Beschreibung des Vorschlags
Der Bus 361 soll bisher nicht ausreichend angebundene Wohngebiete in Friedrichshagen und Rahnsdorf erschließen und außerdem eine schnelle Verbindung aus Rahnsdorf zur S-Bahn (S-Bahnhöfe Wilhelmshagen und Friedrichshagen) ermöglichen. Er soll die Tram 61 und den Bus 161 ergänzen, die beide alle 20 Minuten fahren. Dafür könnten der Bus 361 etwa zehn Minuten versetzt zur Tram 61 fahren und die Fahrtzeiten vom Bus 161 an die Tram 61 angepasst werden, sodass zwischen „Rahnsdorf/Waldschänke“ und „S Wilhelmshagen“ etwa ein 10-Minuten-Takt durch den Bus 161 und den Bus 361 und zwischen „Rahnsdorf/Waldschänke“ und Friedrichshagen etwa ein 10-Minuten-Takt durch die Tram 61 und den Bus 361 entsteht.
In Friedrichshagen soll der Bus 361 das Wohngebiet und die Schulen östlich der Bölschestraße erfassen. Der Bus endet am Steinplatz, wo durch den Kreisverkehr eine einfache Wendemöglichkeit besteht. Alternativ könnte der Bus schon an der Haltestelle „Werlseetraße/Wasserwerke“ enden, wo ebenfalls eine Wendemöglichkeit besteht. In diesem Fall könnte die Haltestelle schlicht mit „Werlseestraße“ bzw. „Friedrichshagen, Werlseestraße“ bezeichnet werden.
In Rahnsdorf soll der Bus 361 das Wohngebiet südlich der Fürstenwalder Allee erfassen, in dem bisher keine Anbindung an den ÖPNV besteht. Zur Saison bietet der Bus 361 auch die Möglichkeit, die Fähre F23 am Müggelwerderweg und das Strandbad Müggelsee zu erreichen. Er sorgt dafür, dass die S-Bahn S3 besser vom Rahnsdorfer Wohngebiet aus erreicht werden kann, weil dafür bisher weite Laufwege (auch durch Wälder) nötig sind. Am S-Bahnhof Wilhelmshagen besteht für den Bus eine Wendemöglichkeit.
Entsprechend der Liniennummer soll der Bus nur ergänzend sein und kann je nach Wochentag und Uhrzeit auch seltener fahren als alle 20 Minuten.

Das erscheint mir nicht ganz ausgereift und zu umweghaft.
Überlege doch mal folgende Variante:
360 Altes Wasserwerk – Kalkseestraße – Rahnsdorfer Str. – Werlseestr. – Hartlebenstr. – Fürstenwalder Damm – S Friedrichshagen -> weiter als 361 über Bölschestr. – Rahnsdorfer Str. – Kalkseestraße – Müggelseedamm – wie N65 – Rahnsdorf
Damit würde man sich die Umwege zum S-Bhf Friedrichshagen ersparen.
Zwischen Rahnsdorf und Friedrichshagen gibt’s mit S3 (zur HVZ im 10′-Takt) und der Tram 61 (20′-Takt). Eine dritte Linie hier ist eher ziemlich überflüssiger Parallelverkehr.
Es gab in den 2010er Jahren durchaus ernsthafte Pläne zur Stilllegung der Tram 61 zwischen S Friedrichshagen und Rahnsdorf/Waldschänke. Begründet wurde dies durch zu niedrige Fahrgastzahlen, sodass sich eine Sanierung nicht lohnen würde; den Parallelverkehr zur S3 und die abgelegene Endstelle Rahnsdorf/Waldschänke. Aufgrund Widerstand und Engagement der Bevölkerung wurde die 61 zum Glück nicht stillgelegt, sondern saniert und der Betrieb gilt zunächst als gesichert. Die ganze Geschichte hat mit deinem Vorschlag zwar nichts zu tun. Aber ich wollte es mal erwähnen, weil es zeigt, dass es keinen weiteren Parallelverkehr zur Tram 61 braucht, da die 61 für die Fahrgastströme auf diesem Abschnitt völlig ausreichend ist.
Wenn man den ÖPNV zwischen Rahnsdorf und Friedrichshagen wirklich ernsthaft attraktiver machen wollte, müsste man die Tram 61 von der abgelegenen Endstelle „Waldschänke“ bis in den Ortskern verlängern (z.B. bis zur Ecke Fürstenwalder Allee/Püttbergeweg). Da ich eine Tram-Verlängerung in einer so dünn besiedelten Gegend für sehr unrealistisch halte, sollte man aus Endstelle „Waldschänke“ das Beste machen und gute Anschlüsse zum Bus 161 sowie der neu einzurichtenden Kiezlinie 361 gewährleisten.
Die Überlegung für eine Buslinie 361 für den Bereich Rahnsdorf-Süd hatte ich auch schonmal vorgeschlagen (für den Bereich Müggelwerderweg, Aalstieg, Dorfstr.). In diesem Bereich macht die Buslinie auch Sinn, da im Bereich Müggelwerderweg/Aalstieg/Dorfstr. die Fußwege zu den 161er-Haltestellen ziemlich weit sind und teilweise außerhalb der politisch festgelegten 500m liegen. Diese Buslinie würde ich dann von Rahnsdorf/Waldschänke zum S Rahnsdorf führen. Der größte Teil von Rahnsdorf orientiert sich nämlich zur S3, daher sollte auch aus Rahnsdorf-Süd eine Verbindung zu beiden S-Bahnhöfen (Rahnsdorf und Wilhelmshagen) bestehen, für Fahrten nach Friedrichshagen kann dann in Rahnsdorf/Waldschänke auf die Tram 61 umgestiegen werden.
Die Linienführung in Friedrichshagen ist auch eher suboptimal, von der Werlseestr. fährt man ja erst ein Stück in die „falsche Richtung“. Auch wenn die Entfernungen teilweise (aus dem Bereich Werlseestr.) weiter sind, halte ich einen Fußweg zur Tram für die meisten Fahrgäste zumutbar. Zumal die Linie mit einem Takt von seltener als 20 min (z.B. alle 30 min) dann eher unattraktiv wäre und die meisten dann sowieso zur häufiger verkehrenden Tram laufen würden.
Für Rahnsdorf-Süd finde ich deinen Vorschlag nicht schlecht, ich würde 361 dann aber zum S Rahnsdorf führen. Schließlich sind zwischen Rahnsdorf und Friedrichshagen S3 und Tram 61 völlig ausreichend und allein für das Stück in Friedrichshagen würde sich keine eigene Buslinie dahin lohnen.