Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag behandelt eine Verlängerung der U2 zur Elisabethaue, sofern diese für Wohnbebauung genutzt wird. Der Streckenverlauf ist so gehalten, dass er vor allem der B96a folgt, da dies auch die Hauptroute in der Region ist, wie Menschen nach Berlin rein fahren.
Vom S+U Pankow gibt es bereits „Vorleistungen“ für eine Verlängerung bis Pankow Kirche. Diese Vorleistung wird heute als Abstellanlage genutzt. Die Verlängerung vom Ende der Gleise, bis zur neuen Station, ist sogar in der offiziellen Planung aufgenommen. Mein Vorschlag geht aber weiter, weshalb ich hier eine so große Abweichung sehe, dass ich auf die Verlinkung verzichte. Diese Verlängerung ist auch derzeitig die realistischste, da hier nur 200-300 m neugebaut werden müssen. Zudem würde man hier die neue M27 erreichen, die selbstverständlichen einen U-Bahnanschluss brauch, wenn man nicht mehr S+U Pankow hält. Dadurch würde vor allem S+U Pankow entlastet werden.
Weiter geht es durch den Schlusspark hindurch zum Ossietzkyplatz. Das ist quasi das kleine Zentrum in der Region. Hier sind einige Nahversorger vorhanden und man trifft auf den 150er und 250er Bus. Die nächste Haltestelle ist Nordend. Dadurch das zwischen den beiden Stationen viel Raum liegt, bleibt die M1 als Feinerschließungsmittel weiter erhalten. Sie wird aber deutlich entlastet. Von Nordend geht es weiter zur Elisabethaue. Auch auf diesem Abschnitt ist eine Feinerschließung weiter notwendig, weshalb die Busse nicht verschwinden würden. Sie würden nur entlastet werden. In der Elisabethaue sind mehrere Tausend Wohnungen geplant. Zudem können durch eine Verlängerung der 50 (bzw. M27) auch Fahrgäste aus Französisch Buchholz hier einsteigen. Dadurch würde das Fahrgastpotential weiter gesteigert werden und die M27 entlastet werden, bzw. die Fahrgastströme neu geordnet werden.
Je nach Ausführung der Endstation in der Elisabethaue, wäre auch eine Verlängerung in Richtung Osten denkbar. Dies könnte insofern interessant werden, sollte entweder die Nachverdichtung von Französisch Buchholz wirklich so massiv erfolgen wie angedacht (auch mehrere Tausend Wohnungen) oder es zu einem Wohnungsbau westlich der S2 kommen (war mal im Gespräch) (der ein oder andere Fahrgast will dann doch vlt. nur Pankow erreichen [bzw. durch Busverbindungen auch Reinickendorf ]und nicht ins Zentrum fahren).
Derzeitige und zukünftige Fahrzeiten der M1 und des 124 + M1 nach S+U Pankow:
Elisabethaue (hier Champagneweg) – S+U Pankow
Derzeit 124 + M1 23 min
Zukünftig U2 ca. 9-10 min
Nordend – S+U Pankow
Derzeit M1 16 min
Zukünftig U2 ca. 6-7 min
Ossietzkyplatz (hier Hermann-Hesse-Straße/Waldstraße) – S+U Pankow
Derzeit M1 12 min
Zukünftig U2 ca. 4-5 min
Wie man sehen kann, sind deutliche Fahrzeitersparnisse möglich. Das steigert logischerweise die Attraktivität des ÖPNV und bringt den ein oder anderen zum umsteigen auf die Bahn. Um ein weiteres Beispiel zu nennen: Der Bus fährt von der Haltestelle Kleingartenanlage Daheim bis Nordend ca. 4 min. Bei einem derzeitigen 5 min Tag (soll ja in der HVZ verdichtet werden), würde man noch ca. 2,5 min Wartezeit und 1 min Umstiegszeit dazu addieren. Damit wäre man bei einer Fahrzeit zum S+U Pankow bei ca. 14 min. Heute wären es 23 min und für die U2 dann sogar 26,5 (Umstiegszeit + Wartezeit). Damit profetieren nicht nur direkte Anwohner der U-Bahnhöfe, sondern auch die Menschen dazwischen.
Link zu meinen 3 Gesamtkonzepten:
Straßenbahn: https://extern.linieplus.de/proposal/b-strassenbahnnetz-mit-meinen-vorschlaegen/
U-Bahn: https://extern.linieplus.de/proposal/b-u-bahnnetz-mit-meinen-vorschlaegen/
S-Bahn: https://extern.linieplus.de/proposal/b-s-bahnnetz-mit-meinen-vorschlaegen/

Hmm… Durch die U-Bahn sehe ich nur Orte angeschlossen, die eh schon durch die Straßenbahn erschlossen sind. Zwar würde die U-Bahn sicherlich ausreichend ausgelastet sein, allerdings würde die Straßenbahn soweit entlastet werden, dass diese Takte sehr ausgedünnt werden oder gar stillgelegt und durch Busse ersetzt werden könnten. Eine große Rolle spielt hier auch, dass sowohl die U-Bahn, als auch alle betroffenen Straßenbahn Pankow erreichen, also der Effekt von konkurrierenden Verkehrsmitteln sehr groß wäre.
Und das alles zu den sehr hohen Kosten eines U-Bahn-Baus…
Dem schließe ich mich an.
Die M27/50 meinst du aber hoffentlich nicht, oder?
Die M1 verliert in der Tat etwas Auslastung. Aber darf ich daran erinnern, dass man einen 5 min Takt plant, weil man beide Äste im 10 min Takt bedienen will und aber den 5 min Takt Pankow enden lassen will, weil man dahinter zu viel heiße Luft durch die Gegend fährt? So könnte das Problem dann gelöst werden. Rosenthal bekommt einen 13/7 Takt und Schillerstraße einen 20 min Takt. Zudem fährt der 107er nicht durch nach S+U Pankow. Theoretisch könnte man natürlich auch den Ast dann streichen und nur noch den 107er fahren lassen. Dann wäre aber nur ein 10 min Takt auf der M1 gegeben, was evtl. ab Pankow zu wenig sein kann. Das eine Führung mit Straßenbahn funktionieren kann, sieht man gerade an der M1 und U2. Beide voll.
Der Fahrzeitgewinn ist halt hier das entscheidende. Wenn du mal überlegst, dass alle entlang der Strecke schneller wären und man sogar aus Elisabethaue 10 min einspart, dann ist das schon lohnend.
Die M27/50 auch, in geringem Maße. Denn wer sollte damit denn ab der Elisabethaue fahren? Nur recht wenige, die weiter nach Osten wollen. Dürfte aber keinen engen Takte mehr rechtfertigen.
Das stimmt wohl, zeigt aber eben auch wie stark eine Verlagerung hin zur U-Bahn stattfindet. Denn wenn sich hinter Pankow nur noch ein 10 min-Takt lohnt, dann wird es in den deutlich geringer besiedelten Gebieten nördlich von Pankow vermutlich noch nicht mal ein 10 min-Takt lohnen mehr lohnen.
Anders gesagt: Es ist nur eine Fahrzeitverkürzung. Es wird niemand neu angeschlossen, der nicht eh schon mit der Bahn fahren kann. Daher würde ich dieses Projekt erst in Erwägung ziehen, wenn alles andere in Berlin vernünftig an- und erschlossen ist.
https://extern.linieplus.de/proposal/b-strassenbahnnetz-mit-meinen-vorschlaegen/ Man muss das natürlich immer im Kontext betrachten. Deswegen habe ich die Gesamtkonzepte gemacht. Ich verlinke demnächst alles. Durch das Gesamtkonzept sieht man, dass ich eine andere Route für die M27 plane. Dann wäre das nämlich die M22 die dort auf die U2 trifft. Diese Verbindung wäre dann nochmal was anderes.
Das hast du missverstanden. Der 5 min Takt ist zu viel des guten. Der 6/7/7 Takt ist eigentlich genau richtig für die M1. Jedenfalls derzeit. Daher will man lieber längere Züge nehmen, damit es eben auch mit einem 10 min Takt geht. Vor 3,5 Jahren bin ich da noch regelmäßig gefahren und da waren die 30 m Bahnen zum brechen voll, aber eben im 10 min Takt. Wenn man jetzt 40 m Bahnen im 6/7/7 Takt fährt, hat man schon ausreichend Puffer. Noch eine Bahn mehr, ist zu viel. Daher überlegt man schon, wie man das machen kann.
Das stimmt nicht. Die Menschen hinter Nordend haben keine direkte U2 Verbindung. Sie müssen mindestens einmal umsteigen. Damit man aber auch an den Stadtrand zieht, brauch man schneller Verbindungen in die Stadt. Wenn dort aber 10.000 und mehr Menschen hinziehen, wird ohne schnelle Nahverkehrsverbindungen ein Problem geschaffen, welches dann auch die M1 betrifft. Ein Teufelskreis. Wenn ich aber mit der U2 deutlich schneller als mit dem Auto bin, dann lasse ich es eben stehen. Da machen täglich über 10 min schon ganz schön was aus.
Mit dieser U-Bahnkonkurrenz dürfte auf der M1 nach Rosental auch weiterhin der 20-min-Takt ausreichen. Ein 10-min-Takt könnte dann dort wohl frühestens in Frage kommen, wenn die Strecke ins Märkische Viertel weiter führt. der Ast zur Schillerstraße würde komplett entfallen. Den bräuchte man dann nicht mehr. in diesem Bereich würdest du für viel Geld eine vorhandene Schienenanbindung im Erdboden vergraben. Planungen, wie in den 60ern, um mehr Platz für den Autoverkehr zu schaffen.
Was hat Rosenthal damit zu tun? Da kommt die M1 erst Pankow Kirche zur U2. Man plant derzeit ohne Verlängerung einen 10 min Takt für Rosenthal. Es scheitert nur an der Infrastruktur. Ansonsten würde man den vlt. schon in der HVZ fahren.
Wie gesagt. Gerade die m1 und U2 zeigen auf einem sehr langem Abschnitt, das es auch parallel funktioniert. Die m1 hat hier aber vor allem die Feinerschließungsfunktion, weshalb die Konkurrenz nicht so groß ist, wie du befürchtest. Daher wäre es Quatsch diesen Abschnitt aufzugeben.
Die Elisabethaue wird wohl nicht bebaut. Wenn doch, dann wird das Gebiet durch deine U-Bahn nur peripher erschlossen. Es müsste also ohnehin zusätzlich Bus- oder Straßenbahnverkehr von Nord nach Süd geben, der über Dietzgenstr. parallel zur U-Bahn fährt. Mit dieser Linie erreicht man dann auch wichtige Ziele wie Schulen, Rathaus und Rathaus-Center direkt. Deine U-Bahn übernimmt also nur den Langstreckenverkehr, und dann lohnt sie sich nicht.
Die Fahrzeit nach U+S Pankow und Berlin wird vor allem durch den Umweg über Grabbeallee erhöht. Daher ist eine U2-Verlängerung bis Ossietzkyplatz zu begrüßen.
Man sollte erst einmal die Straßenbahn beschleunigen. Zum Ossietzkyplatz geht es durch ein Gebiet, dass absolut nicht u-bahnwürdig ist.
Das ist natürlich richtig. Bloß ist bei dem Abschnitt der m1 vlt. 1-2 min drin, was immer noch heißt, dass die U2 deutlich schneller ist.
Das ist Stand heute. Vor 3 Jahren war die Elisabethaue noch fest geplant. In 3 Jahren ist das bestimmt wieder ein Thema, weil wir eben nicht unendlich viele Flächen haben.
Ja man brauch einen Bus zur Feinerschließung. Aber wie oft muss ich ins Rathaus im Jahr? Wie oft gehe ich im Center shoppen (so mal das in Pankow nicht wirklich viele Läden hat)? Das ist überschaubar und dafür plant man keinen ÖPNV. Man plant für die täglichen Fahrten. Das sind die zur Arbeit. Das muss schnell gehen, weil keiner gerne 1h hin und 1h zurück fährt. Daher sind die mehr als 10 min Zeitersparnis für eine Route und das täglich schon ein großer Faktor.
Bis Ossietzkyplatz ist das aber wiederum Quatsch. Da sparst du wenig Zeit ein. Vom Champagneweg bis dorthin brauch man mit den öffentlichen ca. 14 min. Dann kommt wieder 1 min Umstiegszeit und 2,5 min warten hinzu. Zudem hat man 3,5 min Fahrzeit zum S+U Pankow. Dann ist man bei 21 min. Man hat also 2-3 min gespart. Dafür dann Millionen verbuddeln ist doch Verschwendung. Entweder man nutzt es wie du es sagst für die Langstrecke oder eben gar nicht. Die Randbezirke brauchen schnelle Verbindungen in die Stadt und nicht Straßenbahnen und Bus, damit ich dann zum schnellen ÖPNV komme.
Daniel, schau mal bitte in den NVP und dort zum Thema die Anbindung der Ortsteile an ihre Oberzentren.
Ja und? Ist der NVP endgültig und nicht verbesserungswürdig? Im NVP wird von einer U6 zum TXL Gelände philosophiert. Noch fragen?
Geht das auch höflicher?
Ginge es, wenn vernünftige Kritik kommen würde und nicht so ein allgemeines gedöns 😉
Was heißt hier allgemeines Gedöns? Im NVP steht seit Jahren klipp und klar, wie die Ortsteile an ihre Oberzentren angebunden werden. Wenn dein Vorschlag in Betreacht gezogen werden soll, dann darf er nicht gegen der derart grundlegende Dinge verstoßen.