Beschreibung des Vorschlags
Ausgangslage:
Die Charité ist das größte Krankenhaus der Stadt und eins der größten Universitätskrankenhäuser Europas. Der Standort in Lichterfelde, der Campus Benjamin-Franklin (CBF), behrbergt etwa ein 900 Betten sowie Hörsäle für einen Teil der knapp 10000 Studenten der Charité. Die Anbindung läuft über den 283, der von Rathaus Steglitz über den CBF und Lankwitz nach Marienfelde verkehrt. Zu den Instituten des Campus Dahlem benötigt man wenigstens einen Umstieg. Die U3 wird gar nicht, die S2 für den städtischen Verkehr unpraktikabel periphär, erreicht. Der Umstieg zur S25 am S-Lankwitz ist für Mobilitätseingeschränkte (was bei Krankenhauspatienten ja durchaus mal passieren kann) über 400 Meter lang.
Vorschlag:
Um Abhilfe zu schaffen schlage ich die Buslinie 182 vor. Sie beginnt am Busknoten Roseneck in Grundewald und fährt geradeaus über den U Podbielskiallee zum Königin-Louise-Platz. Ab dort wird der Campus Dahlem der FU erschlossen, wobei eine neue Haltestelle an der Arnimallee ecke Fabeckstraße inmitten des Campus entsteht. Die Linienführung ist darauf bedacht, möglichst viele für Medizinstudenten relevante Institute zu erreichen, ich bin allerdings nicht ortskundig und lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Vom S Lichterfelde West geht es dann einmal durch das Villenviertel zur Charité. Dabei entsteht die Haltestelle Augustaplatz, womit ein Erschließungsloch geschlossen wird.
Der Bus fährt dann zu den S-Bahnhöfen Südende und Attilastraße, wo er endet.
Zur Erprobung schlage ich einen T20 vor.
Außerhalb der Vorlesungszeit wäre ein Ende am S-Lichterfelde West denkbar.
Vorteile:
Die neue Verbindung entlastet den schwer belasteten Knoten Steglitz und schafft neue Direktverbindungen (Roseneck-Lichterfelde West-Oststeglitz, sowie FU-CBF)
Drei Haltestellen werden neu mit dem Bus erschlossen wodurch relevante Teile der FU wesentlich besser an die S-Bahn angeschlossen werden und das Erschließungsloch zwischen Gardeschützenweg, Drakestraße und Hindenburgdamm fast restlos geschlossen wird.
Gebäude des Instituts für Pharmazie an der Haltestelle Hühnefeldzeile werden wesentlich besser an FU und CBF angeschlossen.
Der Umstieg zur S25/26 verkürzt sich um bis zu 360 Meter.
Die Fahrzeit* zum CBF verkürzt sich:
Für Anrainer der S2 nördlich von S-Attilastr. um 5 Minuten
Für Anrainer der S1 südlich von S-Lichterfelde West um 5 Minuten
Für Anrainer der U3 um einen Umstieg
Ab Roseneck um zwei Umstiege
*Bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit aller Busse von 17km/h, wie in Berlin üblich.

Wie sollen die Busse an der Attilastraße wenden?
Einfach wenden. Um von Fahrspur zu Fahrspur zu kommen braucht man an der Kreuzung einen Wendekreis von 10m Radius. Ein MAN City Lion schafft gem. Wikipedia auch 9m. Müsste also gerade so drin sein.
Eine Endhaltestelle passt auch noch hinter die bestehende auf der westseite des Steglitzer Dammes.
Interessante Route, die viele Lücken anbindet. Gefällt mir besser als der 283 nach Lankwitz. Dafür könnte die Belßstr vom wieder einzuführenden 181E übernommen werden.
An der Mecklenburgischen Straße soll ein neues Rechenzentrum entstehen. Das ganze Gebiet zwischen Mecklenburgische, Forckenbeck-, Breite und Cunostr dürfte in wenigen Jahren durchgängig bebaut sein. Die vorgeschlagene Linie könnte also, statt in Roseneck, in besagter Gegend enden. Erstens, weil dieses Viertel allgemein deutlich an Bedeutung hinzugewinnen wird – gerade im Vergleich zu Roseneck und Umgebung. Zweitens dürfte ein Rechenzentrum auch Werkstudenten anstellen, die mit dieser Linie eine Direktverbindung zwischen Uni und Arbeitsplatz hätten.
Erstmal vielen Dank. Leider bin ich mir unsicher, ob der 283 enfallen kann.
Steglitz ist der wesentlich bedeutsamere Knoten, an dem künftig auch noch Regionalzüge und die Straßenbahn halten wird. Die S1 braucht von Steglitz nach Lichterfelde ca. 5 Minuten und das holt der 182 auch nicht raus. Klar ist ab dem Zentrum S25/26/2 aufgrund der wenigen Haltestellen eh schneller als die S1, aber es gibt genügend Menschen, die ausschließlich an der S1 wohnen, dass ich den Wegfall des 283 für unzumutbar halte. Wenigstens der Stumpf von Steglitz zum CBF sollte erhalten bleiben. Denkbar wäre die Verlängerung des 170. 283 könnte weiter Marienfelde-Lankwitz fahren. Was genau meinst du mit dem 181E? Der ist mir nicht bekannt.
Zum Thema Rechenzentrum:
Man könnte ja über eine Führung über Englerallee, Schlangbader Straße nachdenken. Dann käme man als Endhaltestelle allerdings zum Heidelberger Platz. Ich finde, das wäre ziemlicher Parallelverkehr zur U3.
Ich wollte den Bus ursprünglich auch an der U3 enden lassen, bis Roseneck fährt er nur, weil er dort 6 Buslinien erreicht. Das würde ich ungern aufgeben wollen.
Das GoWest Entwicklungsgebiet ist gerade 500 Meter vom Heidelberger entfernt, das müssten die Studenten auch so schaffen. Oder verpasse ich etwas?
Gute Idee. Oder man führt eine komplett neue Linie ein, die von Kreisel über Klingsorplatz und Komponistenviertel nach Lichterfelde Ost fährt. Das wäre auch für die Charité-Studenten/-Angestellten, die in Brandenburg wohnen, vorteilhaft.
Die T5-Verstärker zwischen Schreiber und Lankwitz-Kirche, die still und heimlich eingestellt wurden.
Das Rechenzentrum befindet sich laut Google Maps 900m vom Heidelberger Platz entfernt. Daran kann sich im Laufe der Bauzeit natürlich etwas ändern. Da die U3 aber auch viele Uni-Standorte nicht direkt erreicht, dürfte ein Bus, der praktisch von Tür zu Tür fährt, deutlich attraktiver sein. Und wie gesagt, mittelfristig dürfte wirklich alles östlich der Cuno und westlich der Mecklenburgischen restlos bebaut sein (zumindest die Kleingärten dürften allesamt verschwinden). Vieles davon ist fußläufig natürlich nicht vom Heidelberger Platz erreichbar. Man wird sich in Schmargendorf sowieso etwas überlegen müssen in Sachen Busnetz, der kürzlich eingeführte 215 ist nicht ansatzweise ausreichend.
Das ist angesichts der Länge des 170 sicherlich stabiler. Das Komponistenviertel ist anteilig auch unterversorgt und die Relation Lichterfelde Ost – Steglitz ist auch nicht ganz befriedigend. Ungünstig fände ich den 6 Stationen langen Parallelverkehr von CBF bis zum Ostpreußendamm, aber bei nem T20 müsste das verkraftbar sein.
Wie schön. Dann muss da aber eh das halbe Busnetz neugeordnet werden. Wenn dem so ist, könnte das zweckmäßig sein. Die Führung bis Schmargendorf dient aber der Erreichbarkeit des Krankenhauses für Bewohner des Berliner Westens und das lässt sich aktuel am besten am Roseneck realisieren. Wenn sich das ändert setze ich mich damit gerne nochmal auseinander.
Wichtige Route, das wäre mal eine spürbare Verbesserung. Ich glaube, der Nutzen für die „allgemeine Bevölkerung“ wäre deutlich größer, da die wenigsten so oft das Institut oder den Campus wechseln müssen. Trotzdem ist das eine neue Relation, die auch mehrere Umstiege einsparen kann.
Der Augustaplatz und die Viktoriastraße sind meiner Meinung nach absolut ungeeignet für Busverkehr. Da wäre eine alternative Linienführung nötig. Vielleicht ginge es ja durch die Moltkestraße und über die Moltkebrücke mit Anbindung des S Botanischer Garten?
Absolut. Der CBF ist ja primär ein Krankenhaus.
Sicherlich nicht allzu praktisch, aber wenn man eine Parkspur streicht, müsste das machbar sein. Eine Haltestelle an der Moltkestr./Augustastr. schließt das Erschließungsloch leider nicht annähernd so gut, wie eine am Augustaplatz. Aber ich gehe beizeiten nochmal die Erschließung und die Fahzeit durch und ändere den Vorschlag vielleicht ab. Vielen Dank jedenfalls.
Zum Augustaplatz fuhr doch früher ein Bus. Genauso wie beispielsweise durch die Hildegardstraße. Wenn das früher möglich war, sollte das auch heute möglich sein. Die Kürzung dieser Linien dürfte eher aus finanziellen Gründen passiert sein, als wegen mangelnder Eignung der Straßen für Busbetrieb.
Über die Moltkestraße müsste die Bushaltestelle vom Augustaplatz an den Ludwig-Beck-Platz verschoben werden. Der ist für die Erschließung des Viertels aber deutlich ungeeigneter. Ähnlich sieht es an der FU aus, die dann mögliche Haltestelle Takustr./Arnimallee ist weniger zentral gelegen. Die Fahrzeit nimmt zwar insgesamt um ca. 3 Minuten ab, dafür wird der M11 verpasst. Weiter ist die Drakestraße rund um den S-Lichterfelde West selbst Einkaufsstraße und als Ziel attraktiv, der S-Botanische Garten hingegen nicht wirklich. Solange die Durchfahrt irgendwie möglich ist, wovon ich ausgehe, im schlimmsten Fall müsste eben eine Parkspur stellenweise weichen, halte ich die Führung über S-Lichterfelde West für vorzugswürdig.
Den Ostteil würde ich weglassen. Zwischen den beiden Pharmazie-Standorten ist man mit 282 + X83 nicht langsamer unterwegs. Um mehr FU-Studenten zu erreichen, müsste der Bus auch zur Garystr. fahren.
Der Ostteil hat doch aber primär den Zweck, einen besseren Umstieg zu S25/26/2 zu gewährleisten. Dass da noch Gebäude der FU sind, ist nur praktisch.