3 Kommentare zu “[BaWü] Reorganisation und Erweiterung des RE10

  1. Hm, das ist so ziemlich das Gegenteil des dort gewünschten Konzept, nämlich eine Durchbindung aller Fahrten bis Stuttgart. Das war eigentlich auch lange so geplant, das Verkehrsministerium hat sich aber quergestellt, weil um Stuttgart zu viele Baustellen (aka Stuttgart 21) die Linien beeinträchtigen würden (aka zu wenig Kapazität). Im Neckartal ist man schon darüber verärgert. Wenn dann noch die Verbindung nach Heilbronn wegfällt werden sie dir aufs Dach steigen! Das langfristige Ziel bleibt aber die Durchbindung des RE10 auf den RE12, was – sollte der Ergänzungsbahnhof in Stuttgart kommen – auch nicht so unrealistisch ist.

    Wenn ich das richtig sehe, soll zudem der RE10 halbstündlich fahren. Dafür ist auf der Strecke Mannheim – Heidelberg kein Platz.

  2. Das war eigentlich auch lange so geplant, das Verkehrsministerium hat sich aber quergestellt, weil um Stuttgart zu viele Baustellen (aka Stuttgart 21) die Linien beeinträchtigen würden (aka zu wenig Kapazität).

    Ja, das stimmt. Verlieren würde ja aber eigentlich nur Eberbach die mögliche Direktverbindung nach Stuttgart, Neckarelz hingegen könnte ja mit einem verlängerten RB18-Zugteil sogar stündlich angebunden werden. Die Diskussion nur auf den Nachteil zu beschränken ist glaube ich zu eindimensional. Langfristig finde ich eigentlich ohnehin einen Zweistundentakt auf dem RE10-Ästen unrealistisch.

    Wenn ich das richtig sehe, soll zudem der RE10 halbstündlich fahren. Dafür ist auf der Strecke Mannheim – Heidelberg kein Platz.

    Kurzfristig wahrscheinlich nicht, langfristig ist aber die entsprechende Trasse auch im Deutschlandtakt vorgesehen, jedoch vom RE Karlsruhe – HD – Mannheim, der ja aber nun eine andere Trasse hat. Mittelfristig dürfte es gehen, da die S-Bahnen ja ohnehin alle 30min verkehren, und in der Trasse 30min zum heutigen RE10 versetzt auch keine anderen Leistungen im SPV verkehren. Bahnsteigkanten sind in Mannheim im 00er-Knoten auch eher frei als zur Minuten 30.

  3. Zunächst halte ich Osterburken nicht als Endbahnhof für einen RE geeignet. Osterburken ist im Prinzip ein Dorf (mit Stadtrechten) im „Niemandsland“. Die Fahrgastzahlen dürften ab Mosbach-Neckarelz spätestens ab Mosbach (Baden) an 2 Händen abzählbar sein. Gerade auch weil die RB nach Miltenberg mit ihren Fahrzeiten wenig attraktiv ist.

    Außerdem sehe ich hier kaum eine Netzergänzung. Die S1 fährt den gleichen Weg – nur etwas langsamer. Da wäre ich zumindest beim User ExpandVRN (verlinkter Vorschlag).

    Würzburg wäre durchaus ein sinnvolles Ziel für einen RE – vor allem ein Ziel wo es heute keine wirklich gute Alternativen gibt. Ganz nebenbei geht das VRN-Netz bis Würzburg!

    Einen Sprinterzug kann man heute schon mittels S-Bahn (morgens und abends) ein oder zweimal fahren lassen. Dafür brauche ich keinen stündlich neuen RE.

    Auf der Strecke zwischen Mannheim und Heidelberg gibt es aktuell keine Kapazitäten mehr. Eine Verdopplung des RE-Angebots ist in absehbarer Zeit nicht möglich – einzige Ausnahme eine andere Linie wird abbestellt. Dies halte ich für kaum umsetzbar und schon gar nicht für eine schnelle Linie nach Osterburken.

    Ab 2030 soll zwar zwischen Wieblingen und Heidelberg Hbf die Strecke mit einem 3. und 4. Gleis ausgestattet sein, allerdings bleibt die Strecke HD-Wieblingen – MA-Friedrichsfeld-Süd weiterhin zweigleisig.

    Aktuell ist geplant, nach dem Ausbau die Linien S5/S51 sowie den RE 73 (Karlsruhe – Heidelberg) nach Mannheim zu verlängern. Dann dürften die Kapazitäten schon fast wieder aufgebraucht werden.

    Denkbar ist allenfalls eine stündliche gemeinsame Linie bis Neckargemünd und ab dort eine Trennung der Triebwagen. Somit ist eine stündliche Linie für beide Strecken möglich.
    Je nach Anzahl der Triebwagen könnte die Bahnsteiglänge in Neckargemünd noch zum Problem werden.

    Für die nördliche Linie ist in Neckarelz eine Verknüpfung nach Heilbronn sinnvoll. Im Vergleich zu heute, hätte nur Eberbach den Nachteil der dann fehlenden Direktverbindung nach Heilbronn. Dafür hätte Eberbach stündlich eine schnelle Verbindung nach Mannheim.

    In Neckarelz selbst gibt es eine Anbindung über die Stadtbahn nach Heilbronn. Das wäre grundsätzlich vertretbar.

    Dafür wird eine Lücke im Netz gefüllt. So gibt es heute zwischen Mannheim und Würzburg praktisch nur die Fahrt über Frankfurt. Die Fahrt mit der S-Bahn und den knappen Umsteigezeiten in Osterburken sind nicht gerade attraktiv. Mit dem RE gäbe es eine recht gute Alternative.

    Hinzu kommt, dass der Odenwald auch mit einer relativ schnellen Linie und attraktiven Fahrzeiten, auch zwischen Mannheim, Heidelberg bzw. Würzburg für zahlreiche Fahrgäste sorgen würde, so dass sich diese Linie auch rechnet. Klar ist aber, nach Osterburken ist das definitiv nicht der Fall. Hier werden die Fahrgäste fehlen!

    Ich würde auch die Linie, zumindest alle 2 Stunden, bis nach Ludwighafen Hbf verlängern, sofern die Fahrzeiten passen. Dies würde zum einen den bereits überlasteten Hauptbahnhof Mannheim entlasten und die Schwesterstadt Ludwigshafen mit rund 170.000 Einwohner anbinden. Die Fahrzeit ist mit Rund 5 Minuten recht kurz.
    Alle 2 Stunden deshalb, weil dann der RE4 von Mainz bzw. von Speyer / Germersheim den Hauptbahnhof Ludwigshafen anfährt. Somit besteht eine Umsteige zu einem schnellen RE mit ebenfalls sinnvollen Zielen.
    Dies macht natürlich nur Sinn, wenn die Fahrzeiten auch passen.

    Den Halt Hirschhorn kann ich nicht nachvollziehen. Hirschhorn selbst ist ein Dorf (auch wenn Hirschhorn Stadtrechte hat). Die S-Bahn hält dort 2x stündlich. Ganz nebenbei liegt Hirschhorn in Hessen. Das Land BW, welches den Zug bestellt und vermutlich voll bezahlt, wird daher kein großes Interesse haben, dort einen RE halten zu lassen.

    Ein größerer Touristenort dürfte Neckarsteinach sein. (Neckarsteinach liegt allerdings auch in Hessen.) Hier ist es zumindest vorstellbar, dass an einem Sonntag 1-2 REs als eine Art „Ausflugszug“ dort halten – falls es die Fahrzeiten zulassen.

    Noch ein Hinweis zum Schluss: Der Titel ist recht ungünstig gewählt, weil diesen niemand findet. Keiner sucht nach „Reorganisation“. Ich würde daher empfehlen, die Orte des RE mit aufzunehmen. Wäre schade, wenn der Vorschlag nicht mehr gefunden wird.

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