Berlin: Oskar-Helene-Heim – Düppel

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Beschreibung des Vorschlags

Seit Jahrzehnten diskutiert man über eine Verlängerung der U3 bis S Mexikoplatz. Doch selbst diese stellt keine endgültig befriedende Lösung dar, sie würde das Hochhausgebiet Lissabonallee und die wiederaufzubauende Stammbahn verpassen. Eine nochmalige Verlängerung (wie hier, da und dort vorgeschlagen) wäre sehr teuer. Nun steht auch noch eine Verteuerung des Projekts auf 300000000€ im Raum. Außerdem ist die U3 westlich von Oskar-Helene-Heim schlecht ausgelastet, und benötigt wegen großer Haltabstände einen Bus-Parallelverkehr. 

Für 300 Mios bekäme man auch 15-20km Straßenbahn! Daher diese Alternative:

Die U3 endet neu U Oskar-Helene-Heim. Die Gleise westlich des Bahnhofs werden zur Abstellanlage für zwei Züge umfunktioniert. Die Böschung nördlich wird durch eine Spundwand ersetzt, um Platz für die Straßenbahn zu schaffen. Diese startet an einer Stumpfendstelle südwestlich der Kreuzung. Sie übernimmt die U3-Gleise ab der Abstellanlage bis kurz vor U-Bahnhof Krumme Lanke. Dieser wird abgerissen, und zu lukrativem Bauland umgewidmet. Die Straßenbahn erreicht auf dem wenig bewachsenen Mittelstreifen der Argentinischen Allee das Hochhausgebiet. Straßenbündig und durch eine Grünanlage geht es weiter bis zum wiederaufzubauenden Regionalbahnhof Düppel. Die Wagenhalle wird für die Tram reaktiviert. U Onkel Toms Hütte wird auf Seitenbahnsteige umgebaut, so dass man die Ladenzeilen direkt vom Zug erreicht.

Die Züge sind 30m lange Zweirichter mit Dachstromabnehmern und Akkus. Da die Brücken über die U3-Trasse nur niedrige Lichtraumprofile zulassen, kann nicht überall eine Oberleitung hängen. Die neue Linie 70 verkehrt im gleichen Schema wie die U3, also Mo-Fr 6-20 Uhr im 5′-Takt, sonst 10′-Takt. Vorläufig enden einige Züge an der Lissabonallee. Im Busnetz werden Linienwege begradigt und Leistungen eingespart.

Diese erste Trasse soll später zu einem Netz ausgebaut werden, mit Routen über Clayallee, K.-Luise-Str., Teltower Damm, nach Kleinmachnow und eventuell Potsdam. Von diesem Tramnetz profitieren weit mehr Fahrgäste, als von einer einzigen neuen U-Bahn-Station.

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13 Kommentare zu “Berlin: Oskar-Helene-Heim – Düppel

  1. Hi,

    Erstmal: Ich bin auch ein großer Fan der Tram. Ich finde jedoch nicht, dass man U-Bahnen Strecken zu Tram-Strecken umbauen sollte.

    Die Idee U-Bahnstrecken, die enden mit Tramstrecken zu Verlängern ist aber gut. Da Stadtrandgebiete dünner besiedelt sind, ist hier die Straßenbahn einfach das bessere Verkehrsmittel.

    Deshalb: Tram von Krumme Lanke gerne nach Düppel verlängern. Aber nicht die U-Bahn Strecke verkürzen.

    Führe die Tram also vom Oskar-Helene Heim über die Schützallee und die Sven-Hedin Straße nach Krumme Lanke

    VG Geomaus007

  2. Ich finde diese Idee nicht gut, da hierdurch kein Umsteigepunkt zwischen S1 und U3 erreicht werden kann.
    Zudem stellen die benötigten Akkutrams noch einen weiteren Typ dar, was die Disposition und auch Instandhaltung nicht gerade vereinfacht.

  3. Es ist doch bereits klar, dass die U3 bis zum Mexikoplatz verlängert wird, warum sollte man diesen Teil wieder durch eine Straßenbahn ersetzen? Am Mexikoplatz wäre doch genug Platz für Wendeschleife/-gleis. Einen Inselbetrieb wird man hier so oder so auf absehbare Zeit haben, später zum Netz ausbauen könnte man beide Linien, der Orientierungs- bzw. große Umsteigepunkt wäre einfach nur ein anderer.

  4. Führe die Tram also vom Oskar-Helene Heim über die Schützallee und die Sven-Hedin Straße nach Krumme Lanke

    Die Gegend ist zu dünn besiedelt für eine Straßenbahn, dort fährt nicht einmal ein Bus. Es wäre auch unvorteilhaft, kurz vorm Zehlendorfer Zentrum abzubiegen.

    Es ist doch bereits klar, dass die U3 bis zum Mexikoplatz verlängert wird,

    Noch lange nicht, aktuell läuft die Entwurfsplanung, siehe Artikel.

    Ich finde diese Idee nicht gut, da hierdurch kein Umsteigepunkt zwischen S1 und U3 erreicht werden kann.

    Die Frage ist, wie dringend man diesen braucht. Die S1 fährt wie U3 ebenfalls nach Nordosten, und trifft in Steglitz auf die U9, die dann parallel zur U3 nordwärts rollt. Das einzig relevante Ziel der südwestlichen U3 ist die Freie Universität. Hierhin bräuchte es einen verbesserten Zubringerbusverkehr zur S1.

    Zudem stellen die benötigten Akkutrams noch einen weiteren Typ dar, was die Disposition und auch Instandhaltung nicht gerade vereinfacht.

    Spielt keine Rolle, das Zehlendorfer Netz wäre für einige Jahrzehnte erst einmal autark. Man könnte auch komplett über Argentinische Allee trassieren, aber das wäre teurer, Die U-Bahn-Trasse taugt nicht für Besiedlung, sie unbenutzt verrotten zu lassen, wäre Verschwendung wertvoller Fläche.

  5. Angenommen, Berlins Einwohnerzahl wächst bis 2070 auf über 6 Millionen (hypothetisches, aber kein unrealistisches Szenario, wenn man das Bevölkerungswachstum der letzten 20 Jahre in Berlin betrachtet).

    Eine neue Großwohnsiedlung könnte zwischen Stahnsdorf und Ludwigsfelde errichtet werden.

    Aber die U3 wurde bereits südlich von Oskar-Helene-Heim abgeholzt und durch Bimmelbahnen ersetzt…

     

    U-Bahn-Systeme werden für Jahrhunderte gebaut. Ohne jede Not U-Bahn-Infrastruktur stillzulegen, halte ich für eine sinnlose Zerstörung von Infrastruktur. Vor allem, da Berlin wächst, und wir die Verkehrswende schaffen wollen. Schwächer belastete Abschnitte der U-Bahn sind völlig normal, und gerade für die Netzwirkung wichtig. Irgendwo müssen die Fahrgäste einer U-Bahn-Linie ja herkommen. Eine Verlängerung der U3 bis Mexikoplatz, und ggf. weiter bis Düppel-Kleinmachnow, würde aus der U-Bahn-Linie 3 das Beste machen und diese optimal mit anderen Linien verknüpfen.

     

    Außerdem: Was machen FU-Studenten aus Wannsee, die heute mit dem 118 bis Krumme Lanke durchfahren und dann in die U3 umsteigen?

  6. Außerdem ist die U3 westlich von Oskar-Helene-Heim schlecht ausgelastet, und benötigt wegen großer Haltabstände einen Bus-Parallelverkehr.

    Die Auslastung dürfte sich aber nach erfolgtem Lückenschluss zum Mexikoplatz und der dortigen Umstiegsmöglichkeit zur S-Bahn deutlich erhöhen. Das Argument ist also hinfällig.

  7. Die Auslastung dürfte sich aber nach erfolgtem Lückenschluss zum Mexikoplatz und der dortigen Umstiegsmöglichkeit zur S-Bahn deutlich erhöhen. 

    Warum? Die S1 hat zwischen Wannsee und Mexikoplatz auch nicht viele Fahrgäste.

    Angenommen, Berlins Einwohnerzahl wächst bis 2070 auf über 6 Millionen (hypothetisches, aber kein unrealistisches Szenario, wenn man das Bevölkerungswachstum der letzten 20 Jahre in Berlin betrachtet).

    Eine neue Großwohnsiedlung könnte zwischen Stahnsdorf und Ludwigsfelde errichtet werden.

    Dann würde ich eher die S25 verlängern.

    Was machen FU-Studenten aus Wannsee, die heute mit dem 118 bis Krumme Lanke durchfahren und dann in die U3 umsteigen?

    Aus der vorgeschlagenen Strecke soll sich ja ein Netz entwickeln (Netzvorschläge sind auf linieplus nicht erlaubt), dabei soll es auch eine Trasse nach Rathaus Steglitz via Dahlem-Dorf geben. Man steigt also von 118 an der Lindenthaler Allee in die Tram um. Eine Trasse nach Wannsee und damit eine Direktverbindung ist ebenfalls denkbar.

    1. Gut, in dem konkreten Fall wäre die Verlängerung der S25 wohl naheliegender. Grundsätzlich wird das stark wachsende Berlin in 30 Jahren aber ganz anders aussehen als heute. Warum sollte Infrastruktur abgebaut werden, und die Stadt noch unattraktiver gemacht werden? Im Hochhausgebiet an der Lissabonallee dürften in 30 Jahren mindestens drei mal so viele Menschen leben wie heute.

       

      Ich halte das für eine völlig kontraproduktive Denkweise, vergleichbar mit der Stilllegung von Berliner Straßenbahnstrecken in der Nachkriegszeit. Man denke an die Anwohner in Onkel Toms Hütte, die regelmäßig die U-Bahn nutzen.

       

      Der ÖPNV in Zehlendorf ließe sich mit Sicherheit verbessern, aber nicht auf Basis einer derartigen Verschlechterung! Sollte sich die Verlängerung der U3 nach Mexikoplatz als zu teuer herausstellen, endet sie eben in Krumme Lanke und für die Straßenbahn würden sich auch noch andere Strecken finden als in der Argentinischen Allee. Ich halte aber den Bus auf den meisten Zehlendorfer Strecken für ausreichend, dichtere Takte und der häufigere Einsatz von Doppeldeckerbussen ist das einzige was ich mir persönlich wünschen würde (neben einigen größeren Projekten wie etwa der Stammbahn)

      1. Ich halte das für eine völlig kontraproduktive Denkweise, vergleichbar mit der Stilllegung von Berliner Straßenbahnstrecken in der Nachkriegszeit. Man denke an die Anwohner in Onkel Toms Hütte, die regelmäßig die U-Bahn nutzen.

         

         

         

        Der ÖPNV in Zehlendorf ließe sich mit Sicherheit verbessern, aber nicht auf Basis einer derartigen Verschlechterung! Sollte sich die Verlängerung der U3 nach Mexikoplatz als zu teuer herausstellen, endet sie eben in Krumme Lanke und für die Straßenbahn würden sich auch noch andere Strecken finden als in der Argentinischen Allee. Ich halte aber den Bus auf den meisten Zehlendorfer Strecken für ausreichend, dichtere Takte und der häufigere Einsatz von Doppeldeckerbussen ist das einzige was ich mir persönlich wünschen würde (neben einigen größeren Projekten wie etwa der Stammbahn)

        Dem kann ich als Zehlendorfer nur zustimmen.

        Mit diesem Vorschlag würde es keine Möglichkeit mehr geben die Wohnsiedlung an der Lissabonallee Schnellbahntechnisch an den ÖPNV anzubinden.

        Mit der Verlängerung der U3 zum Mexikoplatz hätte man in naher Zukunft die Möglichkeit den Tunnel um ungefähr 350 Meter zu verlängern und den U-Bahnhof Potsdamer Chaussee zu Bauen. Somit wäre auch eine Umstrukturierung der Buslinien 112, 118, 622 möglich.

    2. Warum? Die S1 hat zwischen Wannsee und Mexikoplatz auch nicht viele Fahrgäste.

      Auch die Zahl dürfte sich vermutlich erhöhen, aus demselben Grund. Nennt sich Netzwirkung.

      Außerdem geht es nicht nur um die Richtung aus Wannsee sondern auch um das Zehlendorfer Zentrum, dass mit einem Umstieg von S1 zur U3 am Mexikoplatz deutlich besser an Dahlem und Schmargendorf angeschlossen wird als bislang.

  8. Mit diesem Vorschlag würde es keine Möglichkeit mehr geben die Wohnsiedlung an der Lissabonallee Schnellbahntechnisch an den ÖPNV anzubinden.Mit der Verlängerung der U3 zum Mexikoplatz hätte man in naher Zukunft die Möglichkeit den Tunnel um ungefähr 350 Meter zu verlängern und den U-Bahnhof Potsdamer Chaussee zu Bauen.

    Mein Vorschlag setzt ja den Wiederaufbau der alten Stammbahn voraus. Da werden viele aus der Wohnsiedlung am nahen Bahnhof Düppel-Kleinmachnow in die schnelle Regionalbahn steigen, und eine U-Bahn überflüssig machen.

    Somit wäre auch eine Umstrukturierung der Buslinien 112, 118, 622 möglich.

    Der 118 müsste weiterhin parallel zur U-Bahn bis Onkel Toms Hütte fahren, da sonst der Haltepunktabstand im Bereich Quermatenweg >1km beträgt. Die Tram ersetzt U-Bahn und Bus.

    Auch die Zahl dürfte sich vermutlich erhöhen, aus demselben Grund. Nennt sich Netzwirkung.

    Schon, wenn man aber zwei schwach frequentierte Linien verbindet, bringt das auch nur eine schwache Fahrgastzahlerhöhung. Die Besiedlungsdichte dort ist einfach niedrig, Durchschnittseinkommen und MIV-Rate hoch.

    Außerdem geht es nicht nur um die Richtung aus Wannsee sondern auch um das Zehlendorfer Zentrum, dass mit einem Umstieg von S1 zur U3 am Mexikoplatz deutlich besser an Dahlem und Schmargendorf angeschlossen wird als bislang.

    In diesem Korridor gibt es reichlich Konkurrenz durch Buslinien (101, 115, X10), die südlich des S-Bahnhofs weiterfahren, und viele Direktverbindungen anbieten.

  9. Entschuldige, aber es ist einfach maximal unvernünftig in einer wachsenden Stadt Verkehrsinfrastruktur stillzulegen. Das U- und S-Bahn – Linien am Stadtrand geringer ausgelastet sind als im Zentrum ist ne Binsenweisheit. Zumal die Besiedlungsdichte und damit die ÖPNV-Auslastung sicherlich zunehmen werden!

    Die U3 wird zum Mexikoplatz verlängert und zukünftig hoffentlich bis zum reaktivierten Bahnhof Düppel. Wenn Du ne Tram in Zehlendorf willst (was ich perspektivisch ja begrüßen würde), wäre zB die Relation Hohenzollerndamm – Clayallee – Kleinmachnow – (Stansdorf) sinnvoll!

    1. Die Besiedlungsdichte kann kaum steigen, es gibt schon lange keine freien Baugrundstücke, und die Waldsiedlung ist denkmalgeschützt, kann also weder verdichtet noch aufgestockt werden.

      Die Infrastruktur soll nicht stillgelegt, sondern umgenutzt werden. Die Straßenbahn eignet sich besser, als Bus + U-Bahn.

      Eine vierte SPNV-Trasse (nach S1, U3 und Regionalbahn) wird es höchstwahrscheinlich nie geben, da gibt es zig nachfragestärkere Korridore.

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