Beschreibung des Vorschlags
Ausgangslage:
Das Komponistenviertel ist eines der am schlechtesten erschlossenen Kieze des Berliner Südwestens. S-Bahn und 186 erreichen das Innere des Kiezes nicht, dabei hält die S-Bahn nicht häufig und der 186 fährt über den staugeplagten Ostpreußendann nicht allzu zuverlässig.
Andere Vorschläge zur besseren Erschließung des Komponistenviertels habe ich nur von Krake gefunden. Ich halte den 283 mit seiner umwegigen Linienführung allerdings für ungeeignet. Außerdem hält sich die Erschließungswirkung, insbesondere in Richtung Lankwitz, in Grenzen.
Vorschlag:
Ich schlage eine neue Linie 384 (in Anlehnung an den 184, der wenig östlich die Kaiser-Wilhelm-Straße hinabfährt) als Erschließungs- und Zubringerlinie zu den S-Bahnhöfen Lankwitz und Lichterfelde Ost vor.
Er beginnt an der jetzigen Endhaltestelle des 187 am Halbauer Weg und folgt dessen Linienführung bis zum S Lankwitz. Ab dort folgt er der Kaulbachstraße. Hier erschließt er wesentliche Teile des Kiezes neu. Grau markiert sind Bereiche, die erst durch den 384 binnen 500m an den ÖPNV angeschlossen werden. Weiter profitieren die Studenten der Buisness und Medical School Berlin in der alten Siemensvilla. In der Folge bekommt das Bethel Krankenhaus eine eigene Haltestelle. Dieses hat aktuell eine Entfernung zur nächsten Haltestelle von über 400 Metern, warum das bei einem Krankenhaus unvorteilhaft ist, ergibt sich von selbst. Hinter S Lichterfelde Ost übernimmt er den Abzweig des 184 zum Saaleckplatz. Je nachdem, wie sich die Verkehrsströme entwickeln ist eine Weiterführung bis Lichterfelde Süd gut denkbar. Sollte der S Kamenzer Damm irgendwann gebaut werden ergibt sich natürlich auch die Verlängerung bis dahin.
Bedienung:
Bedienung im T20, in der HVZ im T10.
Vorteile:
187 kann bis Lankwitz Kirche zurückgezogen werden. Dies dürfte seine Vertraßenbahnung in grauer Zukunft erleichtern: Die B1 bekommt eh Schienen, ebenso Siemens- und Leonorenstraße. Als Lücke bliebe dann nur der stark nachgefragte Abschnitt vom Innsbrucker Platz zum Steglitzer Damm, der eine Straßenbahn rechtfertigen dürfte. Außerdem agiert er in Alt-Lankwitz nur als Zubringer zum S Lankwitz. Seine Verspätungsanfälligkeit kann man den Alt-Lankwitzern daher getrost ersparen.
Weiter wird der Abzweig des 184 zum Saaleckplatz gestrichen. Linienverzweigungen sind immer etwas verwirrend, außerdem werden damit Kapazitäten in Richtung Teltow frei.
