Ausbau Pirna – Neustadt in Sachsen (WIRD ÜBERARBEITET)

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Beschreibung des Vorschlags

Die Strecke von Pirna nach Neustadt in Sachsen ist immer wieder stillegungsbedroht, obwohl sie große Teile der Gemeinden Neustadt (12.000 EW), Stolpen (5500 EW), Lohmen (3200 EW) und Dürröhrdorf-Dittersbach (4400 EW) erschließt. Sie liegt jedoch fernab vieler Orte, ist miserabel ausgebaut und kaum bis gar nicht mit dem bestehenden Busverkehr vernetzt. Der Bahnhof Stolpen liegt beispielsweise mehr als 1,5 Kilometer vom Ortszentrum Stolpen entfernt und hat keinerlei Busanbindung. Der Haltepunkt Langenwolmsdorf liegt mitten im nirgendwo. Einige Ortschaften, die relativ nah an der Bahnstrecke liegen, haben dagegen keinen Haltepunkt, wie zum Beispiel Zatzschke oder Porschendorf. Dazu kommt noch der massive Parallelverkehr zur Strecke in mehreren Abschnitten, vor allem aber durch die Buslinien 226 und +261.

Meine Lösungsidee für die Mehrheit der Probleme ist die Bahnstrecke zu einem straßenbahnähnlichem System umzubauen, welches nach BoStrab betrieben werden würde.

Das Ausbauprojekt besteht im Grunde aus 5 einzelnen Teilabschnitten und ein paar weiteren ergänzenden Maßnahmen.

  1. Abkürzung Lohmen/Zatzschke
  2. Abzweig Bastei
  3. bessere Anbindung Stolpen durch Verschwenkung der Strecke
  4. Anbindung von Dresden nach Dürröhrsdorf
  5. Anbindung von Stolpen und Neustadt in Sachsen an das Bahnnetz in Arnsdorf bei Dresden

Der erste Abschnitt soll die Strecke verkürzen und dadurch eine Beschleunigung erreichen. Im Prinzip wäre der Abschnitt recht unkompliziert. Das einzige was hier etwas teurer werden würde, wäre die Überwindung des Höhenunterschieds bei Zatzschke. Zunächst würde die Stracke auf einem Damm verlaufen un dann in einen kurzen Tunnel führen, der letztendlich in einen Einschnitt übergeht. Der Haltepunkt Zatzschke würde wahrscheinlich noch im Einschnitt liegen.

Im folgenden Abschnitt werde ich die einzelnen Maßnahmen genauer erläutern. Beginnend in Pirna.

Der südliche Bahnhofteil in Pirna würde entsprechend meines alten Vorschlags ausgebaut werden. Westlich von Pirna würde ein Überwerfungsbauwerk zur Einfädelung in die S-Bahn-Strecke errichtet werden.

Der Bahnhof Pirna Copitz Nord würde um einige hundert Meter nach Süden verlegt werden.

Dann folgt die Abkürzung der Strecke bis Lohmen über Zatzschke. Ein neuer Haltepunkt würde dabei auf Höhe von Zatzschke/Doberzeit entstehen.

Der Bahnhof Lohmen müsste logischerweise auch verlegt werden. Hier wäre zudem noch eine Anbindung durch den Busverkehr notwendig. Hier würden außerdem noch ein kleiner Parkplatz und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. Ein Ortsverkehr mit Kleinbussen wäre auch denkbar.

Der Bahnhof Dürröhrsdorf würde modernisiert werden. Dabei entstehen auch ein Parkplatz und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Wie in Lohmen wäre auch hier ein Ortsverkehr denkbar.

Der nächste große Ausbauabschnitt beginnt dann auf Höhe Helmsdorf.

Am Ostrand des Orts müsste dann eine Grundstückszufahrt höhengleich gequert werden.

Westlich von Stolpen müsste dann das Tal der Wesenitz mittels einer Brücke gequert werden. Auf dem Luftbild kann man erkennen, dass dort irgendwas rumsteht. Sieht für mich aus wie Gartenlauben oder Garagen. Ich sehe da aber kein großes Problem. Wenn das im Weg stehen sollte, kommt es halt weg.

In Stolpen gäbe es eventuell Platzprobleme. Daher müssten teilweise kleine Teile der Kleingärten bzw. Vorgärten beansprucht werden. Größere Probleme sehe ich hier aber auch nicht.

Anschließend würde es noch ein paar Dämme bzw. Brücken oder Tunnel/Unterführungen geben. Zudem würde es noch mehr neue Haltepunkte geben. Dabei ist aber nichts wirklich erwähnenswert.

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A – T60 Arnsdorf – Stolpen – Neustadt (Anschluss an RE1 von und nach Dresden in Arnsdorf)

B – T60 Pirna – Lohmen – Dürröhrsdorf – Stolpen – Neustadt

C – T60 Pirna – Lohmen – Dürröhrsdorf – Dittersbach

D – T30 Pirna – Lohmen – Bastei

E – T30 Dresden-Bühlau – Schönfeld-Weißig – Dittersbach – Dürröhrsdorf

— T30 Stolpen – Neustadt (A und B)

— T15 Pirna – Lohmen (B, C und D)

Eventuell Durchbindung C und E?

Anpassung der Buslinien:

Das Linienführungen der Busse müssten selbstverständlich angepasst werden. Konkret würde das die Linien 226, 234, 236, 237, 238 und +261 betreffen.

Die Linie 226 würde zukünftig nur noch zwischen Bühlau und Dürröhrsdorf verkehren. Dafür würde sie zum Plus-Bus aufgewertet werden.

Die Linie 232 muss nicht verändert werden, da sie nur ein paar Mal täglich fährt und dabei nur dem Schülerverkehr dient.

Die Linie 233 verkehrt ebenfalls nur ein paar Mal täglich.

Die Linie 234 wäre in ihrer heutigen Form nicht mehr sinnvoll, da sie Parallelverkehr zur Bahnstrecke darstellt. Sie wird daher ab Wünschendorf über Eschdorf nach Rossendorf geführt, wo sie das Forschungszentrum als wichtigen Arbeitgeber erreicht. Eine Verknüpfung mit der Linie 307 wäre durchaus denkbar.

Die Linie 236 wird verkürzt auf den Abschnitt Dürröhrsdorf – Hohnstein – Sebnitz.

Die Linie 237 verkehrt zwischen Hohnstein und Rathewalde auf direktem Weg über Wartenbergstraße, was knapp 8 Minuten spart. Dafür wird die Linie bis Lohmen eingekürzt, wo man zur S-Bahn umsteigen muss. Die Linie wird zum Plus-Bus aufgewertet.

Die Linie 238 erhält eine neue Linienführung. Sie fährt nun nur noch von Pirna über Mockethal und Stadt Wehlen nach Uttewalde. Einzelne Fahrten fahren weiter nach Lohmen oder zur Bastei.

Zwischen Stolpen und Neustadt wird die Linie +261 komplett ersetzt. Bis Langenwomsdorf Oberdorf werden sämtliche Haltestellen des Busses bedient. Der restliche Abschnitt des Busses über Polenz wird durch eine Anpassung des Busnetzes ersetzt. Die Linie +261 wird verkürzt auf Weißig – Stolpen und in die Linie 61 integriert. Ähnlich wie es bei den Linien 81, 84 oder 86 ist. Dabei wird die Linie 61 aber wahrscheinlich schon am Schillerplatz enden, da der restliche Abschnitt von der Linie 14 übernommen wird. Ich rechne auch nicht damit, dass der hier vorgeschlagene Ausbau vor der Linie 14 fertig wird.

Neue Linien zur Anbindung von Stürza, Dobra, Elbersdorf, Zeschnig, Heeselicht, Polenz und Lauterbach sind ebenfalls angedacht.

Es gab schon ein paar Kommentare.

Bei unsachlichen Kommentare, in denen mein Vorschlag zum Beispiel als Müll bezeichnet wurde oder ähnliches, sehe ich allerdings keinen Anlass mich mit diesen auseinander zu setzen.

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10 Kommentare zu “Ausbau Pirna – Neustadt in Sachsen (WIRD ÜBERARBEITET)

  1. Ich denke, dass du eine Neutrassierung her vergessen kann. Ich kenne die Verhandlungskonflikte, die z.B. beim geplanten Bau einer Umgehungsstraße entstanden sind. Das lohnt sich mMn nur, wenn die Trassierung im starken Unterverhältnis zur nötigen Leistung steht und die Topografie das zulässt. Die Kapazitäten, die wir da haben, sind da an anderer Stelle besser angelegt.

    1. […] Da muss man z.b beim goldenen Apfel zwischen Stolpen und Langenwolmsdorf Zahnstange einbauen.  Die jetzige Strecke reicht vollkommen aus. Muss bloß umgebaut werden wegen ab 2031 Einsatz von Batteriezügen.

      Entschärft
      ~Intertrain

  2. Du ignoriest an diversen Stelle die Topografie. Auch trassierst du einfach mal dort durch, wo für eine Bahntrasse garkein Platz ist. Ebenso trassierst du vielfach mitten oder fast mitten durch bebaute Grundstücke durch. Und hast du dir eigentlich überhaupt mal zuvor angesehen, ob deine Trasse durch Natur-/Wasserschutzgebiete, etc. durchgeht? Offensichtlich nicht.

    So ist der Vorschlag jedenfalls nicht realistisch.

    gekürzt
    Baum

        1. Mit allen Aussagen, welche die konkrete Streckenführung kritisieren, ist es grundsätzlich immer besser bis zur Fertigstellung zu warten, da sich diese zuvor ja immer noch ändern kann, z.B. durch exaktere Ausarbeitung oder Erläuterung in der Beschreibung. Nur mal so allgemein, weil mir das schon häufiger aufgefallen ist.

          1. Und du hast etwa noch nie einen noch in Arbeit befindlichen Vorschlag kommentiert inkl. eine Trasse bemängelt? Doch das hast du, also halte dich hier einfach damit zurück, mich derart zu kritisieren.

    1. Dies. Die Bahnstrecke liegt im Randbezirk und die anliegenden Gemeinden können froh sein, dass sie nicht kurz nach der Wende entwidmet wurde, denn die Einwohnerzahlen hätten das Argument zugelassen. Kann mir auch gut vorstellen, dass eine Entwidmung diskutiert wurde.
      Ihre einzigen Vorteile sind, dass sie einen Direktanschluss nach Dresden bietet und die Trassierung nicht komplett fürn ….. ist. Zwischen Sebnitz und Dresden sollte ein Stundentakt angestrebt werden mit Kreuzungsmöglichkeiten, die an einer vMax von 100 km/h orientiert sind. Voraussetzung ist aber eine Untersuchung, ob eine Streckenertüchtigung (100 vMax, Leit- und Sicherungstechnik neu, Bahnsteige + Bahnhöfe modernisieren, ggf. Pfeiftafeln weg) vorteilhafter ist als eine Schnellbusverbindung, wie sie jetzt bereits existiert. Denn wie gesagt, das ist keine Metropolregion und von riesigen Investitionen von Steuergeldern in Reaktivierungen, von denen nur sehr wenige Menschen profitieren, halte ich nichts, wenn nicht die Bestandsstrecken mit hoher Nachfrage entsprechend ertüchtigt sind. Und diese gibt es leider immer noch mehr als genug.
       

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