Berlin: Reaktivierung der Spandau-West–Hennigsdorfer Kleinbahn

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Beschreibung des Vorschlags

In diesem Vorschlag möchte ich vorschlagen, die Bötzowbahn von Johannesstift nach Hennigsdorf wieder als Trasse für eine Straßenbahn wie vor dem 2. Weltkrieg zu nutzen. Diese soll Hennigsdorf mit Spandau verbinden. Diese Verbindung war früher für viele Arbeiter in Hennigsdorf sehr wichtig, aber auch heute noch wird der 136er im 10-Minuten-Takt gut benutzt. Außerdem würde die ziemlich große Siedlung Nieder Neuendorf (laut Wikipedia 2008 fast 4.500) eine Straßenbahn bekommen und die Buslinien in Hennigsdorf entlastet werden. Die Straßenbahnlinie soll südlich Johannesstifts weiter ins Spandauer Zentrum oder noch weiter fortgesetzt werden, wie z.B. hier

Die Straßenbahnlinie soll im 10- oder 15-Minuten-Takt betrieben werden und den Bus 136 fast komplett ersetzen. Der Bus 136 soll vom Bahnhof Spandau bis zum Aalemannufer fahren.

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12 Kommentare zu “Berlin: Reaktivierung der Spandau-West–Hennigsdorfer Kleinbahn

    1. Ich glaube nicht, dass die Nachfrage zu gering wäre. Die Takte dieser Buslinie lassen das zwar vermuten, aber die Einwohnerzahlen von Hennigsdorf und Spandau, in Zusammenhang mit der Nähe zueinander und den vielen Arbeitsplätzen, die an der Strecke liegen, lassen durchaus ein ausreichendes Verkehrsaufkommen vermuten. Buslinien sagen, wenn sie allzu selten fahren, nicht viel über das Potenzial aus. Es gilt zwar die Regel, wo der Bus alle 10 min fährt, lohnt sich eine Straßenbahn, aber der Umkehrschluss, dass sie sich nicht lohnt, wenn er seltener fährt, ist nicht imme richtig. Es ist auch möglich, dass die Fahrgastzahlen nur deshalb niedrig sind, weil das Angebot zu schlecht ist.

      1. Naja es stellt sich dann aber die Frage, warum werden die Takte nicht verdichtet? Bedenke da bitte deine eigenen Worte: „Es gilt zwar die Regel, wo der Bus alle 10 min fährt, lohnt sich eine Straßenbahn,..“. Ein Eindecker hat Platz für ca. 60-70 Fahrgäste, ein Gelenkbus ca. 100 und eine 30 m Flexity Straßenbahn ca. 180. Wieso sollte man also den in Betriebskosten billigeren Bus nicht verdichten, der auch viel weniger Investitionskosten als die Straßenbahn hat? Man versenkt doch nicht Millionen in den Straßenbahnbau, um dann im Betrieb mehr zahlen zu müssen als für den Busverkehr. Das tut man nur, wenn sich dadurch wirklich Vorteile ergeben, wie Kapazitätsaufbau weil es notwendig ist oder Geschwindigkeitsvorteile. Ansonsten kann auch der Bus erstmal verdichtet werden und wenn dann ein 10 min Takt dann auch gut gefüllt ist, dann kann man über eine Straßenbahn nachdenken.

  1. Prinzipiell halte ich das für eine gute Idee. Immerhin ist die Linie 120 der Berliner Straßenbahn ja nur wegen des Krieges stillgelegt und wegen der folgenden deutschen Teilung nicht wieder in Betrieb genommen worden. Ich würde heute allerdings empfehlen sie an eine Straßenbahnstrecke anzuschließen, die entlang der Streitstraße nach Hakenfelde fahren sollte. Außerdem verstehe ich nicht, warum du in Niederneuendorf nicht die noch immer freie alte Trasse nutzen möchtest, sondern eine ortsfernere Trasse wählst. Auch in Hennogsdorf wüsste ich gerne, warum die Strecke nicht wieder über die Rathenaustraße führen soll.

  2. Ich sehe keine realistische Chance für eine Verbindung bis Hennigsdorf. Mir ist das Potential schlicht zu niedrig. Eine Straßenbahn bis Papenberger Weg sehe ich durchaus als gute Idee an, wegen dem Neubau der dort stattfindet. Ich würde die Verbindung dann durch einen Bus der OVG bis zur hoffentlich verlängerten Siemensbahn fahren lassen und diese darauf abstimmen. Dann haben die Fahrgäste aus Hennigsdorf nämlich diese Verknüpfung und der Nachfrage starke Teil wird durch eine Straßenbahn bedient. Für mich ist einfach zu viel Wald zwischen den beiden Orten, wo es keine Nachfrage gibt. Mal davon abgesehen, ist Hennigsdorf mit 26.500 Einwohner, die eine direkte S-Bahnanbindung und bald auch eine direkte Regioanbindung an Berlin haben, auch kein so lohnendes Ziel. Wenn die ganzen Einwohner quasi alle über Spandau müssten, um nach Berlin zu kommen, dann gäbe es Potential. Aber die S-Bahn fängt schon heute viel ab und wenn dann der RE6 durchfahren kann, wird es da nochmal einen Schub geben. Da bleiben nicht mehr so viele potentielle Fahrgäste übrig.

  3. Mir ist diese Idee auch heute gekommen. Ähnlich wie Ulrich sehe ich aber eine Führung auf die Streitstraße als zweckmäßiger an, auch zwecks eines späteren Übergangs zur Siemensbahn.

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