Beschreibung des Vorschlags
So, eine Verbindung war ich Euch noch schuldig. Auch diese dient als Ergänzung zu meinem Stadtbahngrundnetz Berlin, und zwar zur Linie 2 Wittenbergplatz-Waldkrankenhaus Falkenhagener Feld. Anschluß an diese Linie bestünde an der Stadtrandstraße (Falkenhagener Feld) und an der Heerstraße (Spandau-Wilhelmstadt).
Seinerzeit wurde ich bei der Vorstellung dieser Linie gefragt, warum ich das Zentrum von Spandau nicht anbinden würde. Tja, das liegt an Euren Regeln, das will ich natürlich schon. Von mir bekommt Ihr aber immer ein Gesamtkonzept, wenigstens die Ansätze eines vollständigen Netzes, was man hier aber nicht so vorstellen darf. Warum eigentlich nicht? Wenn einige Sachen daraus als Vorschläge an die Politik übergeben werden sollen, so könntet Ihr die Politiker gleich von Anfang an erziehen, die Dinge in größerem Zusammenhang zu sehen und nicht nur auf die nächste Wahl in ein paar Jahren und die eigene politische Karriere zu schielen.
Zum Linienverlauf. Schon bei der Stadtbahnlinie 2 hatte ich angesprochen, dass ich bereits diese Linie lieber bis hinter die Gartenstadt Falkenhöh geführt hätte. Das schlage ich auch hier vor, müsste dann aber die Forderung wiederholen, dass sich das Land Brandenburg und die Gemeinde Falkensee finanziell mit beteiligen. müssten. Ja, ich kenne die Argumente. Die Leute sollen nicht ermutigt werden, ihr Geld in Berlin auszugeben. Nun, das tuen diese so oder so, aber ohne Straßenbahn dann unter ausschließlicher Nutzung des eigenen Autos. Zudem meine Linie am Einkaufszentrum von Falkenhöh endet, dann könnten sich die Geschäfte dort auch vermehrt auf Besucher aus Berlin freuen. Durch das Felkenhagener Feld geht es dann weiter zum Zentrum von Spandau, von dort nach Süden, an der Heerstraße wird wieder die meine Stadtbahn Linie 2 erreicht. Bis hier ist diese Streckenführung auch Bestandteil offizieller Planungen – nicht nur die der Straßenbahn, sondern auch die dadurch überflüssige Verlängerung der U7 würde diesen Weg nehmen. Mein Vorschlag ginge dann aber noch weit darüber hinaus. Die Hauptlinie fährt dann auch nach Süden Richtung Gatow weiter, die Verstärkungsfahrten könnten in der HVZ bis zum Wittenbergplatz geführt werden. Die Gegend um (und hinter) Gatow ist zugegebener Maßen (bislang noch…) spärlich besiedelt. In Kladow war ich dann auch lange unschlüssig. Ursprünglich hatte ich vor, die Linie am Ritterfelddamm in der Nähe des ehemaligen Flughafens Gatow enden zu lassen, dann hätte ich aber weite Teile von Kladow nicht erreicht. Also wenn schon, denn schon… Die Linie soll in Alt-Kladow enden. Vor allem da an der Streckenführung noch jede Menge Platz für zukünftige Bebauung ist. Man braucht diesen südlichen Teil der Strecke ja nicht sofort zu bauen, sollte aber zumindest die Trasse von Bebauung freihalten. Fakt ist jedenfalls, dass eine solche Straßenbahn zusätzlichen Siedlungsbau anziehen dürfte.
Dem aufmerksamen Betrachter dürfte nicht entgangen sein, dass ich an einigen Stellen gestrichelt Anschlusslinien eingezeichnet habe. So z.B. am Falkenseer Damm/Askanierring eine mögliche Führung über Hakenfelde und die ehemalige Bötzowbahn nach Henningsdorf. Am Altstädter Ring über die Neuendorfer Str. Richtung Wasserstadt Spandau. An der Kloster-/Ruhlebener Str. z.B. nach Ruhleben (U2), an der gleichen Stelle in die entgegengesetzte Richtung weiter nach Staaken und dort wieder Anbindung an meine Stadtbahnlinie 2.
Zum Schluss wieder eine Zusammenfassung.
System: Straßenbahn Niederflur
Fahrzeuge: 60 m Länge, durchgehend (optional im Verband 90 m), 2,65 m breit. Ausstattung schon aus Gründen der Kompatibilität die gleiche wie für die Stadtbahn, inklusive CBTC.
Takt: 10 Minuten, eine zweite Linie alle 10 Minuten zumindest zur HVZ bis zum Wittenbergplatz.
Trassierung: Oberirdisch, wo möglich eigener Gleiskörper. Bei Verlängerung nach Kladow Charakter einer Überlandstraßenbahn.

Die Linienführung bis Falkenhöh (würde) ich unsinnig finden da der tsatdteil der zweitkleinste nach Waldheim ist und nichtmal 1000 Einwohner hat. Die jetzige Streckenführung finde ich gut allerdings-Muss bis Kladow? Alt Pichelsdorf würde auch reichen.
Muss definitiv nicht nach Kladow – nicht zu dem jetzigen Zeitpunkt. Momentan ist die Besiedelung dort zu dünn. Allerdings muss man das Ganze auch mal so sehen: Bislang ist der Verkauf der Grundstücke auf dem ehemaligen Flughafen Gatow z.B. sehr schleppend gelaufen, und ohne vernünftige Verkehrsanbindung dürfte sich daran so schnell auch nichts ändern. Jedenfalls dürfen sich solche Fehler wie z.B. beim Märkischen Viertel nicht wiederholen – erst eine Siedlung auf die grüne Wiese bauen, und fast 60 Jahre später gibt es immer noch keine vernünftige Verkehrsanbindung.
Die Trasse führt im Süden an der Besiedlung vorbei. Sie verläuft hauptsächlich durch Landschaftsschutzgebiete, weswegen es auch nicht zu einer adäquaten Neuansiedlung kommen wird. Ohnehin sind die Ausfallstraßen heute schon an der Kapazitätsgrenze, in Potsdamer Norden wird viel gebaut, eine weitere Massenansiedlung wäre fatal. In Alt-Kladow umsteigend, führe man einen Riesenumweg Richtung Spandau oder Berlin, so dass man lieber die Busse nähme.