Beschreibung des Vorschlags
Hier schlage ich einen Art Wiederaufbau der Vennbahn bis kurz vor die Deutsch-Belgische Grenze vor.
Die Zweisystembahn beginnt am Aachener Bushof und verläuft dann über den Elisenbrunnen zum Hauptbahnhof. Von dort aus geht es entlang der Oppenhofallee zum Bahnhof Rothe Erde und weiter bis nach Brand. Bis hierhin soll die Strecke wie für eine Straßenbahn gebaut werden. Ab Brand wird auf die Strecke der ehemaligen Vennbahn gewechselt. Um einer möglichen Reaktivierung der Vennbahn nicht in die Quere zu kommen, wird ab hier nicht mehr nach BoStrab sondern nach EBO gefahren. Die Strecke folgt ab hier der historischen Trasse. Der Radweg muss dafür weichen.
Wieso das Ganze?
Brand und der Aachener Süden sind sehr einwohnerreich, davon zeugen die massiven Staus auf der Trierer Straße. Dieses Potential soll erschlossen werden. Dadurch werden mehr Leute vom Auto auf die Bahn umsteigen, die Luft in Aachen wird dadurch sauberer.
Die Stadt Aachen hatte deswegen genügend Zoff mit der „Deutschen Umwelthilfe“.
Diese Linie könnte auch noch nach Roetgen, Simmerath oder Monschau verlängert werden, dazu präferiere ich allerdings eine Regionalbahn. Daher plane ich diese Linie als Zweisystembahn und nicht als Straßenbahn.

Ein sehr sinnvoller Vorschlag, auch der Betrieb als Zweisystembahn – diese allerdings nicht für den Vennbahnabschnitt nach Monschau. Denn dieser soll im Moment auch nicht reaktiviert werden. Dazu später.
Die Strecke über Stolberg Altstadt hinaus wird momentan in zwei Stufen verlängert. Nach Erneuerung des Rüstbacher Viadukts (im Herbst letzten Jahres erfolgt) wird im Sommer nächsten Jahres der Abschnitt bis Breinig reaktiviert. Wenn danach später auch einmal der Falkenbachviadukt (im ursprünglichen Zustand mit den acht Rundbögen) wiederaufgebaut ist, würde die Strecke nach Walheim verlängert. Das dürfte allerdings nicht der Endpunkt bleiben. Die Reaktivierung des weiteren Abschnitts über Raeren nach Eupen für den Personenverkehr war ohnehin geplant – inzwischen hat die speziell die belgische Bahn die Bedeutung der Strecke auch für den Güterverkehr erkannt. Dann könnte ein Teil der Güterzüge die überlastete Strecke über Aachen HBf und den Buschtunnel meiden und den direkten Weg nach Belgien nehmen. Dazu müsste die Strecke natürlich elektrifiziert werden – auf deutscher Seite mit 15kV Wechselstrom, auf belgischer mit 3kV Gleichstrom.
Apropos Raeren: Dort liegt der Bahnhof leider weit abseits der Besiedlung. Dazu könnte die Stadtbahn durch einen Teil des Ortes geführt geführt werden, um mehr Bewohner zu erreichen. Einen eigenen Gleiskörper wäre an der Stelle nicht unbedingt erforderlich. Die meisten Einwohner von dort dürften ohnehin die Aachener Innenstadt auf dem direkten Weg über Kornelimünster und nicht dem Umweg über Stolberg HBf ansteuern.
Mir ist bekannt, dass die Euregiobahn nach Belgien verlängert werden soll, allerdings erachte ich eine Verlängerung nach Monschau als deutlich sinnvoller.
Zwischen Aachen und Eupen verkehren derzeit 2 Gelenkbusse pro Stunde, eine Verlängerung über die Vennbahn nach Monschau würde 4 Gelenkbusse pro Stunde ersetzen (SB63 und SB66).
Zudem würde der Tourismus in Monschau deutlich von einer Bahnanbindung profitieren.
Da allerdings niemand von Monschau nach Aachen über Stolberg fahren würde, muss der Aachener Ast der Vennbahn reaktiviert werden.