Berlin U10 Hönow – Buckow-Süd

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Beschreibung des Vorschlags

Probleme:

Verkehrssenatorin Bonde will eine U-Bahn-Ringlinie. Die ist wegen hoher Kosten unrealistisch, allerdings fehlt im Südosten eine leistungsstarke Tangente. Die Ringbahn ist zwischen Südkreuz und Frankfurter Allee an der Kapazitätsgrenze, zudem unzuverlässig. Auch U7 und S3 sind vor dem Ring hoch belastet. Busse in dieser Relation (M43, 194) sind überfüllt und staugefährdet. Ein weiteres Problem ist der Parallelverkehr von U5 und S5, viermal treffen sich die beiden Linien.

Lösung:

Die östliche U5 (Hönow – Tierpark) wird unter neuem Namen U10 ab Tierpark nach Südwesten bis Buckow weitergeführt.

Infrastruktur:

Die neue Trasse wird komplett unterirdisch gebaut und für automatischen Betrieb vorbereitet. Vom Tierpark verkehrt sie parallel zur Eisenbahnstrecke, Höhe Ilsestr. knickt sie südwärts ab. Über das Neubaugebiet Parkstadt Karlshorst geht es nach Baumschulenweg. In Späthsfelde ist ein Wohngebiet geplant. Dann erreicht der Tunnel das Hochhausgebiet Ortolanweg. Unter dem Grünen Weg weiter zur U7-Trasse. U Johannisthaler Chaussee wird viergleisig neu gebaut, zwecks bahnsteiggleichem Umsteig. Die restliche Strecke nach Buckow-Süd wurde hier bereits vorgeschlagen.

Betrieb:

U10 verkehrt im 5′-Takt mit 6-Wagen-Zügen.

Andere Linien:

Die U5 verkehrt nur noch von Hauptbahnhof bis Tierpark. Der Endbahnhof wird zur U10 verschoben. Die S5 wird Mo-Sa auf 5′-Takt verdichtet von Warschauer Str. bis Mahlsdorf. Die S3 erhält einen neuen Haltepunkt an der U10-Kreuzung. Die S3X wird eingestellt, ein 10′-Takt auf S3 ist zukünftig ausreichend, auch weil der Regionalbahnhof Köpenick bald eröffnet.

170 fährt nur noch Steglitz – U Späthsfelde. 246 wird zum U Südostallee verlängert. 166 und 265 tauschen in Baumschulenweg ihre Südäste. 172 fährt über Buckower Damm und Johannisthaler Allee. M44 und 744 enden U Buckow-Süd.

Vorteile:

Eine Südosttangente entsteht, tangentiale Verbindungen werden deutlich beschleunigt. Der überlastete Südostring wird entlastet, Fahrgäste werden auf U10 und S46/47 verlagert. Auch U5, U7 und S3 werden etwas entlastet. Der Parallelverkehr von U5 und S5 wird reduziert. Die Erschließung von Karlshorst, Baumschulenweg, Britz und Buckow wird verbessert, das geplante Neubaugebiet Späthsfelde erschlossen.

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15 Kommentare zu “Berlin U10 Hönow – Buckow-Süd

    1. Aktuell nutzt kaum jemand diese Direktverbindung. Man steigt in Wuhletal bahnsteiggleich in die schnellere und komfortablere S5 um. Die weniger wichtigen Ziele wie Strausberger Platz oder Samariterstr. rechtfertigen keine Schnellbahn-Direktverbindung, man würde hier zukünftig in Tierpark umsteigen.

      1. Meinst du? Warum ist denn die S5 komfortabler? Und schneller? Zum Alex ist die Direktverbindung mit der U5 aktuell 5 Minuten schneller, wie kommst du auf das Gegenteil?

        Ich finde die Idee dieser U10 ja grundsätzlich gar nicht so verkehrt, aber denke, dass zumindest jede zweite U5 weiterhin nach Hellersdorf fahren sollte. Zumal die Hellersdorfer jetzt ja auch nicht unbedingt so sehr Richtung Buckow orientiert sind, dass nachfragetechnisch eher hier eine Umsteigeverbindung angemessen wäre. Oder hast du hier irgendwelche gegenteiligen Informationen?

        Weiterhin wird durch die künftige Straßenbahnstrecke Mahlsdorf – Hellersdorf die Notwendigkeit einer Südosttangente auch schon ein wenig abgemildert.

        1. Die U5 braucht von Wuhletal bis Hbf 31min, die S5 28min. Am wichtigsten Ziel Alexanderplatz kommt der Weg aus der Ebene -3 hinzu, das sind dann auch ungefähr 3min Differenz.

          Die S-Bahn-Züge sind geräumiger, besser belüftet, ihre Sitze sind breiter mit mehr Beinfreiheit. Die meisten Fahrgäste bevorzugen generell ober- statt unterirdische Schnellbahnen. Die U5 ist zwischen Alexanderplatz und Lichtenberg bereits sehr voll.

      2. Aktuell nutzt kaum jemand diese Direktverbindung.“

        Wie kommst du darauf?

        Die weniger wichtigen Ziele wie Strausberger Platz oder Samariterstr.“

        Frankfurter Allee, Frankfurter Tor und Weberwiese (wie die anderen Halte auf der wichtigen Karl-Marx-Allee) und alles, was hinter dem Alexanderplatz in Mitte liegt (Rotes Rathaus, Museumsinsel, Unter den Linden, Brandenburger Tor und Bundestag) sind wohl nochmal wichtiger.

    2. Wer wert darauf legt, ohne Umsteigen von Hellersdorf ins Zentrum zu kommen, kann die Tramlinie M6 nehmen. Wer schneller ins Zentrum möchte, muss dann halt umsteigen, so einfach ist das. Zumal Berlin sowieso eine polyzentrische Stadt ist. Und der bahnsteiggeiche Umstieg zur S5 in Wuhletal würde gerade bei einem regelmäßigen T5 der S5 wie eine Direktverbindung wahrgenommen werden. 

      Hellersdorf hat einfach das Problem, dass es deutlich außerhalb liegt, weil man in der DDR für die U-Bahn unter der Greifswalder keine Baukapazitäten hatte. So hätte das Verkehrsaufkommen einer zunächst angedachten Malchower Großwohnsiedlung durch die Tram in der Greifswalder nicht bewältigt werden können. Also musste man die Großwohnsiedlung stattdessen ganz abseits in Hellersdorf errichten, in dessen Richtung halt die U5 führte, die man auch kostengünstig, oberirdisch verlängern konnte. Das sorgt natürlich für starke Verkehrsströme von und nach Hellersdorf, aber auch dafür, dass Hellersdorf nie so optimal mit den Öffis versorgt sein wird wie zum Beispiel Kreuzberg oder Wilmersdorf. Immerhin kann eine zukünftige, als Express-U-Bahn konzipierte U11 nach Marzahn, mit Halt an der Kreuzung Landsberger Allee/Blumberger Damm, von den Hellersdorfer Linien M6, 18, X54, 195 und 197 (oder welche Linien auch immer bei etwaiger Eröffnung fahren) gefüttert werden. Die Abhängigkeit der Hellersdorfer von der U-Bahn über Biesdorf dürfte sich dann verringern. 

  1. Verkehrssenatorin Bonde will eine U-Bahn-Ringlinie. Die ist wegen hoher Kosten unrealistisch, allerdings fehlt im Südosten eine leistungsstarke Tangente.

    Sehe ich auch so. Ich finde, dass die U0 auch nicht zu den Verkehrsströmen passt. Der Westteil durch das dörfliche Schmargendorf und parallel zu leerem Westring und U7 spottet jeder Beschreibung. Da wollte man wohl, ohne Rücksicht auf Verluste, mit einer (Ring-)Linie alles abdecken, was geht. Deine Analyse zum Südosten ist absolut zutreffend.

    Ein weiterer Vorteil deiner Linienführung wäre, dass die Gropiusstadt (und Britz, Buckow etc) eine Direktverbindung zur östlichen Stadtbahn erhielte. Das ist für die zahlreichen Gropiusstädter, die wichtige Ziele wie Warschauer Str, Ostbahnhof, Hackescher Markt oder Hauptbahnhof erreichen wollen, extrem vorteilhaft im Vergleich zu heute.
    Die Streckenführung finde ich ansonsten richtig gut, sowie die Stationsauswahl, ich habe daran nichts auszusetzen.
    Die U5 kannst du dann gleich von Tierpark über Oberschöneweide nach Schöneweide Bahnhof verlängern. Der Südosten Berlins muss sowieso vom kaputten Deutsche-Bahn-Netz unabhängig werden – jedes Mal, wenn dort Bauarbeiten sind (so gut wie immer), herrscht schlimmes Chaos.

    Deine U-Bahn nach Buckow macht definitiv mehr Sinn als die U8 entlang des leeren Buckower Damms und parallel zur U7.

  2. „M44 und 744 enden U Buckow-Süd“

    Könnte man das westliche Ende nicht etwas weiter nach Westen verschieben? Das ist ja irgendwie schade, wenn eine wichtige U-Bahn dann so im abrupt endet. Die Bedeutung der Buckower Felder ist dir ja auch bewusst, siehe dein eigener Vorschlag: https://linieplus.de/proposal/berlin-179-nach-buckower-felder-verlaengern/
    Dort hattest du ja selbst erörtert, dass es einen Grund gibt, dass jeder zweite M44 auf die Gerlinger Straße fährt.

    „170 fährt nur noch Steglitz – U Blaschkoallee“

    Der sollte doch wenigstens an der U10 enden, oder? Also an der Station in der Rudower Straße oder in der Späthstraße. Sonst werden die meisten ja doch wieder auf den Ring umsteigen.

    „Die S3 erhält einen neuen Haltepunkt an der U10-Kreuzung. Die S3X wird eingestellt, ein 10′-Takt auf S3 ist zukünftig ausreichend, auch weil der Regionalbahnhof Köpenick bald eröffnet.“

    Was hat das jetzt mit dem Vorschlag zu tun und wie kommst du darauf, dass das so bleiben wird. Erst vor kurzem wurde der abendliche 10′-Takt der S3 verlängert, trotz 3 Regionalzügen pro Stunde von/nach Erkner. Vielleicht braucht die S3 ja wegen dieser attraktiven neuen U-Bahn-Verbindung erst Recht einen 5′-Minuten-Takt für Menschen, die aus beiden Richtungen auf andere Art und Weise ins Zentrum wollen?

    Und als letztes: Wieso nicht die U5 und die U10 ins Zentrum fahren lassen? Also Hbf – Tierpark – Buckow und Hbf – Hönow? Der wichtigste Abschnitt der U5 wäre verdichtet, umsteigezwänge aufgehoben und auch die S-Bahn auf dem Ostring würde deutlich entlastet werden. Das wär doch ein Win-Win-Win.

    1. Was hat das jetzt mit dem Vorschlag zu tun und wie kommst du darauf, dass das so bleiben wird. Erst vor kurzem wurde der abendliche 10′-Takt der S3 verlängert, trotz 3 Regionalzügen pro Stunde von/nach Erkner. Vielleicht braucht die S3 ja wegen dieser attraktiven neuen U-Bahn-Verbindung erst Recht einen 5′-Minuten-Takt für Menschen, die aus beiden Richtungen auf andere Art und Weise ins Zentrum wollen?

       

      Völlig richtig. Sonst hätte ja nur jede zweite U-Bahn Anschluss an die S3 in Lichtenberg-Süd, oder wie auch immer man den Bahnhof nennen würde. Dabei ist der Anschluss Gropiusstadt-Stadtbahn einer der größten Vorteile dieses Vorschlags. Tesla nicht zu vergessen. Und Gemeinden wie Schöneiche oder Woltersdorf gehörten bereits weit vor Tesla-Ansiedlung zu den wachstumsstärksten in ganz Deutschland.

       

       

      Und als letztes: Wieso nicht die U5 und die U10 ins Zentrum fahren lassen? Also Hbf – Tierpark – Buckow und Hbf – Hönow? Der wichtigste Abschnitt der U5 wäre verdichtet, umsteigezwänge aufgehoben und auch die S-Bahn auf dem Ostring würde deutlich entlastet werden. Das wär doch ein Win-Win-Win.

       

      Keine schlechte Idee. Eine weitere Möglichkeit wäre: 

      -U5, so lassen wie sie ist. Die einst vorgesehene und von mir zunächst angedachte U-Bahn von Tierpark über Karlshorst nach Schöneweide Bahnhof wäre ja mit der U10 über Baumschulenweg und Karlshorst-West etwas sinnlos.

      – U10, wie in dem Vorschlag, von Süden kommend bis zur bestehenden Station Tierpark führen. Von dort über Friedrichsfelde Ost nach Springpfuhl. Dann kann die U10 die S-Bahn nach Ahrensfelde übernehmen. (Wartenberg wäre nicht so sinnvoll, um Verlängerung und „Mischbetrieb“ S75/S8 Nördlich Karower Kreuz zu ermöglichen). Eine Südosttangente, die die S7 und S75 verpasst und Marzahn und Hohenschönhausen derart außen vor lässt, kann meiner Meinung nach ihr Potenzial nicht ganz ausschöpfen.

    2. Könnte man das westliche Ende nicht etwas weiter nach Westen verschieben? 

      Wenn man den letzten Bahnhof in Ost-West-Richtung baut, ist eine Verlängerung nach Westen möglich. Allerdings dominieren dort Einfamilienhäuser. An der Gerlinger Str. wäre noch Platz für ein Hochhausgebiet, dann wären die Chancen höher.

      Vielleicht braucht die S3 ja wegen dieser attraktiven neuen U-Bahn-Verbindung erst Recht einen 5′-Minuten-Takt für Menschen, die aus beiden Richtungen auf andere Art und Weise ins Zentrum wollen?

      Aus Hellersdorf geht es über Wuhletal schneller ins Zentrum, aus Buckow über Baumschulenweg. In Spandau und Wannsee bevorzugen die meisten Fahrgäste ins Zentrum die Regionalbahn, also wird das in Köpenick nicht anders sein. Daher rechne ich nicht mit Fahrgastzuwachs auf S3.

      Wieso nicht die U5 und die U10 ins Zentrum fahren lassen? Also Hbf – Tierpark – Buckow und Hbf – Hönow? 

      Interessante Idee. Welche Taktung planst Du?

      1. „An der Gerlinger Str. wäre noch Platz für ein Hochhausgebiet“

        Das wird dort doch sogar gebaut.

        „Aus Hellersdorf geht es über Wuhletal schneller ins Zentrum, aus Buckow über Baumschulenweg. In Spandau und Wannsee bevorzugen die meisten Fahrgäste ins Zentrum die Regionalbahn, also wird das in Köpenick nicht anders sein. Daher rechne ich nicht mit Fahrgastzuwachs auf S3.“

        Das ist ein gutes Argument. Ich hätte halt gedacht, dass durch diese U-Bahn die S3 etwas häufiger genutzt wird, durch den Bahnhof in Köpenick dafür seltener.

        Interessante Idee. Welche Taktung planst Du?“

        In der HVZ beide Linien alle 5 Minuten zum Hbf. Während die U5-Verstärker unterwegs sind nur jede zweite U10 zum Hauptbahnhof, die andere endet dann am Alexanderplatz/Tierpark. Während die Linien im reinen 10′-Takt fahren würde die U10 dann anfangs durchfahren (um die Zeiten des 5′-Takts zwischen Hauptbahnhof und Tierpark zu verlängern), später dann nur bis Alexanderplatz.

        Im Nachtverkehr dann nur die U5, die U10 hätte dann eben den Anschluss am Tierpark.

        1. In der HVZ beide Linien alle 5 Minuten zum Hbf. 

          Bei einem 2/3′-Takt käme es zu Staus, auch weil die Berliner U-Bahn aus Sicherheitsgründen auf Stationsabstand verkehrt. Bei einem 3/3/4′-Takt (wie offiziell geplant) hätte man auf den Verzweigungsstrecken jeweils einen 6/7′-Takt, was nicht zu den anderen Linien passt (z.B. S5 in Wuhletal). Bei reinem Linienbetrieb hat man das Problem nicht.

    3. Der sollte doch wenigstens an der U10 enden, oder? Also an der Station in der Rudower Straße oder in der Späthstraße. Sonst werden die meisten ja doch wieder auf den Ring umsteigen.

      Stimmt, 170 und 246 verlängere ich zur U10. Sie können noch das geplante Wohngebiet Späthsfelde fein erschließen, falls nötig.

  3. Ich bin mal etwas direkt und ehrlich. Ich finde den Vorschlag sehr schlecht. Meiner Meinung nach ergibt er kaum einen Sinn, wieso will Hellersdorf so angebunden werden? Wen nützt die Verbindung aus Mahlsdorf, Kaulsdorf oder Biesdorf in so einem Umfang, dass man eine U-Bahn benötigt. Wenn man eine starke Tangentialverbindung will, da gibt es schon die bestehenden Planungen auf dem Berliner Außenring von Karow über Biesdorfer Kreuz zum BER. Außerdem würde ich dir mit der U5 widersprechen. Die U5 ist hier sehr wichtig, insbesondere um Störungen auf der S5 aufzufangen, gleichzeitig ist der Zeitvorteil der S5 nur marginal, will ich am Hbf tief umsteigen ist die U5 sogar schneller.

    Will man Schöneweide mit Neukölln verbinden so finde ich eine Verlängerung der 6x/M17 Richtung Gropiusstadt besser.

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