Beschreibung des Vorschlags
Eigentlich wollte man das Stadion An der Alten Försterei auf 40.500 Plätze erweitern. Doch dafür reicht die Kapazität des Verkehrsnetzes nicht aus. Auch ein Bus-Shuttle kann das nicht erreichen -> Nun wird das Stadion in Zukunft nur 34.500 Plätze haben, eine weitere Vergrößerung bleibt möglich. (1, 2, 3)
Mit der Tram braucht man aktuell 35 Minuten von Friedrichshagen nach Schöneweide. Wie wäre es mit 13 Minuten S-Bahn? Die S-Bahn wäre auf dieser Relation doppelt so schnell. Noch deutlicher ist es auf der Relation S Köpenick – S Oberspree. Statt 26 Minuten mit den Buslinien 164 und 165 kommt man dann auf 4,5 bis 7 Minuten mit der S 47. Zahlreiche weitere Verbindungen zwischen Köpenick/ Friedrichshagen und der südlichen Ringbahn verkürzen sich dadurch. Die Berliner Stadtbahn wird durch diese tangentiale Verbindung entlastet.
Die Haltestelle Spindlersfelder Straße bietet Umstiegsmöglichkeiten zu den Regionalbahnlinien RE 2 und RE 7 sowie den Straßenbahnlinien 27, 60 und 67.
Variantendiskussion
Alle Varianten verbinden dieselbe Relation über dieselbe Strecke. Es geht lediglich um die Lage der Haltestellen und das Betriebskonzept. Der Übersichtlichkeit halber habe ich nicht alles in die Karte gepackt. dafür gibt es die Screenshots unten.
1.Wende Spindlersfeld
Um den Haltepunkt in Spindlersfeld zu erhalten, gibt es zwei Möglichkeiten:
- Bau dieser Variante
- Anbindung durch eigene Zuggruppe
Meiner Meinung ist eine eigene Zuggruppe nur wegen einer Haltestelle etwas zu viel. Zudem müsste man dann die Strecke wohl zweigleisig ausbauen.
Eine Wendezeit von 5 Minuten wäre wohl zu lang. Daher sollte ein anderes Konzept gewählt werden.
An der nicht besetzten Spitze des Zuges wartet bei Einfahrt schon ein Tf am am Bahnsteig, übernimmt den Zug sobald er steht und fährt ab. Der ursprüngliche Tf steigt aus, läuft gemütlich den Bahnsteig entlang und wartet dort dann auf den nächsten Zug. Dieses Konzept wird unter anderem bei der S-Bahn am Münchner Ostbahnhof und in Hamburg Blankensese praktiziert.
Die Strecke zwischen der Neubaustrecke und dem Haltepunkt sollte zweigleisig werden. In Spindlersfeld treffen damit in Zukunft Züge in beide Richtungen zusammen.
Vorteile:
- Der Hp. Spindlersfeld bleibt erhalten
- Reitplätze und Bäume der Kurve können erhalten werden.
- Direkte Anbindung des Stadions an der Alten Försterei
- Keine längere Fahrzeit für den Regionalverkehr
Nachteile:
- Wenden in Spindlersfeld dauert eine Minute – längere Fahrzeit
- 1,25 km längere Strecke als die Kurvenvariante – längere Fahrzeit
- Kein Umstieg zum Regionalverkehr
2.Kurve Spindlersfeld
Vorteile:
- Direkte Anbindung des Stadions an der Alten Försterei
- Spindlersfeld behält S-Bahn Anbindung
- Umstieg zum Regionalverkehr (RE 2 und RE 7) möglich
- Kein zeitaufwändiges Wenden in Spindlersfeld
Nachteile:
- Stillegung des Hp. Spindlersfeld
- Längere Fahrzeit als bei einer Hst.
3. Verkehrsknoten Spindlersfelder Straße
Diese Variante hätte die kürzeste Fahrzeit. Der Umstiegsbahnhof läge jedoch weit weg von Wohngebieten.
Vorteile:
- Kürzeste Fahrzeit, da es nur eine Haltestelle gibt
- (Teils Bahnsteiggleicher) Umstieg zu Regionalverkehr (RE 2 und RE 7)
- Kein zeitaufwändiges Wenden in Spindlersfeld
Nachteile
- Stillegung des Hp. Spindlersfeld
- Weite Wege zu Wohngebieten (->Bahnhof im Nirgendwo)
- Längere Wege zum Stadion
4. Wende Spindlersfeld + Verkehrsknoten
Diese Kombination wäre auch möglich. Sie ermöglicht sowohl den Bestand des Hp. Spindlersfeld als auch den Umstieg zum Regionalverkehr. Dafür wäre sie wohl am teuersten.
Persönliche Meinung: Für mich sollte der Halt in Spindlersfeld nicht stillgelegt werden. Daher würde ich die Variante 1 bevorzugen, auch wenn sie fahrzeitmäßig wohl zwei Minuten länger als die Kurve ist.
Fahrplan
Anmerkung: tatsächliche Abfahrtszeiten errechnen sich durch addieren eines Vielfachen von 20 Minuten zur in Klammern stehenden Zahl. Die nicht in Klammern stehende Zahl zeigt die Zeit des Laufes mit Beginn am Südkreuz.
Variante Wende Spindlersfeld
S Südkreuz Bhf 00 (xx:03)
…
S Schöneweide Bhf 16 (xx:19)
S Oberspree 20 (xx:23)
S Spindlersfeld 22 – 23 (xx:25 – xx:26)
S Alte Försterei 25 (xx:28)
S Köpenick 27 (xx:30, S3 kommt um xx:25 und xx:35)
S Hirschgarten 29 (xx:32)
S Friedrichshagen 31 – 32 (xx:34 – xx:35)
Variante Kurve Spindlersfeld
S Südkreuz Bhf 00 (xx:03)
…
S Schöneweide Bhf 16 (xx:19)
S Oberspree 20 (xx:23)
S Spindlersfeld 21,5 (xx:24,5)
S Alte Försterei 23 (xx:26)
S Köpenick 25 (xx:28, S3 kommt um xx:25 und xx:35)
S Hirschgarten 27 (xx:30)
S Friedrichshagen 29 – 30 (xx:32 – xx:33)
Wendezeit: 10 Minuten
Variante Verkehrsknoten Spindlersfelder Str.
S Südkreuz Bhf 00 (xx:03)
…
S Schöneweide Bhf 16 (xx:19)
S Oberspree 20 (xx:23)
S Spindlersfeld 22 (xx:25)
S Köpenick 24,5 (xx:27,5, S3 kommt um xx:25 und xx:35)
S Hirschgarten 26,5 (xx:30)
S Friedrichshagen 28,5 – 29,5 (xx:31,5 – xx:32,5)
Wendezeit: 10,5 Minuten
Die Züge beginnen um xx:43. Die S3 kommt um xx:46 und damit 3 Minuten später. Die HVZ Verstärker verkehren im T20, die S3 selbst im T10. Die S47 sollte nun um 10 Minuten versetzt zu den HVZ Verstärkern verkehren.
Vielen Dank für das durchlesen! Über Kommentare und konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen.





Gut, dass du dieses aktuelle und wichtige Thema aufgreifst.
Die Veranlassung des Senats, den Stadionausbau aufgrund des mangelhaften Verkehrskonzepts einzuschränken, ist lachhaft. Union Berlin ist ein Sportverein, es ist nicht deren Aufgabe, U-Bahnen zu bauen. Der Senat weist seine Verantwortung zu Unrecht von sich.
Heute kommen die Gästefans mit der S-Bahn nach Spindlersfeld zur AF. Da, wie es so schön heißt, die Menschenmassen entzerrt werden sollen, dürfte eine Station direkt am Stadion nicht mehr zeitgemäß sein. Damit sind Spindlersfeld und Köpenick Bahnhof (für die Heimfans) für die Erreichbarkeit de Stadions an der Alten Försterei relativ praktisch gelegen.
Scheitern tut in den Augen des Senats die Zulassung vermutlich an:
-Kapazität eingleisige Stichstrecke Spindlersfeld
-Parkplätze (nicht nachvollziehbar, sollen Fußballfans halt mit der Bahn anreisen)
-Kapazität Tram
-Kapazität Frankfurter Bahn (aber der Regionalbahnhof kommt, sollte also kein Problem sein)
Die Tram muss einfach mit größeren Fahrzeugen bestückt werden und dichteren Takten. So einfach ist das, wenn ein Stadion vergrößert wird, dann hat der Senat die Kapazitäten auch zu bestellen. Anderswo in Europa werden auch Stadien vergrößert. Wohl wissend, dass die Tram für die Erreichbarkeit des Stadions aus ganz Berlin nicht die Hauptrolle spielt.
Bleibt also die eingleisige S47. Diese ist in der Tat ein Problemkind, vor allem im Zusammenhang mit dem Stadionausbau. Meiner Meinung nach muss in Treptow-Köpenick unabhängig vom Stadionausbau etwas passieren. Der Bezirk ist total abhängig von der Görlitzer Bahn. Diese wird ständig wegen Bauarbeiten gesperrt. Sich, zumal im Großstadtverkehr, derart in die Abhängigkeit vom DB-Netz zu begeben, ist sowieso nicht schlau. Ersatzbusse stehen im Stau und 165/N65 völlig überlastet. Von möglichen Streiks ganz zu schweigen. Ich finde, Treptow-Köpenick braucht eine U-Bahn. Stellt euch mal vor, in Spandau, Steglitz, Kaulsdorf, Wittenau oder Pankow führe nur die S-Bahn. Dort ist man froh, eine U-Bahn als Alternative zu haben.
Ich denke (das werde ich bei Gelegenheit auch in einem Vorschlag niederschreiben) eine U-Bahn von Potsdamer Platz über Anhalter Bhf, Sonnenallee, Köllnische Heide, Schöneweide und Altstadt Köpenick nach Kämmereiheide und weiter nach Friedrichshagen Bahnhof würde eine sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV in Treptow-Köpenick darstellen. Unter Einbeziehung der S47-Trasse zwischen Oberspree und Spindlerfeld (dann hätte sich auch das Verkehrsproblem für die Alte Försterei erledigt, wenn eine zweigleisige U-Bahn in dichter Zugfolge führe).
So groß das Problem Verkehrsanbindung Alte Försterei auch ist und so löblich deine Gedanken dazu auch sind, aber in Köpenick gibt es bei weitem mehr Verkehrsprobleme. Die bereits angesprochene Abhängigkeit vom DB-Netz, die völlige Isolation der Köpenicker Altstadt mitsamt angrenzender Gebiete. Hier braucht es eine große Lösung. Der ÖPNV im Osten ist nicht so gut wie in Westberlin.
Übrigens, die von mir angedachte U-Bahn könnte zwischen Schöneweide Bahnhof und Oberspree unterirdisch in Rudower Str/Schnellerstr halten und (unter Errichtung einer weiteren Fahrrad-/Fußgängerbrücke über die Spree) den im Ausbau befindlichen HTW-Campus quasi mit anbinden. Näheres dazu, wie gesagt, in meinem kommenden Vorschlag. Ich möchte ihn trotzdem schonmal ansprechen, um eine Alternative aufzuzeigen und eben die Notwendigkeit, dass es in Köpenick viele weitere Verkehrsprobleme gibt.
Servus Bueffel59,
Vollkommene Zustimmung!
Praktisch gelegen? Naja ein bischen näher wäre trotz Entzerrung praktisch. Nach Spindlersfeld muss geht es ja an einer großen Straße entlang, aber nach Köpenick? Rennen die Fans da nicht alle mitten durch das Wohngebiet? Das ist alles andere als praktisch. Praktisch gelegen ist für mich eher das Olympiastadion. Hier hat man S-Bahn und U-Bahn und kann dadurch vernünftig trennen.
Ich denke dieser Vorschlag dient vorallem der Achse Köpenick – Schöneweide – Neukölln – Südkreuz und nicht der Anbindung des Stadions. Diese wird schließlich nur bei Veranstaltungen benötigt, die Verbindung insgesamt ständig.
Naja. Köpenick ist der Stadtteil Berlins mit dem besten Straßenbahnnetz. Zudem ist die Bevölkerungsdichte in allen von dir genannten Gebieten deutlich höher als in Treptow-Köpenick. Die S-Bahn ist prinzipiell leistungsfähiger als die U-Bahn. Insbesondere die S3 hat ein ganz anders verteiltes Verkehrsaufkommen als beispielsweise die U2 nach Pankow. Die S3 kann zu den Stoßzeiten sehr voll werden. dann verkehrt sie auch im T5/5/10. Den restlichen Tag über ist aber nicht viel los. Die S-Bahnen nach Osten sind klassische Pendlerlinien. Zudem hat Köpenick, wie auch das von dir aufgezählte Spandau sein eigenes (historisches) Zentrum. Für den Verkehr in dieses ist das bestehende Straßenbahnnetz bestens geeignet. Wie du hier (Die Tram muss einfach mit größeren Fahrzeugen bestückt werden und dichteren Takten. So einfach ist das, wenn ein Stadion vergrößert wird) kann man einige Kapazitätsprobleme ja durch die Tram lösen und braucht gar keine U-Bahn
Mit der Eröffnung der Cheruskerkurve der neuen Nordsüd-S-Bahn kann die von dir beschriebene Relation (bis auf den Bahnhof Sonnenallee) von der S-Bahn bedient werden. Für zwei Zuggruppen wäre Kapazitätsmäßig Platz (damit T10). Eine S-bahn im T10 kommt der Kapazität einer U-Bahn im T5 fast gleich. Die in meinem Voschlag enthaltene S47 könnte genau diese Relation auch bedienen. Die Köpenicker Altstadt und die Kämmereiheide wären nicht angebunden.
Prinzipiell ist der ÖPNV in Westberlin schon besser. Westberlin braucht mehr Tram, der dicht besiedelte Osten ohne schnelle S-bahn mehr U-Bahn (Weißensee, …)
Die Anbindung des HTW-Campus ist sicherlich wichtig. Möglich wäre natürlich auch ein oberirdischer Bahnhof an der Rudower Straße. Bis dorthin braucht man vom campus aus etwa doppelt so lang (bedenke die Zeit, die man auf der Rolltreppe verbringt). Wäre halt deutlich günstiger.
VG Geomaus007
Dafür wird die Westumgehung gebaut: https://forum-koepenick.de/westumfahrung-bahnhofstrasse-koepenick?srsltid=AfmBOorZiCprVdz1HRWRcCRS4Pe3RMe7s5o4W3ecJstMcb7in5fvnmZ0
Alternativ könnte die von mir angedachte U-Bahn auch nach Köpenick Bahnhof fahren (zum Beispiel, ab Altstadt Köpenick, über nördliche Wendenschloßstraße und Bellevuestr). Man müsste abwägen, ob Köpenick Bahnhof oder Friedrichshagen Bahnhof sinnvollere Ziele wären.
Ich finde nämlich, dass die S-Bahn auf der Görlitzer Bahn mit Schönefeld und Dahmestadt zwei zunehmend starke Äste hat. Eine S-Bahn-Strecke von Grünau nach BER hielte ich zum Beispiel auch nicht für abwegig. Es ist etwas ungünstig, dass nicht alle S-Bahnen auf der Görlitzer Bahn Adlershof anfahren.
Daher halte ich es für sinnvoll, den Spindlersfelder Abschnitt von der S-Bahn abzuspalten und einer U-Bahn-Linie zuzuschlagen, die aus Richtung Potsdamer Platz kommend den M41 ersetzt und nach Spindlersfeld noch mindestens Schloßplatz/Rathaus Köpenick erreicht. Zumal man von dort aus auch noch nett weiterbauen kann – um auch eine Alternative zur S3 anzubieten. Tesla nicht zu vergessen.
Heute müssen sich die Bewohner Wendenschloß‘, des Salvador-Allende-Viertels und co noch bis zum Bahnhof Köpenick fahren, um von dort in die Stadt zu kommen. S Spindlersfeld befindet sich in Randlage. Dadurch dauern Fahrten nach Berlin Stadt eine Ewigkeit und die S-Bahn wird unverhältnismäßig stark belastet. Zumal Köpenick stark wächst. Eine unterirdische, gut vertaktete Schnellbahn, die den ÖPNV-Knoten Altstadt Köpenick anfährt, wäre daher ein Quantensprung für den ÖPNV.
Definiere beste. Natürlich fahren dort viele Linien, aber Taktdichte und Rollmaterial sind unattraktiv. Es gibt ständig Bauarbeiten. Die Straßenbahnlinien entsprechen nicht (mehr) den Verkehrsströmen und fahren teils absurde Umwege. Und es wird wie gesagt viel gebaut, entlang der Linie 62 oder 68 zum Beispiel. Es wäre praktischer, wenn man von diesen Tram-Linien in Schloßpl Köpenick/Wendenschloßstr in die U-Bahn Richtung Berlin Stadt umsteigen könnte, als noch 10 Minuten weiter bis Köpenick Bahnhof fahren zu müssen und dann die S-Bahn/RE zu nehmen. Die U-Bahn würde auch andere Ziele als S3+RE1 anfahren und wäre ein sinnvolles zusätzliches Angebot.
Die Cheruskerkurve halte ich für Murks. Sowohl ein T5 für die City-S-Bahn als auch ein T5 für die Nord-Süd-S-Bahn wären bei Fertigstellung von Erstgenanntem ausreichend. Beide T5 bräuchte man aber sowieso mindestens bis Schöneberg bzw Südkreuz. In beiden Bahnhöfen kann man gut umsteigen. Man sollte auch auf die betriebliche Stabilität Acht nehmen. Und den M41 halte ich südlich von Potsdamer Platz sowieso für u-bahnwürdig, dann kann man das auch mit einer Anbindung Köpenicks kombinieren und die S-Bahn entlasten.
Definitiv.
Behält man die S-Bahn so wie sie ist bei käme ein Bahnhof dort sicherlich in Frage. Und zwar auch unabhängig von der HTW. Was die Anbindung der HTW angeht, wäre der Bahnhof sowieso keine große Verbesserung zum Status quo (laufen von Schöneweide Bahnhof über den Kaisersteg oder langsame Tram nehmen). Dagegen würde ein U-Bahnhof an Rudower/Schnellerstr eine echte Verbesserung für die vielen Studenten und Mitarbeiter darstellen (sofern man die Brücke baut natürlich).
Vielen Dank für deine Antwort!
Ach, stimmt! Die sollte ich in der Trassierung meiner NBS vielleicht noch berücksichtigen. Ach wenn es jetzt etwas hart klingt, aber für diese Straße wurden viele Bäume gefällt. Für die Bahn daneben kann man dass dadurch vielleicht auch leichter.
Blücherstraße + Urbanstraße + Sonnenallee verlaufen für mich zu nah an der bestehenden U7. Wenn man wirklich einu U-Bahn nach Köpenick führen will, dann könnte man doch einfach die U8 verlängern. Entlang des Britzer Verbindungskanals und auf der S-Bahn Trasse geht das ganz oberirdisch. Dazu wollte ich übrigens auch schon einmal einen Vorschlag machen.
Praktischer wäre es natürlich. Vom Hp. Spindlersfeld aus kann man die S-Bahn aber genauso die S-Bahn unterirdisch zur Altstadt führen. Genauso kann die S-Bahn auch mit der genannten Kurve nach Berlin-Mitte. Eine größtenteils oberirdischen Verlängerung der U8 könnte ich mir aber noch vorstellen.
Aktuell existiert bis zum Priesterweg bereits ein T5, der nach Zehlendorf in der HVZ kommt bald. Zwischen Anhalter Bahnhof und Potsdamer Platz hat man damit bereits einen T2,5. Du willst also eine neue Stammstrecke fertigstellen und kein zusätzliches Zugangebot schaffen. Welche Zuggruppen willst du von der (alten) Nord-Süd-S-Bahn streichen? Es kommen ja durch die Reaktivierung der Siemensbahn (2) , die S15 nach Frohnau (1) und der S86 nach Grünau (1) bereits 4 Zuggruppen hinzu. S-Bahn Tunnel können mehr als 12 Züge pro Stunde/Richtung gut verkraften.
Ich denke das sollte eine Kosten-Nutzen Analyse klären. Meinem Bauchgefühl nach wäre man deutlich unter 1.
VG Geomaus007
Der abschnittsweise Parallelverkehr zur U7 ist nicht von der Hand zu weisen, da hast du Recht. Maßgeblich gerechtfertigt würde die U-Bahn, wenn überhaupt, durch die Fahrgäste aus High-Deck- und Weiße Siedlung und nicht zuletzt Treptow-Köpenick.
Die U8 würde sowohl vier Stationen parallel zur S46 (Schöneweide – Hermannstr) als auch zur U7 (Hermannpl – Grenzallee) fahren. Außerdem fährt die U8 ohnehin dort, wo S3 und RE1 auch schon fahren (Alexanderplatz). Erst Nord-Süd und dann der Knick nach Osten. Das wäre keine attraktive Route, im Gegensatz zur „U41“. Letztere hätte auch im Tarifbereich A eine meiner Meinung nach durchaus logische Route in Schnellbahnkaliber. Geradeaus, diagonal nach Südost. Potsdamer Platz, Hallesches Tor und Hermannplatz angebunden. Die U7 ist in dem Bereich stark belastet, gleichzeitig verfehlt sie einige Ziele, verläuft für Verbindungen nach Mitte etwas ungünstig und ist eher für Querverbindungen nach Yorckstr, Schöneberg und co geeignet.
Das wäre auch eine Option. Nachteilig wäre aber, dass mehr als ein T10 kaum machbar wäre, da die Adlershofer Züge auf der Görlitzer Bahn auch untergebracht werden müssen. Auch ein wirklich notwendiger T10 würde die Angebotsgestaltung auf der Görlitzer Bahn meiner Meinung nach zu stark einschränken, wenn man das Wachstum von WiSta, Schönefeld, Dahmestadt und co berücksichtigt. Also lieber ganz weg mit den Spindlersfelder Zügen und eine eigenständige U-Bahn bauen, die auch, im Gegensatz zur S47-Trasse, die HTW-Anbindung deutlich verbessern könnte. Zumal ein T10 für einen unterirdischen Schnellbahnhof Altstadt Köpenick auch irgendwie ein fauler Kompromiss wäre. Viele Fahrgäste würden sich im Zweifel für den Regio oder die S3 entscheiden. Aber durch linienreinen Betrieb in dichter Zugfolge zöge man eben Fahrgäste an, die sonst mit der „schweren“ Bahn führen – im Stadtverkehr macht der Takt die Musik. Mal abgesehen davon, dass es sinnvoll ist, sich von etwaigen Bauarbeiten oder Streiks bei der Deutschen Bahn unabhängiger zu machen. Um die Verkehrswende zu schaffen, brauchen ÖPNV-Netze deutlich mehr Resilienz.
Es macht halt wenig Sinn, so viele Züge auf Nord-Süd-S-Bahn zu schicken, während der Hauptbahnhof von den Nord-Süd-S-Bahn-Linien im wahrsten Sinne des Wortes links liegen gelassen wird. Die City-S-Bahn wird ja eher gebaut, um den pilzkonzept-bedingt veränderten Verkehrsströmen Rechnung zu tragen. Um allgemein mehr S-Bahnfahrten zu bestellen, geht es eher weniger. Für die wiederzueröffnende Siemensbahn ist die City-S-Bahn natürlich ein 6er im Lotto. Klar ist zumindest, dass nach Fertigstellung der City-S-Bahn weniger Bahnen im Nord-Süd-Tunnel notwendig sein werden.
Im Nord-Süd-Tunnel würde ich schlicht S2,S25,S26 beibehalten. T5 von Priesterweg nach Bornholmer Str. S1 auf die City-S-Bahn verlegen. So fahren alle Züge von Schöneberg (unten) nach Hauptbahnhof und alle Züge von Südkreuz (unten) nach Friedrichstraße. Zumal Südkreuz Fernverkehr hat, Schöneberg aber nicht.
Auf der City-S-Bahn zwölf Züge pro Stunde zwischen Zehlendorf und Hauptbahnhof (tief). S15 von Zehlendorf nach Gartenfeld, T10. S1 von Wannsee nach Gesundbrunnen (weiter nach Birkenweder, Ostring, wohin auch immer) T10. Wohin die aus Richtung Potsdamer Platz kommenden S-Bahnen hinter Gesundbrunnen weiter fahren, dürfte spannend werden. Auch hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Trassen. Das dürfte den Fahrplanern große Freude bereiten