Beschreibung des Vorschlags
Auch wenn Tasmin und Oda (Tuó) aus Wolfratshausen leider nicht mehr zusammen barfuß musizieren oder zusammen in der S-Bahn nach München proben, so kann man über die S7 bei Wolfratshausen doch sagen, dass sie zwar einen zentralen S-Bahnhof in Wolfratshausen bedient, jedoch an Weidach und Dorfen vorbei fährt, obwohl diese gleich an der S-Bahn-Linie liegen. Hier möchte ich vorschlagen, eine neue Station am Westrand von Weidach zu errichten, um eben diese Erschließungslücke zu beheben.
Ich habe zwei Alternativlagen eingezeichnet, für den Fall, dass er an meiner projektierten Stelle, aufgrund von Anwohnerklagen scheitert. Alternativlage 1 liegt direkt gegenüber an derselben Straße im Gleisbogen. Wichtig ist, dass er im Gleisinnenbogen liegt. Das hängt mit der Überhöhung im Äußeren des Gleisbogens zusammen. Wenn der Bahnsteig am Innenkreis des Gleisbogen anliegt, wird ein großer Spalt beim Ein- und Aussteigen verhindert. Wenn die Überhöhung über 100 mm liegt, darf dort kein Bahnsteig errichtet werden, sodass dann Alternativlage 2 gewählt würde.

Interessant
Nett gedacht, aber schwierig. Die Erschließungswirkung ist vergleichsweise gering, auch eine Zuführung von Bussen problematisch. Zudem würde dein Bahnsteig extrem nah an Privatbebauung reichen.
Okay, Zeru. Was ist denn zu nah an Privatbebauung? Rechtlich darf ich doch als Bahn so nah bauen, wie mein Grundstück reicht oder?
Laut der Google Maps-Karte sind es auf beiden Seiten 5 m bis zum Zaun angrenzender Grundstücke. Ein Bahnsteig hat aber eine Mindestbreite von 2,50 m bzw. 3 m bei Strecken über 160 km/h. Also doch eigentlich genug Platz, oder?
Nein, das mal ganz sicher nicht, hier gibt es Beschränkungen. Bei privaten Grundstücken (Häuselbauer) ist die Abstandsfläche, welche zur Grundgrenze einzuhalten ist nach folgender Formel aufgebaut:
Höhe des Hauses mal 0.25 bis 1.0, je nach Bundesland. Der normale Abstand sind dann so 2.5-3 Meter von der Grundstücksgrenze. Bitte beachte allerdings, das sind Privathäuser. In dem Falle einer Bahn-Hst. ist das alles meines Wissens nochmals schwieriger, auch da hier Einsprüche gegen das Planfeststellungsverfahren und den Bau eingebracht werden (dürfen).
Also ich habe mal recherchiert und deine Formel nirgends gefunden. Vielleicht ist es ja dasselbe wie beim axps Kommentar zu meine Bahnhofsvorschlag in Essen-Kettwig. Dort würde der Bahnsteig nämlich dann direkt an die Nachbargrundstücke grenzen. Allerdings liegt die Strecke dort auf einem Damm neben den Grundstücken, sodass man per se mit einem Sichtschutz arbeitet und die Bahnen höher als die Häuser liegen.
Wozu eigentlich diese Idee mit den Mindestabständen? Ist doch überhaupt nicht platzsparend.
Dann hast Du wohl nicht gut genug recherchiert/die falschen Seiten aufgerufen. HIER hast nen URL zu ner deutschen Seite. Auf die letzte Frage geh ich jetzt mal nicht ein, denk doch bitte mal selbst drüber nach warum es das geben könnte. Brandschutz!, Privatspähre und freie Sicht so als Schlagworte, vielleicht kannst Dir damit mehr zusammenreimen.
Es würde vielleicht auch helfen, wenn sich der Tramfreund einmal vorstellen würde, dass ein Nachbar vielleicht einen halben Meter vor seinem Fenster ein Haus baut. Spart enorm Platz, nimmt aber auch jedes Licht. In mittelalterlichen Altstädten kann man sowas übrigens durchaus finden. Die Regelung mit den Abständen gab es ja nicht immer schon. Sie ist aber sehr sinnvoll.
Exakt, das macht durchaus Sinn und ist eine Sache im Baurecht, die ich echt nicht missen will.
Ich habe jetzt den Bahnsteig auf die andere Gleisseite gelegt. Da er dort an einer Straße liegt, dürfte es unproblematischer sein ihn unterzubringen.
Ebenso habe ich jetzt den S-Bahnhof im Norden Wolfratshausens, der Heimatstadt des barfüßigen Folklore-Duos Tuó – sie hätten weder aufhören sollen, barfuß zu laufen noch zu musizieren – nun um zwei mögliche Alternativlagen ergänzt, fall es immer noch mit meinem Projektierten Standort problematisch wird.