9 Kommentare zu “ABS/NBS Köln Hbf – Hürth-Kahlscheuren – Bonn (tief) – Bonn-Ramersdorf – SFS Rhein-Main

  1. Was soll eigentlich Köln Hbf (tief) im Vorschlagstitel bedeuten? So einen Bahnhof gibt es nicht und in der Beschreibung erwähnst du ihn auch nicht.

    Aktuell verkehren die meisten ICEs auf der Relation Köln – Frankfurt (Main)/Wiesbaden über die SFS Rhein-Main und nur wenige von diesen halten in Siegburg/Bonn, die meistens halten zwischen Köln Hbf/Köln Messe/Deutz und Frankfurt (Main) Flughafen Fernbahnhof/Wiesbaden Hbf gar nicht,

    Fast alle ICEs halten in Siegburg/Bonn, und relativ zur Größe der Städte auch viele in Montabaur und Limburg. Nach meiner Erfahrung fahren in Siegburg/Bonn eigentlich nur ICE 4 durch, wahrscheinlich um so etwas Zeit gegenüber den ICE 3 wettzumachen.

    so wird die Bundesstadt Bonn, mit über 330.000 Einwohnern und vielen Zehntausenden mehr im Umland, nicht angebunden. Um die SFS Rhein-Main zu erreichen muss entweder ein großer Umweg über Köln oder eine langwierige Fahrt mit der Stadtbahn nach Siegburg (ICE-Bahnhof Siegburg/Bonn) unternommen werden. Die Anbindung der Bundesstadt Bonn ist insbesondere aufgrund der vielen Bundesministerien und der vielen UN-Institutionen extrem wichtig.

    Wofür braucht Bonn denn eine so schnelle Anbindung an Frankfurt? Nach Berlin gibt es ja bereits einen Sprinter, der nur in Bonn, Köln und Berlin hält. Die Ministerien müssen fast nur von Berlin aus gut erreichbar sein, was sie nicht nur bereits sind sondern auch nicht von der Anbindung nach Frankfurt abhängt, und ansonsten ist Bonn mit 300.000 Einwohnern nicht groß genug, um sich so eine teure Anbindung an die SFS zu leisten. Nur die UN-Institutionen haben einen starken Bezug Richtung Süden (Genf), diese sind jetzt aber auch nicht sehr groß, und die UN selbst gibt für die Anbindung Bonns wohl eher keine Fördergelder aus.

    Aus diesem Grund schlage ich folgende Neubaustrecken/Ausbaustrecken/Verknüpfungen vor:

    • Viergleisiger Ausbau der Linken Rheinstrecke zwischen Hürth-Kahlscheuren und dem Bonner Güterbahnhof
    • Verknüpfung mit dem Kölner Westring und der Eifelstrecke in Hürth-Kahlscheuren

    […]

    Zudem müsste wahrscheinlich auf einigen Abschnitten die Bestandsstrecke (linke Rheinstrecke) etwas verlegt werden, damit Platz für vier Gleise nebeneinander ist.

    Hier wird bereits ein drei- bis viergleisiger Ausbau für die S-Bahn geplant, dreigleisig deshalb, weil einfach nicht mehr Platz in einigen Ortsdurchfahrten ist. Wie soll jetzt plötzlich Platz für vier Gleise sein? Du durchquerst an mehreren Stellen Gebäude oder die einzige Straße die mehreren Gebäuden eine Zufahrt bietet, und würdest die Bahnsteige Richtung Bonn alle abreißen lassen, was für die Anbindung Bonns nicht optimal ist! Auch die Bestandsstrecke lässt sich hier nicht einfach verlegen um das Problem zu verhindern! Es gibt hier auf LiniePlus bereits ähnliche Vorschläge, für eine SFS wählen diese aber eigentlich alle eine Trassierung die zumindest teilweise abseits der Bestandsstrecke liegt.

    • Zwei jeweils eingleisige Tunnel zwischen dem neuen Bonner Tiefbahnhof (Bonn Hbf (tief) Gleis 6 & 7) bis zur Anschlussstelle an der SFS Rhein-Main
    • Kleine unterirdische Anschlussstelle bei Bonn-Ramersdorf an die rechte Rheinstrecke

    Der Tunnel vom Bonner Tiefbahnhof (Bonn Hbf (tief) Gleis 6 & 7) zu der SFS Rhein-Main, sowie die zwei neuen Gleise neben der bestehenden linken Rheinstrecke sollten auf mindestens 200 km/h, wenn nicht sogar 250 km/h ausgelegt werden.

    Hier wird es jetzt absurd. Wie du selbst richtig erkennst, muss dieser gesamte Abschnitt im Tunnel entstehen, knapp 13km sind das. Deine „kleine unterirdische Anschlussstelle“ ist außerdem ein Bauwerk was nicht in offener Bauweise errichtet werden kann und wahrscheinlich alleine einen achtstelligen Betrag kosten würde, und das teilweise ohne erkennbaren Nutzen (welcher Zug soll denn bitte von Bonn-Ramersdorf aus auf die SFS Richtung Frankfurt fahren?). Nur die Verbindung der beiden Rheinseiten ist hier positiv, dafür braucht es aber eigentlich nur ein viel kleineres Bauwerk. Da die Tunnel hier eine große Steigung aufweisen müssen um den Rhein unterqueren zu können, kann hier außerdem kein Güterverkehr fahren, obwohl der Großteil des Verkehrs der rechten Rheinstrecke aus diesem besteht. Die einzige an dieser Stelle sinnvolle Verbindung, ist Bonn-Beuel – Bonn-Hbf, etwa für die S-Bahn, die durch den vergleichsweise hohen Takt aber wiederum den ICEs im Weg wäre. So ganz verstehe ich nicht, was diese Anschlussstelle überhaupt soll, auch weil du hierzu kein einziges Wort verlierst.

    Für 250km/h braucht es außerdem Kurvenradien von mindestens 2400m, da kannst du gerne selbst nochmal nachmessen, ob du das erreichst (Spoiler: Nein). Da sind 200km/h mit guten 1500m schon realistischer.

    Wenn diese Anpassung fertiggestellt werden würde, sollten alle ICE-Linien von Düsseldorf/Wuppertal/Amsterdam/Brüssel kommend über den Bonner Tiefbahnhof (Bonn Hbf (tief) Gleis 6 & 7) mit dortigem Halt auf die SFS geführt werden, somit wäre die Anbindung der Bundesstadt Bonn dauerhaft sichergestellt.

    Soll dann aus Richtung Aachen im Kölner Hauptbahnhof Kopf gemacht werden? Welche anderen Fahrten sollen dann dafür ausfallen, dass so viel Kapazität im Kölner Hbf aufgegeben wird? Vielleicht der Regionalverkehr nach Bonn?

    Was du gar nicht erwähnst: du bist bei weitem nicht der einzige, der diese Ideen hatte. Bitte recherchiere doch mal welche Ideen es bereits in der Vergangenheit hierzu auf LiniePlus gab, und verlinke diese teilweise fast identischen Vorschläge, und gehe auf die Unterschiede zu deinem Vorschlag ein.

    1. Was soll eigentlich Köln Hbf (tief) im Vorschlagstitel bedeuten? So einen Bahnhof gibt es nicht und in der Beschreibung erwähnst du ihn auch nicht.

      Dies war ein Teil einer vorherigen Überlegung von mir, den ich leider noch nicht entfernt hatte, habe ich jetzt aber gemacht.

      Fast alle ICEs halten in Siegburg/Bonn, und relativ zur Größe der Städte auch viele in Montabaur und Limburg. Nach meiner Erfahrung fahren in Siegburg/Bonn eigentlich nur ICE 4 durch, wahrscheinlich um so etwas Zeit gegenüber den ICE 3 wettzumachen.

      Ich räume ein, dass durchaus einige ICEs in Siegburg/Bonn halten, allerdings wurden in den letzten Jahren immer öfter ICE-Halte in Siegburg/Bonn gestrichen.

      Wofür braucht Bonn denn eine so schnelle Anbindung an Frankfurt? Nach Berlin gibt es ja bereits einen Sprinter, der nur in Bonn, Köln und Berlin hält. Die Ministerien müssen fast nur von Berlin aus gut erreichbar sein, was sie nicht nur bereits sind sondern auch nicht von der Anbindung nach Frankfurt abhängt, und ansonsten ist Bonn mit 300.000 Einwohnern nicht groß genug, um sich so eine teure Anbindung an die SFS zu leisten. Nur die UN-Institutionen haben einen starken Bezug Richtung Süden (Genf), diese sind jetzt aber auch nicht sehr groß, und die UN selbst gibt für die Anbindung Bonns wohl eher keine Fördergelder aus.

      Da hast du natürlich einen Punkt damit, dass die Anbindung nach Süden nicht so elementar ist, wie die Anbindung in Richtung Berlin. Allerdings ist auch die Anbindung einer bedeutenden Großstadt in Richtung Süden elementar und die Anbindung in Richtung München/Basel würde durch diesen Vorschlag massiv verbessert und Fahrtzeiten stark reduziert.

      Deine „kleine unterirdische Anschlussstelle“ ist außerdem ein Bauwerk was nicht in offener Bauweise errichtet werden kann und wahrscheinlich alleine einen achtstelligen Betrag kosten würde, und das teilweise ohne erkennbaren Nutzen (welcher Zug soll denn bitte von Bonn-Ramersdorf aus auf die SFS Richtung Frankfurt fahren?).

      Da hast du leider einfach Recht, die Anschlussstelle habe ich gestrichen.

      Was du gar nicht erwähnst: du bist bei weitem nicht der einzige, der diese Ideen hatte. Bitte recherchiere doch mal welche Ideen es bereits in der Vergangenheit hierzu auf LiniePlus gab, und verlinke diese teilweise fast identischen Vorschläge, und gehe auf die Unterschiede zu deinem Vorschlag ein.

      Das hast du vollkommen Recht, das hatte ich leider vergessen und ich habe es jetzt ergänzt.

      Ich habe die berechtigte Kritik umgesetzt und würde mich über eine Antwort oder Veröffentlichung freuen, vielen Dank für das Feedback!

  2. Nicht nur Bonn, auch Koblenz und Mainz wurden durch die KRM abgehangen. Wenn man in der Ecke das Bahnnetz ausbaut, dann würde ich eher eine große Lösung vorschlagen, wie zB in dem Vorschlag: https://linieplus.de/proposal/mittelrheintaltunnel-2/

    Sonst kannst du kaum einen Fernzug sinnvoll verlegen, ohne dass entweder (bei einem KMR-Schnellzug) sich die Reisezeit vergrößert oder (bei einem linksrheinischen Schnellzug) dass Mainz und Koblenz abgehangen werden.

    1. Einen nur für Bonn wohl viel zu teuren Tunnel abzulehnen, um dann einen noch viel teureren Tunnel als Alternative vorzuschlagen ist auch eine interessante Idee. So ein Tunnel kommt übrigens nicht mal nah an ein NKV von 1, das wurde tatsächlich mal offiziell untersucht.

      1. Interessant, dass es tatsächlich mal untersucht wurde. Der Rheintunnel hätte halt wenigstens die Schwachpunkte der KRM behoben – dieser Vorschlag nicht, denn für Koblenz änderte sich gar nichts. Aber wenn man so viel Geld in die Hand nehmen möchte, um die Schwächen der KRM abzufedern, dann erwartet man nun mal auch ein einwandfreies Ergebnis. Sonst muss es eben ein klassischer IC(/ICE) endlang der linken Rheinstrecke richten.

         

        Wenn Relationen wie Köln-Berlin oder Frankfurt Flughafen Fern – Süddeutschland durch verschiedene Ausbauten beschleunigt würden, würde die linke Rheinstrecke natürlich besser im deutschen Fernverkehr angebunden und damit eindeutig aufgewertet werden. Koblenz – Berlin könnte dann in deutlich weniger als 4.5 Stunden möglich sein. Das wäre ja schon mal was. 

        1. Dieser Vorschlag wäre wahrscheinlich mindestens um den Faktor 10 günstiger als ein Tunnel unter dem gesamten Mittelrheintal, deshalb muss er den Schwachpunkt Koblenz nicht beheben. Zu teuer ist er meiner Meinung nach aber trotzdem.

        1. Ach so, ich habe nicht gesehen dass der Vorschlag sogar 4 Gleise vorsieht. Wenn sich zwei nicht lohnen, werden vier plus Verbindungstunnel nach Bonn/Koblenz wohl noch weniger gehen…

  3. Hallo Joschildberg,

    ich teile durchaus deine Zielsetzung, die 300.000+ Einwohnerstadt Bonn mit ihren Bundesministerien und UN-Institutionen auch nach Süden, insbesondere zum Frankfurter Flughafen hin, besser anzubinden.

    Ich finde deinen Vorschlag auch grundsätzlich für diesen Zweck gar nicht schlecht geeignet.

    Es verbleiben aber leider die nicht wegzudiskutierenden Schwierigkeiten beim hierbei erforderlichen Ausbau der linksrheinische Bahnstrecke Köln-Bonn sowie die enormen Kosten für die erforderliche unterirdische Anbindung des von dir avisierten linksrheinischen Bonner Hbf (tief) an die rechtsrheinische Schnellfahrstrecke KRM.

    Aus diesen Gründen ist es nun einmal so, dass ich dir, so sympathisch ich die Zielsetzung deines Vorschlags auch finde, letztendlich leider doch nicht zustimmen kann. Ich glaube, dass es auch schwierig sein wird, die Anbindung Bonns an die SFS KRM in alternativer Weise zu realisieren. Es ist einfach so: Wer von Bonn nach Süden will und es sehr eilig hat, muss eben mit dem Taxi nach Siegburg fahren oder aber sein eigenes Auto im dortigen (übrigens sehr modernen und geräumigen) Parkhaus abstellen. Das ist zwar leider nicht optimal – aber im Leben ist nun einmal nicht alles optimal…

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