4 Kommentare zu “Eurotunnel-Terminal Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof

  1. Da mit der Regionaltangente West in absehbarer Zeit die Auslastung des Regionalbahnhofes deutlich ansteigen wird sehe ich es skeptisch, eines der drei Gleise dauerhaft für den Eurotunnelverkehr zu blockieren. Gleichzeitige Halte in eine Richtung sind dann nicht mehr möglich.

  2. Da gibt es drei Dinge, die Du nicht berücksichtigt hast.

    1. Der Eurostar wird nicht nur bis zum Flughafen Frankfurt geführt, sondern bis zum Frankfurter Hauptbahnhof. Warum soll er dann die letzten knapp 15 km auf einem S-Bahn-Gleis verbummeln. Nur damit Gäste schneller zum Flughafen kommen? Warum hat man dann nicht den ganzen Fernbahnhof schon als Tunnellösung in Nähe des Regionalbahnhofs gebaut?

    2. Die RTW (Regionaltange West) wird ja auch noch kommen. Da wird als Anfahrpunkt wirklich auch das zweite Gleis als Bahnsteig beworben. Daher ist da kaum ein wirklicher Platz, um dort einen Fernzug wenden zu lassen. Aus Platzgünden wäre es auch kaum umsetzbar, dort eine Zwischenstation zu erstellen, die aus der Schnellfahrstrecke in den Bahnhof einen weiteren Fernbahnhof machen würde.

    3. Ob eine wirkliche Kapazitätserweiterung notwendig ist, möchte ich nicht bezweifeln. Eine Erweiterung des Regionalbahnhofes ist im Rahmen der RTW nicht geplant, auch wenn ein 15-Minuten-Takt durch die beiden neuen Linien kommen soll. Sicherlich wäre ein Ausbau  sinnvoll, um auch eine Engstelle im Fahrtplan zu beseitigen. Da aber die S-Bahnen durchaus ausreichen, wenn die Bahnsteige nur eine Länge von 210 m haben. Die 420 m langen Bahnsteige waren aus der Planung des Regionalbahnhofs halt für den Fernverkehr gedacht, der kurze Bahnsteig war aus der Zeit, wo die S-Bahn nur zwischen Hbf. Flughafen fuhr. Gerade wo heute schon zwei S-Bahn-Linien und zwei Regionalbahn-Linien am Bahnhof halten. Dazu kommen natürlich auch noch die beiden Regionalbahn-Linien, die am Fernbahnhof halten.

    4. Der Eurostar wäre sicherlich ungeeignet, ihn als „Ergänzungs-S-Bahn“ auch am Regionalbahnhof halten zu lassen, nur weil es näher am Airport ist. Entweder sind Urlauber an Bord oder Geschäftsleute. Die erstgenannte Gruppe steigt in der Stadtmitte ein, auch wegen der Kosten für das Parken. Die Geschäftswelt würde wohl, wenn sie aus Brüssel, Köln oder London nach Frankfurt wollen, um dort umzusteigen, wohl den Flug wählen, um nach FFM zu kommen.

    5. Viele Nutzer der IC/ICEs, die aus der Geschäftswelt am Fernbahnhof ankommen, wollen auch nicht nur in das Terminal wechseln. Das „The Squaire“ ist ein Arbeitsplatz für sehr viele Leute, die auch teils aus Köln, Stuttgart, usw. per Fernverkehr direkt zum Arbeitsplatz pendeln. Für die wäre es durchaus sinnvoller, dass der Eurostar auch am Fernbahnhof hält.

  3. Zu 1.: Momentan wird der Eurostar gar nicht bis Frankfurt geführt, weil das Terminal fehlt. Die Fahrt auf dem S-Bahn-Gleis ist sicherlich nicht optimal, aber im Verhältnis zur gesamten Fahrzeit und den kontrollbedingten Wartezeiten marginal und wer nicht aus Frankfurt anreist kann sich ggf. einen Umweg über den Hbf sparen. Das Leute schneller zum Flughafen kommen, ist kein Grund für den Vorschlag. Der Flughafen ist aber auch wichtige Schnittstelle zwischen Fern- und Nahverkehr.

    Zu 2.: Den Einwand verstehe ich nicht ganz. Das Foto zeigt Gleis 3 und auch Gleis 2 soll gar nicht vom Eurostar genutzt werden. Das Gleis 1 ist zwar von der Länge her nicht auf lange Fernzüge ausgelegt, aber die bestellten Doppelstockzüge passen da in Einfachtraktion hin und der Bahnsteig bietet die genannten baulichen Vorteile. Eine Vereinigung zur Doppeltraktion finde ich sinnvoller erst in Köln durchzuführen, damit jedes Terminal nur 540 Passagiere pro Zug stemmen muss und die Wartezeiten sich im Rahmen halten.

    Zu 4.: Der Eurostar kann allein aufgrund der Sicherheitskontrollauflagen keine Ergänzungs-S-Bahn sein, dafür ist der auch von den langsamen Boardingzeiten gar nicht drauf ausgelegt. Der Regionalbahnhof ist vom Hbf aus hervorragend angebunden, mit dem Fernverkehr ist es auch nicht viel schneller zum Flughafen.

    Zu 5.: The Squaire und der Fernbahnhof sind vom Regionalbahnhof aus gut fußläufig zu erreichen. Als Ausstiegshalte kämen auch der Fernbahnhof und der Hauptbahnhof infrage, wenn die Sicherheitsauflagen das zulassen. Und wer aus deutschen Großstädten zum The Squaire pendelt, will in erster Linie da hin und nicht nach London. Für innerdeutsche Verbindungen ist der Eurostar aufgrund der Sicherheitskontrollen ohnehin nicht attraktiv.

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