4 Kommentare zu “Begatalbahn an Hamelner Südumgehung

  1. Grundsätzlich ist die Verbindung wichtig, deshalb hatte ich sie ja auch bereits vorgeschlagen. Im Detail ist dein Vorschlag meiner Meinung nach aber unzulänglich:

    1. Warum siehst du in Grießem einen Halt vor, in Reher und Sonneborn aber nicht? Die beiden letztgenannten Orte sind beide größer

    2. Was passiert mit

    a) dem Fitnesszentrum in Aerzen,

    b) den Wohnhäusern Königsförder Str. 37A und B in Aerzen,

    c) den Gärten der Häuaser im Falkenweg und an der Königsförder Str. in Aerzen,

    d) dem Werksverkehr der Firma Gruse in Groß Berkel,

    e) der Pyrmonter Gerüstbau in Groß Berkel,

    f) dem Küchenstudio Schütte in Groß Berkel,

    g) dem südlichsten Gebäude von Lenze in Groß Berkel

    h) den Gärten am Heideweg in Klein Berkel,

    i) dem Haus Grasbrink 16A in Klein Berkel,

    j) diversen Gewerbebauten am Schwarzen Weg in Klein Berkel (u.a. THW),

    k) sämtlichen Gewerbegebäuden an der Werftstraße in Hameln?

    3. Wie soll die B83 in Klein Berkel unterquert werden? Du willst ja vorher noch die Humme überqueren, die Bahntrasse muss mindestens 6,5m tiefer liegen als die B83!

    4. Wie stellst du dir insgesamt die Höhenlage der Bahnstrecke im Bereich der Weserquerung vor? Ist dir bewusst, dass eine dermaßen tiefliegende Bahnstrecke, wie sie von dir vorgeschlagen ist, einem hohen Überflutungsrisiko ausgesetzt ist?

    5. Was passiert mit der Schifffahrt auf der Weser, die kann nicht weiterbetrieben werden, da die von dir vorgesehene Weserbrücke nur eine sehr geringe Durchfahrtshöhe aufweisen kann.

    1. Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung! Ich versuche mal im Einzelen zu antworten:

      1. Den Halt in Grießem habe ich eingefügt, weil Grießem zwischen Reher und Sonneborn liegt und von beiden Orten aus gut mit den Fahrrad erreichbar ist.

      2. a-c: In Aerzen ist die Grundstruktur der Bahntrasse im Ort noch weitgehend erhalten. Die beiden Gebäude, die nach der Stillegung auf die alte Trasse gebaut wurden müssten wieder abgerissen werden. Den Bahnhof direkt im Ort wieder zu reaktivieren, erschien mir attraktiver als eine Bahnstrecke, die um Aerzen herum führt.

      2. d-g: Das selbe denke ich auch über Groß Berkel, wobei am Orts Ein- und Ausgang jeweils genug Platz wäre den neuen Gewerbegebäude von Lenze und Gruse auszuweichen, das werde ich noch einzeichnen.

      2. h-j: in Klein Berkel müsste auch das Gewerbegebiet umstrukturiert werden. Der eingezeichnete Trassenverlauf lässt sich aber noch optimieren, sodass weniger Gebäude betroffen wären. Hier werde ich auch noch nachbessern.

      2. k: sämtlichen Gewerbegebäuden an der Werftstraße in Hameln?

      Und das ist das erstaunliche: Diese sollen alle für den Neubau der Hamelner Südumgehung abgerissen werden. Die Südumgehung soll hier erhöht verlaufen, um im weiteren Verlauf die Bahnlinie zu überqueren. Sie verläuft parallel zur Werftstraße zum Teil aufgeständert, zum Teil auf einem Damm, der dort aufgeschüttet werden soll, wo jetzt noch die Häuser und der Baumarkt stehen. Der ganze Straßenzug soll hier also schon für den Straßenbau abgerissen werden.

      3,4 &5: Die Eisenbahnbrücke müsste die selbe Durchfahrtshöhe für Schiffe haben wie die Münsterbrücke. Wegen Hochwasserschutz müsste die Bahnstrecke mindestens auf der selben Höhe liegen, wie der Bahndamm nach Emmerthal. Diese Anforderungen müssten aber erfüllbar sein.
      Da die geplante Südumgehung vom erhöht liegenden Fort Luise startet und die Bahnstrecke nach Emmerthal ebenfalls überqueren soll, müsste es eigentlich möglich sein, noch einmal mit der Bahnstrecke unter dieser geplanten aufgeständerten Straße hindurchzukommen. Die vorhandene Hummebrücke der B83 müsste vermutlich noch etwas höher gebaut werden, um Bahnstrecke und Humme zu überqueren.

      1. Den Halt in Grießem habe ich eingefügt, weil Grießem zwischen Reher und Sonneborn liegt und von beiden Orten aus gut mit den Fahrrad erreichbar ist.

        Aus Reher würde wohl eher der kürzere Weg nach Aerzen gewählt werden, aus Sonneborn ist es nach Barntrup auch nicht länger als nach Grießem. Insofern zieht die Begründung nicht.

        In Aerzen ist die Grundstruktur der Bahntrasse im Ort noch weitgehend erhalten. Die beiden Gebäude, die nach der Stillegung auf die alte Trasse gebaut wurden müssten wieder abgerissen werden. Den Bahnhof direkt im Ort wieder zu reaktivieren, erschien mir attraktiver als eine Bahnstrecke, die um Aerzen herum führt.

        Klar ist das attraktiver. Aber die Privatgrundstücke im Osten des Ortes sind auf die Trasse erweitert worden. Abgesehen davon handelt es sich rechtlich um einen Neubau, so nah an bestehender Wohnbebauung geht das wohl kaum ohne Schallschutz. Und Wohnhäuser für eine Bahnstrecke abreißen, daran glaube ich erst wenn ich’s sehe.

        in Klein Berkel müsste auch das Gewerbegebiet umstrukturiert werden.

        Ist dir klar, was eine solche „Umstrukturierung“ (Ersatzneubau & Abriss) kostet? Aber wie ich sehe, ist die Trasse jetzt verschoben, das könnte klappen.

        Und das ist das erstaunliche: Diese sollen alle für den Neubau der Hamelner Südumgehung abgerissen werden.

        Aber die verlinkte Planung ist noch nicht planfestgestellt. Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass das so kommen wird.

        Da die geplante Südumgehung vom erhöht liegenden Fort Luise startet und die Bahnstrecke nach Emmerthal ebenfalls überqueren soll, müsste es eigentlich möglich sein, noch einmal mit der Bahnstrecke unter dieser geplanten aufgeständerten Straße hindurchzukommen.

        Die Südumgehung dürfte bis zur Überquerung der Bahnstrecke weiter ansteigen. Damit ist sie am Fort Luise noch niedriger. Außerdem ist die B83 an der Stelle der Querung noch deutlich niedriger als die Kreuzung am Fort Luise.

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