Beschreibung des Vorschlags
Inzwischen dem Rotterdamer Hafen und der Grenzstadt Arnheim haben die Holländer eine Güterzugstrecke in Verkehrsbündelung zu einer Autobahn gebaut, um Personenverkehr und Güterverkehr besser voneinander zu trennen.
Zwischen dem Ruhrgebiet und Troisdorf (rechtsrheinisch zwischen Köln und Bonn) gibt es ebenfalls eine separate Güterzugstrecke.
Lediglich auf dem Stück zwischen der Grenze und dem Ruhrgebiet teilen sich die Güterzüge die Strecke zusammen mit den REs und ICEs, folglich ist dieser Streckenabschnitt überlastet.
Um dieser Überlastung Herr zu werden, soll die Bestandsstrecke dreigleisig ausgebaut werden.
Ich halte den dreigleisigen Ausbau nicht sinnvoll, da dann die Güterzüge weiterhin durch die Orte donnern.
Daher schlage ich eine separate Güterzugstrecke zwischen dem Ruhrgebiet und Arnheim vor, damit die Güterzüge zwischen dem Rotterdamer Hafen und Troisdorf eine eigene Strecke haben.
Um die Lärmbelastung möglichst gering zu halten, soll diese Strecke in Verkehrswegebündelung mit der A3 errichtet werden.
Selbstverständlich soll die Trasse zweigleisig und elektrifiziert errichtet werden.
Auf der Bestandsstrecke fahren somit nur noch der ICE und die REs. Möglicherweise können auch noch weitere Leistungen erbracht werden, da dies nun möglich ist.
Die Brücke über den Rhein-Herne-Kanal bei Oberhausen existiert übrigens, sie muss nicht extra gebaut werden.

Der dreigleisige Ausbau ist doch schon lange beschlossen und wurde auch gegenüber einem Ausbau entlang der Autobahn abgewogen. Man hat sich offenbar dagegen entschieden – also was soll dein Vorschlag da noch bringen?
Mein letzter Stand war, dass es noch etliche Klagen dagegen gibt und noch nicht angefangen wurde, zu bauen.
Nach erneuter Recherche hab ich nun gefunden, dass der Ausbau tatsächlich schon begonnen hat.
Der Vorschlag kann also auf die Löschliste.
So schnell würde ich die Idee nicht verwerfen, da der Güterverkehr dann entspannter werden kann, weil für den Fernverkehr wäre eine solche Trasse interessant, da insbesondere neuen Kapazitäten frei würden und Hollandstrecke selbst mit drei Gleisen extrem unter Druck steht.
Es gibt gewisse Vorteile einer autobahnnahen Trasse, aber die Idee ist eben nicht wirklich neu, sondern wurde untersucht und dann verworfen.
Da hast du recht.
Ein dreigleisiger Ausbau steigert die Kapazität lediglich um ~20%, während ein viergleisiger Ausbau die Kapazität um über 100% steigert, da die Geschwindigkeitsunterschiede geringer werden.
Gefällt mir sehr gut! Wenn es Deutschland ernst meint mit „Güter auf die Schiene“, dann muss diese Stecke kommen.
Den dreigleisigen Ausbau der Bestandsstrecke sehe ich nicht als Hindernis:
Selbst ohne Güterzüge könnte man die drei Gleise gut nutzen, um Fernverkehr und Regionalverkehr besser zu trennen. Denn sowohl im Fernverkehr als auch im Regionalverkehr sind Steigerungen zu erwarten.
Auf der Bestandsstrecke fährt alle 2 Stunden der ICE und dann nochmal jeweils stündlich RE5, RE19 und RE49.
Dafür dürfte sich der dreigleisige Ausbau nicht lohnen, da müsste man den Takt massiv verdichten.
Aber als Idee für die weite Zukunft wäre diese Idee vielleicht doch geeignet.