B: S Bhf Hirschgarten nach Westen verlegen

Neuen Namen setzen

 

Vorschlag in die Karte einpassen

Vollbildansicht Vollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Der S-Bahnhof Hirschgarten ist eine der weniger frequentierten Bahnhöfe an der S3 zwischen den stark frequentierten Bahnhöfen Friedrichshagen und Köpenick. Der S-Bahnhof Hirschgarten erschließt zurzeit nur eine eher kleine Einfamilienhaussiedlung in der Straße Am Wiesenrain sowie in etwas weiterer Entfernung rund um die Stillerzeile eine größere Siedlung mit meist 2-3 stöckigen Wohnhäusern. Nördlich der Bahnstrecke befinden sich lediglich Kleingartenanlagen und Wald, die nächsten dauerhaft bewohnten Siedlungen sind am östlichsten Rand von Köpenick im Elsengrund. Fast alle Bewohner der Siedlung Elsengrund nutzen aber den Bahnhof Köpenick, da dieser deutlich zentraler und für die meisten in die richtige Richtung (stadteinwärts) liegt und zudem nicht so wie Hirschgarten über holperige und sandige Waldwege zu erreichen ist.

Dazu wird auf dem Güterbahnhof Köpenick ein neues Wohngebiet entstehen. Dieses neue Wohngebiet befindet sich ebenfalls zwischen den Bahnhöfen Köpenick und Hirschgarten größtenteils südlich der Bahntrasse. Mit der jetzigen Situation würden aus diesem neuen Wohngebiet alle Fahrgäste den Bahnhof Köpenick nutzen. Dieser ist jetzt schon überlastet. Aus vielen Teilen Köpenicks (z.B. Müggelheim, Allende-Viertel, Wendenschloß, Kietzer Feld, Altstadt usw.) ist der S Bhf. Köpenick der Umsteigepunkt zwischen Bus/Straßenbahn und der S3 um ins Zentrum zu gelangen.

Mit einer Verlegung des S Bahnhofs Hirschgarten nach Westen könnte man den Ostteil des künftigen Neubaugebiets besser anbinden, auch die Siedlung Elsengrund rund um die Heidekrugstr. und den Ostteil des Stellingdamms würde so den Bahnhof in fußläufiger Nähe haben. Da Elsengrund überhaupt noch gar keine direkte ÖPNV-Anbindung hat, wäre es eine deutliche Verbesserung. Auf dem Übersichtsplan des künftigen Wohngebietes auf dem Güterbahnhof Köpenick kann man erkennen, dass das östliche Ende des neuen Wohngebietes auf der Südseite genau dort ist, wo der westliche Zugang für den neuen S Bahnhof Hirschgarten sein soll.

Der westliche Zugang mittels Tunnel soll auch barrierefrei erfolgen, ein weiterer Vorteil, da so ein weiterer Bahnhof im Netz der Berliner S-Bahn barrierefrei ausgestattet wird. Beim Westzugang durch den Tunnel ist zu überlegen, ob man den Tunnel durch Aufzüge auf beiden Seiten oder eine flache Rampe barrierefrei ausstattet. Eine Rampe an beiden Eingängen (nicht für den Bahnsteigaufgang) wäre deutlich günstiger und auch für den Durchgangs-Fußgänger- und Fahrradverkehr von Vorteil, weshalb ich diese Variante vorziehen würde.

Einen Ostzugang wird es weiterhin geben, er wird durch einen Tunnel an der Ecke Am Wiesenrain/Hirschsprung und auch auf die nördliche Seite erfolgen. Das wäre nur ein kleines Stück weiter als wie bisher. Für den Bereich Stillerzeile und Am Wiesenrain gibt das kaum Nachteile. Nach Norden soll es auch einen Ostzugang geben, da so das beliebte Ausflugs- und Wandergebiet im Wald und dem Erpetal mit den Kleingärten direkt vom Bahnhof erreicht wird.

Als Kompromiss könnte man auch den Bahnsteig ein Stück weiter östlich legen und den bisherigen Tunnel als Ostzugang einfach weiternutzen. Allerdings weiß ich nicht, ob der bestehende Fußgängertunnel im Zuge des Streckenausbaus Berlin-Frankfurt (Oder) sowieso erneuert werden müsste (wie z.B. am S Bhf. Wilhelmshagen). In diesem Fall würde ich im Rahmen der Verlegung einen neuen Ostzugang mit neuem Tunnel einrichten. Für den Ostzugang reicht es, wenn er wie bisher mit Treppen ist, zwei barrierefreie Aufgänge wären vielleicht doch zu viel des Guten.

Da die Freifläche zwischen Fernbahngleisen und S-Bahngleisen laut der oben verlinkten Übersichtskarte für die Neugestaltung dieses Gebiets weiterhin ungenutzt bleibt, wäre es kein großes Problem die S-Bahngleise weiter südlich an die Fernbahngleise ran zu verlegen und dort den neuen Bahnhof zu errichten.

Damit würde der S-Bahnhof Hirschgarten deutlich mehr Wohngebiete erschließen, ohne dass sich eine große Verschlechterung für die Gebiete ergibt, die jetzt schon von diesem Bahnhof erschlossen werden.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen

6 Kommentare zu “B: S Bhf Hirschgarten nach Westen verlegen

  1. Mir erscheint der Abstand zum Bahnhof Köpenick etwas zu gering. Da Köpenick ja künftig auch RE-Halt werden soll, würde ein reiner S-Bahnhalt in ~1km Entfernung vermutlich nicht viel besser frequentiert werden, als der Halt es jetzt schon ist.

    1. Von zurzeit 1,4 km Abstand zwischen Hirschgarten und Köpenick würden es nun etwa 0,9 km werden. Warum sollten aber 500 m geringerer Stationsabstand ein Argument gegen eine bessere Erschließung der dortigen Wohngebiete sein?

      Ein anderes Beispiel: zwischen den Stationen Rummelsburg und Ostkreuz ist der Abstand noch geringer: nämlich etwa 600 m (zwischen Westende des Bahnsteigs in Rummelsburg beim Ausgang und Ostkreuz), also durchschnittlich etwa 700 m. Da ist es doch etwa ähnlich: am Ostkreuz bestehen viel mehr Möglichkeiten mit Ringbahn, allen Stadtbahnlinien und den RE/RB-Zügen als in Rummelsburg mit einer S-Bahn-Linie und im Prinzip könnten alle Rummelsburger mit dem Bus 194 und bald auch der Tram 21 das Ostkreuz erreichen. Sicherlich gibt es den Bahnhof Rummelsburg schon immer und das Umfeld ist in Rummelsburg deutlich dichter besiedelt als es künftig in Hirschgarten sein wird. Aber das Prinzip ist ja das gleiche, die Wege aus den Wohngebieten zum Bahnhof sollen kurz sein und am besten ist es, wenn man den Bahnhof in der Nähe fußläufig/mit dem Rad ohne weiteren Umstieg auf ÖPNV oder Auto erreicht. Auf das selbe Ziel will ich mit der Verlegung des S Bhf Hirschgartens hinaus. Das Beispiel ist zum Vergleich vielleicht etwas ungünstig gewählt, aber man kann damit ganz gut den Zweck verdeutlichen.

      Wenn jemand im Osten des neu entstehenden Wohngebietes oder im östlichen Teil der Siedlung Elsengrund nördlich der Bahngleise wohnt, spricht sehr viel dafür, den Bahnhof Hirschgarten von dort auch zu nutzen. Aus der Siedlung Elsengrund gibt es keinen ÖPNV zum Bahnhof Köpenick, die Menschen dort müssen immer zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto zur Bahn kommen.
      Für das Neubaugebiet wird man sicherlich entlang der neu entstehenden Bahnhofstraßen-Ostumgehung eine Buslinie zum S Bhf Köpenick schaffen, alternativ wäre da ein Vorschlag für eine Straßenbahn-Neubaustrecke entlang der Bahnhofstraßen-Ostumfahrung zum S Köpenick. Wäre auch möglich, aber immer mit einem weiteren Umstieg verbunden.
      Der RE1 wird in Köpenick zwar dann vermutlich sogar alle 20 Minuten halten, allerdings ist je nach Ziel eine S-Bahn-Verbindung nicht sehr viel langsamer. Zumal die Fahrgäste im östlichen Teil den S-Bahnhof Hirschgarten schneller zu Fuß/mit dem Rad erreichen könnten als den S und Regionalbahnhof Köpenick, was die schnellere Fahrzeit des RE für diese Fahrgäste wieder ausgleichen würde, wenn der Weg zur S-Bahn kürzer ist.

  2. Die heutige Station Hirschgarten erschließt fast gar nichts, von daher ist der Vorschlag wohl geraten. Ich würde aber den neuen Bahnsteig noch weiter nach Westen verschieben, so dass der westliche Ausgang auf die Brücke der neuen Straße führt, die laut Plan von Essenplatz bis Brandenburgplatz verlaufen wird. Dort wäre dann ein Umstieg zu Bus oder Tram möglich, sofern das Neubaugebiet eine Linie erhielte. Der südöstliche Ausgang führte dann zur Hirschgartenstr., der nordöstliche in den Wald. Eine Handvoll Häuser Am Wiesenrain fiele allerdings aus dem 500-Meter-Radius.

    Den kürzeren Bahnhofsabstand kann man relativieren, weil Köpenick keinen Ostausgang besitzt.

    1. Laut dem sowohl von dir als auch von mir verlinkten Übersichtsplan ist sowohl für den S- als auch für den Regionalbahnsteig in Köpenick ein Ostzugang geplant. Über eine Verschiebung bis hin zur Bahnhofstraßen-Ostumfahrung habe ich auch schon nachgedacht, könnte auch für Fahrgäste aus Müggelheim oder dem Allende-Viertel Vorteile ergeben, da diese dann mit dem Bus dorthin fahren könnten und nicht zum S Köpenick müssten. Andererseits muss es aus genannten Gebieten zur Bahnhofstraße/S Köpenick und den dortigen Einkaufsmöglichkeiten trotzdem die bestehenden Busverbindungen weiterhin geben, daher habe ich dies eher für unwahrscheinlich gehalten.

      Zudem wollte ich mit der Verlegung keine großen Nachteile für die Fahrgäste schaffen, die den Bahnhof jetzt schon nutzen. Vor allem für das Wohngebiet rund um die Stillerzeile (2-3 stöckige Wohnhäuser ein deutliches Stück südlich des S Bhf. Hirschgartens aber noch in Reichweite) wäre eine noch weitere Entfernung zur S-Bahn unattraktiv, genauso wie das Zurückfahren mit der Tram 60 nach Friedrichshagen auch sinnlos ist, wenn man von dort stadteinwärts will. Insofern wollte ich den östlichen Zugang nur ein kleines Stück weiter als den heutigen Zugang legen.

  3. Puh, nachvollziehbarer Gedanke, aber bisschen Luxus ist das schon, oder? Die Entfernung zum Bhf Köpenick schätze ich eigentlich überall noch im fußläufigen Bereich, zumal irgendwann wohl auch ein Osteingang entstehen soll. Wie bereits angemerkt werden Einige im Zweifelsfall wegen des RE-Halts ohnehin eher dorthin wollen.

    Für die aktuell durch den Bhf Hirschgarten erschlossenen Gebiete ist das auch keine große Verschlechterung, da stimme ich dir schon zu. Grundsätzlich fände ich deinen Standort schon besser, aber ganz billig wird dein Projekt nicht. Und da es den Bhf Hirschgarten nun mal schon gibt, bin ich etwas skeptisch, ob sich der kleine Fahrgastgewinn gegenüber den Baukosten lohnt. Für mich klingt das ehrlich gesagt nach recht viel Aufwand, um die Fußwege von paar Anwohnern um wenige hundert Meter zu verkürzen.

    1. Kommt drauf an, wie gut man zu Fuß ist. Vom Essenplatz zum S Bhf Köpenick sind es etwa 800 m, durch den neuen Ostzugang wird sich die Entfernung sicherlich ein kleines bisschen verkürzen. Auch aus dem östlichen Teil des neuen Wohngebietes am Güterbahnhof wird es etwa so weit sein, teilweise sogar etwas weiter, da dies noch weiter nach Osten reichen wird.

      Zum RE habe ich schon angemerkt, dass die S-Bahn je nach Fahrtziel sicherlich etwas langsamer sein wird, aber das für die Anwohner in den östlichen Bereichen durch den kürzeren Fußweg im Gegensatz zum RE-Bahnhof Köpenick ausgeglichen wird.
      Zudem würde der Bahnhof Köpenick, der durch die Zuläufe vieler Tram- und Bus-Linien aus allen Teilen Köpenicks sowieso schon ziemlich überlastet ist dadurch etwas entlastet.

      Sicherlich fordert die Verlegung Kosten und Aufwände. Aber es ist vom Platz auf der Freifläche zwischen S-Bahn- und Fernbahngleisen halbwegs gut zu realisieren. Die S-Bahn-Trasse könnte man vom Platz her problemlos verlegen und den Bahnsteig dort neu aufbauen. Dafür würde man dann auch eine sehr gute Anbindung der Wohngebiete Elsengrund und des östlichen Teils des neuen Quartiers auf dem Güterbahnhof haben, was die Verlegung schon eine Überlegung wert wäre.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.