Beschreibung des Vorschlags
Eine Reaktivierung der südlichen Ringbahn für den Regionalverkehr wäre aus meiner Sicht eine sehr wichtige Verbesserung im Angebot des Berliner Personennahverkehrs. Ich denke nicht dass die Stadtbahn sichtlich entlastet werden kann, aber diese Strecke bietet neue Verbindungen aus dem Umland nach Berlin.
Ausbau
Die Strecke sollte auf voller Länge elektrifiziert werden. Am Westkreuz soll eine Tunnelstation für den Regionalverkehr entstehen, sowie Wendegleise. Ich entscheide mich für eine gleichmäßige Erschließung für Halte am Heidelberger Platz sowie am Innsbrucker Platz.
Am Bahnhof Südkreuz muss für ein Halt das Viadukt erweitert werden. Ab Tempelhof wird die Strecke doppelgleisig ausgebaut werden müssen. Der letzte Halt entsteht in Neukölln. Der Abzweig nach Schöneweide wird doppelgleisig ausgebaut und fädelt sich in die Bahnstrecke Berlin-Görlitz Richtung Königs Wusterhausen ein. Der andere Ast wird ebenso doppelgleisig ausgebaut. Nach dem Güterbahnhof Berlin-Treptow muss ein kurzer Teil neu gebaut werden, welcher dann ebenso in die Bahnstrecke Berlin-Görlitz mündet.
Betrieb
RB14
Nauen – Falkensee – Spandau – Westkreuz – Südkreuz – Neukölln – Ostkreuz – Lichtenberg
– T60, täglich
– Dosto, 4-Wagen
RB25
Werneuchen¹ – Blumberg – Ahrensfelde² – Lichtenberg – Ostkreuz – Neukölln – Südkreuz – Westkreuz³ (- Wannsee – Potsdam-Rehbrücke – Michendorf – Bad Belzig⁴)
– Mo-Fr ¹-³ T30; (HVZ ³-⁴ T60); Sa/So ¹-² T60 ²-³ T30
– Siemens Mireo Plus B, 2-Wagen neu
RB70 neu
Flughafen BER – Schöneweide – Neukölln – Südkreuz – Westkreuz – Spandau
– täglich T30
– Fahrzeuge nach Verfügbarkeit
RE81 neu
Brandenburg/H Hbf – Potsdam Hbf – Wannsee – Westkreuz – Südkreuz – Neukölln – Ostkreuz – Erkner – Fürstenwalde/Spree – Frankfurt/Oder
– täglich T60, ersetzt RE1-Zwischentakte
– Desiro HC, 6-Wagen
zu anderen Vorschlägen
- Ich kann diesen Vorschlag finden, der etwas ähnliches beschreibt wie meiner. Die Idee eines REs entlang der Ringbahn, welcher mit teilweisen Ausbau einherkommt, ist aus meiner Sicht eine gute Idee, da solch eine Expressverbindung ergänzende Schnellverbindungen zwischen zentralen Knotenpunkten ermöglicht. Der Unterschied zu meinem Vorschlag ist einzig und allein der Fokus. Während dieser Vorschlag abzielt eine Expressverbindung darzustellen, liegt der Fokus bei meinem neue Verbindungen in die südlichen Gegenden Berlins aus dem Umland zu bieten. Eine Entlastung der Stadtbahn kann mit diesem Abschnitt nicht einherkommen. Diese Verbindung ist aus meiner Sicht zu bedeutend, um sie durch tangentiale Verbindungen wesentlich zu entlasten. Genau aus diesem Grund habe ich mich nur für eine Umverlegung von einer von drei stündlichen Fahrten des RE1, sowie eine Umverlegung des RB14, da aus Nauen 2 stündliche Verbindungen in den Nord-Süd-Tunnel bestehen, sowie 1-2 Verbindungen auf die Stadtbahn. Für eine gute Bedienung entscheide ich mich für eine Durchbindung der RE7-Verstärker mit dem RB25 in den Osten Berlins. Auf der anderen Seite fände trotz allem mehr Angebot aus dem nördlichen Umland Berlins in den Süden Berlins mittels anschlusssicherer Zusatzverbindungen aus Spandau. Als Angebotsverdichtung zum Flughafen können diese Fahrten Richtung BER verlängert werden.
- Dieser Vorschlag beschreibt lediglich eine Reaktivierung des Teilstücks Berlin-Südkreuz – Berlin-Ostkreuz, wobei ich denke dass auch aus dem westlichen Umland Nachfrage auf dieser Relation bestünde.

Es gibt in diesem Forum etwa ein Dutzend Vorschläge zum Regionalverkehr auf dem Berliner Ring. Was genau hebt deinen davon ab? Wie entscheidest du, an welchen Stationen gehalten wird und welche Umstiege du ignorierst? Soll der Ring elektrifiziert werden. Welche größeren Vorteile gehen daraus hervor? Wie begründest du die drei neuen Regios, die du ganz nebenbei einführen willst?
Der ganze Vorschlag erscheint mir nicht allzu sorgsam ausgearbeitet.
Tatsächlich hatte ich den Vorschlag etwa 2 Stunden nach Veröffentlichung nochmal nachgebessert.
Desweiteren habe ich nun wirklich alles durchforstet und habe keine weiteren Vorschläge finden können. Ja es gibt noch weitere, aber deren Fokus liegt darauf, mögliche Verstärkerleistungen zu erbringen, und die belastete Stadtbahn nicht zusätzlich zu belasten. Ich lege darauf Wert neue Verbindungen zu schaffen, das ist der Hauptunterschied.
Hierzu einige Beispiele: Der hier enthält auch Linienkonzepte und legt die notwendige Infrastuktur ganz nett dar, ähnlich hier, und Daniel Nieveling hat auch diverse Vorschläge, die das aufgreifen.
Zum Inhaltlichen: Deine Stationssetzung müsstest du bitte erklären. Westkreuz ist kein bedeutender Knotenpunkt. Der Regionalverkehr hält dort eh nicht und die S7 ist allein nich wichtig genug um eine derarte Tunnelstrecke für den Regionalverkehr zu rechtfertigen. Da würde ich S Halensee für zweckmäßiger halten. Da fahren u.a. zwei Metro- und ein Expressbus den Ku’damm hoch zum Zoo und nach Zehlendorf.
Der Heidelberger Platz ist wieder kein großer Knoten und die U3 bindet vor Kreuzberg keine wirklichen Zentren an. Die Studenten der FU kommen im Regelfall nicht mit dem Regio angereist.
Die U9 lässt du dafür wieder aus, die würde einerseits zur City West, andererseits nach Steglitz, immerhin zur zweitgrößten Einkaufsstraße Berlins fahren. Dann könntest du dir auch den Bahnhof am Innsbrucker Platz sparen, da wird es eh eng. Die U4 hat verkehrlich kaum bedeutung und die Busse fahren nach Steglitz, parallel zur U9 und ins Zentrum, wo auch S2/25/26 hinfahren. In Schöneberg kreuzt du eine der relevantesten S-Bahnen ohne Halt, da soll im Zuge des Wiederaufbaus der Stammbahn dazu wieder Regionalverkehr halten. Und man müsste wenigsens abwägen, ob man nicht eher an der U8 als an der U7 halten möchte, die läuft ja diverse Kilometer einfach parallel zum Ring.
Ein bisschen detaillierte Begründung, dann lässt sich sowas schon viel eher sehen.
„Die U9 lässt du dafür wieder aus, die würde einerseits zur City West, andererseits nach Steglitz, immerhin zur zweitgrößten Einkaufsstraße Berlins fahren. Dann könntest du dir auch den Bahnhof am Innsbrucker Platz sparen, da wird es eh eng. Die U4 hat verkehrlich kaum bedeutung und die Busse fahren nach Steglitz, parallel zur U9 und ins Zentrum, wo auch S2/25/26 hinfahren. „
Grundsätzlich stimme ich absolut zu: Die U9 ist hier die mit Abstand bedeutendste Linie. Für U3 und U9 gilt aber auch, dass sich der Nutzen hauptsächlich auf das direkte Umfeld und auf die Linien aus Spandau begrenzt. Wer von Wannsee kommt, könnte schon jetzt dort umsteigen.
Mit dem Bau der Stammbahn hat sich das dann aber sowieso erledigt. Wenn man sowohl aus Spandau, als auch aus Wannsee direkt nach Steglitz fahren kann, wird der Ringbahn-Abschnitt an Bedeutung verlieren.
„In Schöneberg kreuzt du eine der relevantesten S-Bahnen ohne Halt, da soll im Zuge des Wiederaufbaus der Stammbahn dazu wieder Regionalverkehr halten.“
Der Regionalbahnhalt in Schöneberg soll doch in Nord-Süd-Richtung erfolgen, oder nicht? Den Umstieg nach Steglitz hätte man ja auch am Südkreuz (dann oben) haben können.
„Und man müsste wenigstens abwägen, ob man nicht eher an der U8 als an der U7 halten möchte, die läuft ja diverse Kilometer einfach parallel zum Ring.“
Das müsste man ja im Rahmen vom i2030-Teilprojekt auch.
Ich fürchte, ich kann nicht ganz folgen.
Exakt. Geplant ist derzeit, einen Teil der Züge in den Fernbahntunnel zum HBF und weiter durchzubinden und einen Teil auf den südöstlichen Ring zu verschwenken. Je nachdem, was letzenendes wo fährt, muss in Schöneberg auch nicht gehalten werden. Die Auslastung der S1 nimmt hinter Steglitz rapide ab und dahin käme man auch mit der U9.
Abwägen muss man das alles und genau daraum geht es mir ja. Das ist hier schlicht nicht geschehen.
Die Idee ist ja nicht unbedingt neuartig, die Forderungen gibt es seit vielen Jahren. Auch ist da schon einiges geplant, wenngleich die Inbetriebnahme mit 2038(!) noch sehr weit hin erscheint.
Wichtig wäre für diesen Vorschlag daher auf jeden Fall, dass dich konkreter mit den Details auseinandersetzt. Also welche Stationen (und welche nicht), wo welcher Gleisausbau, Kreuzungsbauwerke, Abweichungen von den o.g. offiziellen Planungen usw. und das bitte auch im konkreten und einzeln begründen. Das gilt auch für die Linienänderungen.
Danke👍
Könnte du den Vorschlag bitte auf die Löschliste setzen¿
Von den anderen Kommentaren abgesehen:
Welche Ausbauten hast du am BER, am Ostkreuz und in Spandau vorgesehen, um die zusätzlichen Linien dort noch unterbringen zu können?
Am BER würden ohne weitere Änderungen pro Stunde sechs Linien enden (vier FEX aus dem Osten, zwei RB70 aus dem Westen) und nochmal vier Linien durchfahren.
Laut deinem Vorschlag sollen pro Stunde vier Züge zwischen Neukölln und Ostkreuz (oben) fahren. Gleichzeitig müssen am Ostkreuz auch noch die RB24 und RB32 durch, während auf dem Südring die zwei RB70-Fahrten zum BER fahren. Man bedenke, dass die Züge sich auch am Treptower Park kreuzen müssten.
Wie soll hier ein Fahrplan möglich sein, bei dem die RB24, RB32 und RB70 sich im Süden nicht im Weg stehen, wenn im Norden die RB14, RB25 und RE81 sich mit RB24 und RB32 abwechseln, am Grünauer Kreuz auch noch die RE2 und RE7 und am BER auch noch RE20 und RB22 Trassen belegen. Die Gleissituation ist für die RB24 schon jetzt ein absolutes Desaster (mit dem stündlichen Kreuzen aller vier Gleise auf dem Außenring).
Was für einen Ausbau setzt du in Spandau voraus, um die zwei zusätzlichen Fahrten (RB70) unterbringen zu können. Wo sollen die Züge wenden?
Soll die RB14 auf der Stadtbahn von einer anderen Linie ersetzt werden oder wird dort das Angebot einfach gekürzt?
Fazit: Meiner Meinung nach ist der Vorschlag derzeit im Ostteil deutlich unterdimensioniert, am Westkreuz aber deutlich überdimensioniert.