Beschreibung des Vorschlags
Der Vorschlag beschäftigt sich mit dem heutigen RE10a bzw. 10b, welche zwischen Heilbronn und Mannheim jeweils alternierend über Neckarelz und Sinsheim alle zwei Stunden verkehrt. Da jedoch alle anderen Regionalzüge tendenziell im Stundentakt verkehre, ergeben sich so zweistündliche Trassenlücken, die ich gerne nutzen würde:
- Der RE10a verkehrt stündlich ab Mannheim über das Eberbach, Neckarelz neu nach Osterburken. In Mannheim ist der im 00er-Knoten eingebunden, in Osterburken in den 30er-Knoten mit direkten Anschluss zum RE nach Würzburg. Da zwischen Osterburken und Neckarelz Fahrzeit eingespart werden muss, kann der RE nur in Seckach und Mosbach (Baden) halten. Als neuer Zubringer in Richtung Heidelberg wird die RB aus Würzburg bis Neckarelz verlängert. Neckarelz wird außerdem ein neuer 00-Knoten mit Anschlüssen in alle Richtungen. Hierfür sind neue Bahnsteigkanten notwendig. Die Verbindung wäre eine Umsetzung des politisch geforderten „Sprinter-Zug von Osterburken nach Heidelberg“ (Link).
- Der RE10b verkehrt wie heute über Sinsheim und Bad Rappenau nach Heilbronn, jedoch neu ebenfalls stündlich. In Mannheim ist er wie heute in den 30er-Knoten eingebunden, in Heilbronn in den 00er-Knoten mit entsprechenden Anschlüssen. Aus diesem Grund wird dann Bad Rappenau ebenso ein 30er-Knoten, sodass vsl. Anpassungen am S-Bahnfahrplan notwendig sein werden.
In der Konsequenz würde man wie heute stündlich zwischen Heilbronn und Heidelberg bzw. Mannheim fahren können, jedoch die Zwischenrelationen ebenso bedienen und nicht wie heute zweistündlich. Einzig wegfallen würde die Verbindung zwischen Heilbronn und Neckarelz bzw. Eberbach:
- Die RB18 aus dem heutigen 30er-Knoten in Heilbronn könnte in Bad Friedrichshall geflügelt werden und anschließend mit einem Zugteil nach Neckarelz geführt werden, wo wiederum Anschluss auf den RE10a besteht.
- Bei einem 00-Knoten-Konzept in Neckarelz könnte auch die S41 aus Heilbronn eingebunden werden, sodass kurze Umsteigezeiten z.B. auch von den Zwischenhalten (Haßmersheim, Gundelsheim, Offenau, etc.) möglich sind.
- Tendenziell wäre auch eine Flügelung in Neckarelz aus Richtung Heidelberg möglich, wobei dann ein Triebwagen nach Heilbronn mit allen Zwischenhalten durchfahren könnte und dort enden würde. So würde zwischen Mannheim, Heidelberg und Heilbronn sogar 2 stündliche Direktverbindungen entstehen, wobei die eine dann ca. 10 Minuten langsamer wäre.
Als Fahrzeuge würde ich grundsätzlich 3- bis 5-teilige Triebwagen wie auch schon heute vorsehen. Zu prüfen wäre desweiteren eine Flügelung in Osterburken aus Richtung Würzburg. Insgesamt würde die Relation Würzburg – Heidelberg von heute ca. 2:25h im Regionalverkehr auf rund 2:00h sinken und somit auch schneller als der Fernverkehr werden. Für das Konzept wären folgende Infrastrukturmaßnahmen notwendig:
- zweites Gleis zwischen Babstadt und Bad Rappenau als Begegnungsabschnitt zwischen den RE und der S-Bahn. Notfalls auch nur ein zweites Gleis im Bahnhof Babstadt.
- Ausbau des Bahnhofs Neckarelz zu einem Taktknoten: Zwei Gleise für RE10a, ein Gleis für S1, ein Gleis für S41, die RB aus Würzburg kann ggfs. in der Wendezeit wegsetzen oder mit der S1 aus Heidelberg ein Gleis doppelt nutzen.
In der Folge wären auch bei den bestehenden Linien Anpassungen sinnvoll, z.B. im Linienkonzept der S1, die aus dem 30er-Knoten in Osterburken raus verschoben werden müsste. Außerdem bedient z.B. die Linie S41 aktuell keinen Nullknoten in Mosbach-Neckarelz. Zwischen Bad Friedrichshall und Sinsheim sind vsl. nur geringere Fahrplananpassungen notwendig, da bereits in Bad Rappenau zu bestimmten Zeiten die Begegnung zwischen einem RE10b und einer verlängerten S5 aus Heidelberg bzw. der S42 stattfindet. Auf der S5 zwischen Eppingen und Heidelberg sollte versucht werden, die heutigen langen Standzeiten im Linienweg zu vermeiden und dadurch die Fahrten zu beschleunigen.
Ähnliche Vorschläge:
- https://linieplus.de/proposal/re9-mannheim-hbf-wuerzburg-hbf/:
Neue Linie zwischen Mannheim und Würzburg, jedoch nur alle zwei Stunden und keine Verknüpfung mit dem RE8 sondern versetzt dazu. Außerdem nicht im Taktschema vom RE10a/b.

Hm, das ist so ziemlich das Gegenteil des dort gewünschten Konzept, nämlich eine Durchbindung aller Fahrten bis Stuttgart. Das war eigentlich auch lange so geplant, das Verkehrsministerium hat sich aber quergestellt, weil um Stuttgart zu viele Baustellen (aka Stuttgart 21) die Linien beeinträchtigen würden (aka zu wenig Kapazität). Im Neckartal ist man schon darüber verärgert. Wenn dann noch die Verbindung nach Heilbronn wegfällt werden sie dir aufs Dach steigen! Das langfristige Ziel bleibt aber die Durchbindung des RE10 auf den RE12, was – sollte der Ergänzungsbahnhof in Stuttgart kommen – auch nicht so unrealistisch ist.
Wenn ich das richtig sehe, soll zudem der RE10 halbstündlich fahren. Dafür ist auf der Strecke Mannheim – Heidelberg kein Platz.
Ja, das stimmt. Verlieren würde ja aber eigentlich nur Eberbach die mögliche Direktverbindung nach Stuttgart, Neckarelz hingegen könnte ja mit einem verlängerten RB18-Zugteil sogar stündlich angebunden werden. Die Diskussion nur auf den Nachteil zu beschränken ist glaube ich zu eindimensional. Langfristig finde ich eigentlich ohnehin einen Zweistundentakt auf dem RE10-Ästen unrealistisch.
Kurzfristig wahrscheinlich nicht, langfristig ist aber die entsprechende Trasse auch im Deutschlandtakt vorgesehen, jedoch vom RE Karlsruhe – HD – Mannheim, der ja aber nun eine andere Trasse hat. Mittelfristig dürfte es gehen, da die S-Bahnen ja ohnehin alle 30min verkehren, und in der Trasse 30min zum heutigen RE10 versetzt auch keine anderen Leistungen im SPV verkehren. Bahnsteigkanten sind in Mannheim im 00er-Knoten auch eher frei als zur Minuten 30.
Zunächst halte ich Osterburken nicht als Endbahnhof für einen RE geeignet. Osterburken ist im Prinzip ein Dorf (mit Stadtrechten) im „Niemandsland“. Die Fahrgastzahlen dürften ab Mosbach-Neckarelz spätestens ab Mosbach (Baden) an 2 Händen abzählbar sein. Gerade auch weil die RB nach Miltenberg mit ihren Fahrzeiten wenig attraktiv ist.
Außerdem sehe ich hier kaum eine Netzergänzung. Die S1 fährt den gleichen Weg – nur etwas langsamer. Da wäre ich zumindest beim User ExpandVRN (verlinkter Vorschlag).
Würzburg wäre durchaus ein sinnvolles Ziel für einen RE – vor allem ein Ziel wo es heute keine wirklich gute Alternativen gibt. Ganz nebenbei geht das VRN-Netz bis Würzburg!
Einen Sprinterzug kann man heute schon mittels S-Bahn (morgens und abends) ein oder zweimal fahren lassen. Dafür brauche ich keinen stündlich neuen RE.
Auf der Strecke zwischen Mannheim und Heidelberg gibt es aktuell keine Kapazitäten mehr. Eine Verdopplung des RE-Angebots ist in absehbarer Zeit nicht möglich – einzige Ausnahme eine andere Linie wird abbestellt. Dies halte ich für kaum umsetzbar und schon gar nicht für eine schnelle Linie nach Osterburken.
Ab 2030 soll zwar zwischen Wieblingen und Heidelberg Hbf die Strecke mit einem 3. und 4. Gleis ausgestattet sein, allerdings bleibt die Strecke HD-Wieblingen – MA-Friedrichsfeld-Süd weiterhin zweigleisig.
Aktuell ist geplant, nach dem Ausbau die Linien S5/S51 sowie den RE 73 (Karlsruhe – Heidelberg) nach Mannheim zu verlängern. Dann dürften die Kapazitäten schon fast wieder aufgebraucht werden.
Denkbar ist allenfalls eine stündliche gemeinsame Linie bis Neckargemünd und ab dort eine Trennung der Triebwagen. Somit ist eine stündliche Linie für beide Strecken möglich.
Je nach Anzahl der Triebwagen könnte die Bahnsteiglänge in Neckargemünd noch zum Problem werden.
Für die nördliche Linie ist in Neckarelz eine Verknüpfung nach Heilbronn sinnvoll. Im Vergleich zu heute, hätte nur Eberbach den Nachteil der dann fehlenden Direktverbindung nach Heilbronn. Dafür hätte Eberbach stündlich eine schnelle Verbindung nach Mannheim.
In Neckarelz selbst gibt es eine Anbindung über die Stadtbahn nach Heilbronn. Das wäre grundsätzlich vertretbar.
Dafür wird eine Lücke im Netz gefüllt. So gibt es heute zwischen Mannheim und Würzburg praktisch nur die Fahrt über Frankfurt. Die Fahrt mit der S-Bahn und den knappen Umsteigezeiten in Osterburken sind nicht gerade attraktiv. Mit dem RE gäbe es eine recht gute Alternative.
Hinzu kommt, dass der Odenwald auch mit einer relativ schnellen Linie und attraktiven Fahrzeiten, auch zwischen Mannheim, Heidelberg bzw. Würzburg für zahlreiche Fahrgäste sorgen würde, so dass sich diese Linie auch rechnet. Klar ist aber, nach Osterburken ist das definitiv nicht der Fall. Hier werden die Fahrgäste fehlen!
Ich würde auch die Linie, zumindest alle 2 Stunden, bis nach Ludwighafen Hbf verlängern, sofern die Fahrzeiten passen. Dies würde zum einen den bereits überlasteten Hauptbahnhof Mannheim entlasten und die Schwesterstadt Ludwigshafen mit rund 170.000 Einwohner anbinden. Die Fahrzeit ist mit Rund 5 Minuten recht kurz.
Alle 2 Stunden deshalb, weil dann der RE4 von Mainz bzw. von Speyer / Germersheim den Hauptbahnhof Ludwigshafen anfährt. Somit besteht eine Umsteige zu einem schnellen RE mit ebenfalls sinnvollen Zielen.
Dies macht natürlich nur Sinn, wenn die Fahrzeiten auch passen.
Den Halt Hirschhorn kann ich nicht nachvollziehen. Hirschhorn selbst ist ein Dorf (auch wenn Hirschhorn Stadtrechte hat). Die S-Bahn hält dort 2x stündlich. Ganz nebenbei liegt Hirschhorn in Hessen. Das Land BW, welches den Zug bestellt und vermutlich voll bezahlt, wird daher kein großes Interesse haben, dort einen RE halten zu lassen.
Ein größerer Touristenort dürfte Neckarsteinach sein. (Neckarsteinach liegt allerdings auch in Hessen.) Hier ist es zumindest vorstellbar, dass an einem Sonntag 1-2 REs als eine Art „Ausflugszug“ dort halten – falls es die Fahrzeiten zulassen.
Noch ein Hinweis zum Schluss: Der Titel ist recht ungünstig gewählt, weil diesen niemand findet. Keiner sucht nach „Reorganisation“. Ich würde daher empfehlen, die Orte des RE mit aufzunehmen. Wäre schade, wenn der Vorschlag nicht mehr gefunden wird.