27 Kommentare zu “Medienstadt Babelsberg: Straßenbahntunnel

      1. Schon, ist aber auch alles eine Kostenfrage. Ich verstehe nicht die Notwendigkeit, einen neuen Tunnel zu bauen, wenn 1200m weiter südlich bestehende Infrastruktur genauso gut eine Querung hergibt.

          1. Er geht nicht am Bedarf vorbei, weil er früher oder später den Bedarf erreicht (Wohngebiet Stern). Dass dabei eine Querung des Bahnübergangs eine größere Erschließung bedeuten würde, ist jedem klar. Dass aber diese Variante betrieblich viel mehr Sinn ergibt und auch im Störungsfall der Betriebshof besser zu erreichen ist, scheinst du bei deiner Argumentation zu ignorieren.

            1. Dass aber diese Variante betrieblich viel mehr Sinn ergibt und auch im Störungsfall der Betriebshof besser zu erreichen ist, scheinst du bei deiner Argumentation zu ignorieren.“

              Den Betriebshof erreicht man auch mit der hier dargestellten Variante, wenn auch umwegiger über den Johannes-Kepler-Platz. Aber den Betriebshof etwas langsamer zu erreichen, sollte wohl nicht so das Problem sein.

                1. Das ist aber schon eine seeeeehr kleine Eintrittswahrscheinlichkeit, sodass das nicht als Argument zählen kann. Eine Zufahrt zu Betriebshöfen von zwei Seiten hat man daher auch nur sehr selten.

        1. Das lässt sich ja problemlos ändern. Ein tunnelgängiger Umbau der Fahrzeuge ist kein riesiger Aufwand.

          Die Fahrzeugtypen, die in Potsdam genutzt werden, verkehren in anderen Städten seit Jahren ohne Probleme im Tunnel oder werden es bald tun.

          Die Variobahnen zum Beispiel in Bochum oder die Combinos bald in Augsburg.

          Ob das bei den KT4D auch gehen würde, weiß ich nicht, aber die werden ohnehin zeitnah ersetzt.

          1. Natürlich ist das ein Problem! Keine Potsdamer Straßenbahn erfüllt die Brandschutzklasse für Tunnelbahnen. Diese Bahnen müssten einmal neu gebaut und neu zugelassen werden. Die Bahnen anderer Städte sind da kein Vergleich.

          2. Für die nächste Straßenbahngeneration ist aber die Ausschreibung schon beendet. Im Dezember 2021 wurde mit Stadler der Produktionsvertrag unterschrieben, da wirst du keine Änderungen mehr reinkriegen. Tunnel wird es daher bei der Straßenbahn Potsdam auf absehbare Zeit nicht geben können.

            1. Wenn man so eine längere neue Trasse braucht, muss man selbstredend auch zusätzliche Fahrzeuge kaufen, und kann bei der Ausschreibung das Lastenheft neu schreiben, also überhaupt kein Problem.

              Wenn man den Tunnel auch für Radfahrer und Fußgänger nutzbar macht, hat der gesamte Umweltverbund einen Vorteil gegenüber dem Auto. Ansonsten würde ein zunehmender Autoverkehr an anderen Stellen Mehrkosten verursachen. Die Autolobby wünscht nämlich auch eine Unterführung an dieser Stelle.

              1. „Die Autolobby wünscht nämlich auch eine Unterführung an dieser Stelle.“

                Das ist spekulativer Nonsens. Soweit ich weiß, plant bei der Stadt Potsdam zurzeit niemand eine Unterführung am Bahnhof Medienstadt zugunsten des MIV. Das wäre entgegen aller verkehrspolitischen Ziele der Stadt.

  1. Ich finde die Variante über Neuendorfer Str. besser, weil der wichtige J.-Kepler-Platz aus Babelsberg direkt erreicht wird. Außerdem kann 92 dann am Bisamkiez enden, da zwischen Bisamkiez und JKP eine Linie ausreicht, auf der Galileistr. braucht es hingegen zwei. Der Bereich Ziolkowskistr. ist in der Tat schlecht erschlossen, da könnte man aber auch eine Buslinie (118, 601 oder 694) über Grotrian- und Ziolkowskistr. verlegen.

    1. Die 92 könnte doch auch bei einer Variante zum Betriebshof ViP in Bisamkiez enden. Die zusätzliche Fahrzeit bei der kostenärmeren Variante ist zu minimal, als dass sich das auf den Fahrzeugbestand o.ä. auswirken würde.

      1. Das ist schlicht falsch. Der Umweg würde knapp 1800 Meter betragen. Das sind 5 Minuten Fahrzeitverlängerung.

        Das bedeutet, dass man definitiv ein Fahrzeug mehr benötigen würde, plus mindestens ein weiteres, weil die 92 nicht am Bisamkiez enden könnte, da man den Fahrgästen in die Innenstadt diesen Umweg nicht zumuten kann.

        So einen großen Umweg zu nehmen, ist ansich schon relativ sinnlos, wird aber noch sinnloser, wenn das Gebiet entlang der Umwegstrecke fast überhaupt keine Nachfrage generiert, während das entlang der kürzeren Strecke dicht bebaut ist.

        1. Das ist nicht falsch, es wurde geprüft. Und dann hat man sich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit eben gegen die Tunnelvariante entschieden. Das ist schon einige Jahre her. Und daran wird sich nichts mehr ändern. Insofern ist dieser Vorschlag reine Utopie.

          1. „Und dann hat man sich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit eben gegen die Tunnelvariante entschieden. „

            Da sollte aber der Tunnel im Osten auf der Großbeerenstr. enden, wo wenig Platz ist. Hier neben der Bahnhofstr. ohne Platzproblem.

            „Das mindert immer noch nicht das Problem, dass bei einer Störung auf der Zufahrt zum Betriebshof kein Betrieb mehr möglich wäre…“

            Das ist aber nichts Besonderes, die meisten Betriebshöfe sind von einer Zufahrt abhängig. Und man will ja einen zweiten Betriebshof in Fahrland bauen.

             

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