Beschreibung des Vorschlags
Alternativ zu meinem Vorschlag und jenem von Ulrich Conrad könnte die Linienführung einer 2. Stammstrecke in Dresden auch so aussehen wie hier beschrieben. Konkret verläuft die Strecke ebenso in Nord-Süd-Richtung wie letzterer Vorschlag, kommt aber mit weniger Tunnelkilometern aus und bindet nicht nur Freital, sondern auch Cossebaude direkt ans Dresdner Stadtzentrum an. Statt eines langsamen und dadurch wenig konkurrenzfähigen Linienasts nach Possendorf sowie einer Neubaustrecke nach Wilsdruff wird hier ein einfacher Viertelstundentakt bis Tharandt geführt, der im Tunnel zu einem 7,5-Minuten-Takt ergänzt wird.
Des Weiteren hat diese Streckenführung den Vorteil, dass sowohl innerstädtische Ost-West-Verbindungen als auch Nord-Süd-Verbindungen beschleunigt werden. Dabei wird zum Beispiel die Fahrzeit von Cossebaude zur Prager Straße um 21 Minuten verkürzt und jene von Plauen zum Flughafen um 11 Minuten.
Um dies zu ermöglichen, ist neben dem Tunnel noch die Reaktivierung eines Teils der Elbezweigbahn notwendig. Außerdem müssen in Löbtau einige Schrebergärten und ein Wohnblock der Strecke weichen. Dafür erhält der Stadtteil aber erstmals einen S-Bahn-Haltepunkt.
Damit an diesem vernünftig zu anderen öffentlichen Verkehrsmitteln umgestiegen werden kann, ist die Verlegung und Umbenennung der Straßenbahnhaltestelle Burgkstraße erforderlich. Zusätzlich dazu sollte die 2 auf einen 7,5-Minuten-Takt verdichtet werden, um regelmäßige Anschlüsse zur viertelstündlich verkehrenden S-Bahn zu ermöglichen. Außerdem sollte die 90 auf Viertelstundentakt verdichtet und zum Hp Löbtau verlängert werden.
Ansonsten ist die Infrastruktur relativ unspektakulär. Erwähnenswert ist nur, dass nördlich des Bahnhofs Neustadt Gleis 1 horizontal verlegt und minimal höher gelegt wird, um die 2. Stammstrecke besser unten durch fädeln zu können. Diese zweigt unmittelbar nach der Unterführung Lößnitzstraße von den bestehenden S-Bahn-Gleisen ab und geht auf eine Rampe über. Nach 400 Metern wird der unterirdische Haltepunkt am Bahnhof Neustadt in 8 Metern Tiefe erreicht. Damit muss die maximal mögliche Steigung von 40 Promille nicht ganz ausgereizt werden.
Dabei sind im Tunnel folgende Linien vorgesehen:
- S1 Meißen-Triebischtal – Freiberg (T30)
- S21 Flughafen – Tharandt (T30)
- S7 Kamenz – Coswig (T30)
- S8 Bautzen – Coswig (T30)
Auf der bestehenden Strecke verbleiben folgende Linien:
- S2 Flughafen – Schöna (T30 bis Bad Schandau)
- S4 Coswig – Neustadt/Sächs. Schweiz (T30 bis Pirna-Copitz Nord)
- S6 Königsbrück – Altenberg (T30 bis Dohna)
- S3 Dresden-Neustadt – Pirna (T30)
Dadurch ergeben sich Viertelstundentakte nach Coswig (sowohl via Radebeul als auch via Cossebaude), Radeberg, Tharandt und Pirna. Auf beiden S-Bahn-Stammstrecken sowie nach Klotzsche ergibt sich ein 7,5-Minuten-Takt.

Der Vorschlag ist jetzt fertig und kann kommentiert werden.
Den Abriss des Wohnblocks am Emerich-Ambros-Ufer hast du ja bereits erwähnt. Ist aber natürlich die Frage, ob der Denkmalschutz da Probleme macht. Wie du dir das mit der Tunneleinfahrt direkt nach der Überquerung der Löbtauer Brücke vorstellst, könntest du aber nochmal etwas genauer erklären.
Ansonsten ist der Vorschlag aber ganz gut. Das wäre dann sozusagen die Sparvariante.
Bezüglich Löbtauer Brücke hast du Recht. Das hätte ich berücksichtigen müssen. Bei Gelegenheit werde ich das Tunnelportal in Richtung Drescherhäuser verschieben und die Brücke entfernen.
Bei solchen Vorschlägen bin ich immer wieder fassungslos. Dir scheint es offenbar garnichts auszumachen, dass du munter und ohne jegliche Rücksicht mitten durch drei Kleingartenkollonien durchtrassierst, so dass mehr als Hundert von diesen Kleingärten abgerissen werden müssten. Denn genau mit solchen und ähnlichen Verhalten bringt die Bahn ja regelmäßig bei Neubauten viele Bürger gegen sich auf, also dass man derart extreme Planungen macht, obwohl man mit nur etwas Mehrausgabe viele Bürger in Ruhe lassen würde und sich so viel Ärger, Klagen und Proteste erspart (siehe Brennernordzulauf).
Und den Rangierbahnhof Dresden-Friedrichstadt komplett lahmzulegen, indem man seine Trasse höhengleich quer über die Abstellgleise drüberplant, ist auch alles andere als realistisch. Ist es wirklich deine Intention, dass du den Rangierbahnhof dort komplett abschneiden willst? Wenn nicht, dann bitte entsprechend nachbessern. Und ich sage es immer wieder, dass man eine Trassenplanung alleine auf den sehr dürftigen Daten von OSM niemals machen sollte bzw. darf. Hier bitte immer nochmal auf Google Maps nachschauen, wie die Situation dort wirklich aussieht. Da gibt es zum Teil extreme Unterschiede und auf OSM fehlende Daten, wodurch man zum Teile große Fehler macht und unrealistisch plant, wenn man sich ausschließlich auf OSM verlässt.
Zu dem Abriss des großen Wohnhauses am Emerich-Ambros-Ufer gibt es zudem genügend Alternativen, so dass du eine Enteignung und einen Abriss vor Gericht nicht durchbekommen würdest. Hier bitte bei einem so großen Projekt mit ohnehin einiger Tunnellänge nicht am falschen Ende sparen.