Beschreibung des Vorschlags
Vorschlag: Die Buslinie M29 soll nicht mehr über Anhalter Bahnhof, sondern über Potsdamer Platz fahren.
Potsdamer Platz und Mall of Berlin bieten viel Zielverkehr für die mit Geschäften unterversorgten Kreuzberger. Die Linie wird etwas entlastet, weil nicht mehr so viele Fahrgäste bis zur Tauentzien fahren. Neue Umsteigebeziehungen zum Regionalverkehr und zur Buslinie 200 entstehen, wobei alle bisherigen fortbestehen. Die Umsteigewege zu M48 und M85 werden verkürzt. Touristen erreichen das Kreuzberger Zentrum besser.

Wie willst du die Naherschließung im Bereich Schöneberger Straße/Hallesches Ufer fortbestehend sichern?
Die Gegend ist mit Schnellbahnhöfen geradezu gesegnet, eine Metrobuslinie ist hier übertrieben. Zukünftig wird auch noch die Nord-Süd-S-Bahn (S21) am Gleisdreieck halten.
Die Idee den M29er über den Potsdamer Platz zu führen, finde ich sehr gut, da hierdurch eine Umleitung aufgehoben werden würde, die Anfang der 50er Jahre in Folge der Teilung Berlins eingerichtet werden musste. Damals betraf das zwar noch die Straßenbahn, aber der M29er ist ein direkter Nachfolger.
Besser fände ich es allerdings die Linie dennoch über den Anhalter Bahnhof zu führen und durch die Stresemannstraße, denn:
1. sind in der Leipziger Straße östlich der Wilhelmstraße keine Busspuren, was den Fahrplan auf Grund des sehr starken Autoverkehrs dort belasten würde und
2. würden sich dadurch die Fahrzeiten nach Kreuzberg für Fahrgäste der S-Bahn, insbesondere es Richtung Süden, dadurch deutlich kürzer gestalten lassen, eben so, wie heute.
Den Potsdamer Platz zu erreichen, wäre aber ein echtes Plus. Das Gebiet um die Schöneberger Straße und das Hallesche Ufer werden ohnehin durch zahlreiche U-Bahnstationen ausreichend und in hoher Qualität bedient.
Das wäre dann aber ein zu großer Umweg für diese ohnehin schon ziemlich langsame Linie.
Die westliche Leipziger Str. muss ohnehin irgendwie vom MIV entlastet werden. Kaum vorstellbar, dass da man eine Straßenbahn verkehren soll. Durch meinen Vorschlag fiele die Busspur auf der westlichen Kochstr. weg, vielleicht könnte man den MIV über Spittelmarkt, Anhalter Str. und Askanischen Platz lenken.
Im Vergleich zur gesamten Streckenlänge dürfte dieser Umweg prozentual äußerst gering sein.
Wieso fiele die Busspur in der Kochstraße weg? Da bliebe der Bus doch auch bei deinem Vorschlag.
Ich halte sowohl von der vorgestellten Idee, als auch von den Anmerkungen von Ulrich Conrad (also die alternative Führung nichts):
Der M29 ist schon heute eine der unzuverlässigsten Buslinien in ganz Berlin. Diesen dann noch durch die Leipziger zu schicken, macht das ganze völlig instabil.
Auch entlang des M41 zu fahren hat Nachteile. So ist das ein Umweg im Vergleich zu heute, was also eine Fahrzeitverlängerung bedeutet. Da werden sich die durchfahrenden Fahrgäste nicht freuen. Auch werden alle Linien die am Potsdamer verkehren (bis auf die Regionalbahnlinien) bereits vom M29 erreicht. Damit hat man keinen wirklichen Mehrwert. Zudem ist der Potsdamer mit den langen Wegen nicht gerade umstiegsfreundlich.
Ich kann mir nur eine Anbindung des Gleisdreiecks durch den M29 vorstellen. Allerdings müsste man da auch Einschränkungen für die Anwohner in Kauf nehmen. Schön ist anders!
„Der M29 ist schon heute eine der unzuverlässigsten Buslinien in ganz Berlin. Diesen dann noch durch die Leipziger zu schicken, macht das ganze völlig instabil.“
Mit seiner Pünktlichkeit von 85% ist der M29 auf jeden Fall nicht der unpünktlichste, die Unstabilität kommt ja vor allem durch die lange Linienlänge. Andererseits sollte das auch kein Grund sein, neue Nachfragepotentiale zu erschließen.
Spannend wird das sowie, wenn mal die M10 im Osten und die M41 nach Zoo im Westen als Tram kommt, denn dann braucht man auch keinen durchgehenden 5-Minuten-Takt mehr auf der Strecke, sondern könnte auch eine ergänzende Linie Hermannplatz – Potsdamer Platz – und weiter z.B. nach Zoo, je nach Führung M41 einrichten, welche den M29 auf dem zentralen Abschnitt in Kreuzberg zu einem 5er-Takt ergänzt, aber eben auch die Anbindung an den Potsdamer Platz ermöglicht.
85% heißt, dass heißt, dass 15% nicht pünktlich sind. Das ist kein guter Wert. Auch ist die Linienlänge an sich nicht das Problem. Das Problem besteht hier durch zugeparke oder nicht vorhandene Busspuren. Genau deswegen sollte man den Bus nicht durch das nächste Nadelöhr jagen, weil dann noch weniger Menschen damit fahren werden, weil sie sich nicht darauf verlassen können. Wer hat schon Lust drauf?
Die m10 gräbt dem M29 fast keine Fahrgäste ab, da die Streckenverläufe doch völlig anders sind. Auch der M41 in Richtung Zoo wird erstmal keinen, bzw. wenig Einfluss haben. Dazu überlappen sich die Ziele zu wenig. Auch ist schon jetzt durch die U2 eine starke Paralellität zwischen Zoo und Mendelsohn-Bartholy-Park gegeben. Also das ist kein Grund.
Jo, aber dann wäre der richtige Weg, an den Stellen, wo es Probleme+Nadelöhrchen gibt, Lösungen zu suchen. Und nicht mögliche Verbesserungen kategorisch auszuschließen 😉
Mit 85% ist die M29 übrigens gar nicht die unpünktlichste, sondern liegt eher im Mittelfeld der Linien.
Dann verrate mir die Lösung für das Leipziger Straßen Problem. Bis jetzt hat sie keiner gefunden!
Ganz einfach: Man führt ihn nicht dort entlang. Zum Potsdamer Platz könnte er auch über die Stresemannstraße fahren. Die ist weit weniger stauanfällig. 😉
Und das ist ein Umweg, den du mal den Fahrgästen erklären musst, die heute durchfahren 😉
Route über Hallesches Ufer: 2,3km / 2,3km
Route über Potsdamer Platz: 2,2km / 2,3km (ü. Zimmerstr./Stresemannstraße -> k. Stauprobleme)
Wo ist hier bitte ein Umweg für die Fahrgäste?
(Relation Kochstr. <-> Gedenkst. Dt. Widerstand)
Das bedeutet aber zweimal zusätzlich Abbiegen, und damit Zeitverlust.
Außerdem ist das Ziel der Fahrgäste eher Potsdamer Platz/Leipziger Str. als Askanischer Platz/Schöneberger Str., so dass viele durch das Umsteigen weitere Zeit verlieren.
Du wiederholst dich.
@amadeo:
Du misachtest leider 2 Dinge:
1. Ein Umweg hat nicht nur was mit längerer Strecke zu tun, sondern eben auch mit den Streckenverhältnissen.
2. Ein Umweg ist es für jeden, der derzeit in die U2 westwärts will, bzw. die Menschen die an der Linie wohnen.
Außerdem kann ich deine Strecke nicht nachvollziehen:
Anhalter Str./Stresemannstr. –> Hallesches Ufer –> Potsdamer Str./Reichpietschufer = 1,3 km
Anhalter Str./Stresemannstr. –> Stresemannstr. –> Potsdamer Str./Reichpietschufer = 1,5 km
Das sind 200 m Unterschied. Hinzu kommt, dass du öfter abbiegen musst und du auch 4 Haltestellen hast, anstatt 2. Das alles wird die Fahrt durchaus 3-5 min länger machen. Und mit was ist das zu rechtfertigen? Mit der Regionalbahn? Alle anderen Verkehrsmittel, bzw. alle anderen Linien erreicht man auch so.
Und wie gesagt, die Strecke über die Leipziger Straße führt zu noch mehr Unregelmäßigkeiten. Der Stau ist dort alltäglich vorhanden.
„Außerdem kann ich deine Strecke nicht nachvollziehen:“
Kochstraße – Wilhelmstr. – Niederkirchnerstr. – Stresemannstraße – Potsdamer Str. – Schöneberger Ufer (ist kürzer als der jetzige M29-Weg)
„Ein Umweg hat nicht nur was mit längerer Strecke zu tun, sondern eben auch mit den Streckenverhältnissen.“
Jo, aber ich glaube, die Potsdamer Str. mit großzügigen Busspuren ist mit Sicherheit besser als die Uferstraßen, wo der Bus im MIV-Stau mitschwimmt. Und die Niederkirchner bzw. Stresemannstr. sind auch sehr schwach befahren.
„Und mit was ist das zu rechtfertigen?“
Wo sind mehr Arbeitsplätze: An den Haltestellen Anhalter Bhf und Mendelson-Bartholdy-Park oder Abgeordnetenhaus und Potsdamer Platz? Wohin wollen mehr Touristen? Und wo halten mehr andere ÖV-Linien? Potsdamer Platz oder Anhalter Bahnhof? Und wo sind mehr Kultur- und Unterhaltungseinrichtungen angesiedelt? Wo gibt es mehr Einkaufsmöglichkeiten? Und weswegen sonst sollten Fahrgäste in den M29 einsteigen? Bei so viel Potential gibt es wahrscheinlich eher Probleme, die Nachfrage ausreichend zu bedienen, wo man dann wiederum bei einer Zusatzlinie wäre!
Naja, durch die Niederkirchnerstr würde ich keine Doppeldecker schicken, bei der Enge, den ganzen fotographierenden Touristen, den schleichenden und haltenden Reisebussen.
Es verwundert mich, dass so viele Leute keine zweite Buslinie auf der Leipziger wollen, aber eine Straßenbahn befürworten, die dann auch noch von Hohenschönhausen nach Steglitz fahren soll. Das geht doch dann erst recht nicht.
Um die Unpünktlichkeit einzuschränken, schlage ich nun zusätzlich vor, die Linie M29 am U Wittenbergplatz zu trennen.
Ein Doppeldecker wäre nur nach oben größer, als andere Busse. Den stören Touristen auch nicht mehr als andere Busse.
Eine Straßenbahn nach Steglitz ist absolut sinnvoll und zu befürworten. Derzeit plant man dazu eine Verlängerung der M4, aber wenn man merkt, dass das unzuverlässig wird, könnte man sie auch teilen und von Steglitz kommend z. B. am Hackeschen Markt enden lassen. Das wäre mir ziemlich egal.
Naja, dann sollte sie wenigstens zum Bf. Zoo fahren. Ab dort würde ich ohnehin eine Straßenbahn befürworten. Ich hatte eine solche Linie bei Linie Plus Berlin schonmal vorgeschlagen, kann die aber nicht mehr verlinken.
@ amadeo:
Die Niederkirchnerstr. ist zu eng. Das führt nur zu Konflikten. Da wäre mit die Leipziger lieber. Auch ist die Stresemannstraße nicht schwach befahren. Dort steht man auch gerne mal im Stau. Die ist zwar nicht ganz so anfällig wie die Leipziger, aber auch hier ist das nicht nur flüssig.
Klar sind da mehr Arbeitsplätze, aber wie viele Menschen kommen denn aus Südosten mit dem M29 und arbeiten dort? Der M41 fährt nicht soweit entfernt und wäre für die Erschließung auch noch da. Aus dem Westen kommend gibt es schon den 200er und die U2. Daher ist die Fahrgastanzahl doch eher gering. Die Einkaufsmöglichkeiten sind tatsächlich zu vernachlässigen. Dort ist das obere Preissegment, bzw. eine Touri-Mall. Der normale Berliner geht doch schon lange nicht mehr dort einkaufen. Da hat er genug günstigere Alternativen.
@ Krake:
Für die Straßenbahn auf der Leipziger gibt es aber keine sinnvollere Alternative, wenn man zum Alex will. Selbst mein Vorschlag von 2 Linien ist nicht auf Gegenliebe gestoßen. Alle anderen Routen wären Umwege und führen ebenso zu längeren Fahrzeiten. Auch geht es bei der 2. Buslinie per se erstmal nicht um die Auslastung, sondern rein um die Stabilität. Die wird durch die Leipziger arg geschwächt. Die Straßenbahn ersetzt hier nur den Bus und hoffentlich den ein oder anderen PKW.
Deine Brechung der Linie macht das ja noch schlimmer! Sorry aber alle die durchfahren wollen, werden dich dafür verfluchen.
@ Ulrich Conrad:
Nein wenn dann muss die Durchmesserlinie kommen. Den Alex zu verpassen wäre schon vertal. Aber die Verknüpfung mit der M4 schafft neue Direktverbindungen, ohne welche wegzunehmen (mal Hackescher außen vor). Darin liegt der Clou dieser Verlängerung.
„Klar sind da mehr Arbeitsplätze, aber wie viele Menschen kommen denn aus Südosten mit dem M29 und arbeiten dort?“
Weiß man ja aktuell nicht. Weil es keine direkte Verbindung. Was man aber weiß ist, dass es rund um den Potsdamer Platz mehr Arbeitsplätze gibt als am Mendelson Bartholdy Park (in gleichen Abstand). Und daraus ergibt sich ein Pendlerpotential.
„Der M41 fährt nicht soweit entfernt und wäre für die Erschließung auch noch da.“
Öhm, für welcher Relation? Außer Hermannplatz – Pannierstr. haben die beiden doch gar nichts gemeinsam.
„Dort ist das obere Preissegment, bzw. eine Touri-Mall. Der normale Berliner geht doch schon lange nicht mehr dort einkaufen. Da hat er genug günstigere Alternativen.“
Abgesehen das auch ein normaler Berliner mal in eine Mall geht: Auf der jetzigen Route gibt es keine Mall, am Potsdamer Platz sogar zwei. Das ergibt rein logisch mehr Potential. Und ob die Leute jetzt zu H&M in der Friedrichstraße laufen oder mit dem Bus direkt vor den LP12 fahren, ist dann doch ein bequemer Unterschied.
Du vergisst was elementares. Wenn es so viel Potential gäbe, dann würde man das schon lange machen. Man müsste keine Infrastruktur neu bauen. Man muss nur die Linie umlegen. Aber warum wird das denn nichtt gemacht, wenn das doch so lohnend ist?
Wer redet denn von gemeinsam? Wie groß ist der zufall, dass du genau am M29 wohnst und zum Potsdamer musst? Die allermeisten müssen umsteigen um zu ihrem ziel zu kommen. Da der M41 nicht allzu weit weg fährt, hat man hier kaum Zeit einbußen.
Nochmal: Das ist das OBERE Preissegment. Seitwann wohnen die Reichen und Schönen in Kreuzberg oder Neukölln? Ich kenne keinen, der dort noch shoppen geht. Das ist komplett auf Touri ausgerichtet und nicht auf Berliner. Die gehen in andere Malls. Neuköllner nehmen beispielsweise die Gropiuspassagen und Kreuzberger das Alexa. Gerade die Potsdamer Platz Arcarden haben mit starken Umsatzeinbrüchen zu leben und bauen deswegen um. Die Berliner gehen da doch eher selten shoppen. Und H&M gibt es quasi überall. Da muss ich nicht den weiten Weg zur LP12 machen.
Du vergisst einfach vollkommen, dass die allerwenigsten direkt am M29 wohnen um dort hinzukommen und keine andere Optionen haben. Alles was südwestlich vom M29 ist, geht heute zum M41. Der soll über kurz oder lang in eine Straßenbahn mit eigenem Gleisbett umgewandelt werden. Damit gewinnt der an Geschwindigkeit und Komfort. Und schwups will wirklich keiner mehr aus der Richtung zum M29. Mit der U8 komme ich aus Kreuzberg schneller zum Alexa, als mit dem M29 zur LP12. Mit der U1/U3 komme ich jetzt zur neuen Eastside Mall an der Warschauer. Alles was dann weiter südöstlich ist hat das ParkCenter in Treptow oder eben die Gropiuspassagen. Deine Shoppinggelüste sind also mehr als befriedigt. Und die arbeitende Bevölkerung verteilt sich noch viel weiter über Berlin. Daher ist das einfach nicht notwendig!
„Da der M41 nicht allzu weit weg fährt, hat man hier kaum Zeit einbußen.“ … „Neuköllner nehmen beispielsweise die Gropiuspassagen und Kreuzberger das Alexa.“ … „Alles was südwestlich vom M29 ist, geht heute zum M41.“
Der M41 und der M29 haben überhaupt keine Konkurrenz, der Neuköllner geht auch ins Alexa, mal nach Steglitz und manchmal zum Ringcenter, Kreuzberger hab ich auch auf dem Kudamm gesehen. Sie gehen nämlich dahin, wo eine gute Anbindung besteht. Wenn jetzt das LP12 sogar schwach besucht wird, warum nicht dadurch attraktiver machen? Der NV hat nicht die Aufgabe, einem Bezirk genau eine Mall, ein Kino, etc. anzubinden. Das macht man auf dem Land, nicht in urbanen Räumen.
Aber die Diskussion ist auch banal, denn viel wichtiger sind Arbeitsplätze, die es am Potsdamer Platz in allen Segmenten reichlich gibt. Und die Netzwirkung: Am Potsdamer Platz werden alle Nord-Süd-S-Bahnen und die Fernbahn erreicht, außerdem mehr Buslinien bei kürzeren Umstiegswegen. Bleibt die Frage aller Fragen:
„Wenn es so viel Potential gäbe, dann würde man das schon lange machen.“
Ja, da fragst du mit mir aber den falschen. leider.
Okay betrachten wir das nochmal ganz sachlich:
Zoo – Potsdamer:
Derzeit fahren hier der 200er und die U2. Also würde mit einem M29 hier zwar eine zusätzliche Verbindung hinzukommen, aber aufgrund der vorhanden Verbindungen, keine neuen Fahrgäste hinzugewonnen werden. Auch muss die Kapazität auf dem Teil nicht ausgeweitet werden, weil die U2 ja verdichtet werden soll, weshalb es hier einen Kapazitätsaufwuchs geben wird. Damit sind hier keine bis kaum messbare positive Effekte zu erwarten.
Potsdamer – Kreuzberg/Neukölln:
Hier gibt es bereits eine Verbindung durch den M41. Der M29 brauch vom Görlitzer bis zum Anahlter (ca. 3,5 km) 12 min. Im übrigen genauso viel wie mit der U-Bahn und dem M41. Wenn ich jetzt den M41 vom Hermannplatz bis Anhalter dagegen lege (ca. 3,9 km), dann brauche ich 11 min mit dem Bus. Das zeigt schon jetzt einen Geschwindigkeitsvorteil. Querverbindungen werden durch die U1/U3 und den 140er sichergestellt. Menschen die da mit fahren, überlegen es sich 3 mal, ob sie im M29 oder M41 schneller sein werden. Das letzte Stück in Mitte ist auch nur 400m parallel zur Leipziger, weshalb die Anwohner dort auch schon eine andere Anbindung zum Potsdamer haben. Auch die Stresemannstraße und somit der M41 sind vom südlichen Gebiet nah. So viele Wohngebiete bleiben dann nicht mehr, die nur den M29 hätten um zum Potsdamer zu kommen. Außerdem ist rund um den Zoo genauso ein großer Arbeitsplatzstandort zu finden, weshalb der Umweg für diese Arbeitnehmer zu einer Fahrzeitverlängerung führt. Das ist eine Verschlechterung. Das bedenkst du nicht bei der einer Argumentation.
Es werden alle Linien, bis auf die Regionalbahn (nicht Fernbahn) erreicht. Damit gibt es keine neue Netzwirkung, sondern nur eine Verlagerung der Umstiegsbeziehung. Du vergisst hier bei auch, dass die Wege am Potsdamer deutlich länger sind, als am Anhalter oder Mendelssohn-Bartholdy-Park. Das wäre also auch eine Verschlechterung und streicht den Zeitvorteil in Richtung Norden. In Richtung Alex ist der Vorteil sowieso irrlevant, weil da andere Verbindungen früher erreicht werden (U8 und 248er).
Egal wie ich es drehe und wende, du lockst nur sehr weniger neue Fahrgäste in den Bus, aber läufst Gefahr andere zu verschrecken.
Es ist übrigens niemand verpflichtet, andere von der eigenen Meinung zu überzeugen. Ich glaube, ihr habt alle eure Argumente vorgetragen, daraus kann sich nun jeder seine Gedanken machen. Es muss keine Einigung erzielt werden. Okay?
Is mir bewusst. Trotzdem darf ich doch versuchen Ihn zu überzeugen 😉