Beschreibung des Vorschlags
Seit Jahrzehnten scheitert die Realisierung einer sogenannten „Hardtbergbahn“, die den Bonner Westen mit einer Schienenverbindung besser erschließen soll. Hauptstreitpunkt war stets die Streckenführung in den engen Straßen der Weststadt (siehe hier) Daher hier mein Vorschlag für eine schienengebundene Anbindung des Bonner Westens, der nicht den Weg durch die Weststadt nimmt (im Unterschied zu hier, hier oder hier). Ziel auch bei diesem Vorschlag ist, eine möglichst kostengünstige Realisierung (d.h. möglichst wenige Sonderbauwerke, wenige Tunnel) einer schnellen und leistungsfähigen Bahnverbindung (daher Stadtbahn und nicht Straßenbahn) zu erreichen. Angebunden wird die neue Strecke an die bestehende Stadtbahnverbindung Bonn – Köln hinter der Haltestelle Robert-Kirchhoff-Straße:
– Abzweig von der bestehenden Stadtbahnlinie auf die Straße „An der Dransdorfer Burg“. Hier besteht m.E. neben der Straße genug Platz für eine zweigleisige Streckenführung (evtl. auch nur eingleisig, wenn es nicht anders passt). Vor dem Einschwenken auf die „Siemensstraße“ muss für die erste Haltestelle allerdings ein Spielplatz weichen. Es ist alles recht eng.
– Das Einschwenken auf die „Siemensstraße“ wird durch Ampeln geregelt. Auf der „Siemensstraße“ erfolgt die Linienführung auf der Straße (spätestens ab hier ein Gleis je Richtung) und folgt dann der Straße „Auf dem Hügel“.
– Die nächste Haltestelle ermöglicht eine Verbindung zum Haltepunkt „Bonn-Endenich-Nord“ der S-Bahnlinie Bonn – Euskirchen. Das ist nicht zweingend erforderlich, aber ein guter Nebeneffekt dieser Gleisführung. Die Haltestelle/ Streckenführung könnte dort wahrscheinlich auch vom Autoverkehr durch Verschwenken getrennt werden; der Platz sollte dafür ausreichen.
– Die Strecke führt dann über die Straße „Auf dem Hügel“ und macht Halt kurz vor der Kreuzung mit der Straße „Am Propsthof“. Weiter geht es auf der Straße „Auf dem Hügel“, von der die Trasse dann abbiegt in die Straße „Am Bleichgraben“. Dort ist der nächste Haltepunkt.
– Weiter geht die Trasse ein Stück über die Ausläufer des Messdorfer Feldes und erreicht dann den „Hermann-Wandersleb-Ring“. Bevor die Strecke auf diesen einschwenkt erfolgt der nächste Halt.
– Die weitere Trassenführung erfolgt mittig über den „Hermann-Wandersleb-Ring“, dafür muss aus Platzgründen eine Fahrspur für die PKW weichen. Am Eingang nach Duisdorf an der Einmündung der „Rochusstraße“ ist die nächste Haltestelle.
– Die Strecke folgt der „Provinzialstraße“ auf eigener Trasse in Mittellage bis zur Autobahn A 565. Vorher gibt es einen weiteren Haltepunkt auf Höhe der Einmündung des „Schieffelingswegs“.
– Dann wird die „Provinzialstraße“ verlassen und die Trasse längs der A 565 geführt. Auf Höhe der „Villemombler Straße“, direkt neben der Agentur für Arbeit befindet sich der nächste Haltepunkt.
– Weiter geht es parallel zur A 565 bis zur Autobahnabfahrt „Hardtberg“, wo ein Teil der Fahrbahnstrecke der PKW zur Überquerung der Straße „Auf dem Kirchbüchel“ genutzt werden kann (das ist möglich, da die Abfahrt hier zweispurig ausgeführt ist). Die Trasse wird um die Sportstätte der Hardtberghalle herum geführt, parallel zum „Konrad-Adenauer-Damm“ erfolgt der nächste Halt.
– Spätestens nach diesem Halt, möglicherweise aber zur Bewältigung der Steigung auch schon vorher, wird die Strecke in einem kurzen Tunnel weitergeführt, um unter dem „Konrad-Adenauer-Damm“ kreuzungsfrei den „Brüser Damm“ zu erreichen. Die Trasse wird hier in der Straßenmitte geführt. Bis einschließlich zum Endhaltepunkt am Bundesverteidigungsministerium gibt es noch drei weitere Haltepunkte.
Vorteil des Vorschlags: die Trassenführung umgeht die enge Weststadt. Ob die Radien für die vorgeschlagene Route – insbesondere in Dransdorf bis zur „Siemensstraße“ – ausreichen, kann ich nicht beurteilen, aber nur so kann man ohne teure Tunnelbauwerke auskommen. Natürlich werden nicht alle möglichen, bzw. denkbaren Erschließunhgspotenziale ausgeschöpft, aber: die westlichen Bonner Stadtteile Dransdorf, Endenich, Duisdorf, Lengsdorf und Brüser Berg werden mit einer relativ kostengünstigen und schnellen Bahnverbindung angebunden. Der Zustieg zur neuen Bahnlinie dürfte auch für Berufspendler interessant sein, um dem täglichen Auto-Stau zu entgehen. Und: wenn die Strecke einmal gebaut ist, ergeben sich durch Ergänzungen und Erweiterungen zusätzliche Verbesserungsmöglichkeiten, die dann mit geringerem Aufwand umzusetzen wären.

Gute Idee, sich mal über alternative Streckenführungen Gedanken zu machen. Allerdings ist der Umweg im Nordwesten deiner Strecke schon enorm. Wäre nicht zumindest eine Führung über „Am Propsthof“ möglich? Hier würde man auch das Finanzministerium mit anbinden.
Ansonsten fährst du halt an einigen wichtigen Potentialen vorbei, wie z.B. dem Uni-Campus. Diese mit den von dir erwähnten Ergänzungsstrecken anzuschließen erfordert halt entweder einen noch größeren Umweg in die Innenstadt oder eine Führung eben doch durch die engen Straßen.
Hallo Intertrain!
Danke für den Kommentar. Ich weiß, dass mein Vorschlag ein Umweg bedeutet. Ich habe zwei Prämissen in den Vordergrund gestellt:
1. Eine Streckenführung, die mehr Akzeptanz findet, d.h. gerade nicht durch die Weststadt führt und daher (möglicherweise) auch bessere Chancen auf Realisierung hat.
2. Ein Vorschlag, der ohne viele Sonderbauwerke, die das Ganze teuer machen, auskommt. (Mit Tunnel kann man natürlich viel direktere Linien planen).
Die Idee über „Am Propsthof“ habe ich auch überlegt. Diese Variante erfordert eine komplizierte Anbindung an die bestehende Stadtbahntrasse; ich vermute, Du würdest den Anschluss auf Höhe der „Ennemoserstraße“ vornehmen wollen, um auf „Am Propsthof“ einzuschwenken. Das geht sicherlich, auch die Führung über „Am Propsthof“ ist machbar.
Die Frage ist: wie kommt man durch die enger bebauten Gebiete in Endenich? Entweder Tunnel, das heißt teuer. Oder über freie Flächen, das heißt Umwege und nicht die bestmögliche Erschließung.
Eine Möglichkeit könnte sein: vom „Am Propsthof“ abbiegen und zwischen den Uni-Instituten und Schrebergärten entlang des „Pfaffenweiherwegs“, um dann in einem Bogen vor dem Gebäude des Studentenwerks auf die Straße „Auf dem Hügel“ zu kommen und dann weiter wie vorgeschlagen über „Am Bleichgraben“ Richtung Hardtberg (ich kann das zeichnerisch leider nicht mehr nachtragen).
Die Ergänzungsstrecken, die an die neue Trasse angeschlossen werden sollen, hatte ich eher für die Stadtteile Duisdorf, Lengsdorf, Ückesdorf und Röttgen im Hinterkopf. Da mein Vorschlag eine Stadtbahn vorsieht, sehe ich für die engen Innenstadtbereiche für Ergänzungen große Schwierigkeiten. Da funktionieren besser diese Vorschläge mit Straßenbahnen hier und hier