstieg ist hier sehr wichtig. Da hast du recht.
Naja, Bahnhöfen nur für P+R bin ich prinzipiell eher skeptisch. Da braucht es dann zusätzlich ein Neubaugebiet. Der Bahnhof neue Vahr ist aber auch relativ nah an der Autobahn. Ich denke, da könnte man gut einen P+R Platz machen. Notfalls ein Parkhaus, weil der Platz knapp ist.
Da bin ich blank – wie soll ich es nennen? Bei mir aus ostbayerischen Gefilden ist da zu wenig Ortskenntnis vorhanden.
LG Geomaus007
Schön, dass wir uns prinzipiell einig sind. Ich fände es, so wie du es vorschlägst, an sich auch besser, ich weiß nur nicht, ob sich das kostentechnisch lohnt. Ein komplett neuen Halt kann man mMn der SL1 nicht zumuten (aufgrund der langen Fahrt) und bei einem Streichen der Hst. Julius-Brecht-Allee ginge der Umstieg mit der 25 verloren. Eine Idee wäre es, die 25 noch einen Schlenker zum Bahnhof machen zu lassen oder das gesamte Ost-Bremer Busnetz mit einer neuen (Ring-)Linie zu verbessern.
Der fehlende Platz am Bf Neue Vahr war genau der Grund für die Idee des Halts an der Autobahn. Deine Idee in der Auffahrt finde ich ziemlich gut, zumal es stautechnisch auch der bessere Standort ist, wenn man Autofahrer in die Bahn holen möchte.
Kein Problem, das kann ich verstehen. Ich würde Hulsberg vorschlagen, zur Not einfach Stader Straße.
VG
Wo wird denn in die Bremerhavener Strecke eingefädelt? Die verläuft doch eher parallel, oder?
Ja, das stimmt. 100%-ig erklären kann ich mir das auch nicht, lediglich von der Situation berichten. Jedenfalls stehen die REs dort meistens ewig rum und nach dem Vorbeifahren einer RS geht´s weiter. Warum genau, weiß ich nicht.