Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag soll den Mischbetrieb zwischen Niederflur-Straßenbahn und Hochflur-Stadtbahn in Bonn zwischen Ramersdorf und Oberkassel beenden, indem die Linie 62 die Haltestelle Ramersdorf oberirdisch anfährt und ab dort zum Bahnhof Oberkassel geführt wird, um den Bonner Bogen nebenbei etwas besser anzuschließen.
Diskussionswürdig ist dabei meiner Meinung nach, ob die Haltestellen so dicht hintereinander gebaut werden sollen oder ob eine alternative Führung ab Ramersdorf am Landgrabenweg entlang nicht besser sein könnte.

An sich eine durchaus sinnvolle Idee, die Unterführung der Autobahn sollte ja gut machbar sein und die nun verwaisten Tunnelrampen kann man ja einfach verfüllen. Der Mischbetrieb ist in der Tat unschön, da er den barrierefreien Betrieb ja deutlich einschränkt und nicht die aktuellen K5000-Stadtbahnwagen auf der 66 erlaubt.
Die Kurve am Konrad-Zuse-Platz in die Karl-Duwe-Straße wird aber knapp, will man nicht im weiten Bogen auf dem Platz ausholen – die Ecke ist deutlich weniger offen, als wie es auf unserem Kartenmaterial wirkt. Vielleicht wäre es besser, die Gleise parallell zu und nördlich der Vollbahn an den Bahnhof Oberkassel heran zu führen – vorrausgesetzt, es ist nach erfolgtem viergleisigen Ausbau der Rechten Rheinstrecke für die S-Bahn noch Platz für ein drittes Gleispaar. Da man sich aber „nur“ an Bürogebäuden vorbeiquetschen müsste, kann man hier wohl auch etwas weniger zimperlich zu Werke gehen.
Auch mir gefällt diese Idee prinzipiell sehr gut, ich teile aber die Bedenken von Zeruplal. Die Kurve am Konrad-Zuse-Platz scheint mir problematisch. Eine Führung nördlich der Bahn würde aber das Gewerbegebiet am Rheinufer nicht so gut bedienen. Deshalb empfehle ich eine Führung ab der Königswinterer Straße am westlichen Ufer des Ankerbachs, von wo aus bequem in die Karl-Duwe-Straße abgebogen werden könnte.
Am Kreisverkehr befürchte ich aber einen gefährlichen Unfallschwerpunkt, wenn du die Strecke neben der Königswinterer Straße einrichtest. Den Kreisverkehr in die Oberkasseler Straße verlassende Fahrzeuge könnten eine Straßenbahn leicht übersehen, wenn sie von hinten kommt. Auch eine Ampel an der Ausfahrt des Kreisverkehrs wäre höchst ungewöhlich, weshalb ortsfremde Fahrzeugführer nicht damit rechnen werden. Besser fände ich es daher, wenn man die Strecke auf einen Mittelstreifen legt und die Königswinterer Straße entsprechend umbaut. Platz ist genug vorhanden. Eine Straßenbahn, die einen Kreisverkehr mittig kreuzt ist gut zu erkennen und eine Ampel an dieser Stelle auch weniger überraschend.
Da am Bahnhof Oberkassel reichlich Platz vorhanden ist, würde ich dort außerdem eine Wendeschleife empfehlen. Die ist zwar bei Zweirichtungszügen nicht nötig, würde aber den Fahrern den Wechsel ihres Platzes ersparen, was das Wenden beschleunigt, es würde Verschleiß an Weichen ersparen und es würde in Zusammenhang mit der Schleife am Quirinusplatz und dem Wendedreieck am HBF auch den künftigen Einsatz von Einrichtungswagen ermöglichen, die mit weniger Technik günstiger zu beschaffen wären und Fahrgästen mehr Raum für Sitzplätze bieten könnten.
Die Bedenken bei der Streckenführung natürlich berechtigt und wären im Detail natürlich zu korrigieren. Allerdings sind Zweirichtungsfahrzeuge in Bonn alternativlos, weil die vor recht kurzer Zeit ausgebauten Haltestellen Konrad-Adenauer-Platz, Bertha-von-Suttner-Platz und Haus der Jugend Mittelbahnsteige haben.
Die Tunnelrampen würde ich aber nicht stilllegen, damit die Verbindung der beiden Strecken nach wie vor gegeben ist.