BB + MV: neuer RB (Wittenberge-) Pritzwalk – Neubrandenburg

 

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Beschreibung des Vorschlags

Damit die Angaben zu verstehen sind, kurz die Legende: Ortsname/Haltestellenname (km Angabe von Wittenberge aus | Einwohnerzahl in Tausend von Wikipedia gerundet und teilweise geschätzt bei kleinen Orten)

Wittenberge (0,0 | 17,0) – Weisen (3,8 | 1,0) – Perleberg (10,5 | 12,1) – Groß Pankow (25,7 | 3,8) – Pritzwalk West (34,1 | —) – Pritzwalk (35,4 | 11,9) – Heiligengrabe (45,9 | 4,4) – Liebenthal (49,6 | —) – Wittstock (Dosse) (55,5 | 14,2) – Groß Haßlow (61,4 | 0,2) – Dranse (65,8 | 0,3) – [Walkmühle (70,7 | —)] – Mirow (82,6 | 3,9) – Leussow-Zirtow (87,2 | 0,3) – [Weißer See (91,2 | —)] – Wesenberg (92,5 | 3,0) – Groß Quassow (96,7 | 0,2) – Neustrelitz West (— | —) – Neustrelitz Hauptbahnhof (104,4 | 20,1) – Blankensee (119,3 | 1,6) – Cammin (123,5 | 0,2) – Burg Stargard (131,3 | 5,4) – Neubrandenburg (139,6 | 60,1)

Die Strecke ist somit also ca. 140 km lang und hat 20 Stationen + 2 Bedarfshalte im Sommer. Somit hält der zug alle 7 km. Entlang der Strecke wohnen ca. 160.000 Einwohner. Ich gehe nun auf einzelne Abschnitte ein.

Wittenberge – Pritzwalk

Diese Strecke besitzt derzeit nur 1 Gleis und ist für 100 km/h zugelassen. Diese Strecke wird stündlich vom RE 6 in 32-34 min befahren. Nach meinem Plan wird diese Strecke auf 160 km/h mit fast durchgängig 2 Gleisen ausgebaut. Zudem übernimmt der RB bis auf Perleberg die 2 Unterwegsbahnhöfe. So würde der RE 6 die Strecke neu in 16-17 min schaffen. Der RB brauch für diese Strecke 23-24 min mit einem zusätzlichen Halt in Pritzwalk West. Der RB sollte in Richtung Wittenberge so fahren, dass er kurz vor dem RE 6 ankommt, damit die Taktzeiten in Wittenberge gleich bleiben und die Menschen wie gewohnt umsteigen können. In Gegenrichtung fährt der RB vorher los, so dass in Wittstock (Dosse) zum RE 6 umgestiegen werden kann, bei minimaler Wartezeit.

Pritzwalk – Wittstock (Dosse)

Diese Strecke besitzt derzeit ebenso nur 1 Gleis und ist für 120 km/h zugelassen. Auch hier fährt der RE 6 stündlich mit 2 Halten und brauch 17-18 min. Diese 2 Halte würden vom RB übernommen werden. zusätzlich gibt es auch hier ein 2. Gleis und die Streckengeschwindigkeit wird auf 160 km/h angehoben. Dadurch senkt sich die Fahrzeit für den RE 6 auf 9-10 min. Somit ergibt sich eine gesamte Fahrzeit vom RE 6 von Wittenberge bis Wittstock (Dosse) von 25-27 min und somit eine Fahrzeitreduzierung von 24-25 min. Der RB brauch für diese Strecke 14-15 min. Somit brauch der RB für beide Teilstrecken 37-39 min.

Wittstock (Dosse) – Mirow

Hier gibt es derzeit keinen Betrieb. Auch liegt hier kein Gleis mehr. Das müsste komplett neu errichtet werden. Daher kann hier auch die Streckengeschwindigkeit angepasst werden und auch das Streckenlayout, sprich man kann die Strecke im Vergleich zum eingezeichneten alten Verlauf auch noch begradigen. Das würde aber vor allem den Abschnitt zwischen Dranse und Buschhof betreffen. Wie hoch die Geschwindigkeit hier sein muss, lässt sich nur aus der Folgebedingung ablesen, dass der RB auf den RE 6 und RE 5 abgestimmt ist. So soll zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg mind. ein Stundentakt mit dem RE 5 bestehen oder man fährt stündlich mit dem RB und beschleunigt den RE 5 hier massiv. Davon hängt das ab. Bei beiden Varianten ist aber wichtig, dass er auf den RE 5 aus Waren getaktet ist, sprich er die Fahrgäste in Neustrelitz direkt aufnehmen kann und nach Neubrandenburg fahren kann und umgedreht aus Neubrandenburg die Fahrgäste in den RE 5 bringt damit die in Richtung Berlin fahren können. Damit das zusammen passt, muss die Geschwindigkeit hier nach ausgerichtet sein.

Mirow – Neustrelitz

Die Strecke muss nur dann ausgebaut werden, wenn die Strecke nach Wittstock nicht ausreicht um den Fahrplan zu regulieren. Prinzipiell wäre eine Erhöhung der Geschwindigkeit wünschenswert und auch eine Begradigung kann in Betracht gezogen werden. Das müsste aber untersucht werden, inweifern das notwendig wäre. Vlt. ist auch eine Kombination aus beiden gut geeignet um auch die Fahrzeit von Mirow nach Neustrelitz zu kürzen.

Neustrelitz – Neubrandenburg

Diese Strecke ist nur eingleisig und auch nur für Tempo 100 zugelassen. So brauch der RE 5, der nur alle 2h fährt, 28 min für die Strecke mit 3 Zwischenhalten. Durch ein 2. Gleis und eine Erhöhung auf 160 km/h und eine Übernahme der Stationen durch den RB, ließe sich die Fahrzeit von 28 min auf 15-16 min drücken. Der RB bräuchte auch nur 20 min für die Strecke. Damit ließe sich vor allem der RE 5 nach Berlin beschleunigen. Aber auch die Querverbindung macht Sinn, weil so die Prignitz mit eine der größten Städte in MV verbunden wird. Zudem würde das 2. Gleis zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg auch für den Fernverkehr interessant sein können, der so auch dann nicht mehr den Umweg über Prenzlau nehmen müsste.

Die Strecke kann auch insgesamt für den Güterverkehr interessant sein, da Stralsund einer der größeren Ostseehäfen hat. Aber auch die Verbindung von MV nach Wittenberge kann Sinnergeben, wenn dort Verkehr in Richtung Magdeburg und Hannover gelenkt werden kann.

Wittenberge steht deswegen in Klammern, weil ich mir nicht so ganz sicher bin, ob diese Investition die dadurch notwendig wäre den Nutzen rechtfertigt. Es wäre mein Maximalvorschlag.

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4 Kommentare zu “BB + MV: neuer RB (Wittenberge-) Pritzwalk – Neubrandenburg

  1. Doch, die Strecke findet schon anklang, das wäre eine wichtige Westanbindung der Region – wir versuchen gerade den Lückenschluss Wittstock – Mirow wieder auf die Tagesordnung zu heben..

    Wie Du beschrieben hast ist der Zugang zu Wittenberger Elbebrücke von allen vorpommerschen Häfen von Vorteil. Wie solch eine Strecke in das Taktregime eingefügt werden könnte bleibt allerdings eine Frage. Wenn man eher einen Ausbau von 100-120km/h anstreben würde, könnten attraktive 90 min zwischen Wittenberge und Neustrelitz erreicht werden – da knackt es dann unter dem derzeitigen Betriebsprogramm dieser beiden Vollknoten…

    1. Ich finde einen Ausbau auf 100-120 km/h auf den gemeinsamen Strecken mit den Regionalexpresszügen als zu wenig. Diese Geschwindigkeit wird dem Express nicht gerecht. Zudem ist es heute Standard, dass diese 160 km/h fahren. Auch wollen die Menschen besser angebunden werden, damit sie das Auto stehen lassen. Daher macht das nur so Sinn. Wie hoch die dazwischen sein muss, ist eher eine Frage des Fahrplans, als der Geschwindigkeit.

      1. Noch einmal zum Taktregime – hier sehe ich folgende Varianten:

        Eine N-Linie (RB), die entsprechend des derzeitigen RE6 und der Kleinseenbahn, alle Knoten wie gehabt mitmimmt und auch den kurzen RE5 Neustrelitz-Stralsund übernimmt, also immer zur ungeraden Stunde in Neustrelitz verkehrt. (die Übereckverbindung Richtung Waren und Berlin bergen glaube ich nur begrenztes Potenzial)
        Ohne wesentlich größeren Aufwand sollte auch eine E Linie auf der Strecke zu fahren sein, die zum vollen Knoten in Wittenberge startet und dann wie von Dir beschrieben schon etwas stärker gen Neustrelitz spurtet, Halte wären dann hier nur Perleberg, Pritzwalk, Wittstock und Mirow, sofern möglich sollten auch Wesenberg und Heiligengrabe dabei sein.

        Interessant hierzu ist, das Brandenburg alsbald in der HVZ einen zweiten RE5 von Berlin nach Neustrelitz plant. Fahrgäste aus diesem Zug könnten dann bis Neubrandenburg mitgenommen werden
        Da ich perspektivisch solch ein schnelles Angebot auch eher in HVZ verortet sehe könnte man hier allerdings das Konzept von Heckeneilzügen/IREs aufnehmen und diese Verbindung dann auch langläufig machen und entsprechend bis nach Braunschweig/Wolfsburg/Hannover/Bielefeld (bestenfalls ü. Salzwedel) und in Richtung Ostsee nach Sassnitz/Binz verlängern – als kostengünstige Alternative im Deutschlandtarif für starke Qullgebiete der Toursimusregionen Seenplatte und vorpommersche Ostseeküste, und gleichzeitig aber auch einer guten Querverbindung für die Einwohner ohne enorme Umwegkosten schultern zu müssen.

        Schließlich wäre ein RE mit nur 1h Fahzeit über die Spange Wittenberge-Neustrelitz genial, aber nur unter verdammt günstigen Umständen zu haben, die ich nicht beurteilen kann. Wichtig ist ja allgemein und gerade hier, dass man das KNV hoch hält.

        Aber nichts destotrotz unterstütze ich Dein Vorschlag hier voll und ganz – dass nur, wenn dass das letzte Mal nicht so ganz herüber kam  – Wir von der Kleinseenbahn fordern zumindest auch diese Reaktivierung, und haben da ganz ähnliche Vorstellungen wie Du…

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