Berlin Marathon

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Beschreibung des Vorschlags

Dieser Vorschlag verbessert den ÖPNV indirekt: Dieses Wochenende findet der alljährliche Berlin-Marathon statt. Die Route ist wie immer ungünstig gewählt. Mehrfach wird die Innenstadt durchquert, so dass ganze Bezirke stundenlang ohne Oberflächenverkehr sind. In Mitte werden Straßenbahngleise gekreuzt, so dass Linien kilometerweit zurückgezogen werden. Der Nachteil der Spurgebundenheit tritt offen zutage und befeuert Tramkritiker. Für die Läufer ist der ständige Richtungswechsel lästig, immer wieder schauen sie in die Sonne. Aus touristischer Sicht fehlen wichtige Spots.

Meine Alternative (geändert) startet in Steglitz, führt durch den Grunewald nach Charlottenburg und Mitte. Die Route durch Wälder und Parks betont den grünen Charakter der Stadt und ist für Läufer angenehmer wegen Frischluft und Schattenwurf. Hauptsächlich wird nach Norden und Osten gelaufen, man schaut nicht in die Sonne. Die Beeinträchtigung des Straßenverkehrs ist viel geringer, die Straßenbahn bleibt unberührt. Die wichtige Heerstr. wird höhenfrei gequert. Das sporthistorisch wichtigste Objekt Olympiapark wird ebenso tangiert, wie andere touristische Einrichtungen (Schloss Charlottenburg, Fernsehturm). Das Ziel liegt symbolträchtig an der Siegessäule.

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7 Kommentare zu “Berlin Marathon

  1. Abgesehen davon, dass ich mir nicht sicher bin, ob diese Form der Verbesserung des ÖPNV auf Linie Plus zulässig ist, muss ich doch sagen, dass ich die Überlegung interessant finde. Diese Route wäre allerdings völlig inakzeptabel, denn Wannsee würde zu großen Teilen unerreichbar werden. Wie sollte etwa eine Feuerwehr nach Heckeshorn kommen oder Am Sandwerder erreichen? So etwas sollte immer gewährleistet bleiben.

    Auch würde ein Teil von Mitte komplett isoliert werden, was gar nicht nötig wäre. Ich gebe allerdings zu, dass auch die wirkliche Route nicht optimal erscheint. So werden meiner Ansicht nach die vorhandenen Straßentunnels, die Quereungen auch für einen umzuleitenden ÖPNV ermöglichen würden, allzu oft ignoriert. Von daher würde ich empfehlen die Route am Adenauerplatz über den Ku’damm zu führen, die Bundesallee an einem der Tunnels zu kreuzen, den Postdamer Platz über die Potsdamer Straße zu erreichen, um dem Tiergartentunnel die Ausfahrt an der Tiergartenstraße zu lassen (wie es auch real gemacht wird) und am Alex die Route über Alexanderstraße und Alexanderplatz zu führen. Ja, die Straßenbahn müsste dort dann unterbrochen werden, könnte aber bequem über die Alte Schönhauser Straße umgeleitet werden, wenn man die Marathonroute über Unter den Linden führen würde, was auch für die Lüfer interessanter sein dürfte.

    Außerdem wäre die Route durch den Wald für die Läufer keineswegs angenehmer, denn es würde nicht nur deutlich mehr auf und ab gehen, es würden im ausgedehnten Grunewald auch nur wenige Zuschauer zu erwarten sein, die zum Anfeuern sehr wichtig sind.

  2. Interessant, ein bisschen ÖPNV-Bezug gibt es ja schon. Da wäre ein enormer logistischer Aufwand, um etwa 40.000 – 45.000 Läufer vor dem Lauf von Berlin zum Start nach Potsdam zu bringen (vielleicht nicht alle, da auch welche in Potsdam übernachten könnten, aber den größten Teil).

    Ein 5-Minuten-Takt auf der S-Bahn zwischen Wannsee-Potsdam ist wegen der teilweisen Eingleisigkeit wahrscheinlich nicht so einfach möglich, also würde es bei der S7 im 10-Minuten-Takt bleiben, aber neben RE1 könnte man zusätzliche Regionalzüge fahren lassen. Auf jeden Fall müssten auf der Strecke Berlin-Potsdam für die Anreise S-Bahnen und Regios im dichten Takt verkehren. Die Änderung der Strecke wegen der Sperrungen bei der Tram und den Tram-Kritikern ist hoffentlich aber kein gleichzeitiges Aus für eine (geplante?) Tram-Linie auf der Leipziger Str. und der Erweiterung in die westlichen Bezirke.

  3. Super Idee: Anstatt der Berliner Innenstadt ist nun die Potsdamer Innenstadt gesperrt und in Potsdam können Straßenbahnlinien vorübergehend nicht befahren werden.

    Wie 233 bereits geschrieben hat, stellt die Anreise der Menschenmassen auch ein Problem dar.
    Zwar soll 2026 der zweigleisige Ausbau zwischen Wannsee und Griebnitzsee starten, dennoch bleiben zwischen Griebnitzsee und Babelsberg noch 1,7km Eingleisigkeit und zwischen Babelsberg und Hauptbahnhof noch 0,7km Eingleisigkeit.

    Wahrscheinlich ließe sich so gerade eben ein T5 auf dieser Strecke fahren, allerdings ist dieser extrem verspätungsanfällig. Für einen Tag im Jahr würde man dies für ein paar Stunden aber in Kauf nehmen.
    Zur Not könnte man zwischen Wannsee und Potsdam auch noch Pendel-Regios einsetzen und zwischen Wannsee und Berlin beide S-Bahnen deutlich verdichten.

    Übrigens ist deine Strecke 31 Meter zu kurz 😉

  4. Für die Läufer ist der ständige Richtungswechsel lästig, immer wieder schauen sie in die Sonne. Aus touristischer Sicht fehlen wichtige Spots, dafür geht es durch viele langweilige und häßliche Straßen.

    ich würde mal behaupten, der Marathon ist kein touristischer Freizeitspaziergang, sondern einer der wichtigsten Läufe weltweit, wo sich ja dann auch wie heute z.B. Weltrekorde ergeben. Das wichtigste ist da doch, dass es doch breite Straßen geht, an welchen viel Zuschauer jubeln können, und das ist an der Havelchaussee nicht wirklich der Fall. Zumal sicher die Topografie auch schwierig wird.

    Es gibt ja z.B. auch Anforderungen an die Strecke wie z.B. Luftlinie zwischen Start und Ziel maximal 50 % der Laufdistanz darstellen kann (Siehe Wiki) – das wäre hier auch nicht mehr der Fall. Außerdem ist der Transport der Läufer zum Start eine logistische Unmöglichkeit, da die Läufer:innen ja verdammt früh schon am Start eintreffen müssen. Außerdem gibt es ja am Start und Ziel viele Einrichtung „drum rum“ (Sanitärbereiche, Sanitätszelte, Tribünen, Registrierung, etc.). Das müsste man ja auch im Zweifel doppelt vorsehen – da ist doch das heutige Ziel mit gemeinsamen Start und Ziel viel sinnvoller. Insofern scheint mir der Vorschlag aus sportlicher-städtischer Perspektive stark unrealistisch.

    Mehrfach wird die Innenstadt durchquert, so dass ganze Bezirke stundenlang ohne Oberflächenverkehr sind

    Das finde ich aber Sonntag morgens bzw. vormittags eher unproblematisch, außerdem ist der Marathon ja lange bekannt und man kann sich darauf einstellen. Wäre nicht viel geholfen, wenn man im Bereich vom Alex die Route anpasst und zumindest die Sperrungen der Straßenbahnlinien vermeidet?

  5. Ich habe den Start von Potsdam nach Berlin-Steglitz gelegt. Die Anreise ist mit U9 und S1 kein Problem mehr. Die Start-Ziel-Distanz liegt wieder im Rahmen, die Topographie kann ich nicht einschätzen, der Wettkampf wird durch Steigungen aber interessanter. Den „Welt“rekord hingegen können eh nur die wenigen aus dem kenianischen Stamm brechen, da gibt es auch Dopinggerüchte.

    In Mitte habe ich den Halbring aufgeweitet, jetzt müsste alles für Rettungsfahrzeuge erreichbar sein.

     
    Mehrfach wird die Innenstadt durchquert, so dass ganze Bezirke stundenlang ohne Oberflächenverkehr sind
    Das finde ich aber Sonntag morgens bzw. vormittags eher unproblematisch, außerdem ist der Marathon ja lange bekannt und man kann sich darauf einstellen.
    Der Samstag ist ja auch betroffen. Und es weiss effektiv kein Mensch, zu welcher Stunde welcher Abschnitt gesperrt ist, oder wie schnell der Busverkehr wieder anläuft.

    es würden im ausgedehnten Grunewald auch nur wenige Zuschauer zu erwarten sein, die zum Anfeuern sehr wichtig sind. Das wichtigste ist da doch, dass es doch breite Straßen geht, an welchen viel Zuschauer jubeln können, und das ist an der Havelchaussee nicht wirklich der Fall.

    Diese Unterstützung braucht man zu Wettkampfende, nicht in der ersten Hälfte. Im Wald ist nicht so viel Trubel, man ist als Zuschauer näher an den Athleten. Die Konzentration der Zuschauer zum Ziel hin ist gewollt. Auf den ersten Kilometern sieht man ja nur eine große Menge für ein paar Minuten.

    Die Änderung der Strecke wegen der Sperrungen bei der Tram und den Tram-Kritikern ist hoffentlich aber kein gleichzeitiges Aus für eine (geplante?) Tram-Linie auf der Leipziger Str. und der Erweiterung in die westlichen Bezirke.

    Die Tram in der Leipziger Str. wird man mit U2 gut umfahren können. Andere Neubauvorhaben liegen nicht in der Nähe.

    Wäre nicht viel geholfen, wenn man im Bereich vom Alex die Route anpasst und zumindest die Sperrungen der Straßenbahnlinien vermeidet?

    Spandauer/Karl-Liebknecht-Str. kann die Tram weiterfahren, da die Läufer links abbiegen.

  6. Dein Marathon ist mit 42,144 km Länge um 51 m zu kurz. Ein Marathonlauf misst 42,195 km. Außerdem würde ich ihn südlich vom Rathaus Steglitz beginnen lassen, damit der wichtige Nahverkehrsknoten nicht abgebunden wird. Man kann ihn ja ruhig über den großen Stern herum ein wenig verlängern oder über die Ebertstraße, Lennestraße und Bellevueallee führen.

    Oder ich wüsste noch eine Idee: Der Berlin Marathon findet vollständig im Olympiastadion statt und jeder Marathonläufer läuft dort einfach knapp 105 1/2 Runden als Marathonleistung. Mit moderner Technik kann das ja gut gezählt werden. So kommt man auch auf 42,195 km.

    1. Auf die 51 m kommt es nicht an, da man so exakt ohnehin kaum zeichnen kann und Start oder Ziel immer noch um ein paar Meter verschoebn werden kann.

      Den Marathon in einem Stadion durchführen zu wollen, würde ihn aber äußerst unattraktiv machen. Der Marathon ist schließlich auch ein Wirtschaftsfaktor, der nicht unwichtig ist. Die Tausenden von Läufern müssen schließlich auch übernachten und sie beleben die Gastronomie. Deshalb muss der Marathon eine attraktive Strecke besitzen, die historisch interessant ist, damit die Läufer auch weiterhin Lust haben in Berlin durch die Stadt zu rennen.

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